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  1. #11
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    lesen, verstehen, begreifen??????…………..
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  2. #12
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    Zitat Zitat von Sayang Beitrag anzeigen
    @ Peter

    Das war mir klar.
    Du hast ja explizid Furnier genannt.

    Engel ignoriert eben gerne Tatsachen ...
    Eine andere Antwort war wohl nicht zu erwarten, lass es sein.

    Teakdeck-Stärken von 3 bis 8 mm werden als Furnier bezeichnet. Bei Schichtenverleimten Teak haben wir 3 mm Furniere und bei massiven Teakdeck haben wir meist bis 8 mm Furniere.

  3. #13
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Nix gegen Spott, Engel,
    aber das reicht nicht. Wie macht es denn der Profi? Bisschen Werbung darf sein

    Gruß Franz
    Mit einen Pantasolreiniger und einer Phanterwolle, das geht einfach und schnell. Es funktioniert auch Ultra Plus mit einer Phanterwolle. Noch einfacher funktioniert Trichloretylen. Da es seit 2016 über 0,1% verboten wurde geht auch Tetrachlorethylen (Perchlorethylen), Methylenchlorid (Dichlormethan). Damit wird das Teak gleich für eine Neubeschichtung vorbereitet. Ohne Neubeschichtung genügt eine einfache Phanterwolle, die bekommst Du von mir für 3,75 € oder im Farbenfachhandel, die reicht locker für die Teak-Reinigung einer Bavaria 36 bis 39.

    Mal ehrlich, es ist doch wirklich keiner so doof und nimmt den Hinweis mit einen Radiergummi ernst. Was mit einer Phanterwolle in wenigen Sekunden erledigt ist, da arbeitet doch wirklich keiner mit einen Radiergummi.

    Engel

  4. #14
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    Zu Supra,
    das mit der Netzmittelwäsche sollte nicht gemacht werden, ist auch nicht zwingend erforderlich.

    1 Anstrich Protect 377 EP- PRIMER ZM / WG
    1 Anstrich Protect 325 EP-Tiecoat EG DB702 (ist eine Schuppenpanzerbeschichtung)
    2-3 Anstrich Protect 346 eine EP-Beschichtung die auch für die Balastwassertanks verwendet wird.
    1 Anstrich Marine 470 als Haftvermttler und Versiegelunsgrund.
    2 Anstriche Marine 522 SPC-Antifouling

    Beschichtungsaufbau ist Standard z.B. bei der Jadewerft. http://www.neue-jadewerft.com/

    Der Beschichtungsaufbau hat eine Standzeit von 15 Jahren und ist Industriestandard. Aus Kostengründen wird oft in der Industrie auf dem 325 verzichtet, obwohl er die Haftung auf Zink erheblich verbessert. In der Regel wird dann nach Jahren nur noch mit 346 nachgebessert bis zur Verschrottung nach 30 bis 35 Jahren. Bis auf die Wellen oder Schraubenanode, dürfen alle weiteren Anoden am Unterwasserschiff entfernt werden.
    Der Bewuchsschutz ist bei 2 Anstrichen, Dauerwasserlieger von 3-16 Knoten für 3 Jahre ausgelegt und erhöht sich bei geringerer Auslastung in der Adria meist auf 4 Jahre. Da bei Stahl-Yachten normalerweise nur SPC-Antifoulings verwendet werden, kommt es auch nicht zu den unsinnigen Schichtstärkenanreicherungen und den Aplikationsproblemen. Passt bei einer Stahlyacht nicht der Versiegelungsgrund und das Antifouling, dann muss jedes Jahr geschliffen werden und der Korrosionsschutz wird dann jedes mal beschädigt.

    Du bekommst diese Beschichtungen bei Hempel, Tenax, Nippon, Jotun, International, BASF (sind alle identisch nur andere Namen), nur nicht als Kleinabnehmer. Bei Kleinabnahmemengen brauchst Du einen, der in entsprechende Gebindegrößen abfüllen kann und da ist dann die Auswahl nicht besonders groß.

