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  1. #1
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    Standard Gezeitennavigation - Genauigkeit von NAVIONICS-Karten

    Liebe Segelfreunde,

    so schön die Arbeit mit den NAVIONICS-Karten auf einem IPAD ist, so wenig traue ich den Angaben bezüglich der Gezeiten.

    Auf welche Gezeitenkalender beziehen sich deren Daten, ATT oder nationale Gezeitenkalender? Weiß das jemand?

    Auf jeden Fall hatte ich dramatische Abweichungen bezüglich den Angaben zu den Zeiten und Wasserhöhen bei der App "Imray Tide Planner" und der "NAVIONICS App". Beides auf aktuellem Stand. Welcher App kann man trauen?

    Zugrunde lagen die gesuchten Zeiten und Wasserstände der deutschen Inseln "Borkum" und "Norderney".
    Auch war nicht zu erkennen, ob die Höhe der Gezeit oder die absolute Wassertiefe angegeben wird.

    Helfen nur die amtlischen Gezeitenkalender der Länder - in dem Fall Deutschland oder besser die Gezeiten nach ATT oder nach Reeds Nautical Almanach oder gehen ggf. auch Apps und wenn ja - welche?

    Wer hat vertiefte Erfahrungen und kann Hinweise geben?

    Ich danke euch.

    LG Peter
    Geändert von Fortunus2000 (10.05.2019 um 11:47 Uhr)

  2. #2
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    Zitat Zitat von Fortunus2000 Beitrag anzeigen
    ……. Welcher App kann man trauen?

    …….
    Das ist die Frage.
    Die wird Dir jeder anders beantworten, abhängig der Erfahrungen die er gemacht hat. Die älteren Navigatoren sehen überhaupt keine Notwendigkeit zur Nutzung einer App, denen reicht ein Kalender der Bäderverwaltung bezogen auf einen beliebige Ort, eine Liste mit den Differenzen zu den gesuchten Orten und im besten Fall eine Gezeitenatlas (nicht zwingend, denn auf den Karten sind die Strömungen abhängig von der Tide auch zu entnehmen.
    Weil ich nicht zu den ewig gestrigen gehören wollte, habe ich einige der ach so praktischen App probiert. Sie fielen nach und nach raus weil
    - sie die Termini verwechselten oder falsch verwandten (Wer Flut mit HW verwechselt ist raus)
    - sie keine gesetzlichen Einheiten verwendeten
    - sie zeitlich fehlerhaft waren (deutlich über das berühmte Viertelstündchen hinaus)
    - es überhaupt keine Notwendigkeit zu ihrem Gebrauch gibt.
    Bei Navionics-Karten ist besondere Vorsicht geboten.
    - Die Karten sind unübersichtlich
    - Wichtige Details sind nur bei hoher Zoomstufe zu erkennen. Will man nicht den geplanten Weg und die windbedingten Variationen in der höchsten Zoomstufe abstottern, gerät man leicht in Teufels Küche. Schon für die Planung wichtige Informationen gehen unter, wie z.B. Sperrgebiete oder vorgeschriebene Wege.
    - Es werden nicht die gesetzlichen Einheiten verwendet
    - Es werden nicht die genormten Symbole und Bezeichnungen verwendet (INT 1)
    - Drastische Fehler kommen vor: z.B. die S1 des Schluchters wurde im Abstand von 1sm zweimal abgebildet. Eine Meile im Gatt ist entscheidend!!!
    - Versprechen wie "2000 Updates pro Tag" sind Schall und Rauch wenn sie chinesische Reissäcke betreffen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Noch ungeprüft, aber die Fragen kamen bei mir auch auf letzte Woche. Recherchestand (Google):
    ------------------------------------
    Gezeiten und Strömungen in Navionics

    - Binnen und Küstenbereich (12 nm Zone): lokale Ortszeit
    - hohe See: UTC+0
    Also wie auf den Print-Seekarten.

    Tablet-Zeiteinstellung:
    [„…Die Navionics Gezeiten- & Strömungsdaten stellen eine 30-jährige Vorhersage auf Grundlage der Uhrzeit- und Datumseinstellung des Geräts unter Berücksichtigung der Abweichung von der UTC (vormals GMT-Zeit) dar. Die Sommerzeit wird nicht berücksichtigt, in dieser Zeit wird es daher eine einstündige Abweichung geben. Falls Sie Probleme mit den Gezeiten und Strömungen haben, kontrollieren Sie bitte, dass die Einstellungen (Zeit, Datum und Abweichung von der UTC) Ihres Geräts korrekt sind….“]

    Entscheidend ist also die Einstellung der Uhrzeit in den Tablet-Einstellungen.

    Tablet also im 12nm Küstenbereich immer auf lokale Winterzeit des Landes einstellen, in welchen man sich aktuell aufhält.

  4. #4
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    Zitat Zitat von DOS Beitrag anzeigen
    …….. immer auf lokale Winterzeit des Landes einstellen, …....
    Da geht´s schon los, DOS.
    Es gibt keine Winterzeit, erst recht keine lokale!
    Wenn es um die Temperatur unseres Hintern geht (nicht deutlich unter 36°C kommen lassen), sollten wir keinen Raum für Fehlinterpretationen geben.
    Du wirst wohl GZ (gesetzliche Zeit) meinen, im Sommer heißt das GSZ, in unserem Fall MEZ bzw. MESZ. Microsoft kriegt das auch nicht geregelt, im Sommer komme ich immer eine Stunde zu spät (GMT+1). Es heißt auch nicht GMT sondern UTC und es sind 2 Stunden.

    Aber wir wissen ja was gemeint ist - boah

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    ja Franz
    Schönes Wochenende :-)

  6. #6
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    Moin zusammen,
    bei Navionics scheinen auch die Angaben über die Strömungsgeschwindigkeiten überhaupt nicht zu stimmen. Heute (13. 05.) um 2011 GZ=MESZ soll kurz vor Cuxhaven (HW 2045) der Strom mit nur 1,36kn auflaufen.
    Bei nv-Charts ist um die selbe Zeit ein Strom in Höhe von 3,5kn angegeben, was eher realistisch klingt.
    Gruß
    Emil
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  7. #7
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    BSH Strömungsvorhersage sagt für in etwa den gleichen Zeitpunkt (20:11 UTC+2) für 18:00 UTC folgendes:

    Screenshot_BSH2.jpg

    Stelle grob markiert. Würde sagen 130cm/s = 2,5kn?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von DOS (13.05.2019 um 21:23 Uhr)

  8. #8
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    Es gibt verschiedene Modelle mit dem die Tiden (Wasserstand, Höhe) berechnet werden. Das in GB verwendete Modell unterscheidet sich stark von dem BSH-Modell, letzteres ist nämlich für deutsche Gewässer optimiert.
    Ich hab mal eine Admirality Wasserstandsberechnungsapp/Programm genutzt und mich über die erheblichen Unterschiede zum Tidenkalender gewundert. Der Entwickler der App hatte mir das dann en Detail erklärt...

  9. #9
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    Dann ist wohl die Erkenntnis und das Fazit:

    Hände weg von Apps bezüglich Tidenzeiten, Höhen und Tidenströmungen.

    Oder was meint ihr?

  10. #10
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    Nee, das heißt nicht nur App nutzen, sondern das Ergebnis kritisch, unter zuhilfenahme anderer Quellen, überprüfen! Das macht man ja auch so bei der Navigation und hat deshalb stets einen Satz aktuelle Karten vorrätig!

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