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  1. #1
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    Standard Warum sind BSH Karten nicht wie NOAA Karten öffentlich verfügbar?

    Hallo zusammen,

    Amerikanische Seekarten sind über das Internet in elektronischer Form frei zugänglich (http://www.nauticalcharts.noaa.gov/m...artViewer.html) Sowohl zum Online anschauen als auch der Download der vollen ENC Dateien zur Nutzung in beliebiger Software (oder Kartenplottern).
    Die Logik dahinter ist, soweit ich weiss, dass ja NOAA durch (Amerikanische) Steuergelder finanziert wird und die Karten daher der Öffentlichkeit gehören die die Erstellung bezahlt hat (Public Domain) (Das gilt praktischer Weise auch für die US INT 1: http://www.nauticalcharts.noaa.gov/m...1/ChartNo1.pdf)

    Das BSH wird ja nun auch durch Steuergelder finanziert, leider gibt es dort aber keine öffentliche Verfügbarkeit der elektronischen Karten. Diese werden nur über Drittanbieter verkauft.

    Weiss jemand wieso das so ist? Ist der Verkauf der Karten Teil der Finanzierung des BSH? Gute Lobbyarbeit der Verlage? :-)

    LG,
    Lars

  2. #2
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    Weil der BSH dein sauerverdientes Geld haben will - das zuständige Ministerium hat so verfügt, die haben ganz tolle Dienste leider zu teuer
    Nur die Binnenkarten sind für Umsonst

  3. #3
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    Nein Greif,
    weil die Politik hierzulande eine andere Einstellung zu Behörden und ihren Kunden hat. Der Staat spart viel Geld, wenn er die Nutzer der Dienstleistungen des BSH mittels Gebühren an den Kosten beteiligt. Das nennt man "nutzer-finanziert" (gleiche Begründung für Maut).
    Und seid froh, dass die Bundesregierung keine Vollkostenkalkulation ihren Gebühren zugrunde legt, dann wären die Seekarten nämlich unbezahlbar...

  4. #4
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    Leider hat ja die Piratenpartei vollständig versagt - da kann man nichts mehr schön reden. Aber genau das Thema ist eines, wo der Schuh gehörig drückt: Die Daten werden mit Steuermitteln sowieso erhoben und bearbeitet. Eine Behörde muss Dienste nicht kostenlos bereitstellen, aber mit öffentlichen Geldern finanzierten Informationen sollten dem Volk nutzbar verfügbar gemacht werden. Es hat einen Anspruch darauf.

    Gruß R.

  5. #5
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    Rantanplan,
    die Daten sind ja verfügbar, musst nur dafür bezahlen. Die D. Behörden haben aber die Sorge, dass wenn sie ihre Daten einfach an die Privatleute abgeben, dass sie der Wirtschaft schaden. Wer die Kartendaten kostenlos erhält, wird ja wohl keine Navionics, NV oder C-Map-Karte kaufen.... Die Daten des BSH finden sich übrigens in allen käuflich erwerbbaren Karten (elektronisch oder gedruckt) und dafür müssen die Verlage auch etwas bezahlen.
    Das ist auch richtig so, wo kämen wir hin, wenn das BSH seine Daten kostenlos ausgibt und der NV-Verlag, C-MAP. Navionics etc. sowie ihre Vertriebsstellen sehen sich gezwungen, zu schliessen !!

  6. #6
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    Den Mehrwert in Form von Geräten und Software dürfen sich die Unternehmen ja gerne Bezahlen lassen. Aber ich möchte mal unterstellen, dass die an den Kartendaten noch ganz fleissig mitverdienen. Die Amerikanischen Daten dürfen ja von Unternehmen auch nicht einfach Weiterverkauft werden.

    LG
    Lars

  7. #7
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Rantanplan,
    die Daten sind ja verfügbar, musst nur dafür bezahlen.
    Ja - doppelt, denn sie sind ja schonmal von den Bürgern bezahlt worden.

    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Die D. Behörden haben aber die Sorge, dass wenn sie ihre Daten einfach an die Privatleute abgeben, dass sie der Wirtschaft schaden. Wer die Kartendaten kostenlos erhält, wird ja wohl keine Navionics, NV oder C-Map-Karte kaufen.... Die Daten des BSH finden sich übrigens in allen käuflich erwerbbaren Karten (elektronisch oder gedruckt) und dafür müssen die Verlage auch etwas bezahlen.
    Das ist auch richtig so, wo kämen wir hin, wenn das BSH seine Daten kostenlos ausgibt und der NV-Verlag, C-MAP. Navionics etc. sowie ihre Vertriebsstellen sehen sich gezwungen, zu schliessen !!
    Die Kartendaten und die Implementierung oder die Produktion und der Verlag einer Papierkarte sind zwei Paar Schuh. Wie schon oben gesagt - die Kartendaten sind schon bezahlt worden. Wenn der Verlag sie aufwertet, dann werden sie wieder wettbewerbsfähig. Wenn nicht, dann hat der Verlag auch keine Aufwände, die berechnet werden können und müssen.

    TotTom geht ja an Google auch nicht Pleite, genausowenig wie Microsoft wegen Linux pleite geht. Quelloffenheit ist für die Wirtschaft kein Manko - sie ist nur fairer dem Kunden Gegenüber. Bürger doppelt zur Kasse zu bitten ist hinterhältig.

    Gruß R.

  8. #8
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Ja - doppelt, denn sie sind ja schonmal von den Bürgern bezahlt worden.



    Die Kartendaten und die Implementierung oder die Produktion und der Verlag einer Papierkarte sind zwei Paar Schuh. Wie schon oben gesagt - die Kartendaten sind schon bezahlt worden. Wenn der Verlag sie aufwertet, dann werden sie wieder wettbewerbsfähig. Wenn nicht, dann hat der Verlag auch keine Aufwände, die berechnet werden können und müssen.

    TotTom geht ja an Google auch nicht Pleite, genausowenig wie Microsoft wegen Linux pleite geht. Quelloffenheit ist für die Wirtschaft kein Manko - sie ist nur fairer dem Kunden Gegenüber. Bürger doppelt zur Kasse zu bitten ist hinterhältig.

    Gruß R.
    Dann schreibe an den Verkehrsminister und beschwer Dich darüber, zitiere unsere amerikanischen Freunde und konfrontiere ihn mit Deinen Forderungen.

  9. #9
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Wie schon oben gesagt - die Kartendaten sind schon bezahlt worden.
    Die Einnahmen durch den Verkauf der Karten sollen die vom Steuerzahler aufzubringenden Kosten reduzieren.
    Ich halte das für sinnvoll.

  10. #10
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    Zitat Zitat von go4sail Beitrag anzeigen
    Die Einnahmen durch den Verkauf der Karten sollen die vom Steuerzahler aufzubringenden Kosten reduzieren.
    Ich halte das für sinnvoll.
    Genau das ist der Punkt: Das ganze ist eine Mischfinanzierung, ein Teil durch Steuern, der Rest durch Nutzer. Fiele die Nutzerfinanzierung weg, so müßten mehr Steuermittel fließen. Und dann fragt die Mehrheit der Steuerzahler: Warum müssen wir eigentlich diese elitäre Hobby der Segler und Motorbootfahrer mitfinanzieren?

    Diese Art Finanzierung gibt es überall: Öffentlicher Nahverkehr, Kunsthallen & Museen, Schwimmbäder, ...

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