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  1. #21
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    Karten kann man für NL Gewässer beim ANWB kaufen.
    Infos zu Brücken gibt es im ALMANACH, im sog. 2. Teil. Den 1. Teil muss Du eh an Bord haben...

  2. #22
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    Zitat Zitat von cegri Beitrag anzeigen
    …….. stoße innerhalb Hollands immer wieder auf Brücken die ich mit meiner ca. 1,8m Höhe nicht passieren kann. ……..?
    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    …...kann eigendlich nicht sein, ……...]
    Ist auch nicht so.

    Du brauchst für die Planung zumindest die Waterkaart und den Almanak Band 2
    https://webwinkel.anwb.nl/webwinkel/...and-67268.html

    Die Wasserstraßen darauf sind farbig, entsprechend der Durchfahrtshöhen, angelegt. Die zulässige Tauchtiefe der einzelnen Gewässer stehn im Almanak2, ebenso wie Öffnungszeiten und besondere Bestimmungen.
    Waterways.net gibt für die Hoogeveensche Vaart max 5,1m an. Das kurze Stück bis zum Haren-Rütebrock-Kanal mit (gottloser) Navionics abgestottert zeigt nur bewegliche Brücken. Konkretes habe ich auf´m Boot, kann ich Dir später sagen

    Eng könnte es werden, wenn Deine Dose mehr als 1,5m Tiefgang hat, das ist die max zul. Tauchtiefe für den Haren Rütebrock Kanal. (siehe Haribo). Wenn alle Stricke reißen über Groningen und die Ems (Dortmund-Ems-Kanal)

    So, jetzt aber los zum ANWB-Laden oder o.a. Unterlagen im Internet bestellen. Nur auf die gut gemeinten Tipps aus´m Forum zu vertrauen wäre mir zu riskant.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #23
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    Vorab und nochmals vielen Dank für eure tollen Infos und Tipps.
    Ich werde am Samstag losfahren und habe mir auch einen erfahrenen Skipper zur Seite genommen, der die Wasserwege schon gefahren ist, natürlich gegen Bezahlung.
    Den ANWB besorge ich mir morgen in Holland, gibt es bestimmt an jeder Ecke dort... gibts den eigentlich auch in Deutsch?
    Die Patrizia hat einen maximal Tiefgang von 1,45m, es sollte also passen.
    Ich merke auch gerade, wie schlecht Navionics ist... die 1,4er Brücke, die ich in meinem vorherigen Post erwähnt ist tatsächlich eine Klappbrücke.
    Werde mich auch an den ANWB halten.

  4. #24
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    Habe den Thread mit großem Interesse verfolgt. Ist schön zu sehen - wie hier das Forum nützt und nicht nur Schauplatz von Besserwisserei ist. Grauwal und Haribo haben das super gemacht. Bitte an Cegri - unbedingt berichten wie die Überführung geklappt hat.
    Handbreit
    Indianer

  5. #25
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    Viel Spaß bei der Überführung. Bei der Ankündigung zum Zeitfenster und der Route hatte ich auch geschluckt und Elbe bergauf zu fahren wäre auch nicht meins. Binnen über die Kanäle klingt da schon wesentlich entspannter auch wenn man die ganze Zeit am Steuer sitzen muss. Aber dafür seid ihr ja zu zweit ...
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  6. #26
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    Hallo Leute, hier nun mein erster Bericht zu der Überführung:

    Es war sehr hart und teilweise sogar sehr stressig. Wie einige von euch erwähnten, sollte man es nicht mit Zeitdruck machen, sonder sich mehr Zeit nehmen als geplant. Einige unvorhergesehene Faktoren haben die Fahrt zum reinen Stress gemacht.

    Leider hat sich dann auch noch der angeblich erfahrene Skipper als faules Ei herausgestellt, der nicht einmal Knoten binden und die Leinen klar machen konnte.
    Daher möchte ich an dieser Stelle vor einem, sich im Internet als erfahrenen Skipper und Überführer, dem sog. Herrn Matthias U. warnen! (Den genauen Namen teile ich gerne auf PN mit.

    Der erste Tag verlief relativ Problemlos. Wir sind südlich von Almere, ins Eemmeer und östlich der Insel in Richtung Ketelmeer und ins Zwarte Meer gefahren. Teilweise war das Wasser sehr flach und wir mussten ständig den Tiefenmesser beobachten.
    Leider schlossen in Zwartsluis die Brücken bereits um 19 Uhr so dass wir eine Zwangspause einlegen mussten. Das war garnicht so schlecht, da sich ein Relais und die Hauptsicherung wegen Korrosion verabschiedet hatten und es in der nähe jede Menge Ausrüster gab.

    Ab hier mussten wir auch den Mast legen. In der nähe war auch eine Marina, bei der wir uns angemeldet hatten. Dieser hatte allerdings erst ab 15 Uhr für uns Zeit. Also versuchten wir es mit der an Bord bereits vorhanden Mastlegevorrichtung selbst.
    Leider ist uns dann beim "Hanging Man" eine Schiene gerissen und der Mast, der bereits bis zu 30° gelegt war, gerissen und landete seitlich im Wasser. Da ich den Holzmast nicht mehr benötige und wir bereits im Hafen waren, an der der Mastkran stand, war es also halb so schlimm, aber ein Megaschreck!

