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  1. #1
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    Standard Unterschiede im Tidenkalender nach BSH und ATT

    Liebe Segelfreunde,

    nach einem Telefonat mit einem sehr netten Herrn beim BSH erfuhr ich, dass der BSH der UKHO in UK regelmäßig die Gezeitendaten nach Tidenzeit und Tidenhöhe mitteilt, damit diese Ihre "Admiralty Tide Tables" für die deutschen Standart Ports veröffentlichen können.

    Nun habe ich die deutschen "Gezeitentafeln" und die ATT´s (Volume 2) vor mir liegen und stelle fest, dass es dennoch Abweichungen in den genannten HW und NW-Zeiten von mehreren Minuten wie auch bei den Tiefenangaben (bis zu 0,10 Meter) gibt.

    In der Praxis ist das natürlich zu vernachlässigen. Aber eigentlich hätte ich erwartet, dass die Daten an den Standard Ports die gleichen sind, da ja die gleiche Quelle gegeben ist.

    Dann ist mir noch aufgefallen, dass die Daten im Reeds - Practical Boat Owner identisch sind mit denen aus den deutschen Gezeitentafeln.

    Was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

    LG Peter

  2. #2
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    Standard

    Die Unterschiede sind ganz einfach:

    Jeder Koch, der ein Kochbuch schreibt, muß einige Angaben etwas abwandeln (z.B. 110 Gramm statt 100 Gramm, 90° für 12 Minuten statt 95° für 10 Minuten.)

    So erkennt jeder seinen "Mist" und jeder hat seine Daseinsberechtigung. Wenn alle das Gleiche schreiben, wird es ja irgendwie langweilig.

    Und jeder Verlag baut auch irgendwo kleine Abweichungen oder Minifehler absichtlich rein, damit er "Nachahmer" schneller identifizieren kann. In jedem Stadtplan von Falk findet man in jeder Stadt eine Straße, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

    Ein deutscher Hersteller für Sportbootkarten baut auch in Fahrwasser immer eine Tonne mehr rein, als es tatsächlich gibt.

    Also nix dabei denken - ist eben so. Viele Köche verderben die Köchin.

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von Fortunus2000 Beitrag anzeigen
    ..............

    Nun habe ich die deutschen "Gezeitentafeln" und die ATT´s (Volume 2) vor mir liegen und stelle fest, dass es dennoch Abweichungen in den genannten HW und NW-Zeiten von mehreren Minuten wie auch bei den Tiefenangaben (bis zu 0,10 Meter) gibt.

    ...................
    Es gibt kein "Genau"!

    Toleranzen müssen zugestanden werden, überall
    Eine 25er Welle hat keine 25mm Durchmesser, sondern sie liegt in einem (genormten) Toleranzbereich. Selbst das Ur-Meter ist "ungenau",es wurde erst neulich durch eine Naturkonstante ersetzt.

    Messgenauigkeit, Annahmen, Temperatur, ... - alles mit unvermeidbaren Toleranzen.
    ...und Toleranzen addieren sich grundsätzlich nur in eine Richtung
    Toleriere die "Ungenauigkeint" der Hydrographen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen


    Selbst das Ur-Meter ist "ungenau",es wurde erst neulich durch eine Naturkonstante ersetzt.



    Gruß Franz


    Welche ?


    ......
    Es ist zwischen lastiger wwwInfo, Zitaten ,Interpretationen, und Wissen, Erfahrung ,zu unterscheiden

  5. #5
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    Standard

    Aus Wiki:


    Ablösung des Urmeters
    Siehe auch: Meter#Definitionsgeschichte
    Mit dem Fortschritt der Messtechnik traten die Nachteile des Urmeters immer deutlicher zutage: Ein körperlicher Gegenstand ist nie ganz stabil, sondern verliert an Substanz. Messungen können den Gegenstand beschädigen und können auch nur dort stattfinden, wo er sich befindet.

    Als unveränderliches, universell verfügbares Längennormal schlug Albert A. Michelson zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wellenlänge von Licht vor. In den 1950er Jahren wurde mit der Krypton-86-Lampe eine Lichtquelle von ausreichender Stabilität und Präzision verfügbar. Mit Bezug auf deren Wellenlänge wurde 1960 das Meter neu definiert.[3] Eine nochmalige Änderung gab es 1983, als die Lichtgeschwindigkeit zur Referenzgröße wurde.[4] Die neuen Definitionen wurden so gewählt, dass sie im Rahmen der Messgenauigkeit möglichst gut mit dem Urmeter übereinstimmten. Das Urmeter selbst hat seit 1960 keine Funktion als Normal mehr und ist nur noch von historischem Interesse
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Standard

    Für den Tidenkalender spielt's zwar keine Rolle, aber wenn man's richtig genau nehmen will, dann gilt seit 1983 (https://www.bipm.org/fr/CGPM/db/17/1/):

    1. Le mètre est la longueur du trajet parcouru dans le vide par la lumière pendant une durée de 1/299 792 458 de seconde.
    2. La définition du mètre en vigueur depuis 1960, fondée sur la transition entre les niveaux 2p10 et 5d5 de l'atome de krypton 86, est abrogée.

    Damit ist das Meter m zurückgeführt auf die Lichtgeschwindigkeit und die Definition der Sekunde s. Das Krypton-86-Licht und die Wellenlänge von Licht (Michelson) haben seit 37 Jahren genau so wenig eine Funktion wie das Urmeter.

    Klugscheißermodus aus.
    Gruß Herbert
    Geändert von navbaer (28.12.2019 um 22:51 Uhr)

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