Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Standard Selbstlenzendes Cockpit

    Hallo
    Ich restauriere eine alte Kirsch Yacht, 21 Fuss und möchte ein selbstlenzendes Cockpit.
    - Der Cockpitboden ist rund 12 cm über der Wasserlinie
    - Ich habe ein Gefälle von vorne nach hinten konstrukiert, so dass das Wasser gut abfliessen kann
    - Achterlich im Cockpit sind zwei 3/4 Zoll Abflüsse vorgesehen

    Jetzt meine Frage:
    - Ich würde gerne seitlich ca. 2 cm oberhalb der Wasserlinie je einen Borddurchlass anbringen und so das Wasser nach Aussen führen (ich würde diese Variante bevorzugen als die Durchlässe unter der Wasserlinie anzubringen, was ja auch möglich wäre)

    - Wie sieht das bei starker Kränkung aus? Fliesst da ggf. Wasser zurück ins Cockpit? Oder kann man generell festhalten, dass kein Wasser eindringen kann, wenn der Cockpitboden oberhalb der Wasserlinie ist?

    Danke für ein Feedback.

  2. #2
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    Moin,
    Eine einfache Skizze deines Bootes von hinten, ungefähr halbwegs maßstabsgetreu dürfte helfen.
    und kenntnisse über kommunizierende Röhren. und der übliche Krängungswinkel.
    Im Klartext, wenn dein Boot bei normaler Schwimmlage Cockpitboden ca 12 cm über Wasserlinie ist und ein Krängungswinkel von 30 ° nicht unüblich, wird es je nach Bootsbreite schon sportlich, d.h. das Wasser wird dir über deine Lenzöffnungen eher einsteigen als abfliessen. (dynamische Effekte wie bei Elvströmlenzern mal nicht berücksichtigt).
    Wenn also in deiner Skizze der Auslauf des Cockpitlenzers aus dem Cockpit bei Lage unter der Wasserlinie ist, wird das so einfach nicht. Dann Rückschlagklappen verwenden.
    soweit auf die Schnelle.
    Gruss Klaus

  3. #3
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    Hallo,

    ja.
    Immer den Ablauf parallel zur Krängungsachse verlaufen lassen, so bleiben deine +12cm weitgehend erhalten.
    Den Auslauf mit einfacher Rückschlagklappe bewehren, gegen Wellen von hinten.


    Peter

  4. #4
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ja.
    Immer den Ablauf parallel zur Krängungsachse verlaufen lassen, so bleiben deine +12cm weitgehend erhalten.
    Den Auslauf mit einfacher Rückschlagklappe bewehren, gegen Wellen von hinten.


    Peter
    .

    Hahahaha !

    .
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  5. #5
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    Zitat Zitat von kirsch96 Beitrag anzeigen
    Hallo
    Ich restauriere eine alte Kirsch Yacht, 21 Fuss und möchte ein selbstlenzendes Cockpit.
    - Der Cockpitboden ist rund 12 cm über der Wasserlinie
    - Ich habe ein Gefälle von vorne nach hinten konstrukiert, so dass das Wasser gut abfliessen kann
    - Achterlich im Cockpit sind zwei 3/4 Zoll Abflüsse vorgesehen

    Jetzt meine Frage:
    - Ich würde gerne seitlich ca. 2 cm oberhalb der Wasserlinie je einen Borddurchlass anbringen und so das Wasser nach Aussen führen (ich würde diese Variante bevorzugen als die Durchlässe unter der Wasserlinie anzubringen, was ja auch möglich wäre)

    - Wie sieht das bei starker Kränkung aus? Fliesst da ggf. Wasser zurück ins Cockpit? Oder kann man generell festhalten, dass kein Wasser eindringen kann, wenn der Cockpitboden oberhalb der Wasserlinie ist?

    Danke für ein Feedback.
    Bei mir an Bord, auch 22ft Länge, hat man werkseitig den Cockpitausfluss nahezu mittig am Heck angebracht. Vorteil, bei Krängung läuft nix rein. Nachteilig ist, dass im Cockpitboden, mittig, nur ein Auslaß existiert, der bei Krängung natürlich „trocken“ bleibt.
    Ein Vorredner hat empfohlen, ein Rückschlagventil einzubauen, dem kann ich nur zustimmen. Es gibt so ein Teil von JABSCO, benutze ich auch.

  6. #6
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    Hallo,

    ja - nee, eher nicht von Jabsco.
    Sonne selbst gesägte Lenzklappe vor dem Loch wäre anzustreben (2.Bild)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lenzen...er)#Lenzklappe
    Es gehen aber auch riesige Ausführungen von Wasserabweiser, die sonst am Auslauf des Ankerkastens hängen.


