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  1. #11
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    So ein „Aufruf“ hat in diesem Forum nichts verloren.
    Punkt!

  2. #12
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    Naja, es ist ja nun nicht moralisch verwerflich, dass man in diesem Forum auf so eine Art der Möglichkeit zur Beteiligung an den Lifeline Missionen aufmerksam macht. Ich wundere mich schon darüber, dass das Thema so hochkocht.

    Ich gebe allerdings selber auch zu, dass bei mir schon etliche Glocken klingen, wenn ich nun erfahre, dass man nun versucht, die Behörden im Mittelmeerraum mit privaten Yachten "auszubooten". Ich bin da ein wenig skeptisch, ob das nicht,

    TROTZ DER EINDEUTIG MORALISCH RICHTIGEN ART UND WEISE, MENSCHEN VOR DEM ERTRINKEN RETTEN ZU WOLLEN,

    ein Aufruf zu einer kriminellen Handlung darstellen könnte. Immerhin wird hier auch davon gesprochen, die Flüchtlinge möglichst vor der lybischen Küstenwachen zu finden. Und damit kann angenommen werden, dass man tatsächlich eher den Fluchtweg sichern möchte und nicht in erster Linie "nur" den Schutz vorm Ertrinken, was die Küstenwache nämlich damit auch schon macht. Kurz: die Lybier bringen die Flüchtlinge zurück, die Lifeline Mission und andere bringen sie über das Mittelmeer.

    Ich betone noch einmal: ich finde diese Missionen gut, solange es um das Retten von Menschen aus Seenot geht. Geht es hier um Transfer, wird die Sache illegal und dafür sollten jetzt nicht auch noch private Yachtbesitzer ihren Hals hinhalten!

  3. #13
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    Zitat Zitat von contest36bn45 Beitrag anzeigen
    Geht das Personal aus!
    Nein, -lifeline- sucht Yachten, keine Crews. Das aber seit 3 Monaten vergeblich, damit sie Anfang Mai diese mit eigenen Crews besetzten Yachten für 3 Wochen für Transitdienste nutzen kann. So jedenfalls der ursprüngliche Plan. Der Aufruf hier ist eine reine Notlösung, denen ist schon klar, dass sie hiermit den Erfolg ihrer Aktion selbst gefährden. Alle Yachten sollen mit AIS-Transpondern ausgestattet sein. Mit dem frühzeitigen Bekanntwerden dieser Aktion ein Leichtes für die Küstenwache diese mit AIS versehenen Transitdienste, die diese "Seenotfälle" durch ihre Präsenz erst initiieren, gezielt zu unterbinden. Geholfen wird den "Schiffbrüchigen" damit aber auch, wenn auch die Reise in eine andere als die gewünschte Richtung geht.

  4. #14
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    Unbestreitbar ist, dass das Retten von Menschenleben grundsätzlich jegliche moralische Unterstützung verdient, aber trotzdem sollte genau geprüft werden, wer was warum und wie durchführen will. Unbeachtet jeglicher Überlegung, wie vor Ort am besten den armen Menschen geholfen werden kann, finde ich den Aufruf zur Gestellung einer Yacht in der gegebenen Art und Weise für höchst fragwürdig (ja, ich habe mir die Seiten durchgelesen...) Ich denke, hier wird seitens der Initiative unreflektiert und zumindest blauäugig an sehr großzügige Hilfsbereitschaft appelliert.

    Eine der wesentlichen Risiken ist beispielsweise die Beschlagnahme der Yacht durch die Behörden, aber davon lese ich kein Wort. Nur wer weiß, welche Konsequenzen eine solche Beschlagnahme haben kann, vermag sich ein Bild davon machen, welch immenser Aufwand betrieben werden muss, um überhaupt eine Chance zu erhalten, die Yacht in absehbarer Zeit zurück zu erhalten (wenn überhaupt....) - dazu kommt die große Frage, in welchem Zustand die Yacht dann sein wird. Alleine der Hinweis auf die Vielzahl der Yachten, die an einer solchen Aktion beteiligt sein müssten, um eine lückenlose Überwachung unmöglich zu machen (trotz AIS???), beinhaltet schon die logische Folge, dass es zu Verlusten kommen wird.

    Auch wenn eine Rettungsaktion planmäßig durchgeführt wird und möglichst viele Gerettete an Land gebracht werden, so sollte doch nicht ausgeblendet werden, wie eine Yacht zwangsläufig aussehen wird, wenn mehr als 10 Leute zusätzlich zur Crew für mehrere Tage an Bord (bei schlechtem Wetter sogar unter Deck) einer Yacht unter Segeln ausharren müssen. Die Situation an Bord einer Segelyacht ist überhaupt nicht vergleichbar mit der eines größenen Schiffes wie der MS "LIFELINE".

    Ehrlich wäre folgende Aussage: Diejenigen, die ihre (wohl ausgerüstete) Yacht zur Verfügung stellen, sollten den Verlust nicht nur für möglich, sondern sogar für wahrscheinlich halten. Am besten ist die Yacht bezahlt (zumindest nicht als Sicherheit für den Kredit eingetragen), der (vermutlich fehlende) Versicherungsschutz spielt keine Rolle und auch mögliche rechtliche Konsequenzen / Kosten im Nachlauf sind unerheblich. Mit anderen Worten - man ist bereit und finanziell in der Lage, die Yacht komplett abzuschreiben.

    Bei allem Ernst der Lage und dem menschlichen Elend vor Ort - für mich ist dieser Aufruf im negativen Sinne sehr abenteuerlich und hat mit Seriösität wenig zu tun.
    Geändert von Leebärtran (18.02.2019 um 12:01 Uhr)

  5. #15
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    Kann mich Leebärtran nur anschließen - das Ansinnen ist vollkommen unseriös und birgt ein hohes persönliches Risiko für jeden Schiffsführer.

  6. #16
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    Der Aufruf von Tom1234 ist vollkommen legitim und auch seriös. Das Projekt ist klar im Internet beschrieben. Wer über genügend Geld und Enthusiamus verfügt, kann sich beteiligen. Die Risiken sind jedem denkenden (Skipper-)Menschen klar. Eine Diskussion des Politikums NGOs im MM wird von der Moderation mit Fug und Recht unterbunden. Also alles gut!

  7. #17
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    Der Aufruf in der Form wie er statt gefunden hat ist schon grenzwertig und das sage ich unabhängig davon ob ich es grundsätzlich falsch oder richtig finde Rettungsaktionen im Mittelmeer durch zu führen.

    Der Aufruf ist völlig falsch formuliert , richtig wäre "Wer spendet uns sein Schiff ?" das ist nämlich das was der Aufruf aus sagt, nur hat man es bestimmt deswegen nicht so formuliert da man gleich weiß da kommt keiner. Und so eine Verklausulierung finde ich nicht in ordnung, auch wenn der Zweck ein guter sein soll. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.

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