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  1. #21
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    Nach diesen wirklich sehr interessanten Ausführungen und Expertisen, leider am Eingangsthema wie so oft vorbei, würde es mich wirklich interessieren wie man denn die Klebereste beim Entfernen eines Teakdecks bei einer Bavaria 42 runterbekommt ohne dabei brachial werden zu müssen und somit die eigentliche Decksstruktur zerstört.
    Das Deck soll aufbereitet werden und ohne Teak wieder erstrahlen. Teak pfui- for ever....

  2. #22
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    Siehe Beitrag #13, da ist doch wirklich beschrieben wie die Panterareste beseitigt werden können.

    Mit einen Pantasolreiniger und einer Phanterwolle/Stahlwolle, das geht einfach und schnell. Es funktioniert auch Ultra Plus mit einer Phanterwolle/Stahlwolle. Noch einfacher funktioniert Trichloretylen wenn es um die Reinigung geht. Da es seit 2016 über 0,1% verboten wurde geht auch Tetrachlorethylen (Perchlorethylen), Methylenchlorid (Dichlormethan). Damit wird das Teak gleich für eine Neukonservierung vorbereitet. Ohne Neukonservierung genügt eine einfache Phanterwolle/Stahlwolle, die bekommst Du von mir für 3,75 € oder im Farbenfachhandel, die reicht locker für die Teak-Reinigung einer Bavaria 36 bis 39.
    Das wäre die Reinigung von Kleberetsen, willst Du aber dauerhaft die natürlich hellbraune Farbe vom Teak zurück, sowie ein hydrophobes Teak, dann hilft nur schleifen und mit einer UV-Alcydharz-Emulsion zu konservieren. So bleibt dann auch die natürliche hellbraune Farbe für Jahre, Jahrzehnte erhalten. Vorsicht mit Entgrauern wie z.B. von Owatrol oder anderen Anbietern. Damit lässt sich die oberste Schicht die abgestorben ist leicht abwaschen, aber entgrauen lässt sich damit ein Teakdeck nicht. Da die Entgrauer, Borsalzlösungen usw. alle Säure enthalten, schadet das im Grunde mehr als es nützt, da damit die Zellulosestrukturen zerstört werden und das natürliche Fungizid Tectol, Tectohinon (Schutz gegen Insekten) ausgewaschen wird.

    Nur mit nichts geht da nichts, da muss einer schon etwas tun. Mit der blauen Seite von einen Radiergummi wie da so ein Pflegemeister meint, können auch Klebereste abgerubbelt werden, ich schätze aber für eine Bavaria 42, bei der Teakdeckgröße brauchst Du dann so um die 2-3 Jahre und viele Radiergummi.
    Engel

  3. #23
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    , willst Du aber dauerhaft die natürlich hellbraune Farbe vom Teak zurück, sowie ein hydrophobes Teak,
    ...nööö, will ich keinesfalls.. Das Teak ist hinüber und eine Neuverlegung kommt nicht in Frage. Teakdecks haben dort wo ich segle, im Mittelmeer, ausser der Optik keine Existenzberechtigung. Es sei denn man will Sisyphosarbeit verrichten oder die lokalen Gewerbebetriebe unterstützen.
    Es soll daher alles Teak samt Unterbau aus Sperrholz entfernt werden, so dass die normale Deckstruktur samt Riffelung erhalten bleibt. Ist eine Mistarbeit.
    Dass die Radiergummimethode hier wohl nicht greift ist mir schon klar, geht vielleicht bei kleinen Ausbesserungen etc.

    "Phanterwolle"... was für ein wohlklingendes Wort, habe ich bisher nocht nie gehört. Handelt sich um Stahlwolle, möglichst aus Niro, oder?
    Habe auch keine Ahnung womit Bavaria seinerzeit die Decks verklebt hat. Ich denke, dass jedenfalls die Reste nur mechanisch zu entfernen sind, oder irre ich da?

  4. #24
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Nur mit nichts geht da nichts, da muss einer schon etwas tun. Mit der blauen Seite von einen Radiergummi wie da so ein Pflegemeister meint, können auch Klebereste abgerubbelt werden, ich schätze aber für eine Bavaria 42, bei der Teakdeckgröße brauchst Du dann so um die 2-3 Jahre und viele Radiergummi.
    Hallo,

    das war die weiße Seite, sozusagen war es das Navi-Radiergummi.
    Wie kann ich den entstandenen Schaden nachträglich bereinigen?


