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  1. #11
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    Mit welchem Boot seit ihr denn unterwegs? Stehende Mastroute von Amsterdam aus ist meist - jedenfalls für mich - eine nervige Sache. Dann lieber Buiten von Ijmuiden runter nach Belgien/Frankreich.

    Die Kanalüberfahrt mache ich immer wetterabhängig, d.h. je günstiger das Wetter desto länger. Blankenberge - Ramsgate sind ca 60 SM, Dünkirchen Ramsgate ca 40, am kürzesten ist natürlich Calais-Dover.
    42!

  2. #12
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Mit welchem Boot seit ihr denn unterwegs? Stehende Mastroute von Amsterdam aus ist meist - jedenfalls für mich - eine nervige Sache. Dann lieber Buiten von Ijmuiden runter nach Belgien/Frankreich.
    Das ist natürlich Geschmacksache. Wir sind mit einer 35ft-Decksalon-Yacht (1,40 m TG, Kimmkieler) auf Sommerreise und „Besichtigungstour“. Natürlich wird auch gesegelt...

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Die Kanalüberfahrt mache ich immer wetterabhängig, d.h. je günstiger das Wetter desto länger. Blankenberge - Ramsgate sind ca 60 SM, Dünkirchen Ramsgate ca 40, am kürzesten ist natürlich Calais-Dover.
    Ich denke Nieuwpoort - Ramsgate ist ein guter Kompromis, was Entfernung und „Wetterabhängigkeit“ angeht.

    Handbreit
    Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  3. #13
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    Ich will Euch in die Törnplanung auch nicht reinquatschen. Bin Amsterdam-Vlissingen notgedrungen schon einige Male binnen lang, das war selbst beim ersten Mal eine "Strafe". Aber jeder wie er mag...…

    Die Briten legen viel Wert auf Funkerei. Also "after the book" Erlaubnis für Einfahrt in den Hafen einholen, aber das weist Du vermutlich schon. Auf der Themse sollte man sich vor erreichen des Themse Sperrwerks melden und eine Freigabe einholen. Und es gehört da zum guten Ton, immer ene Rettungsweste anzuhaben.....
    42!

  4. #14
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Ich will Euch in die Törnplanung auch nicht reinquatschen.................Die Briten legen viel Wert auf Funkerei.......
    Möchte auch nicht auf Euch einreden, stimme Acer jedoch zu.
    Die Staande Masroute ist eine glänzende Einrichtung. Im allgemeinen ein praktischer Weg. Es gibt aber eine Menge Störfaktoren, obwohl die Niederläder sich anstrengen (Aquadukte, Hauptverkehrsstraßen mit beweglichen Brücken, bewegliche Eisenbahnbrücken, …). Schon eine defekte Ampelanlage einer BB kann Stunden Kosten und die nächsten Öffnungszeiten versäumen.
    Von IJmuiden nach Ramsgate sind es ca. 100sm, bei 5kn 20h. Spart knapp eine Woche, bringt das Erlebnis einer Nachtfahrt und schafft ein Zeitpolster für London oder für die Rückreise.

    Was den Funk betrifft hab´ich noch einen.

    No radio

    Einen harten Tag lang sind wir die Themse gegen den Wind aufgekreuzt. Jetzt haben wir die Towerbridge vor Augen und wollen in den St. Katharine´s-Harbour einlaufen.
    Das Schleusentor vor dem Hafen ist geschlossen, und das Schild daneben gibt auch keinen rechten Aufschluss. Da erscheint ein Männlein auf dem Schleusentor und ruft uns in breitem Cogni etwas zu, dass wir weder akustisch noch sinngemäß verstehen.
    Wir biegen ab um uns eine Wartemooring zu suchen. Da ruft das Männlein wieder und rudert heftig mit den Armen.
    Das Schleusentor sinkt nach unten, und der Weg in den Hafen ist frei, super.
    Als wir in die Schleuse gleiten, ertönt ein erschreckendes Hupkonzert. ??? Was haben wir damit zu tun? Wir hängen die Festmacher um die Poller und hinter uns füllt sich die Schleuse.
    Da erscheint der Skipper der großen Motoryacht achteraus wutschnaubend neben unserem Boot und brüllt. „Do you have no radio?“ Radio, denke ich, was geht den unser Radio an. Radio – ach, der meint Funk. „No radio“, sage ich. Ungläubig, den Kopf nach vorne schiebend, fragt er: „No radio?“ ich wiederhole: „No radio!“ Die Kinnlade klappt runter, mit dem Ellenbogen stößt er seinen Nebenmann an, zeigt mit dem Kopf auf uns und sagt kaum hörbar: „No radio?!“ Wortlos steigen Beide wieder auf die Motoryacht.
    Wir haben uns vorgepfuscht. Die Reihenfolge des Einlaufens in die Schleuse wurde per Funk abgesprochen, ohne uns. Kein Wunder, denn wir hatten - no Radio

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #15
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Wir haben uns vorgepfuscht. Die Reihenfolge des Einlaufens in die Schleuse wurde per Funk abgesprochen, ohne uns. Kein Wunder, denn wir hatten - no Radio
    Gruß Franz
    Ja, das läuft sehr professionell und "britisch" ab, Funk wird vorausgesetzt. Auch beim Auslaufen wird man der Reihe nach angerufen und gebeten, in die Schleuse zu fahren.