    Grüße Engel

  5. #15
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Zu Supra,
    das mit der Netzmittelwäsche sollte nicht gemacht werden, ist auch nicht zwingend erforderlich.

    1 Anstrich Protect 377 EP- PRIMER ZM / WG
    1 Anstrich Protect 325 EP-Tiecoat EG DB702 (ist eine Schuppenpanzerbeschichtung)
    2-3 Anstrich Protect 346 eine EP-Beschichtung die auch für die Balastwassertanks verwendet wird.
    1 Anstrich Marine 470 als Haftvermttler und Versiegelunsgrund.
    2 Anstriche Marine 522 SPC-Antifouling

    Beschichtungsaufbau ist Standard z.B. bei der Jadewerft. http://www.neue-jadewerft.com/

    Der Beschichtungsaufbau hat eine Standzeit von 15 Jahren und ist Industriestandard. Aus Kostengründen wird oft in der Industrie auf dem 325 verzichtet, obwohl er die Haftung auf Zink erheblich verbessert. In der Regel wird dann nach Jahren nur noch mit 346 nachgebessert bis zur Verschrottung nach 30 bis 35 Jahren. Bis auf die Wellen oder Schraubenanode, dürfen alle weiteren Anoden am Unterwasserschiff entfernt werden.
    Der Bewuchsschutz ist bei 2 Anstrichen, Dauerwasserlieger von 3-16 Knoten für 3 Jahre ausgelegt und erhöht sich bei geringerer Auslastung in der Adria meist auf 4 Jahre. Da bei Stahl-Yachten normalerweise nur SPC-Antifoulings verwendet werden, kommt es auch nicht zu den unsinnigen Schichtstärkenanreicherungen und den Aplikationsproblemen. Passt bei einer Stahlyacht nicht der Versiegelungsgrund und das Antifouling, dann muss jedes Jahr geschliffen werden und der Korrosionsschutz wird dann jedes mal beschädigt.

    Du bekommst diese Beschichtungen bei Hempel, Tenax, Nippon, Jotun, International, BASF (sind alle identisch nur andere Namen), nur nicht als Kleinabnehmer. Bei Kleinabnahmemengen brauchst Du einen, der in entsprechende Gebindegrößen abfüllen kann und da ist dann die Auswahl nicht besonders groß.

    Grüße Engel


    Ja, Danke.
    Ich werde obiges mit meinem Bruder ( Malermeister, Yachtservice, Yachtausrüster) durchkaspern, mit unserer Produktauswahl abgleichen-- wir kommen an alles ran.

    Eine Netzmittelwäsche ist tatsächlich nicht zwingend notwendig,
    es ist jedoch angedacht dem verzinkten Blech, und den Nietstößen, mit grobem , dickem Vlies auf Schwingschleifer den lezten Schliff zu geben.
    Diesen letzten Schritt machen wir nass mit Netzmittel. So rauhen wir nicht nur die Oberfläche leicht auf, sondern werden auch das Zinkoxyd und die hartnäckigeren Zinhydroxydpickel los. Schieres Zink haben wir dann.
    Das der Rumpf danach gewaschen und allerpeinlichst und schnell getrocknet werden muss , sofort danach das Pönen erfolgt , ist klar.
    Hier liegt dann auch die Schwierigkeit----Temperatur und Luftfeuchte. Du weisst es ja selbst, schon die Körperausdünstungen, der Atem beim Pönen machen das Blech wieder feucht, mit dementsprechend schlechtem Endergebnis---was man aber erst Jahre später registriert, registrieren kann.
    Feuchtigkeit durch Atmung--hier liegt auch ein, wenn nicht der Grund warum die Industrie spritzt.
    Als Laie beim Pönen in der Halle behilft man sich da mit einem handelsüblichen Fan.

    Farbauftrag, vielmehr die Wahl des richtigen Produkts ist wahrlich eine Wissenschaft. Unglücklicherweise kommen die Erfahrungen dazu aus der Industrie und deren Industrieprodukten. Letztere sind genau auf die Möglichkeiten der Industrie abgestimmt, als da sind kontrollierte Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Art der Applikation, usw.
    Der Laie hat es dementsprechend schwer sich für seine abweichenden Konditionen die richtigen Produkte herauszusuchen.

