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  1. #21
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    Da fahren zwei Segler bei Schlechtwetter bis 8 Bft auf einen langen Schlag hinaus. Das Schiff soll 8 Bft schaffen. Jeder weiß, dass man mindestens 2 Bft dazu rechnen sollte. Dann kommt das Unglück und einer geht über Bord. Was soll man da noch untersuchen, wen möchte man als Schuldigen verurteilen. Das Ganze wäre nicht nötig gewesen.
    Mein Mitgefühl gehört der Familie, aber sie sollte sich mit der Situation abfinden und ihren Frieden finden.
    Handbreit Jens

  2. #22
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    weil ich es eigentlich anders empfinde möchte ich nochmal allseits nachfragen: seid ihr alle der meinung dass das tragen von schwimmwesten und lifelines/lifebelts in der eigen-verantwortung jeden crewmitglides selber liegt und nicht doch ggfls. aus gründen bester seemanschaft vom schiffsführer anzuordnen wäre so ab windstärke xy oder schwerer see oder segeln bei nacht? haribo

  3. #23
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    weil ich es eigentlich anders empfinde möchte ich nochmal allseits nachfragen: seid ihr alle der meinung dass das tragen von schwimmwesten und lifelines/lifebelts in der eigen-verantwortung jeden crewmitglides selber liegt und nicht doch ggfls. aus gründen bester seemanschaft vom schiffsführer anzuordnen wäre so ab windstärke xy oder schwerer see oder segeln bei nacht? haribo
    Wie es das Gesetz befiehlt:
    Vor jedem Törn wird der Schiffsführer bestimmt und Maßnahmen gegen das Überbordgehen angeordnet. Nicht dass eine routinierte Crew dessen bedarf, aber....
    fragt der Vorsitzende einer Seerechtsverhandlung, ob
    - der Skipper formal erklärt wurde.
    - Hinweise gegen das Überbordgehen erklärt wurden,
    sollte die Crew nicht nachdenken müssen.

    Bei den Törns, bei denen ich geskippert habe, fand nach dem "Einräumen" im Rahmen eines Umtrunks eine Sicherheitsbesprechung statt. Es wurde u.a. festgelegt:
    - jeder trägt die Weste, wann immer er will
    - jeder trägt die Weste bei Dunkelheit und schlechter Sicht
    - jeder trägt die Weste wenn der Skipper es anordnet.
    So wurde es im Logbuch aufgeschrieben.
    Ich möchte mir das Drama nicht vorstellen, wenn die Witwe im Namen ihrer Kinder den Skipper verklagt.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #24
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    weil ich es eigentlich anders empfinde möchte ich nochmal allseits nachfragen: seid ihr alle der meinung dass das tragen von schwimmwesten und lifelines/lifebelts in der eigen-verantwortung jeden crewmitglides selber liegt und nicht doch ggfls. aus gründen bester seemanschaft vom schiffsführer anzuordnen wäre so ab windstärke xy oder schwerer see oder segeln bei nacht? haribo
    Selbstverständlich hat der Schiffsführer das Tragen der Westen anzuordnen. Sowohl aus der Verpflichtung als Schiffsführer heraus, als auch aus seiner persönlichen Verpflichtung. Und selbstverständlich hat jeder eine Eigenverantwortung in dem Falle, dass der Schiffsführer seiner Pflicht nicht nachkommt.

    Im vorliegenden Fall haben zwei Menschen gesehen, dass einer ungesichert war. Was soll man da sagen? Es gibt viel Pech und Unglück - dieses hätte leicht vermieden werden können.


    Ich hatte als Skipper vor vielen Jahren die Situation, dass ein erfahrenes (viel erfahrener als ich) Crewmitglied sich weigerte, die Weste zu tragen. Hab mich hart gestellt und durchgesetzt, dass er ohne Weste nicht aus der Kajüte darf. Das ist total eskaliert, mir wurde blinde Dogmatik vorgeworfen, die verbleibende Crew (nachdem der Mann abends von Bord ging) meinte, man müsse auch mal ein Auge zu drücken können.

    Gruß R.

  5. #25
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    @RunTanplan
    ...ist eigentlich die klassische Situation die Du da beschreibst. Silberrückentreffen - wie man es macht, ist es falsch.
    Schönes Wochenende!

  6. #26
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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    @RunTanplan
    ...ist eigentlich die klassische Situation die Du da beschreibst. Silberrückentreffen - wie man es macht, ist es falsch.
    Schönes Wochenende!
    Nööö, nicht typisch Silberrücken.....das passiert immer dann, wenn ein rücksichtsloses A..., welches sich partout nicht unterordnen will, da mitsegelt...

  7. #27
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    vielen dank für die nochmaligen antworten, eure zweistufigen betrachtungen der zuständigkeit finde ich hilfreich, (auch wenn ihr es nur für die rettungswesten formuliert habt und nicht fürn life-belt, egal)

    "kapitän ist sowiso für alles verantwortlich, aber crew einfach direkt danach auch nochmal selber"
    damit fällt die eigenschuld der crew nie gänzlich weg, und es bleibt doch ein (in hinsicht auf ne etwagige schuld) nicht aufzulösendes drama

    haribo

  8. #28
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Nööö, nicht typisch Silberrücken.....das passiert immer dann, wenn ein rücksichtsloses A..., welches sich partout nicht unterordnen will, da mitsegelt...
    So einfach ist es glaube ich nicht. Auf so einem Schiff sind einfach unterschiedliche Parteien. Und ein Problem ist es oft wenn der Skipper unsicher ist ... irgendwann muss er aber mal anfangen. ... und wenn dann noch jemand dabei ist, der es besser kann und das auch noch raushängt dann fangen die Probleme an. Ist nicht schön - passiert aber.

  9. #29
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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    So einfach ist es glaube ich nicht. Auf so einem Schiff sind einfach unterschiedliche Parteien. Und ein Problem ist es oft wenn der Skipper unsicher ist ... irgendwann muss er aber mal anfangen. ... und wenn dann noch jemand dabei ist, der es besser kann und das auch noch raushängt dann fangen die Probleme an. Ist nicht schön - passiert aber.
    Es gibt, gerade bei jüngeren Mitseglern einige, die einfach Beratungsresistent sind und sich partout nicht an die Anweisungen eines sicheren/unsicheren Skippers halten wollen.....
    Das hat mit dem Skipper wenig zu tun.....das passiert einfach, da kann man nur im Vorfeld die Lage abchecken und der Fall eintritt, die betreffende Person des Schiffs verweisen!

  10. #30
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    der hummerfischer john aldridge überlebte sein überbordgehen ohne schwimmweste auf dem atlantic, indem er seine stiefel auszog, ausleerte und mit der öffnung nach unten unter die achseln klemmte, mit dem behelf konnte er sich viele stunden über wasser halten bis er gefunden wurde

    buch: "ein fleck im meer" ziemlich beeindruckend

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