Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 18 von 18
  1. #11
    Registriert seit
    14.08.2011
    Beiträge
    1.656

    Standard

    Zitat Zitat von Katzenfische Beitrag anzeigen
    Danke @Buntesegel für Deine Antwort und
    besonders für den Hinweis, daß Bootslack schwer in Risse geht.

    Das Gartenhäuschen war nur ein Beispiel für grobe Oberfläche.
    Es handelt sich um eine senkrechte Schichtholzplatte, die erst alterungsbedingt rissig wurde und dann durch eben eine wasserbasierte Lasur noch schlimmer.
    Nach 2 Jahren gespachtelt und wieder Lasur und nach 6 Wochen alles aufgeplatzt.

    Das Bootslack teuer ist, weiß ich.
    Das hat aber wohl auch mit dessen Qualität zu tun, die ich ja suche. Einen zuverlässig schließenden, witterungsfesten Anstrich.
    Aber wenn Bootslack für rissiges Holz nicht so gut ist, dann hat sich das hier erledigt.

    @K.Lauer,
    ja Engel ist ein Engel.
    Ich habe mir den Link angesehen.
    Recht interessant, aber wohl alles auf Ölbasis.
    Da geht niemals je was anderes drüber.
    Einige Produkte hörensich aber gut an.
    Danke
    jeder Lack/Farbe kann nur an sich geschlossenen Flächen abschließen. Ales andere arbeitet nicht. Jeder Form von mehrschichtigen Holz, auch wasserfest verleimtes, zieht bei Lackierung über die Stöße Wasser. (Darum gehört da da ein massiver Umleimer drauf. Gleiches gilt für Hirnholz

    Lasuren machen das nicht besser, dort kann man nur erlauben, dass solche Flächen abtrocknen.
    Geändert von segelgunnar (18.06.2019 um 11:38 Uhr)

  2. #12
    Registriert seit
    28.11.2017
    Ort
    in Südbayern
    Beiträge
    37

    Standard

    Zitat Zitat von Buntesegel Beitrag anzeigen
    jeder Lack/Farbe kann nur an sich geschlossenen Flächen abschließen. Ales andere arbeitet nicht. Jeder Form von mehrschichtigen Holz, auch wasserfest verleimtes, zieht bei Lackierung über die Stöße Wasser. (Darum gehört da da ein massiver Umleimer drauf. Gleiches gilt für Hirnholz

    Lasuren machen das nicht besser, dort kann man nur erlauben, dass solche Flächen abtrocknen.
    > Geändert von Segelgunnar (Heute um 11:38 Uhr) <

    hallo @Buntesegel ,

    Es geht nicht um die Stöße. Die laufen auf unüberschaubare Zeituhr und werden nur vor weiterer Nässezufuhr abgeschottet.
    Die Bretter stehen in einem festen Rahmen, welcher auf der unüberdachten Seite mit silikonähnlicher Masse abgedichtet wird - Fakt. Auf der überdachten Seite dürfte keine neue Nässe eindringen.

    Es geht nur um die flächigen Teile des Holzes, die gemäß der Maserung der obersten, angewitterten, welche nach allem Anschein nur ganz dünn überschichtet waren aufgerissen sind wie blankes Holz.
    Die müssen noch mal gut gegen weitere Feuchtigkeitsaufnahme geschützt werden.
    Der Lack / Anstrich darf gern wie ein Relieff-Muster abschließen. Die Riefen laufen senkrecht.
    Was meinst Du mit: "Alles andere arbeitet nicht ?"
    Die Holzoberfläche soll nicht oder maximal weiterarbeiten wie die Anstrichmasse mitgehen kann.

    Was machen Lasuren überhaupt ?
    - dünnschichtige = lassen auch Feuchte rein = Schrott
    - mittelschichtige = dito
    - dickschichtige haben angeblich eine bessere Sperrschicht (vergleichbar mit atmungsaktiver, wasserdichter Segelklamotte)
    - wasserbasierte haben scheinbar die holzigen Maserungen (beliebig tief schleifen wäre schlecht, sonst wird die Maserung waagrecht) weiter aufquellen lassen und alles ist hinüber
    - ölbasierte fallen wegen Schichtholzgefährdung (s. Post # 9) aus
    - Wie funktionieren sog. dickschichtige Lasuren auf Lösungsmittelbasis ?

    hallo @segelgunnar , Du hast in Post # 11 etwas geändert. Ist es für mich wichtig zu wissen was es war ?
    Geändert von Katzenfische (18.06.2019 um 15:17 Uhr)
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  3. #13
    Registriert seit
    14.08.2011
    Beiträge
    1.656

    Standard

    Zitat Zitat von Katzenfische Beitrag anzeigen
    > Geändert von Segelgunnar (Heute um 11:38 Uhr) <

    hallo @Buntesegel ,

    Es geht nicht um die Stöße. Die laufen auf unüberschaubare Zeituhr und werden nur vor weiterer Nässezufuhr abgeschottet.
    Die Bretter stehen in einem festen Rahmen, welcher auf der unüberdachten Seite mit silikonähnlicher Masse abgedichtet wird - Fakt. Auf der überdachten Seite dürfte keine neue Nässe eindringen.