    Zur Beruhigung der mitlesenden Eigner von GFK- Schiffen
    Obiges ist über Blechboote, genauer, ein älteres , aus verzinkten Stahlblechen genietetes Schiff.
    Das wird heute nicht mehr gemacht, was die Auswahl an neuen Produkten aber auch erschwert, weil eingrenzt.
    Zwar werden auch heute noch Stahlschiffe gebaut, die sind aber weder verzinkt, noch genietet. Deren Farbaufbau , auch wenn sie mal feuerverzinkt ( sehr selten), geschieht mit dafür konditionierten Industrieprodukten, siehe oben.
    Bei GFK Schiffen sieht das anders aus. Für Plastik gibt es "laiengerechte Produkte".




    .P.S.
    Das der Farbaufbau nach Industriestandard auch nicht immer hinhaut sieht mein Bruder jedes Jahr an niederl., stählernen Mototoryachten. Bei erst einigen Jahre alten Schiffen aus dem Luxussegment muss er jedes Jahr bei. Insbesondere an den Stößen, Schweissnähten und daran angrenzenden Bereichen kommt immer wieder an neuen Stellen Rost durch.
    Ich könnte jetzt darlegen warum das so ist, es ist aber schön spät.....
    Geändert von supra (04.02.2019 um 00:47 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

  6. #16
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    Kleiner Nachtrag, zu Supra,

    in kritischen Bereichen lässt sich das Problem mit der ausdiffundierenden Feuchte aus dem kristallinen Gefüge mit abflammen verhindern. Standard im Maschinenbau, zwingend erforderlich bei Stahlspachtelungen. Wenn das Boot ausgebeint ist und auch innen beschichtet wird, mit der Flamme 800-1000°C kurz abflammen, z.B. beim Wellentunell. Du siehst dann wie z.B. gestrahlter Stahl Farbe hellgrau nach dem strahlen sich dunkelgrau verfärbt, die Feuchte diffundiert aus dem Gefüge und dann wieder hellgrau wird. Es ist aber wichtig, früher haben wir dazu im Maschienenbau Trychlorethylen verwendet, als Ersatz kann auch reines technisches Aceton 99,9% verwendet werden, bekommst Du aber nicht überall also fragen. Mit der schnellen Verdunstung wird auch die Oberfläche entfeuchtet, so dass die Probleme mit dem Taupunkt verhindert werden. Der 377, 325, 346 den es auch bei Hempel, Sigma usw. gibt, wird von BASF hergestellt. Es ist nur für den Laien schwierig die Kompatibilität zuzuordnen, denn das wissen in der Regel auch nicht die Verkäufer, auch kein Malermeister. Die erforderlichen Handbücher werden den Kunden nicht ausgehändigt. Wenn Du Fragen hast und bei BASF anrufst und es geht nicht um Großabnahmen die bei mehren Tonnen beginnen, dann wirst Du vielleicht an einen Ansprechpartner weiter geleitet. Sollten die Bleche nach dem strahlen oder schleifen Flugrost ansetzen was bei größeren Schiffen kaum zu vermeiden ist, dann kann das mit dem 377 ZM vernachlässigt werden. Der ZM grünlich ist identisch ohne Härter, womit die Hochspannungsmasten alle 30 Jahre gestrichen werden. Er ist auch jeder Feuerverzinkung weit überlegen. Normalerweise ist es ein 2 K., härtet aber auch ohne Härter, dauert nur etwas länger. Der 346 ist bis 5°C zu verarbeiten, aber nur wenn Airles gespritzt wird. Da ist Vorsicht geboten wenn im Freien beschichtet wird, wegen der Temperatur Nachtabsenkung. Es macht also Sinn wenn da Probleme auftreten, nochmals mit Aceton je nach Überschichtungsdauer jedes mal zu entfeuchten. Je nach Anwendungsfall muss der 346 ist ein 2 K. EP mit Aluminium den Temperaturen angepasst werden, bewegen wir uns im Bereich um die 8 bis 10°C dann sollte ein anderer Härter der bis -5°C verwendet werden. Es ist auch bei größeren Schiffen erforderlich, dass es lange Überschichtungsintervalle gibt. Da bei den Multicoat 2-4 Anstriche erfolgen, oft arbeitsbedingt mit Unterbrechung für 3-4 Wochen weil es zu kalt ist oder es regnet und wir haben eine Luftfeuchte im Bereich von 85%, dann bedarf es einer langen Überschichtungsintervall bis 90 Tage, damit nicht jedes mal geschliffen werden muss. Im Grunde wie bei den Werften der Industrie, da schleift einer sehr selten das Unterwasserschiff von so einen 300 m langen Containerfrachter. Wie gesagt, die Produkte müssen zueinander kompatibel sein, das beginnt beim ZM und geht bis zum Antifouling.

