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  1. #21
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    Ich wundere mich schon garnicht mehr über manch unqualifizierte postings...

    Manche haben eben kein Gefühl für ihr Boot bzw. dessen Reaktionen auf ihre Kurbelei am Steuer.Wie sonst wären solche statements, z.B. von Warmduscher u.a. erklärbar ?

    a) Wenn ich gerade rückwärts fahren will, steht mein Ruderblatt auch mittig.
    Es zeigt aber erst Wirkung, sobald das Boot nach dem Aufstoppen sich rückwärts bewegt.

    b) Den Radeffekt in der Drehkurve z.B. beim Hafenmanöver haben tausende von Bootfahrern bemerkt.
    Wenn er denn, beim Boot mit starrer Welle usw. vorhanden ist. Dass es mit AB etwas anders ist, müsste klar sein.

    Leider hatte ich unlängst eine Jeaneau gechartert mit rechtsdrehender Schraube, also Bb-Schokoladenseite.
    Da aber in den Häfen man meist - mit Bug zur Einfahrt und so - mit Stb.seite anlegen musste, war das nur etwas ungewohnt.
    Aber auch in Schleusen hatte ich kleine Problemchen, da bei Rückwärtsgang-Aufstoppen
    sich leider das Heck weg von der Schleusenwand begab.
    Was z.B. bei Wind von achtern in die Schleusenkammer dann zum Problem wurde,
    wenn die mitfahrenden Laien noch nichts fest hatten.

    Habe meine Manövrier-Kenntnisse auf einem klassischen Langkieler erworben -
    mit Klüverbaum und Yachtheck - da kommt beim Drehen im Hafenbecken erst richtig Freude auf.
    Hab aber auch schon 16 mtr Motoryachten nur mit Bug-/Heckschrauben seitwärts in die Parklücke gedeut.

    Der Radeffekt alleine hilft zwar beim Manövrieren;
    einfallender Wind, evtl. mit Düsenverstärkung, sollte jedoch ebenfalls gut beachtet werden.

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  2. #22
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    Natürlich! Bei Wind segeln wir ja :-)
    Ohne Spaß. Natürlich funktioniert das nur bei keinem oder sehr wenig Wind. Aber ich denke das gilt für alle Verfahren welche den Radeffekt genau messen wollen. Mein Alternativvorschlag ist: diese Messung später bei Bedarf nochmals durchführen. Aber zumindest kenne ich die RICHTUNG des Radeffektes. Das ist für mich viel wichtiger als dessen Stärke. Wichtig ist doch bei Anlegemanövern schon vorher zu wissen wohin mein Heck gerne oder widerspänstig gehen wird. Die exakte Gradzahl ist für mich dann nicht mehr so wichtig. Wichtig ist für mich z.B. der Respektabstand zu Mooringleinen in engen Boxengassen.
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  3. #23
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo, ich halte es für ziemlich vermessen zu glauben, nach einem simplen Test den Radeffekt im Griff zu haben. Meiner Meinung nach kann man das erst nach vielen (hundert) Anlegemanövern, den Radeffekt wirksam und genau zu nutzen, das geht eben nur beim eigenen Schiff, bei einem Charterboot bleibt das beim Versuch. ....
    ...Wer ein aktives Ruder (Bugstrahlruder) hat, hat sowieso keine Chance, er wird es nie lernen (und braucht es auch nicht).
    Viele Grüße
    nw
    Es geht mir hauptsächlich um die RICHTUNG des Radeffektes. Das hilft mir schon weiter.
    Bugstrahlruder werden in meinen Kursen erklärt und gezeigt, dann aber nicht mehr verwendet. Der Grund ist, dass ein Skipper auch ohne diese Hilfe sein Schiff sicher anlegen können sollte = Reduktion der Abhängigkeit.
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  4. #24
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    Hallo, in Schleusen hat man gewissermaßen standardisierte Anlegemanöver, die immer gleich ablaufen. ohne Strömung und meist auch ohne Wind.
    Nach einiger Übung weiß man dann ziemlich genau, mit welchem Tempo und Winkel man den Poller anfahren muß, damit man das Schiff wirklich genau am Poller zum stehen bringt, und es auch lange genug dort bleibt, um aus dem Cockpit rauszuklettern und die Schlinge drüberzuwerfen. Wer das nicht schafft, muß unter Beobachtung durch den Schleusenwärter eine Ehrenrunde fahren. Wenn man z.B. die Binnenstrecke Port Napoleon-Sulina abgefahren hat, hat man den Radeffekt sicher im Griff!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #25
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    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    ...Manche haben eben kein Gefühl für ihr Boot bzw. dessen Reaktionen auf ihre Kurbelei am Steuer...
    Genau dieses Gefühl für ein neues, fremdes Schiff zu bekommen ist das Ziel meiner Übungen am Anfang.

    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    a) Wenn ich gerade rückwärts fahren will, steht mein Ruderblatt auch mittig.
    Genau genommen ist mir das egal! Wichtig ist doch, dass ich das Schiff genau dorthin steuern kann, wohin ich es haben will. Wie EXAKT mein Ruderblatt steht interessiert mich doch im Detail nicht. Mir genügt die Anzeige am Autopilot. Manche Charterschiffe haben keine Markierung am Steuerrad.