    Peter

  5. #25
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    Zu yippieay,

    kann es sein, dass die Bavaria noch ein schichtenverleimtes Teak hat? Wenn sich da die Funiere lösen, ist eine nachträgliche Verfestigung nicht mehr möglich. Die restlich vorhanden Klebstoffe sind alle Lösungsmittelfest so dass sich die nur noch grob abkratzen lassen. Du hast da auch noch zahlreiche Verschraubungen beim Deck die durch das Laminat gehen. Da reicht auch keine Phanter/Stahlwolle aus Niro. Eine Beseitigung der Reste ist also nur mechanisch möglich. Ansonsten liefert Bavaria auch nach Jahrzehnten ein vorgefertigtes Teakdeck, das mit etwas handwerklichen Geschick selbst verlegt werden kann. Ich weiß nicht wie teuer es ist, für eine Bavaria 30 waren das vor 6-8 Jahren um die 1600,-€, für eine 42 wirst Du das doppelte wohl kalkulieren müssen.
    Engel

  6. #26
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    …............Teakdecks haben dort wo ich segle, im Mittelmeer, ausser der Optik keine Existenzberechtigung. …………………..
    Sich das Billigste zu kaufen was der Markt hergibt und dann zu glauben, über Teakdecks im Mittelmeer Urteil abgeben zu müssen, ist schon ein wenig vermessen. Mit einem Teakdeck im herkömmlichen Sinne hat das Sperrholzkonstrukt einer Bavaria nichts gemeinsam. Ich sende dir gern ein paar Fotos von einem 23 Jahre alte Teakdeck, das die letzten 12 Jahre dauerhaft in Sub-und Tropen verweilt hat. Gut ausgewähltes Holz, gut verlegt und versiegelt, jährlich einmal gepflegt, das hält ewig.

  7. #27
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    Zitat Zitat von steuermann Beitrag anzeigen
    Sich das Billigste zu kaufen was der Markt hergibt und dann zu glauben, über Teakdecks im Mittelmeer Urteil abgeben zu müssen, ist schon ein wenig vermessen.
    Zunächst mal hat niemand nach der persönlichen Meinung über Teakdecks von irgendjemandem gefragt. Ich pfeiff' auf ein Teakdeck, selbst wenn es vom Holz des Ur-Teakbaumes in 2cm Stärke von Professor Teak persönlich handgeschnitzt und verlegt worden wäre.
    Ich habe mein Schiff gebraucht gekauft, da war das Teak schon drauf, und das "Bavaria" Teakdeck hat immerhin 17 Jahre im MM gehalten und gut ausgesehen. Parallel dazu sehe ich immer wieder andere Schiffe diverserster Marken wo Teakdecks auch nicht toll aussehen nach so einem Alter.
    Und über Wertigkeiten zu diskutieren liegt wohl im Ermessen des Eigners.

    Mir ist jedenfalls die Verlegung eines neuen Teakdecks die 15000.- bis 20000.- € nicht wert, ich segle lieber und stecke mein Geld besser in sinnvollere Dinge als in einen Blickfang und den damit verbundenen Pflegemitteln samt Aufwand. Darüber hinaus gibts auch keine verbrannten und /oder dreckigen Füße mehr.

    Was die Verlegung des Bavaria-Teakdecks angeht, so ist das wie beschrieben ein Schichtaufbau mit einer Unterlage aus Sperrholz und dem darauf verlegtem Stabdeck mit einer Originalstärke von etwa 8 mm. Dieses "Laminat" ist rein verklebt, OHNE einer einzigen Schraube ins Deck gebohrt.
    Der Plan ist es das komplette Teakdeck zu entfernen, das GFK- Deck aufzubereiten und mit einem guten 2K-Lack in mehreren Schichten zu lackieren.
    Die Alternative wäre ein Kunstteak, aber findet man im Süden eher nur Mist und preislich liegt man auch höher.
    Und dass man von Bavaria original ein Teakdeck um etwa 3200.-€ angeboten bekommen könnte, halte ich für ein schlecht fundiertes Gerücht, hat 2001 bereits umgerechnet 8000.-€ Aufpreis gekostet.
    Wie auch immer, die alte Pampe muß runter...darauf beruhen meine posts..

  8. #28
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Der Plan ist es das komplette Teakdeck zu entfernen, das GFK- Deck aufzubereiten und mit einem guten 2K-Lack in mehreren Schichten zu lackieren.
    .....
    Wie auch immer, die alte Pampe muß runter...darauf beruhen meine posts..

    Tja, enorm arbeits- und zeitaufwendig dein Vorhaben--kein Wunder das du nach jedweger Erleichterung gierst.
    Meines Wissens gibt es da nix. Es wird eine Ochsentour.

