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  1. #1
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    Standard Kielfuge erneuern - korrosion

    Vorneweg für die Skipper die sich sofort melden und nie Probleme haben. Der Beitrag ist nicht bestimmt für Skipper, die einen Hartblei – Grauguss – Temperguss – Kiel haben, oder Skipper die ein halbes Jahr auf dem Lagerbock verbringen und glauben weil es bei denen funktioniert, muss es bei allen anderen auch funktionieren.

    Bei den meisten Segel - Yachten haben wir beim Kiel einen minderwertigen Stahlguß mit Phosphor und Schwefel Verunreinigungen. Solche Stähle altern – korrodieren von innen heraus, so dass sich die Klebefuge auf Grund der Korrosion sich immer vom Stahl trennt. Das ist an den braunen Rostspuren zwischen Kiel und Gelcoat zu erkennen. Da die Kiele in er Regel mit Epoxiden verklebt werden und mit den Stehbolzen dann vorgespannt werden, macht es Sinn die Korrosion zwischen Kiel und Gelcoat aufzuhalten, bzw. so weit wie möglich zu reduzieren. Viele verfugen dann mit einen Produkt das Silikone oder Silane enthält und wundern sich dann, wenn nach 1-2 Jahren die Klebeverbindung auf Grund der Korrosion sich wieder trennt. Streichen wir vorher einen Korrosionsschutz mit Vinyl – Acryl – Chlorkautschuk oder Alcyd, dann werden diese Beschichtungen durch die Lösungsmittel die in Silikonen oder Silanen enthalten angelöst und es dringt dann wieder zwischen der Fuge und dem Kiel Seewasser ein, was die Korrosion beschleunigt.

    Vorgehensweise um das zu vermeiden:

    - Kielfuge sauber machen und mit Pantasol gründlich reinigen,
    - mit einen EPOXID-Rostkiller (Passivierung) einsprühen,
    - dann mit einen Zinkspray grundieren
    - zuletzt dann mit Pantera MA3000/60 V2 (enthält keine Löungsmittel) verfugen.

    Wichtig ist die Passivierung – darauf Zink und dann eine Klebeverbindung ohne Lösungsmittel, die kompatibel sein müssen.

    Engel

  2. #2
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    Hallo,

    prima, mit einem Arbeitsgang ist gleich die Grundierung drauf.

    Ich nehme den dünnflüssigen Ferrucid Rostumwandler von Optimal Products
    www.waagefarben.de/Rostumwandler-1-l
    der dringt in jeden offenen Lunker ein und passiviert den Stahl.

    Man merkt die Wirksamkeit, das Eisen gast aus und "riecht" bei der Anwendung nach Schwefel.
    Das Zeug abdunsten lassen, bis es trocken ist und bei Bedarf wiederholen.
    Bei dieser Anwendung liegt die Betonung auf abdunsten.
    Damit ist das Eisen bereits sehr wirksam passiviert.

    Erst dann darauf entweder
    - irgend etwas anderes aus der Sprühdose (1K) oder
    - Billig-Epoxy (bspw. International Interprotect als Primer)


    Peter

  3. #3
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,




    - irgend etwas anderes aus der Sprühdose (1K)



    Peter
    .


    Kennt ihr John Waters Movie mit der jungen Divine und Debbie Harry ; " Hairspray" ?
    Geht auch Rasierschaum, oder WD 40 ?



    .
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    Bob Ross kucken !

  4. #4
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen

    Vorgehensweise ......:

    - Kielfuge sauber machen und mit Pantasol gründlich reinigen,
    - mit einen EPOXID-Rostkiller (Passivierung) einsprühen,
    - dann mit einen Zinkspray grundieren
    - zuletzt dann mit Pantera MA3000/60 V2 (enthält keine Löungsmittel) verfugen.

    Wichtig ist die Passivierung – darauf Zink und dann eine Klebeverbindung ohne Lösungsmittel, die kompatibel sein müssen.

    Engel
    .


