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  1. #1
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    Standard Welchen Revierführer für die Themse und London könnt ihr mir empfehlen

    Moin,

    für unseren Besuch von London per Segelyacht suchen wir einen Revierführer mit Hafenplänen für den Bereich Themsemündung bis London City. Was könnt ihr mir da empfehlen?

    Btw. wer hat sich schon mal für eine „Durchfahrt der Towerbridge“ angemeldet? Ich kenne die entsprechende Website, aber wie läuft das in der Praxis? Ich weiß doch erst wenige Tage vorher zuverlässig, wann ich dort wirklich ankomme. Wie gehen „die“ mit Terminverschiebungen bzw. mit canceln um?

    Handbreit

    Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  2. #2
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    Nimm doch den REEDS 2019 oder den Cruising Almanach 2019.
    Die Webseite wird Dir helfen:
    https://www.boatingonthethames.co.uk/Sailing
    ganz unten findest Du noch Revierführer.....stammen direkt von der PLA (Port of London Authority).
    Für die Brücken gibt es diese Buch: http://www.pla.co.uk/Safety/Regulati...e-Tidal-Thames (10 GBP)

    Es gibt da auch einen Guide to Thames Bridges...
    Viel Spass !
    Geändert von 2ndtonone (07.05.2019 um 23:35 Uhr)

  3. #3
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    Dank Dir für die guten Wünsche und die Infos, 2.2none!

    Die Links sind hilfreich. Habe mir daraufhin die kostenlose APP „PLA“ (Port of London Authority) runtergeladen.
    Die „Bibel“ RNA (Reeds Nautical Almacac) 2019 hab ich schon; alleine schon deshalb weil ich anschiessend noch die Südküste von England „abklappern“möchte, bevor ich dann nach Frankreich „rübermache“.

    Meine Unterlagen für die Navigation (East Coast Pilot, Reeds Marina Guide, NV-Atlas UK 4, Navionics- und Raymarine-electr.-Charts) sollten ausreichen.

    Was mir noch fehlt, ist eine Beschreibung des „Hinterlandes“ mit Land und Leuten, bzw. der am Wege liegenden Sehenswürdigkeiten, ähnlich wie es Jan Werner in seinen Büchern macht.

    Wenn da noch jemand ein Idee hätte...

    Ende Mai geht‘s los!

    Handbreit

    Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  4. #4
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    Also nach London fährt man in der Regel in zwei Etappen von Ramsgate über Queensborough nach London.

    Durch die Tower Bridge kommt man als Yachtie nicht durch. Macht auch keinen Sinn denn 500 Meter weiter ist sowieso Schluss an der London Bridge.

    Mit einem Tiefgang kleiner 2 m kann man hier und da in der Themse Mündung ein paar Abkürzungen nehmen.
    Wie zum Beispiel südlich entlang der Sandbank Margates Hook oder in der Mündung vom River Medway direkt nach Norden (Westliche des Wracks).

    Wenn man sich unsicher ist bleibt man halt in den Fahrwassern.

    Die Schleusen für die Marinas machen immer nur zu HW auf. Hier einfach mal die Schleusenzeiten Googlen. In Queensborugh übernachtet man an einer Mooringtonne. Es gibt zwar begrenzte Plätze mit "Walk A shore" (Landverbindung) aber da ist absolut nichts in dem Ort! Man fährt dort bei Niedrigwasser los um mit der Flut nach London zu fahren. Man braucht ca. 5-6 Stunden.

    Wir gehen immer nach St Kathrins Dock. ISt zwar der teuerste Hafen aber auch direkt im Zentrum mit Blick auf die Tower Brigde. Supermarkt und U BAhn Station nur 300m entfernt. Am besten vorher reservieren mit einem Platz im Central Basin! Das ist am schönsten.

    London ist kein "Mädchen für eine Nacht!" Dafür lohnt der Aufwand von 4 Tagen An- und Abreise nicht! Man sollte schon 3-4 Nächte dort bleiben. Es ist schließlich eine der größten Städte in Europa mit knapp 9 Mio Einwohnern.