    Ich würde die Alternative Kunststoffteak auf der Grundlage folgender Vorgehensweise nochmals prüfen :

    -du bräuchtest " nur" die Panele runterreisen ( könntest sie , wenn sie denn heil bleiben, evtl. gar als Schablonen f. das Plasikteak verwenden)
    - nicht zu hoch aubauende Reste des alten Klebers können bleiben, der neue "Teakteppich" wird einfach draufgeklebt
    -weil ja ein neuer Belag und kein Lack aufs komplette (!) Deck kommt, könnte die Entfernung des alten Klebers auch mit gröbsten Gerät ( Flex) erfolgen. Evtl. dabei entstehende tiefere Dellen werden entweder durch den neuen Kleber, oder aber billigsten Polyesterspachtel ausgeglichen---das alte Deck braucht ja nirgends ein lacktaugliches Finish aufzuweisen.

    Du hast geschrieben dass es in Suddeutschland nur schlechten und teuren Teakersatz gibt.
    Ich glaube das nicht, die Anbieter schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Teilweise werden nahezu echt wirkende Produkte vertrieben, geliefert, verlegt.
    Wahrscheinlich liegt deine Ansicht darin begründet , dass du dich über dieses Plastik nicht recht informiert hast weil du es eh nie als Alternative gesehen hast ?
    Fahre doch mal zu einem Anbieter hin, kuck dir das an , informiere dich ob, oder inwieweit oben beschriebene Vorgehensweise möglich ist.

    Die Plastikalternative wäre zwar teurer als die von dir angedachte Ochsentour, dafür geht das aber wesentlich schneller.
    Die Ochsentour hat zudem wesentlich mehr Fehlerquellen.
    Hat man es handwerklich und logistisch nicht wirklich gut drauf, kann man beim Abstechen, Abschleifen, Anschleifen, Reinigen, Schachteln, Schleifen, ,Primern, Abkleben, Lackieren, Lackieren einige Schnitzer "einbauen". Das weisst du aber sicher selbst.


    Wie so ein Teakersatz verlegt wird kann man hier recht anschaulich sehen:

    https://www.blauwasser.de/kunststoff-teak
    Geändert von supra (10.02.2019 um 17:26 Uhr)
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    Bob Ross kucken !

  9. #29
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    ……………...
    Der Plan ist es das komplette Teakdeck zu entfernen, das GFK- Deck aufzubereiten und mit einem guten 2K-Lack in mehreren Schichten zu lackieren.
    …….....
    Gut so.
    Alles Geschacksache. Man kann ein so genanntes Teakdeck wie den röhrenden Hirsch mit viel Essig und Öl über dem Sofa betrachten. Ein Teakdeck besteht aus zölligen Bohlen über kräftigen Decksbalken, die Fugen kalfatert. Auf ein Plastikdeck aufgeklebte Teakspäne oder auch -bretter sind eine Imitation. Wenn die traditionelle Anmutung ein tiefer Wunsch ist, muss man das hinnehmen. Zur Funktion trägt es nichts bei. Es ist schwer und heizt sich bei intensiver Sonnenbestrahlung auf, was allerdings durch seine Isolationswirkung gemäßigt wird. Diese Überlegungen hast Du offensichtlich bereits selbst vollzogen. Lass Dir also ein TD nicht einreden.

    Die Entfernung des alten Belag wird Blut, Schweiß und Tränen kosten. Bei der mechanischen Entfernung wird die Oberfläche stark leiden. Kerben und Riefen lassen sich nach grobem Spachteln durch einen Kunststoffbelag abdecken. Eventuelle Zwischenräume den einzelnen Belagstücken müssen sorgfältig gespachtelt und lackiert werden. Das neuere TBS ist robust und ansehnlich.

    Selbst mit dem Nachteil der Schmutzempfindlichkeit würde ich, zumal im Mittelmeer, einen möglich hellen Belag wählen, die Aufheizung durch Sonneneinstrahlung wird durch die helle Farbe gemildert.

    Viel Erfolg
    Franz

    PS: einen Spaten als Werkzeug testen.
    halber Wind reicht völlig

  10. #30
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen

    Viel Erfolg
    Franz

    PS: einen Spaten als Werkzeug testen.

    Es gibt dafür spezielle Klingen. Sie sind rd. 60mm breit, 2mm dick , vorn angefast und matürlich schön scharf.
    Man schraubt die Klingen auf ein vorn plattgedrücktes , 1,5m langes Rohr. Mit diesem Wekzeug stößt man beidhändig.
    Man stößt damit harte, dicke Farbe, oder eben Kleber ab. Umso planer das Werkstück, desto höher ist natürlich die Gefahr mit den Ecken der Klinge Riefen zu stoßen.
    Wie dat Ding heisst weiss ich leider nicht, wo ihr es bekommt auch nicht--ich hole es mir aus der Werkstatt

    Manchmal geht es auch mit einem Elektroschaber
    https://www.amazon.de/Masters-Elektr...osch+pse+180+e
    Geändert von supra (10.02.2019 um 18:21 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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