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  1. #1
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    Standard IT Komponenten an Bord

    Moin Zusammen,

    ich möchte an Bord einen kleinen Rechner (Small Form Factor Desktop auf Laptoptechnologie Basis, einen Bildschirm (Touchscreen) installieren. (Grund kann ich nennen, hat aber mit dem Thema nix zu tun - ein Laptop ist für mich dafür keine Lösung) Evtl. kommt auch später noch ein kleiner Drucker und ggf. ein Router dazu. Das Ding soll Medienzentrale, Kommunikationsschnittstelle und Plattform für Navisoftware sein. Also gehe ich davon aus, dass es verhältnismäßig viel eingeschaltet ist.

    Speziell bei dem Bildschirm gibt es eine deutlich reduzierte Auswahl , an 12v-Geräten (gegenüber 220v). Für den Rechner könnte ich wohl ein KFZ-Netzteil besorgen.

    Ich wüsste gern, ob es Nachteile gibt, für die gesamte Installation einen Wechselrichter zu verwenden (und welche). Erhöht sich dadurch der Verbrauch spürbar? Wer hat da Erfahrungen, die er mir mitteilen kann?

    Vielen Dank!

    Gruß R.

  2. #2
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    Hallo RunTanplan, ich habe mir so einen Sinuswechselrichter mit 2kw Dauerleistung installiert, eigentlich um Induktionsplatte und Mikrowelle damit zu betreiben. Weil es so einfach ist, hängt auch der Laptop dran.
    Meine Erfahrung bis jetzt, das Ding ist gnadenlos effektiv, braucht nur 0.7A Ruhestrom, wird niemals warm, selbst wenn ich die vollen 2kw rausziehe.
    Ich habe es aufgegeben, für den Laptop ein Spezialnetzteil für 12V zu suchen, man braucht es nicht.
    Ich habe eine Verbraucherbatterie mit insgesamt 400Ah, wenn ich z.B. für eine Nachtfahrt die Navbeleuchtung (LED), den AP und den Laptop für die Navigation durchlaufen lasse, sind die4 Akkus morgens noch so voll, daß ich den Kaffee per Induktion heiß bekomme, bevor die Sonne das über die Solarpanels wieder auflädt.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
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    Hallo Sucher,

    das hört sich sehr gut an. Wie sieht es aus mit der Sicherheit im Fehlerfall, Wasser, Fehlstrom? Sind die Geräte von sich aus wirkungsvoll abgesichert? Muss ich noch einen FI nachschalten?

    Gruß

    Volker

  4. #4
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    Wenn du es wirklich klein haben willst solltest du mal im Netz nach den Leuten schauen, die mit Raspberry arbeiten.

    Wir fahren stattdessen seit 2005 solche Navi-Rechner. Grundlage ist ein lüfterloses Mini-ITX Board. Dort gibt es welche, die mittlere Leistung haben und extrem abgeregelt Stromaufnahme. Heute durch SSD statt HD sind die besonders sparsam. Habe die mit endlos USB und Seriellen Schnittstellen ausgestattet für die diversen Anschlüsse (USB für Maus, Keyboard, NAvionics Card reader, touchieren, AIS, ggf wifi Antenne) und drei COM für NMEA Daten. Je nach Board brauchst du ein stabilisiertes Netzteil (für sog "Car-PC", weil dort beim Starten die Spannung auf bis zu 8 V einbricht, was die PC nicht mögen, im Boot mit den meist vorhandenen Netzbatterien weniger ein Problem).

    Schirme gibt es ebenfalls für Car PC in diversen Größen und mit 12 VAnschluss, oft auch Touchscreen Versionen; hier musst du aufpassen, die kleinen können manchmal nur 800 x 600. Einen Wechselrichter braucht man dazu absolut nicht, das gibts alles für 12 V. Aufpassen musst du mit 16:9 Schirmen, als wir damit begannen klappte die Kartendarstellung nicht

    Das ganze kostet ein paar hundert €, solange du nicht wasserdichte Schirme wie draußen bauen willst. Bei uns läuft das noch unter Win7. Wir nutzen den Rechner nur für Navigation, früher habe ich via Audiokabel und und jvcom vom SSB Radio auch RTTY/NAVTEX Wetterberichte und Wetterfaxe aufgenommen, ist aber heute weniger wichtig essen sei denn im Blauwasser. Wir hängen den Rechner an Bord nie ans WLAN, weil er dann mit den windows-typischen updates immer irgendwelchen Mist einlädt (und gern man die Auflösung von 800x600 wegstellt, das ist das einzig nervige. Sonst ist das wirklich eine sehr stabile Lösung, die man per wifi Ausgang auch auf einem tablet spiegeln kann.