    Die kommende zwei Tage und drei Nächte waren jedoch Nervenaufreibend!
    Je näher wir nach Hoogevaart kamen, schlossen die unzähligen Brücken und Mini-Schleusen von Tag zu Tag früher! Mal um 18 Uhr, mal sogar schon um 15 Uhr, so dass wir teilweise nur 2 bis 4 Stunden am Tag fahren konnten. Die Mittagspause zwischen 12 und 13 Uhr sind natürlich nicht zu vergessen!
    Ich habe nach der 10. Schwing-/Hubbrücke und 10. Schleuse aufgehört zu zählen. Es waren einfach zu viele und die haben eine Menge zeit gefressen. Es ging extrem schleppend voran.

    Hinzu kam der stress mit dem Tiefgang! Das Wasser war bis zur Hoogerverschen Wart bei ca. 1,6m und dann bis nach Emmen bei nicht mal mehr 1,35m.
    Ständig haben wir den Boden geschliffen und teilweise haben wir das Boot seitlich um ca. 30° geneigt um überhaupt vorwärts zu kommen.
    Aufgrund der Schließzeiten der Brücken und schleusen mussten wir ohne Stromanschluss, also ohne Heizung übernachten, da wir nicht ständig Marinas in der Nähe hatten und am Brückenrand anlegen mussten.
    Die Nächte waren dann bei ca. 0° Außentemperatur extrem kalt.

    In der 4. Nacht, kurz vor dem Haren-Rüterbrock-Kanal, verabschiedete sich dann der selbsternannte Skipper klangheimlich und machte sich aus dem Staub!
    So musste ich also den Rest alleine fahren. Aufgrund der ständigen Bergfahrt konnte ich die Pinne nicht eine Sekunde aus dem Auge lassen.
    Der Autopilot (Autohelm 2000) hat zudem auch noch seinen Dienst verweigert.

    Als ich dann endlich, nach 4 Schleusen im Haren-Rüterbrock-Kanal, den Kanal alleine geschafft hatte, war ich froh im breiteren Dortmund-Ems-Kanal angekommen zu sein. Leider habe ich die Tanker und die großen Schleusen unterschätzt, die ich dann ja auch alleine fahren musste!
    Ich schaffte an dem Tag 8 Schleusen und 75km und übernachtete an der niederen Altenrheine Schleuse wieder in der Kälte.
    Am 6. Tag schaffte ich dann noch 3 weitere Schleusen und kam bis nördlich von Osnabrück in einen Yachtclub. Ich hätte gerne vorher angelegt, jedoch waren kaum Marinas in der Umgebung, es schien, dass die Kanäle reine Industriekanäle sind und es nicht mal Möglichkeiten gab, kurz mal Pause einzulegen, und so überwindete ich mit meinen letzten Kraftreserven noch die 30km vom Dortmund-Ems Kanal über den Mittellandkanal dorthin, bei der mich dann mein Bruder mit dem Auto abholte.

    Ich weiss nicht, ob ich es mit der "Standing Mast Route" schneller geschafft hätte, aber vermutlich stressfreier...

    In 4 bis 6 Tagen ist diese Route auf keinen Fall zu schaffen...eher 2 Wochen.

    Den zweiten Teil der Reise, nun nur noch über den Mittellandkanal in die Havel stelle ich mir etwas entspannter vor. Diesen werde ich nun zu Ostern in Angriff nehmen und hoffe in 3 bis 4 Tagen dann endlich in meinem Heimathafen angekommen zu sein.

  7. #27
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    Zitat Zitat von cegri Beitrag anzeigen
    Hallo Leute, hier nun mein erster Bericht zu der Überführung:…………

    Den zweiten Teil der Reise, nun nur noch über den Mittellandkanal in die Havel stelle ich mir etwas entspannter vor. Diesen werde ich nun zu Ostern in Angriff nehmen und hoffe in 3 bis 4 Tagen dann endlich in meinem Heimathafen angekommen zu sein.
    Danke für den Statusbericht.
    Glückwunsch, Du hast das Gröbste geschafft, trotz fehlerhaftem Material, treuloser Crew und mangelhafter Planung.
    Man stelle sich vor, Du hättest unter diesen Bedingungen die Reise über die Nordsee angetreten.
    Über zulässige Tauchtiefen, Liegeplätze, Öffnungszeiten, … hättest Du Dich informieren können, in NL beim ANWB in D bei ELWIS und den einschlägigen Verlagen.
    Wir sind schon mehrmals von Travemünde nach Roermond binnen durch gefahren (vergleichbar). Außer einem Motoraussetzer, einer geschlossenen Tankstelle und ein paar Stunden unerwarteter Wartezeit lief alles genau nach Plan.
    Bei Sportbootfahren in fremden Revieren gibt es keine Reiseleitung. Betrachte die Unbill als Lehrgeld, und außerdem wird das Wetter gerade wärmer.

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig

  8. #28
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    Respekt!!!

  9. #29
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    Gratuliere zur ersten Etappe. Das war sicher hart und Respekt fürs Durchkämpfen! Komisch was für Typen es gibt. Ich hoffe der will nicht auch noch Geld sehen!

    Bin auf deine Fortsetzung gespannt
    First 21.7, Etap21i, aktuell Sunbeam 22.1
    YCvH

  10. #30
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    Die empfohlene Tour haben wir jetzt hinter uns und sind auf dem Rückweg. Es ist ein langer Weg, es sind viele Schleusen, aber das Wetter spielt keine entscheidende Rolle und es gibt keine lebensbedrohlichen Risiken.
    Über die Nordsee sind wir zahllose Male gesegelt, die Binnentour war für uns Neuland, gar nicht sooo schlimm
    Für die zahllosen Tipps der Revierkenner bin ich dankbar.
    Besonders Jörn, Peter, Gunnar. …. und ohne B.B. hätten wir die Ständige Vertretung niehhhh gefunden

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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