    Und stell dich auf hohe Preise ein! Liegeplatz in St. Kathrins für 8 GPB pro Meter die Nacht.
    Auch die Aktraktionen in London sind deftig. Ob London Eye, The Shard oder Tower alles ca. 30 GPB pro Person.
    Gruß Norbert

  5. #5
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    Hallo Norbert,
    zunächst mal vielen Dank für Deine Infos, sie ersetzen ja fast schon einen Revierführer.
    Unabhängig davon, ob es Sinn macht die Tower Bridge zu passieren - es geht!
    Ich vorsichtshalber heute nochmal per Email angefragt, ob ein privates, nicht-kommerzielles Freizeitboot, die Brücke passieren darf. Hier die Antwort:

    >>Zitat:
    Aw:⁨ TB FW: Bridge lift for a non-commercial sailing vessel COL:05475025⁩

    Hello,
    *
    That’s no problem at all,
    *
    Please follow this link to guide you further.
    *
    https://www.towerbridge.org.uk/book-a-bridge-lift/
    *
    Kind Regards,
    *
    Amelia Swindall
    Operations Assistant
    Group Bookings Department
    Tower Bridge Exhibition

    >>Zitat Ende

    Wir haben folgende Route geplant: 1. Stopp nach Ramsgate soll Queensborough sein.
    Wie Du schreibst, lohnt es sich wohl nicht in Queensborough im Hafen festzumachen. Trockenfallen ist für unseren Kimmkieler kein Problem. Dann folgen wir wohl besser Deiner Empfehlung und machen in der Mündung des River Medway an einer Mooringtonne fest.

    Auf dem Weg nach London wollen wir uns noch einen Zwischenstopp in oder in der Nähe von Gravesend gönnen. Für London haben wir ca. 4 Tage Zeit vorgesehen, bevor es via Chatham wieder nach Ramsgate gehen soll. Das ist der Plan...

    Handbreit..
    und eine schöne Segelsaison 2019

    Siggi


    *
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  6. #6
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    Viel Spass und gute Fahrt!

  7. #7
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    Danke Dir, wir freuen uns schon auf den Törn. Hoffentlich spielt das Wetter mit..

    Handbreit Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  8. #8
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    Nirgaer hat nahezu Slles gesagt, deckt sich ziemlich genau mit meiner Erfahrung aus Spril diesen Jahres. Reeds und Co hats nicht gebraucht, was kan wissen muss findet sich auf elektr. Seekarten und in Netz, zB die natürlich sehr wichtigen Schleusenzeiten von St. Katharines und Funkkanäle etc.

    Lass Dir min. 3 Tage Zeit für London, ist schon was zeitraubend Themse rauf und runter
    42!

  9. #9
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    Schon alles gesagt. als Amuse gueule der Ausschnitt aus einem älteren Reisebericht mit einem kleinen Boot
    Viel Spaß.

