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  1. #11
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    @2ndTonne
    Da sprichst Du ein Thema an, was bei mir für etwas Blutdruck gesorgt hat.

    Ich habe einen TZT9/Navnet Plotter, der bis Version 3 von Timezero perfekt unterstützt wurde. Das Übertragen von Routen etc. war mit einem Mausklick erledigt. Ab der Version 4 unterstützt Timezero - aus welchem bekloppten Grund auch immer - nur noch TZTouch2 Plotter, also zB den TZTL12F.

    Diese Vernetzung ist (war) sehr angenehm und praktisch. Gerade wenn es unterwegs zu einer Planänderung kam, konnte man in Ruhe unter Deck am Rechner die neue Route ausknobeln und schwupps zum Steuerstand übertragen. Wenn der AP im Navmode war, hatte man sogar eine Art Steuerstand unter Deck, da man einen neuen Waypoint setzen konnte, der dann automatisch angefahren wurde.

    Zurück zum Kernthema: Mit SD-Karte kannst Du natürlich Alles hin&her schaufeln, kein Problem, ist halt nur etwas "Oldschool". Bei Timezero sind auch zwei Lizenzen dabei, eine zB für den Bord-PC und eine für Zuhause/Notebook für die "offline" Planung.

    NMEA0183 habe ich bis auf eine Anwendung komplett "entsorgt". Die Verbindung von Plotter und Bordcomputer bewerkstelligt man vorzugsweise mit Navnet, ist nix anderes als stinknormales TCP/IP, also das was man vom Heimnetz kennt. Es gibt m.E: auch keinen vernünftigen Grund, es anders zu machen, zumal andere Geräte wie Radar und AIS Transponder auch dieses Protokoll verwenden. Geräte, die mit N2K arbeiten, kann man dann natürlich an den Plotter anschliessen.

    Möglich wird auch sein, die Verbindung zwischen PC und der Umgebung mit N2K zu realisieren, wenn man einen entsprechenden Konverter verwendet. Nur das halte ich persönlich für Kokolores, da ein heutiger Computer TCP/IP ab Werk bereits kann und deshalb kein Grund besteht, mit zusätzlicher Technik auf das "dümmere" und langsamere N2K "downzugraden"

    Noch eins: Das Gute an Furuno ist, dass sie sich sehr genau an die Specs halten. Während zB Raymarine gerne gekünstelt Inkompatibilitäten einbaut, kann man bei Furuno alle N2k oder TCP/IP Geräte anschliessen, die sich an die technischen Vorgaben halten. Auch die Stecker/Buchsen entsprechen den Standards. Ich bin deshalb in den vergangenen Jahren zu einem Furuno-Fanboy mutiert, zumal auch der Support gut ist.

    Nun ganz am Rande: Bei den Kabeln, Steckern, Junction Boxes etc etc basteln viele Hersteller ihre eigenen Steckerchen und Systeme, für die man tief in die Tasche greifen muss. Mit nur etwas technischem Verständnis kann man dem leicht entgehen und man kauft industrielle Standardware, die es dann auch in allen Qualitäten von megabillig über säurefest bis atombombensicher gibt
    42!

  2. #12
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    @acer
    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich habe einen Actisense-NMEA0183 Multiplexer, an das Furunogerätbangeschlossen wird und der hat einen Ethernet, wievauch USB ports. Dasvtestevichbdann ausgiebig nächstes Jahr!

  3. #13
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    dann mal los..Welcher Plotter soll es denn werden?

    Mit etwas "Glück" und geschickter Zusammenstellung wird so ein Multiplexer auch entbehrlich, da er ja schon in anderen Geräten stecken kann.
    42!

  4. #14
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    Standard Risiko elektronische Seekarten

    Zitat Zitat von Palstek-DerAlte Beitrag anzeigen
    Liebes Yacht-Forum,

    ich plante mit der Win10-PC-App von Navionics eine Art Back-up Navigation zum Charter-Plotter einzurichten.
    Nun ist diese seit Dez 2018 eingestellt ! Ios/Android bleibt übrig.

    Nun ist die Frage: wer hat Erfahrung mit einer PC-Software zur Navigation auf Basis von Navionics Karten?
    Der Markt ist unübersichtlich, was Navionics zeigt ist oft out-dated bzw wäre funktional, kommt aber leider mit einem sehr hohen Preis.
    z.B. Digital Yacht und TimeZero, letztes mit ca. 605€ mit Karten.

    Ziel ist zuverlässig die Verarbeitung von nicht wirklich viel:
    - Position, Kurslinie, Wegpunkte/Distanzplanung...
    - Anzeige von Cog, Sog

    Freu mich auf Feedback.