    Unter Hempel, damit meine ich nicht die Voss Chemie, siehe https://www.hempel.de/de-DE/product-list sind auch die Produkte aufgelistet. Die erforderlichen Produktdaten und Sicherheitsdaten die wegen den Inhaltsstoffen - Kompatibilität der Lösungsmittel erforderlich sind, kann sich jeder selbst ausdrucken. Die erforderlichen Infos bekommst Du aber nicht beim Yachtservice und kann Dir auch kein Malermeister geben. Ansonsten sind die 2 K. EP-Produkte der Industrie sehr tolerant, verzeihen auch Fehler beim Mischungsverhältnis. Es macht auch Sinn bei größeren Booten Airles zu spritzen. Die erforderlichen Düsenweiten und Drücke bekommst Du dann über die technischen P-Daten. Die Multicoat- Systeme sind auch so ausgelegt, dass z.B. mit einen 2 Komp. EP-System ein 1 Komp. PU oder Alcydharssysteme überschichtet werden darf, da z.B. im Übergangsbereich am Wasserpass ein anstückeln sonst nicht möglich ist und wir unweigerlich an diesen Bereich eine Schwachstelle bekommen.

    Grüße Engel

  7. #17
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    ….. Pantasolreiniger ….. Phanterwolle, ……. Trichloretylen. …... Tetrachlorethylen (Perchlorethylen), Methylenchlorid (Dichlormethan)……..

    Mal ehrlich, es ist doch wirklich keiner so doof und nimmt den Hinweis mit einen Radiergummi ernst. ……..
    Danke, Engel,
    für die Profi-Tipps.
    Nicht immer geht es um die Bearbeitung eines Decks oder anderer großen Flächen. Zuweilen wird auch nur der Rest unter einem entfernten Beschlag, Tenax, Curryklemme, … entfernt werden müssen. Dafür würde ich nicht meine Giftküche erweitern. Der Tipp mit dem heißen Spachtel ist gar nicht übel, auf die Idee mit dem Radiergummi wäre selbst ich gekommen

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #18
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    Erlaubt mir bitte eine kurze Korrektur:
    Aceton mit einer Reinheit von 99,9% (siehe #16) ist kein technisches Aceton, sondern hochrein und wird als Lösungsmittel in der Spektroskopie verwendet. Da kostet der Liter Aceton ca. 30€. Um eine Oberfläche zu reinigen, reicht ein Aceton mit dem Reinheitsgrad technisch, also > 50%.
    Jeder Controller auf der Werft, wird einem Einkäufer die Hölle heiss machen, wenn dieser hochreines Aceton kauft, weil es keiner bezahlen kann und will.
    Wenn man mit Aceton das Kondenswasser, also das Wasser/Feuchtigkeit, entfernen will, ist das im Winter(bei niedrigen Temperaturen (<10deg. C.) keine besonders gute Idee:
    Beim Verdampfen des Aceton/Feuchtigkeitsgemisches wird der Umgebung Wärme (Energie) entzogen, d.h. Die Oberfläche kühlt ab und damit kann erneut Feuchtigkeit/Wasser an der Oberfläche kondensieren.
    Die Energie, die dem Stahl/GfK entzogen wird entspricht der Verdampfungsenergie des Aceton/Wasser Gemisches, ist einfache Physik).
    Im Gefüge des Stahls gibt es kein Wasser, nur an der Oberfläche! Deswegen kann man es ja so leicht entfernen. Die Herstellungstemperaturen liegen beim Eisen über 1000 Grad C. Und da bleibt kein Einkristall nass, bei den Temperaturen ist und bleibr alles trocken. Aber, an der Oberfläche, da kann sich jede Menge Wasser, z.B. Durch Kondensation, anlagern....deswegen kann man es ja auch dann mit Aceton trocken kriegen.....

