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  1. #31
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    zu Sucher,
    diese Teerepoxide sind ein gewaltiges Übel und werden auch im Norden verkauft obwohl eine Abgabe an Privat nicht zulässig ist.
    Wir haben vor Jahren noch Teerepoxide und Teervinyle ohne Benzo(a)pyren (siehe http://www.gifte.de/Chemikalien/benzo(a)pyren.htm ) der Berufsschifffahrt Privatkunden angeboten. Da die aus Teerölen hergestellt wurden waren die auch entsprechend teuer. Es war den meisten Skippern nicht vermittelbar und verwendeten dann Teerepoxide die aus Steinkohleteer hergestellt wurden, sind auch um 2/3 preiswerter. Bei der Berufsschifffahrt wurde reagiert und das Folgeprodukt ist das Stecol - Reinepoxid das auf Deinen Schiff ist. Die TE aus Steinkohle werden aber immer noch für Bojen, Spundwände, Schleusentore, in unseren Binnengewässern verwendet, da kein Antifoulinganstrich erforderlich ist. Ab Ungarn werden auch die alten Lastkähne noch beschichtet, so wie es vor der Wiedervereinigung in der ehemaligen DDR war. Wir haben immer wieder Anfragen von alten Stahlyachten die damit innen und außen gestrichen wurden, die dann unerfahrenen Skippern zu verführerischen Preisen angeboten werden. Eine Beseitigung solcher Anstriche ist bei uns in Bayern - nähe Kehlheim nur unter erheblichen Auflagen von Sicherheitsbestimmung möglich. Die Folge ist, dass die Skipper dann in Schleifprozessen es selbst versuchen die Anstriche zu entfernen. Jede Werft würde bei einer solchen Vorgehensweise sofort von der Gewerbeaufsicht geschlossen. Dies TE sind bei weitem gefährlicher als Asbest.
    Es gibt besondere Beschichtungen, mit denen solche Anstriche überschichtet werden können, so dass die für einen Skipper keine Gefahr mehr sind. Aber auch da, läuft einer gegen eine Wand, denn versuche mal einen zu erklären, dass eine Überschichtung locker das doppelte kostet was er für die Schrott-Kiste bezahlt hat.

    Ich kann es nachfühlen wie es Dir im Augenblick geht. Spiegelglatte See, im Schiff 55°C, unter dem Sonnenschutz 45°C. Ich hatte mir vor Jahren bei meinen ersten Schiff einen Ventilator mit Vernebler 220 V gekauft, der Wasser einspritzt und einen Feuchtenebel erzeugt. Die brauchen so um die 50-70 Watt. Damit geht die Temperatur im Bereich der Luftrömung auf 20-25°C runter. Da diese Ventilatoren nicht viel Strom verbrauchen. Kannst Du Dich stundenlang berieseln lassen und ist eine erhebliche Erleichteung und Wohltat, die kosten auch nicht viel. Dazu einen Fernseher mit einer kleinen Satelitenschüssel und es wird Dir nicht mehr so schnell langweilig und musst dann kein Buch schreiben.
    Grüße Friedrich

  2. #32
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    Nochmal Vielen Dank für die vielen Antworten. Bleibt noch die Frage offen, wie stelle ich den Feuchtegrad im Laminat fest, bzw mit welchem Gerät? Vorrausgesetzt das im Laminat Feuchtigkeit ist, was ich bezweifel.

  3. #33
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    Wir haben immer Feuchte im Laminat, die Frage ist wie viel. Ein Teakdeck verrottet immer von innen nach außen und nicht von außen nach innen. Ursache ist, ohne hydrophobe Eigenschaften ist das Teak im unteren Bereich nass und es dauert lange zum trocknen. Da nun mal Polymere nicht Feuchtedicht sind, nimmt das GFK die Feuchte auf und wenn Du noch eine Sandwiches-Deck hast wird einer die Feuchte nicht mehr los und das Deck wird weich. Das Teakdeck trägt auch z.B bei der Bavaria dazu bei, dass das Deck trittfest ist und bei Belastung nicht eingebeult wird. Um so wichtiger ist es für jedes bewitterte Teakdeck, dass der natürliche Holzschutz nicht durch die UV-Strahlung abgebaut wird und dass er nicht durch die Bewitterung ausgelaugt wird. Daher UV-Schutz, erhalte die hydrophoben Eigenschaften und auch bei einen schichtenverleimten Teak, lösen sich nicht die Leimbinder und es bleibt die nächsten 30-40 Jahre erhalten.