    Viele Gruesse
    Dir und den anderen Lesern hier muss schon klar sein, dass die Verwendung von elektronischen Seekarten im Freizeitbereich extrem riskant ist? Schon beim einschalten der Plotter kommt der Haftungsausschluß. Bei Unfällen wird die Versicherung oder deren Sachverständiger auf diese Tatsache hinweisen. Damit kannst du leicht eine Teilschuld bekommen. 300.00,-€ Schiff versenkt, Crew Mitglied 5 Jahre im Wachkomma, wegen später Rettung? Existentgefährdend!
    Die Frage ist, wie alt dürfen Seekarten sein?
    Eis gibt mit Navionics und Co. einen riesen Gedankenfehler:
    Wir kaufen die aktuelle Version. Reisen in unser Segelgebiet.
    Im WLAN der Marine holen wir uns die aktuellste Kartenversion des Herstellers auf unser Gerät und glauben wir sind aktuell.
    Mit Nichten!!!
    Die Karten sind hoffnungslos veraltet. Ich kann dir auf Navionics eine lange Liste von Fehlern zeigen die seit Jahren(!!!) nicht berichtigt wurden.
    Was willst du mit so einem sauschlechten Material anfangen?
    Verantwortungsvoll naviegieren?
    Sicherheit von Crew und Schiff gewährleisten?
    Freunde das geht nicht. Der Komfort des Plotters läßt uns unsere Verantwortung vergessen.
    Ich weiß wovon ich schreibe. Ich stand wegen einer solchen Situation vor Gericht.
    Ein sch..... Gefühl. Gottseidank ohne Personenschaden.
    Für meine Leser habe ich ein Verfahren entwickelt, welches die notwendige Sicherheit mit der gewünschten Bequemlichkeit verbindet.
    Handbreit Rudi
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  5. #15
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    Ziemlicher Kappes, Rud1.

    Das Nichtverwenden elektronischer Karten/GPS stellt ein Haftungsrisiko dar.

    Nach SOLAS gehört ein GNNS Empfänger sogar zur Mindestausrüstung.

    Seekarten können durch ECDIS ersetzt werden. Okay, unsere Geräte entsprechen dem meist nicht, können technisch aber das Gleiche, und die elektr. Karten der "Grossen" sind auch nicht besser.

    Natürlich haben Karten Fehler, aber das haben nahezu alle. Vernünftigerweise gleicht man bei wirklich kritischen Gesamtbedingungen die elektronische mit der amtlichen Karte ab.

    In dem Gebiet, in dem ich unterwegs bin, so zwischen Texel und Brest, ist ein Kartenfehler, der ursächlich für einen Unfall ist, auch nur schwer bzw. gekünstelt vorstellbar. Wie sollte der aussehen?
    42!

  6. #16
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    Es ist tatsächlich so, dass wenn elektronische Karten aktualisiert werden, die Daten nicht mehr unbedingt aktuell sein werden. Es reicht aber für die Freizeitschifffahrt aus.
    Denn, wer hat denn früher seine Papierseekarten anhand der NfS stets aktualisiert? Selbst ich habe meine Seekarten nie während der Saison aktualisiert, a) weil man früher die NfS nur gegen Geld erhielt und b) weil ich dafür auch keine Zeit hatte.
    Ich meine, dass Navionics mittlerweile die Kartendaten mittels Web häufiger im Jahr aktualisiert.
    Bei C-Map kommt das noch, hoffentlich!

    Bei gewerblichen Schippern, ist das anders....und wenn Du die Papierseekarten nicht ständig aktualisierst, dann hast Du bei einem Unfall mit Sicherheit ein Problem. Aber, da es bis Heute keine Verordnung gibt, die den elektronischen Kartenherstellern vorschreibt, wie oft und wann die Karten zu aktualisieren sind, kann Dir daraus kein Strick gedreht werden.
    Es gibt auch kein gesetzliches Gebot auf die elektronischen Seekarten zu verzichten und weiterhin auf Papierseekarten zu navigieren! Selbst der Einsatz amtlicher (BSH) Seekarten wurde in der Sporbootverordnung gestrichen.
    Seit Jahren arbeitet sich das Bundesverkehrsministerium an einer neuen Sportbootverordnung ab, den Status der elektronischen Seekarten, die Frage nach der Zertifizierung der elektronischen Seekarten wird nicht weiter hinterfragt, geschweige denn erwogen.
    Der Hersteller eines Schraubenschlüssels wird dank CE-Zertifizierung wird strenger überwacht, als ein Seekartenanbieter.