  9. #19
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    Das Aceton >99,5 %, nicht 99,9% (ist ein Übertragungsfehler beim kopieren aus dem Antifouling-Forum), kostet übrigens bei mir 10,45 €/Ltr. Du bekommst es auch als Aceton rein >99,5% von der Höfer Chemie®, auch bekannt unter Propanon oder Dimethylketon. Ob es für die Spektroskopie verwendet wird weiß ich nicht. Ich habe auch 30 Liter Gebinde, da bezahlt einer ca. 6,70 € für den Liter. Dass bei der schnellen Verdunstung auch Wärme dem Stahl entzogen wird ist theoretisch richtig, aber bei einer Masse von 10 bis 20 tausend Kilo Stahl vergleichbar mit einen Würfelzucker im Bodensee der theoretisch "süsser" wird. Ich nehme an, dass Du Dich doch sehr gut auskennst, so dass sich der Wärmeverlußt von 10-20 Tonnen Stahl durch die Verdunstung von einen Liter Aceton, bei einer Temperatur von 20°C in 30 bis 60 Sekunden leicht ausrechnen lässt. Die Studenten für Techniker oder Ing. aus dem Maschinenbau können das mit "links".
    Ich habe aber noch keinen gesehen der im Winter z.B. bei Minustemperaturen eine Stahl-Yacht enfeuchtet um eine Stahl-Yacht zu restaurieren. Da aber in der Industrie auch mal bei der Verarbeitung Minustemperaturen anfallen, wo die Feuchtewerte unter 0°C gleich 0 sind, ist nun mal kein Acetón erforderlich. Da ist es nur erforderlich wenn ausgeschwitzt wird um die Schwefel und Phosphorverunreinigungen auf der Oberfläche zu beseitigen, wobei auch da wird meistens keine Entfeuchtung vorgenommen, was sich aber mit eine Hardener EP 632 ermöglichen lässt, da können wir dann Epoxide bis - 5°C verarbeiten, ohne Schrumpfungsprozesse.

    Übrigens Eisen muss nicht hergestellt werden, Du meinst sicherlich Stahl und da ist die Schmelztemperatur 1.536°C 1.809 K.Ob Eisen nach der Schmelze zu Martensit - ein Einkristall wird kann ich mir nicht vorstellen, weiß ich auch nicht, da auch bei Austenit nach dem Abkühlung ein Mischkristall entsteht. So weit ich mich erinnere, war vor 50 Jahren, ist ein Einkristall ein durchgehendes einheitliches, homogenes Kristallgitter, und das haben wir bei den meisten Stählen nicht. Das ist sicherlich für manchen Theoretiker ein interesantes Thema, aber hier im Forum sicherlich fehl am Platz.
    Engel

  10. #20
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    Zu Supra TIP – 1

