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  1. #41
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen

    Noch einmal, es geht hier nicht darum ob man Hilfe leisten soll bzw. man wählen soll wem man hilft. Bestenfalls ob man aus der Situation heraus helfen kann und vor allem wie.
    .
    Wem man hilft weiß man nie und dies gilt nicht nur auf See.



    https://www.t-online.de/nachrichten/...earbeitet.html

    https://www.rundblick-unna.de/2019/0...rer-bestohlen/

    In der heutigen Zeit ist etwas mehr Vorsicht durchaus nicht fehl am Platze, ohne dass ich nun irgendjemandem etwas unterstellen will.

    Willy

  2. #42
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    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen
    Um auf die rechtliche Situation einzugehen: da gibt es gar nichts zu diskutieren! Egal wer, egal wo: sofern es einem Segler möglich ist, ist er gesetzlich dazu verpflichtet Hilfe zu leisten! Und es spielt dabei auch keine Rolle, ob man sich vor der lybischen, spanischen oder (was wohl momentan der schlimmste Fall wäre) italienischen Küste befindet. Am Ende kann ich sogar genau vorhersagen was passiert, wenn man aufgrund der (un)rechtmässigen Situation in Italien zu der Auffassung kommen würde, Hilfe führt zu eigenen Schwierigkeiten und sollte daher unterbleiben. Denn genau diese dann vermiedenen Schwierigkeiten im MM werden dann zu gewaltigen Schwierigkeiten vor deutschen Gerichten führen.
    Neben den Gesetzestexten gibt es auch eine Rechtspraxis. Als Jurist solltest Du nicht nur die Theorie kennen, sondern auch wenigstens einen Fall nennen können, wo ein Segler in Deutschland vor Gericht landete, weil er Migranten in einem überfüllten Schlauchboot nicht geholfen hat.

    Im Übrigen gibt es auch einen Unterschied zwischen der Theorie des Segelns im Mittelmeer und der Praxis auf der Staande Mastroute.

  3. #43
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    Zitat Zitat von navbaer Beitrag anzeigen
    Neben den Gesetzestexten gibt es auch eine Rechtspraxis. Als Jurist solltest Du nicht nur die Theorie kennen, sondern auch wenigstens einen Fall nennen können, wo ein Segler in Deutschland vor Gericht landete, weil er Migranten in einem überfüllten Schlauchboot nicht geholfen hat.

    Im Übrigen gibt es auch einen Unterschied zwischen der Theorie des Segelns im Mittelmeer und der Praxis auf der Staande Mastroute.
    Hallo Navbear,

    nur weil ein Fall bisher nicht eingetreten ist, ist er dennoch rechtlich eindeutig zu werten, wenn er denn eintreten sollte. Unsere Gesetze entstehen nicht erst durch Rechtspraxis. Das wäre ja auch noch schöner!

    Es gibt hier auch keine reine Theorie. Ich kann nicht verstehen, was es an der Rettung Schiffbrüchiger zu diskutieren gibt. Entweder ich kann retten, weil ich selber dadurch nicht in Gefahr gerate oder ich kann bei nicht erfolgter Rettung nachvollziehbar darlegen, warum es nicht möglich war. Das Gesetz unterscheidet da nicht zwischen Flüchtlingsbooten oder Ausflugsdampfer mit Rentnern. Weder das reine Empfinden, mit den Geretteten Flüchtlingen hole ich mir potentielle Dauergäste wegen Anlegeverbot in Italien aufs Schiff oder späteren Konflikten mit den dortigen Gesetzgebern oder die Angst vor möglichen Gefährdern oder die Befüchtung, sich Krankheiten zu holen oder oder oder spielt alles keine Rolle. Was gibt es daran nicht zu verstehen? Unterlassene Hilfeleistung bleibt es so oder so.

    Wer will denn bitte seine Sorgen gegen Menschenleben aufwiegen? Dazu muss man nicht einmal Jurist sein, um das zu verstehen.

  4. #44
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    Zitat Zitat von NilsKluge Beitrag anzeigen
    Mir gehts es in erster Linie um Klärung, wozu der Freizeitskipper verpflichtet ist, welches Recht zur Anwendung kommt und ob etwaiges Fehlverhalten sanktioniert ist.
    Di Frage, ob ein Freizeitskipper Migranten in einem überladenen Schlauchboot helfen müsse, dient heute nur noch Moralisten und Realisten zur Profilierung, sie ist reine Theorie. Kein Segler kommt zufällig in die Nähe der lybischen Hoheitsgewässer, und weiter aufs Mittelmeer hinaus kommen die Migranten-Schlauchboote sowieso nicht. Das war vor Jahren in der Ägäis anders, dort konnte man in der Nähe der türkischen Küste dem Problem begegnen, heute nicht mehr. Und die Migranten in der Straße von Gibraltar schaffen es auch ohne Hilfe.

    Wer soll etwaiges Fehlverhalten sanktionieren? Etwa ein Gericht in Deutschland? Kein Staatsanwalt wird beweisen können, dass der Skipper grundlos nicht geholfen hat.

  5. #45
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    So, den letzten Beiträgen nach zu urteilen es gibt wohl nichts Substanzielles mehr zu diesem Thema beizutragen ... somit können wir an dieser Stelle einen Punkt machen und uns neuen Themen zuwenden.

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