    Im Übrigen, ich kenne aus England einen Fall, wo Navionics bei einem Update, eine Felsen bei den Orkneys hatte verschwinden lassen. Ein Segler haute daraufhin seinen Segler auf den nicht mehr existierenden Fels und Navionics hat ihm den Schaden mind. Teilweise ersetzt(wurde vor Jahren in der PBO veröffentlicht).
    Ein Seekartenhersteller kann nämlich nicht einfach jede Haftung ausschliessen, grobe Fehler machen und sich dann mit einem „sorry hoah“ aus der Situation verabschieden.
    Wenn die Seekarten zum Navigieren nicht geeignet sind, muss man sich fragen, warum diese auf alle. Möglichen Navigationsgeräten installiert werden.
    Folge: es kommt nicht auf die verwendete aktualisierte oder nicht aktualisierte Seekarte an, vielmehr ist im Falle eines Unfalls ein sehr guter Anwalt nützlicher!

  7. #17
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    Wenn ein Felsen verschwindet, dann ist das natürlich in der Tat ein "Hammer".....aber auch amtliche Karten hatten schon Klopse drin durch Druckfehler, da war die Brücke plötzlich 5m höher.

    Navionics ist über den Preis weit verbreitet. ZB Raymarine verkauft seine Produkte an die Großserienhersteller zu Kampfpreisen und bekommt nach meinen Informationen die Navionicskarten auch sehr günstig, weil man mit den Updates Geld verdient.

    Navionics hab ich nur auf dem Tablet zum "spielen", Plotter und PC C-Map/Jeppesen
    42!

  8. #18
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    Standard Fehler in elektronischen Karten

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Ziemlicher Kappes, Rud1.

    Das Nichtverwenden elektronischer Karten/GPS stellt ein Haftungsrisiko dar.

    Nach SOLAS gehört ein GNNS Empfänger sogar zur Mindestausrüstung.

    Seekarten können durch ECDIS ersetzt werden. Okay, unsere Geräte entsprechen dem meist nicht, können technisch aber das Gleiche, und die elektr. Karten der "Grossen" sind auch nicht besser.

    Natürlich haben Karten Fehler, aber das haben nahezu alle. Vernünftigerweise gleicht man bei wirklich kritischen Gesamtbedingungen die elektronische mit der amtlichen Karte ab.

    In dem Gebiet, in dem ich unterwegs bin, so zwischen Texel und Brest, ist ein Kartenfehler, der ursächlich für einen Unfall ist, auch nur schwer bzw. gekünstelt vorstellbar. Wie sollte der aussehen?
    Zum Revier: Wir sind in unterschiedlichen Revieren unterwegs! Ich bin hauptsächlich in Kroatien, Greichenland und der Türkei (ehemals) unterwegs. Besonders Kroatien ist voll mit gefährlichen Untiefen. Immer Stein, kein Sand=gefährlich!
    In der Freizeitschifffahrt kenne ich in keinem Land Vorschriften, welche die Verwendung von elektzronischen Seekarten vorschreiben.
    Dabei müssen wir schon unterscheiden zwischen professionellen Seekarten für die Berufsschifffahrt und jenen Karten für die Freizeitschifffahrt. Letztere habe ich gemeint, im Sinne dieses Forums und im Sinne der Yacht-Zeitschrift!
    Zu Navionics kann ich dir viele Stellen zeigen, die seit JAHREN nicht richtig gestellt werden und falsch sind. Manche sind Unfallrelevant.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  9. #19
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    Wenn die elektronischen Karten nix taugen, dann sind die Papierkarten meist nicht besser.

    Was gerne übersehen wird: Nach Solas ist GNSS-Empfänger für alle Schiffe vorgeschrieben. Jetzt kann man sich lange drüber streiten, ob und über welche Wege diese Regelung über die einschlägigen deutschen Gesetze verpflichtend, m.E. ja.

    Darauf wird es aber noch nicht einmal wirklich ankommen. Fahrlässig handelt, wer die verkehrsübliche Sorgfalt ausser acht läßt. Zu dieser Sorgfalt gehört min. die Einhaltung von Vorschriften und Empfehlungen. Wenn man sich die heutigen Schiffe anschaut, findet man auch kaum noch eins ohne GPS und Plotter, das ist heute eben verkehrsüblich.

    Ergo: Wenn man heute noch ohne GPS/Plotter unterwegs ist und man verfranzt sich, weshalb es zu einem Unfall kommt, hat man erheblichen Rechtfertigungsdruck.

    Richtig ist natürlich auch, dass bei dem Wissen um eine ungenaue elektr. Karte an den "Problemstellen" die "amtliche" Seekarte zu konsultieren ist.

    Ich hab in den vergangenen Jahren an einigen Navisystemen der Berufsschifffahrt "spielen" dürfen. Daß deren Karten besser oder deren Systeme ausfallsicherer sind als die auf einer gut durchdachten Yachtinstallation, konnte ich nicht feststellen.
    42!

  10. #20
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    ...vielmehr ist im Falle eines Unfalls ein sehr guter Anwalt nützlicher!....
    Plus eine gute Versicherung. Das löst aber nicht die Probleme mit Verletzten und Toten.
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