    Peter

  7. #7
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    Die Cockpitlenzrohre bei älteren Schiffen mit Achterpiek enden allermeist unter der Wasserlinie. Damit aus dem Lee-Einlass im Cockpit bei Krängung Cockpit kein Wasser sprudelt legt man die Lenzrohre unterdem Cockpitboden über Kreuz. Es gilt den Auslass immer tiefer zu halten als den Einlass. Ist das bei starker, möglicht kurzfristiger Krängung nicht möglich, hilft ein Schwanenhals über dem Luvseitigem Auslass. Der Bogen sollte bis kurz unter den Cockpitboden hochgehen.
    Die beiden Auslässe der sich kreuzenden Lenzschläuche liegen allermeist direkt unter ihren Pendantabfluss, also der Gegenseite.
    Das hat sich in den allermeisten Fällen so bewährt, weil bei starker Krängung der Einlass zwar unter der WL , der Auslass aber ,trotz Gefälle, des Lenzrohres über der WL. ist.
    Obacht ist gegeben wenn der Cockpitboden schmal ist und sich genau in diesem Bereich der Propeller befindet. Mitunter ventiliert der Prop bei Rückwärtsfahrt über die Lenzrohre, d. h. er saugt sich von dort Luft an. In diesem Fall versetzt man die Auslässe rd. 20 Zentimeter nach vorn.
    Ob die Auslässe Seeventile brauchen streiten sich die Geister, allermeist haben sie keine.
    Will man Seeventile,ist ein Versetzen der Auslasse in Längsrichtung evtl. hilfreich, vom Niedergang , oder von der Achterpiek aus kommt man da besser bei.

    Auslass aus dem Spiegel
    Das funktioniert nur wenn der Auslass bei jedweger Krängung immer unter dem Cocpiteinlass ist, auch bei Rumpfgeschwindigkeit wenn der Wellenberg am Heck steigt und das Schiff sich etwas auf die Nase legt. Jollenartigere Rümpfe die mit moderater Krängung gesegelt werden , vor allem aber wenig Kielsprung UND einen relativ breiten Spiegel aufweisen sind dafür die Kandidaten. Bei Klassikern, wie z. B. einer Kirsch , funktioniert das nicht. Ihr Cockpit würde bei voller Rumpfgeschwindigkeit ( Heckwelle ) absaufen, bei Rumpfgeschwindigkeit und/oder Krängung erst Recht. Auch ein Überkreuzlegen der Lenschläche bringt hier nichts--der Leeeinlauf wäre immer tiefer als der Luvauslass.
    Die kleine Kirsch des TE ist meines Wissens ein Spitzgatter, was den , oder die Auslässe am , oder neben dem Achtersteven noch ungeigneter macht.

    https://www.boot24.ch/chde/segelboot...detail/384000/

    Ich würde bei der Kirsch die Auslässe über Kreuz unter der WL positionieren, ersteinmal ohne Schwanenhälse , die sind schnell nachgerüstet.
    Es ist bei Klassikern nun mal allermeist so :
    je breiter und tiefer der Cockpitboden und je mehr Krängung, desto eher steht da 'ne " Ecke" Wasser in Lee. Ischa aber nicht schlimm, spätestens bei der nächsten Wende is' dat wech.
    Unter den Aspekten betrachtet das über möglichst dicke Lenzrohre ja ursprünglich eine übergekommene Welle möglichst schnell wieder aussenbords kommen soll, und im Hafen Regenwasser nicht in der Bilge landen soll, kann man mit ein bis drei Litern hart am Wind durchaus leben.
    Auf Seeventile würde ich übrigens verzichten, Truedesign Borddurchlâsse und doppelte Schlauchschellen wären mir ausreichend.


    Lenzrohre parallel zur Krängungsachse zu verlegen um IMMER 12cm über WL zu bleiben ist -- wieder einmal --ein peteresquer Fehlsch(l)uss-- ein typischer Kalauer.
    Geändert von supra (07.06.2019 um 19:01 Uhr)
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  8. #8
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    Hallo,

    nicht immer, aber erstrebenswert finde ich das schon, Gefälle sollte auch noch sein.

    Du überziehst hier mit Kritik gewaltig, um dich Übermaßen wichtig zu stellen.
    Dabei variierst du selbst in dem Bereich lustig, wegen unscharfen Voraussetzungen.

    Leicht Überkreuz ist schon überlegenswert, das lässt sich ja schnell abändern.


    Peter

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