    Mittwochmorgen, 1145h, die Gelegenheit ist günstig. Das Tief ist durch, schwacher Wind,
    moderate Sicht sagt der Wetterbericht. Zuerst quälen wir uns bei schwachem Wind mit
    Genua_I um North Foreland, dann hilft nichts mehr: Motor an, denn wer zu langsam segelt,
    den bestraft das Leben, vor allem in Tidengewässern. Wir folgen dem Queens Channel und
    sehen ganz merkwürdige Seezeichen, Cant und Middle Sand. Sie sehen aus, als habe man ein
    Dutzend Riesenrundhölzer wirr in den Boden gerammt. Und da gibt es noch die
    überdimensionalen Jägerhochsitze. Es sind natürlich keine Hochsitze, und sie heißen
    Shivering Sand Towers und Red Sand Towers. Wofür die gut sind, wissen wir bis heute nicht.
    Nachmittags, gegen 1700h kommt Wind auf, der schnell zunimmt. Nach Gen. II ist
    mittlerweile die Arbeitsfock gesetzt, und vor 1800h ziehen wir ein Reff ein, zwanzig Minuten
    später das zweite. Gott sei Dank ist das auf „Gutemine“ Minutensache. Der Wind bläst genau
    in die Zähne, der Strom schiebt noch gewaltig. Das gibt eine üble kurze Welle, und die
    Gischtfahnen wehen hoch über das Schiff. Ab und zu steht Wasser auf dem Deck, rutscht
    durch die Krängung jedoch direkt nach Lee weg. „Gutemine“ bleibt sauber auf Kurs und
    läuft ständig sechs Knoten. Um 19.30h laufen wir bei Sheerness in den Medway ein und
    haben bereits leichten Gegenstrom. Wegen des dichten Schiffverkehrs bergen wir die Segel
    und stellen den Motor auf „ganz laut“. Der Wind ist immer noch hart gegenan, und wir
    brauchen eine Stunde für knapp zwei Meilen bis zum Mooringfeld in Queensborough. Da
    sieht es genau so aus wie der Skipper aus Harwich es uns beschrieben hat. Nur wissen wir
    noch nicht wie sich eine Visiter- Mooring von einer anderen unterscheidet (sie sind gelb). Wir
    nehmen irgendeine, bei der wir ausreichend Wassertiefe finden und an der keine
    Festmacherleine befestigt ist. Das scheint in Ordnung zu sein. Der Wind läßt nach, die Sonne
    sinkt langsam vom wolkenlosen Himmel, und wir verbringen eine ruhige und störungsfreie
    Nacht. Gar nicht so schlimm wie befürchtet, eher reizvoll.
    Donnerstag, 1140h. Wir werfen von der Mooring los und rauschen raumschots aus dem
    Medway, um dann auf der Themse unseren Kurs hoch am Wind gerade noch anliegen zu
    können. Der Wind ist etwas schwächer als gestern, ein Reff brauchen wir aber immer noch.
    Ab Lower Hope Reach geht die Kreuzerei wieder los, obwohl wir nicht ganz sicher sind, ob
    wir das auf der Themse dürfen. Man hat Mühe, sich von den reichlich vorhandenen
    Seeschiffen freizuhalten. Hie und da winken uns Männer vom Deck oder von der Brücke
    freundlich zu. Offensichtlich amüsieren sie sich über unser hüpfendes Schiffchen. Genau um
    19.00h queren wir den Nullmeridian, für uns ein historisches Ereignis. Einige Londoner
    Sehenswürdigkeiten ziehen vorbei: der Millenniumdome, die Cutty Sarc, das moderne
    Docklandviertel und dann die Towerbridge. Wir sind am Ziel. Steuerbord vor der Brücke ist
    die Schleuse zu den St.Katharin Docks. Es ist 2030h, und wir waren knapp neun Stunden
    unterwegs.
    Rückweg:
    …………….ruppige Welle und der heftige Gegenwind lassen bei Motorfahrt das Log auf magere zwei kn sinken. Unter Segeln läuft Gutemine wieder brav ihre sechs Knoten.
    Nach zahllosen Wenden und Ausweichmanövern ziehen wir Bilanz: In dieser Tide erreichen wir Queensborough nicht! Als Ausweich suchen wir uns Gravesend aus; das ist zwar nicht sehr verlockend, aber der McMillan bietet keine Alternative. Am Dienstag um 1630h sind wir da und haben noch ca. eine Stunde Schiebestrom. Der nützt uns aber jetzt nichts mehr, denn bis in den Medway sind es noch gut 15 Meilen, und die schaffen wir nicht in dieser Zeit. Die Moorings für Sportboote liegen neben den Riesenmoorings für die Lotsen und die Bugsierschlepper, wir fürchten eine unruhige Nacht. Eine Stunde vor und nach Hochwasser kann man durch eine Schleuse in einen Kanalstummel bei Gravesend einlaufen, Hochwasser ist ca. um Mitternacht, aber was sollen wir um Mitternacht in einem Kanal in Gravesend? Die Nacht verläuft einigermaßen ruhig. Wir hören ständig das sonore Brummen der großen Berufsschiffe, schaukeln im Schwell und gelegendlich ruckt die Mooringkette, schlafen aber trotzdem gut...…….

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Standard

    Vielen Dank für den Appetitanreger, Franz. Da freuen wir uns schon auf den 1. Gang...

    Wir liegen im Moment noch hoch und trocken in Stavoren, aber so um Himmelfahrt soll unser Himmelfahrtskommando beginnen:

    Zunächst mal nach Amsterdam und dann binnen über die „südliche Standemaastroute“ bis nach Vlissingen. Den engl. Kanal wollen wir dann von Nieuwpoort nach Ramsgate queren. Der Hauptgang wäre dann London, wo wir Ende Juni ankommen wollen.
    Ein Highlight wäre natürlich, mal so eben auf eigenem Kiel die Towerbrücke zu passieren...
    Schaun wir mal.

    Hsndbreit
    Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

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