    Wenn sich ein Teak nach 15-20 Jahren auflöst, dann wurde das selbst verschuldet. Die Feuchtemessungen mache mit einen Greisinger oder Doser-Messgerät, das Greisinger kostet so um ie 230,-€, das Doser um die 900,-€. Beim Greisinger sollte Dir aber einer erklären wie solche Messungen durchgeführt werden.
    Engel

  4. #34
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    Hallo, man kann das Sandwich auch von unten, aus dem Salon heraus, anbohren, und die Feuchtigkeit der Späne beurteilen, oder die eLeitffähigkeit zwischen 2 Bohrlöchern. Die Löcher läßt man offen, damit die Feuchtigkeit auch später einen Weg nach Außen finden kann.


    @Engel: jetzt bin ich durch, den ganzen Golf von Korinth in 24h, ununterbrochen Starkwind!
    Viele Grüße aus Astakos
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #35
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Wir haben immer Feuchte im Laminat, die Frage ist wie viel. Ein Teakdeck verrottet immer von innen nach außen und nicht von außen nach innen. Ursache ist, ohne hydrophobe Eigenschaften ist das Teak im unteren Bereich nass und es dauert lange zum trocknen. Da nun mal Polymere nicht Feuchtedicht sind, nimmt das GFK die Feuchte auf und wenn Du noch eine Sandwiches-Deck hast wird einer die Feuchte nicht mehr los und das Deck wird weich. Das Teakdeck trägt auch z.B bei der Bavaria dazu bei, dass das Deck trittfest ist und bei Belastung nicht eingebeult wird. Um so wichtiger ist es für jedes bewitterte Teakdeck, dass der natürliche Holzschutz nicht durch die UV-Strahlung abgebaut wird und dass er nicht durch die Bewitterung ausgelaugt wird. Daher UV-Schutz, erhalte die hydrophoben Eigenschaften und auch bei einen schichtenverleimten Teak, lösen sich nicht die Leimbinder und es bleibt die nächsten 30-40 Jahre erhalten.

    Wenn sich ein Teak nach 15-20 Jahren auflöst, dann wurde das selbst verschuldet. Die Feuchtemessungen mache mit einen Greisinger oder Doser-Messgerät, das Greisinger kostet so um ie 230,-€, das Doser um die 900,-€. Beim Greisinger sollte Dir aber einer erklären wie solche Messungen durchgeführt werden.
    Engel
    Mann -o -Mann ich habe selten so einen Schrott gelesen...

    Es ist schon wirklich nervtötend, wie hier manchmal einfache und gezielte Fragen fast schon in Dissertationen ausarten und die immer wieder hervortertetenden Professoren mit ihren Klugsch....erein sich selbst beweihräuchern, das eigentliche Thema in den Hintergrund drängen und Fingerdrohend mögliche andere Schäden oder Gefahren aus dem Hut zaubern...

    Es geht um eine Bavaria, die ein Sandwichdeck hat und zwar mit Schaum als Kern, und das vorgefertigte, auf einem Sperrholzuntergrund verklebte Teak selbst auf das Standarddeck verklebt wurde, ohne Löcher oder Klammern.
    Das Trickreiche bei der Entfernung dieses Konvoluts ist, die darunter bestehende Riffelung des Gelcoatdecks nicht unnötig Kaputt zu machen, wenn man denn des Weiteren auf einen neuen Belag verzichten möchte, das war bei mir der Fall. Mir kommt kein Teakdeck mehr ins Haus.