    Die Leute https://www.mini-itx.de bauen dir genau das System was du brauchst, einfach oder groß.

  5. #5
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    Hallo RunTanplan, ich habe zur Überwachung meines 230V-Netzes Frequenzmeßgerät, Leistungs- und Spannungsmesser , 1 Fi-Schalter und eine 10A-Sicherung für das ganze Netz installiert. Die Dinger sind auch bei Landstrom aktiv. Weder die Sicherung noch der FI-Schalter haben bis jetzt ausgelöst. Der Wandler hat selbst eine Unterspannungsüberwachung für 12V, die hat schonmal angeschlagen.
    Ich kann damit auch meine E-Maschinen, also Winkelschleifer, Bohrmaschine etc. ohne merkbaren Unterschied zum Festnetz betreiben.
    Allerdings bin ich über die Haltbarkeit von Laptops etwas enttäuscht. Ich habe auf meiner Reise bereits 3 "verbraucht".
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #6
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    Vielen Dank für die vielen Infos, Buntesegel,

    ich habe ja schon einen sehr passenden Rechner. Da ist das Netzteil auch nicht das Problem.

    Als Bildschirm benötige (also hätte ich gern) einen 14-15" Touchscreen, damit ich da sowohl mit dicken Fingern drauf rumpatschen kann, mal einen Film sehen oder Tatsächlich ganz normal dran arbeiten kann. Gerade bei Dieser Aufgabenstellung fliegen mir auch bei mini-itx nur Preise weit über 500 € um die Nase.

    Allein diese Tatsache, und dass ich zukünftig Komponenten auch ohne Car- und Campingaufschlag anschaffen kann, machen für mich die 220v sehr interessant. Nur ob es Seiteneffekte gibt, die ich jetzt noch nicht blicke, wüsste ich gern...

    Gruß R.

  7. #7
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    Auf alle Fälle würde ich dann Geld ausgeben und einen kaufen der sicher eine sauber Sinus liefert, nicht so einen halben Kram, den e billig gibt und der vielleicht läuft.

    Das Ganze ist natürlich abhängig von der Schiffsgröße aber bei allem unter 40 -42 ft würde ich keinen Wechselrichter verbauen, einfach zu viel Nerv. Wenn du nicht dauernd Maschinen an Bord betreiben musst kann man alles mit 12 V auch machen. Im Hafen gibt es zusätzlich das Landnetz.

    Was ich um mich rum mit auch professionell installierten Wechselrichter passiert ist nicht ohne: Erdungsprobleme ,erhöhte Korrosion, zustzlicher Aufwand ggf für die Änderung er E-Installation, Fehlebdieung weil dann doch jemand zu viel Leistung abfordert.

    AB einer bestimmten Größe bestimmt, aber ich will es nicht an Bord haben,

  8. #8
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung bis jetzt, das Ding ist gnadenlos effektiv, braucht nur 0.7A Ruhestrom, wird niemals warm, selbst wenn ich die vollen 2kw rausziehe.
    Viele Grüße
    nw
    Interessant wäre es zu erfahren, mit wieviel A die Bordbatterie belastet wird, wenn du tatsächlich die 2 kw entnimmst.
    Die Effektivität der mir bekannten Wechselrichter liegt zw. 86 und 89 %!
    Welchen Wechselrichter verwendest du?
    Gruß von Fehmarn

  9. #9
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    Hallo, miles+more,das ist in der Tat eine interessante Frage. Ich verfüge zwar über ein sehr schönes Zangenampermeter für Gleichstrom, das geht jeoch nur bis 100A. Soweit klar, da muß mehr durchgehen. Rein rechnerisch sind das 166A, die Größenordnung stimmt ganz sicher, denn das Ding wird nicht warm. Die Drahtverbindung ist ein Knackpunkt, das sind bei mir knapp 2m 40², das ist mindestens knapp. Das Gerät ist so ähnlich wie dieses; https://www.ebay.de/itm/Spannungswan....c100752.m1982
    Ich habe das ganze 230V-Netz erdfrei ausgeführt, und die fest installierten Geräte (Mikrowelle und Induktionsplatte) nicht mit der Schiffserde verbunden.
    Nein, ich möchte das Ding nicht mehr missen!
    Viele Grüße
    nw
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