    So weit ich das richtig verstanden habe, möchtest Du eine alte Stahl-Yacht mit ehemals tauch- verzinkten Blechen die vernietet wurden restaurieren. Bei diesen alten Booten wurde meist Stähle – alte Bezeichnung St 32 Güteklasse 1 verwendet. Da in der Zeit noch kein schweißbarer Shopprimer verwendet wurden, wurden kleine Boote getaucht, oder die Bleche vor der Verarbeitung durch tauchen verzinkt. Da die Bleche auf Grund der Reaktion von Eisen – Schwefel – Phosphor und Feuchte natürlich altern, (Zeiträume 30-50 Jahre) verspröden solche Bleche. Die Bleche sind dann nicht mehr bei mechanischer Beanspruchung biegsam, sondern brechen bei mechanischer Beanspruchung. Zu diesen Vorfällen wurde mal in einer Yacht-Boote-Zeitschrift ein Beitrag von der Alianzversicherung veröffentlicht, wo das verschwinden solcher alten Stahl-Yachten erklärt wurde. Da meist der Skipper gleich mit verschwunden ist, konnte die Ursache über einen langen Zeitraum nicht geklärt werden. Wenn Du ein solches Boot verwenden möchtest, sollte vorher eine Beschallung durchgeführt werden. Zu diesen Thema wurde sogar ein Film im Fernsehen gezeigt, der Vorgang wurde nachgestellt, wie das aussieht, wenn so ein halber m² Blech bricht und Du bist im Schiff.

    Wenn Du wirklich ein solches Boot restaurieren möchtest, solltest Du auch den Tip 2 bis 5 kennen, denn da geht es um Teerepoxide aus Steinkohleteer die meist verarbeitet wurden und um Deine Gesundheit, um die Kompatibilität von Beschichtungen auf Teerepoxiden, wenn wir den nicht vollständig beseitigen können, auch um das Problem der Zinkspaltung zwischen den Blechen wie das erkannt wird, dann welche 2 K. Zinkbeschichtungen haften auf Reste von alten 1 Komp. Teerepoxiden, da z.B. Zinkbeschichtungen wie z.B. Zinga nicht funktionieren, auch das anstückeln am Wasserpass der meist bei solchen Booten mit TE bis zur Deckskante und mit einen Alcyd in der passenden Farbe angepasst wurden. Es gibt auch für solche Restaurierungen Billiglösungen mit mit Teerepoxiden von Sigma, nur darauf haftet kein Antifouling und dazu brauchst Du einen benzo(a)pyrenfreien PVC-Vinyl Primer der aus Teerölen hergestellt wird bzw. wurde, da es keine Teeröle zu bezahlbaren Preisen gibt.

    Um aber dazu genaueres zu sagen, bedarf es auch entsprechender Angaben, da auch der Einzelfall sowie die Verhältnismäßigkeit beurteilt werden sollte. Ob Dir da ein Malermeister oder die Erfahrungen in Holland weiterhelfen können, weiß ich nicht. Da ich aber sehr viele Anfragen von Gewerbetreibenden - kleine Werften aus Holland jedes Jahr zu solchen alten Stahl-Yachten erhalte, habe ich Zweifel ob Du da die gewünschten Infos bekommen wirst.

    Nachtrag:
    Da bei Stahl-Yachten meist nicht Wärmebehandelt wird, musst du darauf achten dass die Produkte Lösungsmittelarm sind und weitgehend spannungsfrei chemisch aushärten, was den Preis solcher Produkte für den Industriestandard erheblich verteuert. Wenn Du die Möglichkeit hast bei 60°C zu tempern, wie bei der Firma Wrede in Hamburg, dann bestehen andere Möglichkeiten die preiswerter sind. Da aber bei einer solchen Wärmebehandlung erhebliche Energiekosten anfallen, kostet das im Endergebnis sogar mehr. Was z.B. die Korrosion bei den Schweißnähten betrifft, das lässt sich mit einen Protect 346/347 beheben. Damit werden z.B. korrodierte Bilgen, Balastwassertank ohne Entrostung beschichtet. Damit können 1 K. Beschichtungen die meist mit 1 K. Alcydlacken erfolgen problemlos nachgebessert werden. Bricht die Korrosion nach ein paar Jahren wieder durch, dann den Bereich nur entrosten, 346 darüber und mit einen Alcyd versiegeln. das geht einfach und schnell. Für den Unterwasserbereich geht das noch einfacher mit einen Chlorkautschukprimer (toxisch) der mit Zink pigmentiert wurde. Das nennen wir "Flicken" und ist natürlich mit einer fachgerechten Sanierung nicht vergleichbar.

    Gruß FG
    Geändert von Engel (04.02.2019 um 14:16 Uhr)

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