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  1. #1
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    Standard Red Diesel in UK?

    Moin,
    bin gerade auf dem Weg von Blankenberge nach Nieuwpoort und will in den nächsten Tagen von dort nach Ramsgate. Da ich für längere Zeit in UK bleiben werden, komme ich wohl nicht darum herum, dort tanken zu müssen.
    Gibt es an den Bootstankstellen immer noch den steuerermäßigten roten Diesel? Oder gibt es inzwischen den normalen, gelben Diesel. Wer kennt sich aus?
    Handbreit
    Siggi, kurz vor Oostende
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  2. #2
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    Laut Yachting Monthly und Practical Boat Owner gibt es an den Bootstankstellen immer noch NUR roten (Steuerfreien) Diesel.
    Die Tankstellenbesitzer/Tankstellenmitarbeiter stellen jedoch standardmäßig Quittungen aus, aus der hervorgeht, dass 60% der Tankmenge zum Fahren ist (also wird auf 60% der getankten Menge Mineralölsteuer aufgelegt) und 40% sind dann steuerfrei zum Heizen. Du kannst freundlich darum bitten, dass auf 100% der Tankmenge Mineralölsteuer aufgelegt wird. Diese Quittung sorgfältig behalten und die Betriebsstunden Deines Jockels dazu schreiben.
    Die Belgier waren wohl sher aktiv britische Segler wegen rotem Diesel abzukassieren, es soll aber, basierend auf die wütende Touristikbranche in Belgien, zu einem Verfolgungsstop gekommen sein.
    DEn gelben Diesel gibt es an Autotankstellen....
    Gute Reise !

  3. #3
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    Thx, das hört sich recht kompliziert. Ich würde mich also in UK „steuerlich korrekt“ verhalten, wenn ich 40% des roten Diesels auf dem Boot verheizte; und das im Sommer! Wie sagte doch schon Obelix: „Die spinnen, die Briten!“.

    Den roten Diesel bekomme ich doch nur allmählich wieder aus dem Tank heraus, weil ich den Tank ja nicht völlig leerfahren möchte. Und was sagen die Franzosen, wenn ich dann dort im Spätsommer mit einem gelb-rotem Dieselgemisch, meiner Quittung und meinen Betriebsstundenprotokollen ankomme?

    Das ist doch hanebüchen. Bin mal gespannt...

    Handbreit
    Siggi

  4. #4
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    Nee, das ist eine Folge des Britischen Eigensinns. Die Kontinentaleuropäer haben vor zig Jahren beschlossen, dass an Sportboote kein zollfreier Diesel verkauft werden darf. Die Briten haben diese Verordnung nicht umgesetzt, weil die Bunkergesellschaften sich geweigert haben, 2 Sorten Diesel an Bord zu bevorraten und abzugeben. GB hat dann auch noch ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem EUGH verloren, so dass jetzt die Regelung 60/40 in UK eingeführt wurde.
    Ein ähnliches Problem hast Du, wenn Du in Norwegen Diesel an Bunkerstationen tankst. Das ist auch roter Diesel.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das Verfahren noch stimmt, aber Norwegenrückkehrer können anhand von Quittungen und den gefahrenen Motorstunden nachweisen, wieviel roter Sprit verfahren wurde und müssen lediglich die Restmenge verzollen. Vorraussetzung ist jedoch, dass der Schiffsführer den roten Diesel beim Zoll meldet (Einklarieren).

  5. #5
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    Mach dir keinen Kopf! Einfach die Quittung als Steuernachweis verwahren.

    Ich habe immer so ein Ding im Navitisch liegen, weil ich jedes Jahr in England bin. Die letzten Jahre wurde ich aber diesbezüglich nicht mehr kontrolliert, vom Zoll in NL. Anscheinend ist das nicht mehr Top Thema weil es sich als Segler auch nicht wirklich lohnt in GB zu tanken.
    Gruß Norbert

  6. #6
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    Danke für die Info Norbert,
    da bin ich ja erstmal beruhigt. Überhaupt war ich erstaunt, wie einfach das Einklaren ist: Hauptsache der Hafenmeister bekommt sein Geld.

    Nette Anekdote am Rande: Vor der Einfahrt nach Ramsgate fragte ich den Hafenmeister, wo ich wohl festmachen könne. Ich verstand etwas von „left to euro“ und ich solle mir dort einen freien Platz aussuchen. Den fand ich auch. Als ich später vom Hafenmeister (kein nativ speaker) zum Steg zurückging, was stand da auf dem Steg? „Row E“! Alles klar, er meinte „E Row“

    Übrigens, von Ramsgate aus, gibt es eine prima Busverbindung nach Canterbury; der Bus fährt einmal pro Stunde, die Fahrt dauert ca. 50 min.
    Canterbury ist nicht nur wegen der berühmten Kathedrale einen Besuch wert, auch die Altstadt ist sehenswert...

    D8EA3967-D957-4C18-9499-AD4D3C00DD8E.jpg

    Blick von der Altstadt in Richtung Kathedrale

    Handbreit

    Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  7. #7
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    Nur am Rande: In Ramsgate gab es jedenfalls letztes und vorletztes Jahr beide (!) Dieselsorten zu tanken!

  8. #8
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    Einklarieren? In Ramsgate? Noch nie gemacht

    Und ja, in Ramsgate gibt's zwei Zapfstellen für Diesel, 1x teuer, 1x günstig. Wenn Du länger da bist, tank halt günstig, der Tankwart dort ist ziemlich flexibel....
    42!

  9. #9
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    An der Sügküste zumindest gibt es in vielen Häfen 2 Säulen. Einmal rot, einmal weiß.
    Habe bisher nur in Weymouth gesehen, das es nur roten gibt.

  10. #10
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    Quittungen aufbewahren und Betriebsstunden dokumentieren ist was der NL Seglerverband rät.
    Entlang der Südküste kenne ich nur roten Diesel von den letzten Sommern (Eastbourne, Brighton, Chichester), diesen Sommer war ich noch nicht da.
    Man wird aber gefragt, ob man 40/60 versteuern will. Man kann auch 100% versteuern verlangen, das wird dann auf der Quittung ausgeweisen. Der Diesel bleibt aber rot auch wenn man den vollen Steuersatz gezahlt hat, Nachweis ist nur die Quittung.

    NL war mal sehr scharf was Kontrollen angeht. Nach dem Standpunkt: ist EU-weit verboten, GB ist (noch) in der EU, also verboten, Jachties mussten nachzahlen und haben Strafe wegen Steuerhinterziehung bekommen.
    NL Seglerverband hat sich dann für die Regelung eingesetzt, dass man straffrei ausgeht, wenn man nachweisen kann, dass man nicht anders konnte als in GB zu tanken. Die Motorbootfration aus unserem Club traut sich jedenfalls nicht mehr, mit den letzten 100ten Liter Diesel rüber zu fahren um dort dann 1000de Liter nach zu tanken was früher gängig war. Als Segler eh ein Randproblem.

    Im Yachtclub Ramsgate hing letztes Jahr noch ein Infoschreiben für die Briten, wie sie mit dem NL Zoll umzugehen haben mit einer Notfallnummer des Britischen Konsulats in NL. Guck mal ob Du ihn noch findest.
    Der Yachtclub in Ramsgate ist ja sehr schön oben überm Hafen, man sitzt da mit einem tollen Blick und drinnen gibt es feudale Ledersessel, very British.

    Handbreit
    Daniel

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