    Ich empfand das als sehr angenehm.....
    42!

  6. #16
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    ja Funken gehört in GB zum Alltag.

    Ist aber wie schon erwähnt nach einiger Zeit recht angenehm. Man fährt in die Marina fragt nach einen Berthing Place und weiß 1 Minute später wo man liegt auf welcher Seite der Catwalk ist und wird höfflich empfangen im Hafenbüro.

    Dort wird der Eindruck "well organized" wieder zu nichte gemacht, weil leider oftmals dort die große Unwissenheit über die eigene Systematik vorherrscht.

    Beispiel St. Kathrins
    Monate Vorher Liegeplatz per E-Mail reserviert. Inklusive Bestätigungsmail. Very Kindly.
    Aus Erfahrung mit den Engländern; sage ich meiner Besten morgens beim Ablegen in Queensborugh: "Ruf sicherheitshalber noch mal an ob unser Platz auch frei ist!?"
    Natürlich wusste die Dame in St. Kathrins nichts von unserer Reservierung! Nach mehrmaligen Nachfragen kam dann doch wieder ein: "O Sorry Yes Madam it's all fine fore you!"

    Vor der Schleuse hatten ca. 12- 15 Boote gewartet: Und obwohl wir als letzter Angekommen sind, durften wir als 3. Boot in die Schleuse. aber ohne Gehupe! Weil der Schleusenwärter uns halt aufgerufen und zugewunken hatte.

    Hier ein paar Appetizer für London:




    Geändert von norbaer (20.05.2019 um 14:17 Uhr)
    Gruß Norbert

  7. #17
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    Wenn ich die Bilder sehe, will ich gleich wieder hin.....wäre da nicht die zeitraubende Themsenfahrerei…..
    42!

  8. #18
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    @Acer und @Franz,
    es kommt eben darauf an, welchen Ansatz man beim Segeln verfolgt und wieviel Zeit man zur Verfügung hat. Habe ich nur 1 oder 2 Wochen Zeit vom Ijsselmeer nach London und zurück, sieht die Sache anders aus, als wenn den ganzen Sommer unterwegs ist, z.B. vom Ijsselmeer via London bis in die Biskaya.
    Im letzten Sommer sind wir z.B. von der Lübecker Bucht durch den Limfjord via Helgoland nach HH, haben dann alle Ostfriesischen Inseln „abgeklappert“ und sind dann, über die Staandemastroute nach Stavoren geschippert. Länge der Route ca. 1200 nm, Dauer an Bord ca. 90 Tage, das sind im Mittel gut 13 nm pro Tag.

    Dabei haben wir viel Spaß gehabt, die an der Route liegenden Orte wie Groningen, Dokkum, Leuwarden... zu besuchen und zu erkunden. Das ist halt unser Stil zu reisen.

    Es geht uns nicht darum, möglichst schnell mit dem Boot von A nach B zu kommen. Wir sind eher auf Sightseeing-Tour, deshalb auch meine Eingangsfrage nach einem Revierführer, der Hinweise auf Sehenswürdigkeiten entlang der Route liefern kann.

    Handbreit
    Siggi

    P.S. @Franz, nette Story, das mit dem Radio... mal sehn, was uns so passiert...
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  9. #19
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    Wie gesagt, jeder Jeck ist anders. Ich lasse mir auch gern Zeit, aber für 3-4 Tage Kanal geeiere müsste man mich bezahlen.

    Da Du ja schon viel rumgekommen bist, ist die Frage nach Sehenswürdigkeiten schwierig. Ich fands immer nett, von Blankenberge aus mit dem Zug mal eben nach Brügge rüber zu fahren. Wenn man Technik mag, ist zB Tower Bridge und die HMS Belfast ein must-see.
    42!

  10. #20
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    @Siggi_B: also 1 Woche ist definitiv zu wenig für IJ-Meer - London hin und zurück.

    Wir sind letztes 2 Wochen unterwegs gewesen von Zeeland nach London und zurück über Belgische Küste. Das war ein Kompromiss Urlaub für meine Teeny Tochter die nicht gerne segelt.

    1. Tag Nonstop nach Colijnsplaat Ramstgate in 15 Stunden.
    2. Tag Ruhetag in Ramsgate
    3. Tag Queensborough
    4.- 9 Tag London
    10. Tag direkt bis Ramsgate in 12 Stunden
    11. Duinkerque
    12. Oostende
    13. Ruhetag Oostende
    14. Colinsplaat
    Gruß Norbert

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