    Also Steckbeitel, Fein Mulimaster mit scharfen Klingen und derer Viele, und viel Geduld. Die Kleberreste kann man entweder in wochenlanger Sklavenarbeit zwischen den Warzen der Riffelung rauspullen oder man geht her und tut das Deck sandstrahlen. Es ist nicht mehr oder weniger als eine eintönige und anstrengende Drecksarbeit. Danach wird ein Schichtaufbau eines sehr guten 2k Polyurethan oder ähnlich strapazierfähigem Lacks aufgebracht. Wer es gaaaanz perfekt machen will, kann ja voher noch eine Schicht Epoxyharz aufwalzen.
    Natürlich werden Schleiffehler vorher ausgebessert.
    Wer die Angst haben sollte, dass sein Laminat feucht geworden ist, ich tu das nicht, kann ja messen(lassen). Und wenn schon, vor was soll man sich jetzt fürchten? Osmose und Strukturschwächenung des Decks unter dem Teak und somit Gefahr des Durchbruchs? Mann o Mann...

    Ich möchte nur betonen, dass in der Vergangenheit immer wieder über das Folienartige "Mistteak" der Bavarias hergezogen wurde, ja mit einer Tapete wurde das schon mal verglichen. Na wohlan denn, da braucht man keine Scheu zu haben, da verdunstet ja alles entsprechend schneller.
    Mein "Foliendeck" hat 18 Jahre gehalten, das ist großartig. Nachdem ich ausschließlich im Mittelmeer segle und somit starker Sonnenbestrahlung und Hitze ausgesetzt bin, ist ein Teakdeck hier genauso nützlich wie eine Lungenentzündung. Ausser optischem Gefallen hat es nur Minuspunkte und der eine Pluspunkt muß unter Einsatz von Mühe und Geld erhalten werden.

    Und nur um darauf aufmerksam zu machen, bei Bavaria ist ein Teakdeck ein Extra und mit Aufpreis verbunden und das war es auch vor 20 Jahren. Die Trittfestigkeit des Decks hat mit dem Teak absolut nichts zu tun, da die Decks nicht extra danach gefertigt werden ob da mal später Teak draufkommt oder nicht. Ausserdem wird bei Bavaria mittlerweile auch Kunstteakbelag angeboten.....

    Yippie

  6. #36
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    Ein sehr hilfreicher Beitrag.
    Jetzt wissen wir dass Bavaria ein Folienartiges Mistteak hat, dass den Yippie sein Foliendeck 18 Jahre gehalten hat, das er im Mittelmeer segelt und die Sonne stark scheint und dabei sehr warm wird.

    Es ist solchen Leuten nicht vermittelbar, dass ein konserviertes Teak bei einer Bavaria nicht nach 18 Jahren kaputt ist und bei entsprechender Wartung locker 30 Jahre und mehr übersteht. Es ist nicht vermittelbar, dass die Feuchte im Laminat eine Trennung von Laminat und ISO-Harz verursacht und dass damit das Deck weich wird. Es ist auch nicht vermittelbar, dass auf einen durchfeuchteten Sandwiches ein PU-Lack nicht lange halten würde. Es ist solchen Spezialisten auch nicht vermittelbar, dass Im Mittelmeer ein Teak anders zu beurteilen ist als ein Teak im Norden dass einer ständigen Bewitterung ausgesetzt ist.
    Engel