    Es geht nur um die flächigen Teile des Holzes, die gemäß der Maserung der obersten, angewitterten, welche nach allem Anschein nur ganz dünn überschichtet waren aufgerissen sind wie blankes Holz.
    Die müssen noch mal gut gegen weitere Feuchtigkeitsaufnahme geschützt werden.
    Der Lack / Anstrich darf gern wie ein Relieff-Muster abschließen. Die Riefen laufen senkrecht.
    Was meinst Du mit: "Alles andere arbeitet nicht ?"
    Die Holzoberfläche soll nicht oder maximal weiterarbeiten wie die Anstrichmasse mitgehen kann.

    Was machen Lasuren überhaupt ?
    - dünnschichtige = lassen auch Feuchte rein = Schrott
    - mittelschichtige = dito
    - dickschichtige haben angeblich eine bessere Sperrschicht (vergleichbar mit atmungsaktiver, wasserdichter Segelklamotte)
    - wasserbasierte haben scheinbar die holzigen Maserungen (beliebig tief schleifen wäre schlecht, sonst wird die Maserung waagrecht) weiter aufquellen lassen und alles ist hinüber
    - ölbasierte fallen wegen Schichtholzgefährdung (s. Post # 9) aus
    - Wie funktionieren sog. dickschichtige Lasuren auf Lösungsmittelbasis ?

    hallo @segelgunnar , Du hast in Post # 11 etwas geändert. Ist es für mich wichtig zu wissen was es war ?
    Farben und Lacke bilden grundsätzlich nur dann geschlossene Oberflächen, wenn die Grundlage auch geschlossen ist, klingt trivial, ist es aber nicht. Rauhes, unebenes Holz, Stöße, Risse und Jahresringe im Splintholz stehen dem entgegen.

    Beim Bautenschutz (Aussenbereih) stellen sich im Gegensatz zu Booten völlig andere Anforderungen: die Oberflächenqualitat ist fast immer schlechter als bei zB lackierten Booten, ergo bedarf es anderer Materialien für Beschichtungen.

    Nähte sollten mit uberstreichfahiger Dichtungsmasse abgedichtet werden. Bewitterung muss nicht schaden, solange die Feuchtigkeit nicht „stehen“ bleibt sondern abtrocknen kann, dh man kann Stellen die rotten „vorhersehen“, ergo muss das Bauwerk so erstellt werden, dass Wasser über scharfe Kanten abfließt und vorhandene Hirnholzer nicht Wasser kapillar aufnehmen können.

    Dann sind Lasuren (dichschichtige) sehr gute Beschichtungen, das Wasser läuft schneller ab und wenn richtig gebaut wurde läuft es dahin, wo es nicht stehen bleibt und in offenporige Stoße eindringt. Dünnschichtige Lasuren sind dafür nicht geeignet sondern eher für das einfärben von holzoberflachen im Innenbereich.

  4. #14
    Registriert seit
    28.11.2017
    Ort
    in Südbayern
    Beiträge
    37

    Standard

    Ich pinsel mal zwischen Deinen Text:

    Zitat Zitat von Buntesegel Beitrag anzeigen
    Farben und Lacke bilden grundsätzlich nur dann geschlossene Oberflächen, wenn die Grundlage auch geschlossen ist, klingt trivial, ist es aber nicht. Rauhes, unebenes Holz, Stöße, Risse und Jahresringe im Splintholz stehen dem entgegen.


    Beim Bautenschutz (Aussenbereih) stellen sich im Gegensatz zu Booten völlig andere Anforderungen: die Oberflächenqualitat ist fast immer schlechter als bei zB lackierten Booten, ergo bedarf es anderer Materialien für Beschichtungen.
    Dachte halt, weil Bootsleute Bootslacke haben, nehmen sie die auch anderweitig her.
    Ja, Boote werden glatt vorgearbeitet, da ist Babyhaut rauh dagegen.
    Ihr habt mir trotzdem toll weiter geholfen. Danke


    Nähte sollten mit uberstreichfahiger Dichtungsmasse abgedichtet werden. Bewitterung muss nicht schaden, solange die Feuchtigkeit nicht „stehen“ bleibt sondern abtrocknen kann, dh man kann Stellen die rotten „vorhersehen“, ergo muss das Bauwerk so erstellt werden, dass Wasser über scharfe Kanten abfließt und vorhandene Hirnholzer nicht Wasser kapillar aufnehmen können.
    Hatte ja gespachtelt wie blöd, aber die Spachtelmasse ist gut am Holz haftend mittig aufgerissen, obwohl als gut dehnbar gekauft. Ich denke, die Billiglasur hat per Kapilarkraft Feuchtigkeit ins Holz gelassen, ... , dann Spachtel und neue Risse aufgerissen

    Dann sind Lasuren (dichschichtige) sehr gute Beschichtungen, das Wasser läuft schneller ab und wenn richtig gebaut wurde läuft es dahin, wo es nicht stehen bleibt und in offenporige Stoße eindringt. Dünnschichtige Lasuren sind dafür nicht geeignet sondern eher für das einfärben von holzoberflachen im Innenbereich.
    habe jetzt eine Phobie gegen Lasuren.
    Werde mich gezielt mit Vorwissen dank Euch nochmal zwischen dichtschichtiger Lasur auf Lösemittelbasis und Alkydharz... beraten lassen
    Und Euch immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel

    Aktuell eine Eurer Landratten
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  5. #15
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    1.153

    Standard

    Hallo,

    beim Alkydharz hat man eher das Problem von Haarrissen.
    In so einen Haarriss geht die Feuchte gut rein, aber sehr schlecht wieder raus.