    Man akzeptiert ja nur was man versteht, bzw. nachvollziehen kann.
    Ich stelle desdewegenst--stellvertretend-- ein paar Fragen.

    1. Was ist Pantasol, was kann es besser als das üblicherweise verwendete Nitro, Aceton und dergleichen ?
    2. Was ist ein "Rostkiller" ? Warum muss er auf Epoxybasis sein ? Was überhaupt ist " Passivieren" ?
    3. Was genau ist Zinkspray ? Auf welcher Basis beruht der Pön darin dass es so gut funktioniert ?
    4. Warum muss es Dichtungsmasse ohne Lösungsmittel sein ? Löst flüchtiger " Äther" evtl. den Zinkpön wieder an , diffundiert gar noch weiter in die falsche Richtung , also gen Guss, macht alles zunichte ?
    Geändert von supra (22.03.2019 um 21:12 Uhr)
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  5. #5
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    Hallo,

    Ferrucid ist genial.

    Bspw.:
    Damit habe ich einen abgesoffenen und total verrosteten Anlasser wieder fit bekommen.
    Auch war der Anker vom Magnetschalter war durch Rost total verkeilt: etwas Ferrucid da rein, ausgewaschen und gut war das.

    Am Auspuffkrümmer wurde der Tubano-Schlauch erneuert.
    Rost am Krümmer abgeklopft und mit Ferrucid behandelt.
    Danach mit 1K-Sprühlack für 5-6 Euro drüber und neuen Tubano drauf.

    Das geht aber alles nur, wenn man die Zeit fürs Refit aufbringen kann.


    Peter
    Geändert von K.Lauer (23.03.2019 um 07:35 Uhr)

  6. #6
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    Nachtrag zum Thema #1

    Rostkiller von Pantera für den maritimen Bereich bildet mit Rost und Eisen einen metallorganischen Eisenkomplex. Diese bildet eine schwarze, sehr kompakte und widerstandsfähige Schutzschicht und gewährt somit einen langfristigen Korrosionsschutz und ist dank der Anreicherung mit Epoxyharz gleichzeitig eine Grundierung. Der Rost - Korrosion wird mit Bisphenol A Epichlorhedrinharzen neutralisiert und versiegelt. Darauf wird eine Zinkgrundierung beschichtet und mit Pantera MA3000/60 V2 verfugt. Die Verfugung darf dann mit einen Vinyl Haftgrund und einen mehrjährigen Antifouling überschichtet werden.

    Der Vorteil von Pantera gegenüber den meisten Rostumwandlern ist, dass die Passivierung - gezielte Erzeugung einer Schutzschicht auf einen metallischen Werkstoff - nicht durch Phosphorsäure erfolgt, sondern durch Bisphenol A Epichlorhedrinharze. Bei Rostumwandlern mit Phosphorsäure haben wir es immer mit Säureresten zu tun, die beim überschichten zu Aplikationsproblemen führen und eine Trennung der Klebebindung oder Überschichtungen verursacht.

    Grundsatz: Rostumwandler mit Phosphatierung, die in der Regel im Bootszubehör angeboten werden, schaden im maritimen Bereich mehr als dass die nützen und sollten nicht verwendet werden.

    Engel

  7. #7
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Grundsatz: Rostumwandler mit Phosphatierung, die in der Regel im Bootszubehör angeboten werden, schaden im maritimen Bereich mehr als dass die nützen und sollten nicht verwendet werden.
    Hallo,

    Rostumwandler wie Ferrucid soll man ja auch nicht trinken.
    Für Trolle gibt es auf der Flasche entsprechende Hinweise.

    Säurenester gibt es nur, solange Wasser vorhanden ist, Chemieschule untere Stufe.
    Ferrucid ist besser, als die nicht ablüftende Kombi.


    Peter

  8. #8
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    Zum Thema #1,
    ich denke, solche Beiträge eines Supra oder Peter sind die beste Werbung für das Antifouling Forum Fragen und Antworten und werden von den meisten Skippern auch nicht ernst genommen.

    Ferrucid ist 85% Phosphorsäure, kostet bei Ebay 5 Liter 19,99. Wenn also der Rostumwandler ROSTLÖSER 5 LITER PREMIUM Ferrucid TOP bei Ebay angeboten wird, dann kostet der auch 19,99 €. Ferrucid ist also nichts anderes als Phosphorsäure mit anderen Namen. Phosphorsäure reagiert mit Eisenoxid, dabei entsteht ein Eisenphosphat. Im Grunde ist die Wirkung von Ferrucid oder Phosphorsäure den "Rost" zu entfernen, denn die geringe Phosphatierung auf Eisen bzw. Stahl kann vernachlässigt werden. Nach der Anwendung von Phosphorsäure genügt nicht einfaches abwaschen mit Wasser, sondern die Oberfläche muss mit Tensiden gereinigt - neutralisiert werden. Da das in der Praxis meist nicht geschieht, auch Reste von Phosphor und Säureresten erhalten bleiben, was einen natürlichen Alterungsprozess bei Eisen - Stahl verursacht, schaden solche Anwendungen wenn die von Laien durchgeführt werden mehr als dass die nützen.

    Es bedarf auch sicherlich keiner weiteren Erklärung, dass bei einer Sanierung der Kielfuge eine 85% Phosphorsäure den Gelcoat aufweicht und die besonders schlauen Empfehlungen eines Gewerblichen Forenteilnehmer nur noch als wertevernichtend - um anderen zu schaden - zu betrachten sind.
    Engel

  9. #9
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    Hallo,

    ich finde, sämtliche Quatschaussagen von deiner Seite bedürfen einer Klärung:

    - Im Grunde ist die Wirkung von Ferrucid oder Phosphorsäure den "Rost" zu entfernen, denn die geringe Phosphatierung auf Eisen bzw. Stahl kann vernachlässigt werden.

    - Nach der Anwendung von Phosphorsäure genügt nicht einfaches abwaschen mit Wasser, sondern die Oberfläche muss mit Tensiden gereinigt - neutralisiert werden. Da das in der Praxis meist nicht geschieht, auch Reste von Phosphor und Säureresten erhalten bleiben, was einen natürlichen Alterungsprozess bei Eisen - Stahl verursacht, schaden solche Anwendungen wenn die von Laien durchgeführt werden mehr als dass die nützen.

    - Es bedarf auch sicherlich keiner weiteren Erklärung, dass bei einer Sanierung der Kielfuge eine 85% Phosphorsäure den Gelcoat aufweicht

    - die besonders schlauen Empfehlungen eines gewerblichen Forenteilnehmer nur noch als wertevernichtend - um anderen zu schaden - zu betrachten sind

    Und damit nicht genug:
    Ein Liter 85%ige Phosphorsäure wiegt gefühlt 2kg.
    Ferrucid dagegen nicht: du argumentierst nur blind aus fixer Phantasie heraus, ohne Sachverstand.


    Peter
    Geändert von K.Lauer (24.03.2019 um 11:08 Uhr)

  10. #10
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    Hallo,

    und man darf sich auch fragen, wie man den flapsigen Hinweis im Eingangspost

    "- Kielfuge sauber machen und mit Pantasol gründlich reinigen"

    tatsächlich auf die Kette bekommt:
    "[Pantera Rostkiller ist] Nicht geeignet für Unterwasser-Applikation. Losen Rost, Fett, Schmutz und von Rost unterwanderte Farbreste entfernen. Roststaub abblasen oder abwaschen. Es muss nach DIN 55928 Teil 4, Reinheitsgrad St2 oder falls Bedarf SA 1/2 entrostet werden. Dabei dürfen Zunder und Rost lediglich als leichte Schattierung infolge der Tönung von Poren sichtbar bleiben"

    Siehe auch:
    http://www.wilckens.com/assets/PDF/D...behandlung.pdf


    Peter

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