  7. #37
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    Hallo Engel, na ja, Du weißt , daß ich in solchen Dingen meinen eigenen Kopf habe, und Deine Hinweise als solche verstehe und nicht als Evangelium. Normalerweise haben diese Dinge eine ziemliche Bandbreite an Erscheinungsformen, deshalb ist bei der Beurteilung dieser Dinge immer eine gewisse Unschärfe anzusetzen. Dazu kommt noch, daß die Werften z.B. eine Vielzahl von verschiedenen Harzen eingesetzt haben, was sich später nicht mehr verifizieren läßt, und auch zu Unterschieden führt. Was bei dem einen Boot ein harmloser Normalzustand ist, kann bei einem anderen Boot eine Katastrophe sein, All das kann auch hier im Forum nicht korrekt beurteilt werden, bei den Fachleuten kommt noch das Interesse am Umsatz hinzu. Der TO möge all das bedenken. Es ist sein Geld, seine Arbeitszeit, bei Gelingen sein Vergnügen, bei Mißerfolg sein Ärger.
    Viele Grüße
    nw
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  8. #38
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    Ich bin ja nur froh, dass es so uneigennützige und unterstützende Fachleute wie Dich gibt, die bei Allem gleich den Teufel an die Wand malen und Fragen beantworten, die niemand gestellt hat.
    Anstatt dem TO hilfreiche Tipps zu seiner grunsätzlichen Frage, über die Art und Weise, wie er denn sein Teakdeck runterkriegt zu geben, verpasst Du ihm einen Exkurs in Kunstofftechnik, ob das wohl hilfreich ist, jemanden gleich mal eine gar nicht berechtigte Sorge ins Gemüt zu reden, ich weiß nicht.

    Und was ich über die Bavariateakdecks geschrieben habe ist nicht aus meinem Sprachrohr gekommen, sondern war ein kleiner Auszug von den Meldungen hier im Forum aus den letzten Jahrzehnten.
    Was eine Fachkundige Pflege war auch nicht Bestand der Frage, und in meinem Fall kann ich ja nur vom meinem Schiff sprechen.
    Wenn jemand so ein Deck schon mal entfernt hat und die extrem zähe und wiederstansfähige Klebemasse gesehen und gefühlt hat, möchte man meinem das sei für die Ewigkeit gebaut, und ob der Wasserisolierenden Wirkung dieses schwarzen Zeugs kaum vorstellbar wo da osmotisch Wasser durchdringen kann. Das ist ja schließlich kein Unterwasserschiff.
    In Gr regnet es im Sommer selten und die Hitze und direkte Sonneneinstrahlung lässt auch Holzdecks flott auftrocknen.
    So gesehen ist, sofern an Deinen Ausführungen allgemein was dran sein sollte, dies ein Grund mehr auf ein Teakdeck zu verzichten. Aber ich frage mich dann wie es die von Deutschen hochgelobten HR's es schaffen von so einem Effekt verschont zu bleiben? Diese Schiffe gibt es gar nicht ohne Teak, war die Antwort schon vor Jahren auf der Boot in DüDo von einen gewissen Herrn Rassy.....

  9. #39
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Mann -o -Mann ich habe selten so einen Schrott gelesen...
    Leider hast du Recht. Leider, weil so immer wieder Leute drauf reinfallen und diese Geschichten glauben, nur weil die anderen es inzwischen leid sind, zu widersprechen.

    Decks, die ohne Teak nicht trittfest sind. Decks, die aufgrund des Teaks feucht und weich werden. Usw..

    Unglaublich.

  10. #40
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    Zu Sucher,
    natürlich sind meine Hinweise kein Evangelium und wie Du sicherlich bemerkt hast, weise ich immer darauf, hin dass der Einzelfall zu beurteilen ist. Die Fragen wie Arco1 das Teak beseitigt und worauf er bei der weiteren Vorgehensweise zu achten hat wurde mehrmals beantwortet.
    Es ist immer bemerkenswert, wie sich die Hot Cole zu bestimmten Fragen hier im Forum präsentiert - ich nehme die auch nicht besonders ernst. Die Reaktion auf solche Beiträge sind dann zahlreiche Anmeldungen in unseren Forum, oder Mailanfragen, wo Fragen von Skippern auch ernst genommen werden.

    Was den Wind im Golf von Korinth betrifft, den hätte ich mir auch gewünscht. Ich hatte vor ein paar Jahren spiegelglattes Wasser und eine unerträgliche Hitze. In 24 Stunden durch den Golf nach Astakos, das sind meines Wissen an die 200 km, das ist als Alleinsegler heftig, besonders wenn es bläst. Willst Du wieder zurück oder weiter hoch Richtung Kroatien.
    Grüße Friedrich

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