    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen

    Leider hatte ich unlängst eine Jeaneau gechartert mit rechtsdrehender Schraube, also Bb-Schokoladenseite.
    Da aber in den Häfen man meist - mit Bug zur Einfahrt und so - mit Stb.seite anlegen musste, war das nur etwas ungewohnt.
    Aber auch in Schleusen hatte ich kleine Problemchen, da bei Rückwärtsgang-Aufstoppen
    sich leider das Heck weg von der Schleusenwand begab.
    Was z.B. bei Wind von achtern in die Schleusenkammer dann zum Problem wurde,
    wenn die mitfahrenden Laien noch nichts fest hatten.

    Habe meine Manövrier-Kenntnisse auf einem klassischen Langkieler erworben -
    mit Klüverbaum und Yachtheck - da kommt beim Drehen im Hafenbecken erst richtig Freude auf.
    Hab aber auch schon 16 mtr Motoryachten nur mit Bug-/Heckschrauben seitwärts in die Parklücke gedeut.

    Der Radeffekt alleine hilft zwar beim Manövrieren;
    einfallender Wind, evtl. mit Düsenverstärkung, sollte jedoch ebenfalls gut beachtet werden.
    In der Schleuse oder beim Anlegen mit der falschen Seite würde ich eine Leine vom Heck nach vorne verlegen und dann mit dem Bug zum Haltepunkt in der Schleuse oder am Steg steuern und ein Crewmitglied die Leine auf Slip legen lassen und die lose Part wieder zurück zum Heck führen. Weiter nach vor fahren und die Leine dicht holen um ein Wegschwenken zu vermeiden.
    Hanbreit
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  6. #26
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    Hallo,

    warum so umständlich?

    Man nehme eine Mittelspring und fährt ganz langsam an den Steg.
    Mit wenig Schraubenwasser aufs Ruder richtet sich das Boot parallel zum Steg aus.
    Das bischen Fahrt stoppt man abschließend ohne Probleme auf.
    Auf Höhe der Wanten steigt man mit der Mittelspring an Land und gut ist das.

    Ersatzweise zur Mittelspring hält man an den Wanten stehend Vor- und Heckleine.


    Peter

  7. #27
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    warum so umständlich?

    Man nehme eine Mittelspring und fährt ganz langsam an den Steg.
    Mit wenig Schraubenwasser aufs Ruder richtet sich das Boot parallel zum Steg aus.
    Das bischen Fahrt stoppt man abschließend ohne Probleme auf.
    Auf Höhe der Wanten steigt man mit der Mittelspring an Land und gut ist das.

    Ersatzweise zur Mittelspring hält man an den Wanten stehend Vor- und Heckleine.


    Peter
    Nachtsegler hat geschrieben, dass sich sein Schiff schon beim abstoppen von der Schleusenwand wegdreht. Deshalb habe ich die Leine über den Bug empfohlen. Aber du hast recht. Für mich ist die Mittelklampe ein vergessener Edelstein. Ich nutze sie häuffig.
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  8. #28
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    Mittelmarkierung am Ruderrad ist das erste was ich mache. Und so dass man due Markierung spürt um nicht mal hinsehen zu müssen.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  9. #29
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    Zitat Zitat von Jugocaptan2 Beitrag anzeigen
    Mittelmarkierung am Ruderrad ist das erste was ich mache. Und so dass man due Markierung spürt um nicht mal hinsehen zu müssen.
    Schmale und breite Abdeckbänder sind neben meinem Steiner-Fernglas die letzten Überbleibsel aus meiner ehemals sehr umfangreichen Skippertasche (Werkzeug, Voltmeter, und vielesa mehr).
    Die Abdeckbänder lassen sich überall leicht anbringen und sind gut zu beschriften. Z.B. dei Klemmen.
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  10. #30
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    Zitat Zitat von Jugocaptan2 Beitrag anzeigen
    Mittelmarkierung am Ruderrad …....
    Bei hydraulischen Anlagen kannst Du die vergessen, die haben Schlupf und die Markierung wandert.

    Bei Langkieler oder Booten mit Ruder ohne nennenswerte Streckung geht schon bei langsamer Fahrt die Wirkung gegen null. Die-Fahrt-ist-alles-Methode ist für Segelflieger wichtig, für uns nicht. Steht man erst mal in der Schleuse oder in der engen Hafengasse ist mit Ruderwirkung Essig.
    Warum nicht mal Manöver im Stand üben, geht verblüffend gut. Ein Vorwärtspush wirkt gewaltig, rückwärts bleibt ohne Effekt. Nutzt man dazu den Radeffekt sind Manöver auf engstem Raum erfolgreich.
    Die Kunst ist nur den Wind mit einzukalkulieren. Hat man ihn nicht zum Freund, kann man sich auch mal der Leine bedienen. Mit dem Heck zum Ufer, Leine Übergeben oder über den Poller werfen, festsetzen und Fahrt voraus, das Ruderblatt zum Ufer. Bei Booten mit schmalem Heck die Leine über die Winsch. Das unhandlichste Boot wird brav zum Steg hin schwenken. Keine Hektik, der ursprüngliche Winkel zum Steg spielt keine Rolle.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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