    Vielleich war der Engel nicht allzu sehr aufmerksam, ach nein:
    Weil das so nicht sein kann, darf ein Engel nicht fehlbar sein.


    Peter

  6. #16
    Registriert seit
    28.11.2017
    Ort
    in Südbayern
    Beiträge
    37

    Standard

    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    beim Alkydharz hat man eher das Problem von Haarrissen.
    In so einen Haarriss geht die Feuchte gut rein, aber sehr schlecht wieder raus.

    Vielleich war der Engel nicht allzu sehr aufmerksam, ...


    Peter
    Pscht !

    Jeder kann ein kleines Detail im Gesamtbild vergessen oder
    ein Vorteil überdeckt den anderen.
    Deshalb tauschen wir uns hier aus, um ein möglichst genaues Gesamtbild zu bekommen.

    Ich will die Farbe "EierlegendeWollmilchsau":
    perfekt konservierend, atmungsaktiv, wasserdicht, dehnfähig auf vorbelastetem, rissigen Untergrund haltend !

    Wie kann es beim Alkydharz zu diesen Haarrissen kommen ?

    vielleicht doch besser Acryllack ?
    besser dehnfähig ?

    Auswahl:
    - Alkydharz,
    - Dickschichtlasur oder doch
    -(Acryl)kunstharz auf Lösungsmittelbasis ?
    --------------------------------------------------------------------
    VG
    Barbara out of Rosenheim

  7. #17
    Registriert seit
    14.08.2011
    Beiträge
    1.656

    Standard

    Jeder Zweck fordert einen anderen Lack...

    Deine Annahme Bootslack sei besonders haltbar ist nicht richtig. die optimale Anwendung bei Massivholz hatten wir schon, da geht Alkyd oder 1K PU super. Bei Sperrholz und Holz-Epoxy auch 2K PU, weil es nicht wie Vollholz arbeitet (wo 2K gnadenlos reißt und Wasser eindringt. So wurde schon manches Vollholzschiff versaut) Bootslacke machen sich halbwegs gut gegen UV, das ist bald wichtiger als alles andere. Lasuren und andere Öle (Benar, Owatrol) haben auch am Boot ihre Anhänger, aus meiner Sicht kann man sie komplett vergessen.

    Deine Phobie gegen Lasuren ist unberechtigt.... im Garten, Aussenturen etc sind sie erstklassig. Wenn man sie regelmäßig überarbeitet machen sie einen erstklassigen Job, der auch in der Vorbereitung überschaubar bleibt. Das kann kein Lack leisten.

    Innen im Haus lackiere ich alles neue (!) bzw. Parkettboden mit Clou oder Zweihorn Nitrocellulose Lack oder analogen wasserlöslichen Produkten. Schnelle Trocknungszeiten, sehr harte Lackoberfächen , sehr gute Standzeiten. Bei alten Möbeln Schellack, geht wunderbar auch nicht poliert, geht prima wieder ab (abwaschen mit Spiritus) und macht einen schönen seidigen Glanz. Wasserdampfsperre ist gleich null, umso leichter gehen Wasserflecke aber auch wieder raus.

    Was ich nie (mehr) mache: wasserlosliche Farben im Haus, das allerletzte, nur mit Spritzen zu verarbeiten (kann ich nicht), sehr hart, aber mieser Verlauf. Fass ich nicht mehr an. Nehme dort nur losemittelhaltige Lacke.

    Nur ne kleine Auswahl, und noch ein Tipp: nie im Baumarkt, nur da wo die Maler kaufen; dort kann man auch gut fragen, was man tun soll. Bei Bootslacken gibt es exzellente Broschüre von international. Dort nachlesen.
    Ende

  8. #18
    Registriert seit
    29.11.2007
    Ort
    Wien, Tulln
    Beiträge
    471

    Standard

    Dickschichtlasuren auf Lösemittelbasis kann man als Markenware sehr wohl im Baumarkt kaufen. Bei Obi gibt es derzeit eine Eigenmarke die ich als sehr gut empfehlen kann (drei Beschichtungen).
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

Ähnliche Themen

  1. Bootslack
    Von limaalfa im Forum Refit
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 18.03.2013, 22:01
  2. Hansalux-Bootslack
    Von Pilgrim im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 80
    Letzter Beitrag: 19.10.2007, 19:14
  3. Bootslack, Refinish
    Von Optima im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 07.05.2007, 23:25
  4. Lackstift für Bootslack
    Von reneko im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 31.05.2006, 09:14
  5. Bootslack für Eichenatur
    Von Arctos im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 13.12.2005, 14:14

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •