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  1. #21
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    Hallo R....,
    ich habe das Prinzip eines Forums sehr wohl verstanden. Wie die meisten wissen, besteht das Prinzip aus Frage und Antwort, daher ist nun mal das Antifouling-Forum Frage und Antwort nicht ohne Grund mit Abstand das erfolgreichste Forum im Beschichtungsbereich. Natürlich gefällt das manchen nicht, denn Antworten sind nicht immer Angenehm und ich sage auch was mancher nicht hören oder wahrhaben möchte. Natürlich mache ich auch Vorschläge bei Sanierungen und versuche auch immer die Verhältnismäßigkeit zu berücksichtigen, denn in den meisten Fällen ist weniger mehr. Ich empfehle nur hochwertige Qualitätsprodukte aus dem Fachhandel, nur muss ich doch nicht meinen Laden schließen nur weil ich Fragen beantworte und solche Produkte auch verkaufe.
    Glaubt Ihr wirklich dass z.B. das Boote-Forum einer Münchner Werbeagentur, oder auch das Yacht-Forum eine Werbezeitschrift mit mehr Werbung als Fachinformationen die Caritas ist. Eines haben wir aber gemeinsam, in keinen Forum muss einer was kaufen oder für eine Beratung - Information bezahlen. Es steht doch jeden frei unterschiedliche Meinungen sich anzuhören und wenn einer glaubt er ist bei einen Konditor der zum Bootssachverständigen mutiert besser aufgehoben, dann ist das auch i.O., den unsere Werften leben von solchen Beratungen und im Grunde tun uns solche Leute einen Gefallen.

    Was soll der Hinweis auf Dein 50 Jahre altes Boot und dass Du glücklich bist. Wenn Du die Arbeitszeit mit 2,50 €/Std. kalkulierst die Du in das Boot investiert hast, dann bekommst Du da Locker eine Bavaria 46 und kannst dich mehr mit Segeln beschäftigen. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn einer eine Dauerbeschäftigung sucht und dabei glücklich ist.

    Bei Yachten wo es in den Nordatlantik geht, da hat das sehr wohl mit Qualität zu tun und wir betreuen viele Blauwassersegler rund um die Welt, auch in entsprechender Größenordnung bis 25 Meter, stehen auch ständig im Kontakt und wissen sehr wohl welche Probleme die Skipper haben. Ob Dein Boot dafür taugt weiß ich nicht, ich weiß aber dass viele unterwegs sind mit Booten, mit denen ich mich nicht einmal auf den Starnbergersee wagen würde. Da haben wir sicherlich eine unterschiedliche Meinung in Sachen Qualität und wenn einer meint er muss in den Nordatlantik weil es da besonders schön ist, dann soll er da auch hinfahren, denn bei vielen muss dann das Boot nicht mehr entsorgt werden und die Rentenkasse hat weniger Kosten.
    Meine Erfahrungen sind nur 19 Jahre Mittelmeer mit einer Bavaria 30 und später einer Oceanic 43 und ich habe auch den Schiroko, die Bora oder auch den Lebic der bis zu 11 Windstärken hat erlebt und auch gesehen wie sich manche Yacht in Einzelteile auflöst.

    Wie auch immer, ich bin der Meinung, der Dominik sollte sich wegen ein paar Liter in der Bilge den Segelspaß nicht verderben lassen und es wird sehr wahrscheinlich nicht sein letztes Boot sein.
    Gruß F.

  2. #22
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    Nein - Forum bedeutet im weitesten Sinne "Platz, Raum" und es ist durchaus Ausschweife erlaubt - solang das Thema sich nicht komplett verliert - dies um genau das nicht geschehen zu lassen nur ganz kurz.

    Deine Frage nach dem Sinn meines Hinweis auf mein altes Boot: Dieses Boot widerlegt Deine ständige Argumentation bezgl. alter Boote/Sondermüll. Und zwar mit 100% (denn ich habe nur eins). Zu den Booten von Bavaria und Benetau möchte ich nix sagen - sie gehören für mich weder in Wind, schon gar nicht in Welle.

    Dein letzter Satz ist schön. So seh ich das auch. Und wenn er dennoch versucht, es dicht zu bekommen, wird er sich nachher auskennen.

    Gruß R.

  3. #23
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    Wau.........
    ein 50 Jahre altes GFK-Boot mit einer neuen 43 Bavaria oder Benetau zu vergleichen, ist der Vergleich mit einen alten Trabi und einen neuen Daimler.

    Mich hat mal einer vor ca. einen 3/4 Jahr angerufen, der hatte sich ein 50 Jahre altes Boot gekauft für ca. 4 Mille 9,3 m Lang, das er herrichtet und damit will er in den Nordatlantik und die Nord-West Passage durchqueren, was für ein Zufall. Er brauchte daher ein mehrjähriges Antifouling. Ich habe Ihm dann einen Anstrich eines Weichantifoulings für 3 Monate empfohlen, weil drei Monate reichen locker aus für ein solches Vorhaben und warum extra Kosten verschwenden.

    Er war dann nicht gut auf mich zu sprechen.....

  4. #24
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Wau.........
    ein 50 Jahre altes GFK-Boot mit einer neuen 43 Bavaria oder Benetau zu vergleichen, ist der Vergleich mit einen alten Trabi und einen neuen Daimler.
    Ich würde eher sagen, das ist der Vergleich mit einem alten Daimler und einem neuen Dacia. Engel, ich weiß, wovon ich rede - bin zwischen den Zeiten als Eigner lange genug Charterboote gefahren. Ist mir egal, ob der Wohnwagen 43 oder 50 Fuß lang ist - das Laminat ist nicht besser, das Holz ist nicht besser, die Substanz ist nicht besser, das Rigg ist nicht besser und die Segel- und Seeeiegenschaften unter härteren Bedingungen sind eine Strafe. Sie sind einfach neuer und halten kaum halb so lang, wie ein altes Boot. Und in 30 Jahren tut die neue Kiste dem 80-jährigen Boot auch nichts mehr, weil sie dann entsorgt werden muss :-D Und auf diese Boote trifft auch alles zu, was Du so von Dir gibst bzgl. Sondermüll. Aslo - im Grunde ist Deine Position unglaublich vorausschauend und futuristisch.

    Gruß R.

  5. #25
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    Moin,
    bis Herbst segeln
    im Herbst auskranen
    Mit Sperrholzbrett, Knetmasse und Spanngurten Schwertkasten von unten/aussen verschließen, dann von innen den Schwertkasten fluten.
    Wenn dann Wasser im Boot ankommt, leckt der Schwertkasten. In dem Fall Leck von innen aufweiten, bis zum Frühjahr trocknen lassen und mit Epoxid und gehackter Matte verschließen.

    Wenn kein Wasser ankommt, ist der Schwertkasten dicht und dass Wasser kommt am Übergang Rumpf zu Schwertkasten.
    Da ich auf einem deiner Bilder einen Haarriss am Schwertkastenschlitz sehe, scheint mir das zumindest nicht unwahrscheinlich.

    Da habe ich bisher diverse Varianten zum Teil abenteuerlicher Art gesehen. Zwei davon haben mich allerdings unbedingt überzeugt, weil die erste in einem Holz-Jollenkreuzer seit > 20 Jahren hält, die zweite bei einer Jaguar 22 auch schon > 10 Jahre.
    Bei dem Holzjolli hat man einen Edelstahlschwertkasten gebaut, der von unten in den vorhandenen hineingeschoben wurde.
    Diesen Schwertkasten hat man auf ein 20 cm breites Blech geschweißt, das man, nachdem der neue in den alten Schwertkasten gesteckt worden war, mit Sikaflex eingesaut und mit der Kielplanke verschraubt hat. Der äussere Übergang Holzrumpf zu Blech bekommt jährlich einen dünnen Strich Sikaflex, alle paar Jahre wird das Sikaflex komplett erneuert, das wars

    Bei der Jaguar wurde rings um den Schwertkasten ein ca 10 cm breiter Streifen bis aufs GFK abgetragen und mit Epoxid neu aufgebaut. Die so entstandene Wulst stört nicht und fällt kaum auf.

    Beide Reparaturen kann man an einem langen Wochenende selbst hinbekommen.

    Wenn du weitergehende Fragen hast, melde dich.
    Geändert von Bob57 (28.07.2019 um 18:32 Uhr)

  6. #26
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    Wo ist eigentlich der Schwertbolzen? Wie ist der eingedichtet?
    Andere Schwachstellen hat der Oberförster und Improvisationsprofi Bob dankenswerterweise genannt. Ohne das Boot gesehen zu haben, halte ich es dennoch für recht wahrscheinlich, dass das Problem binnen eines WE lösbar ist.
    Ja, Boote sind nunmal arbeitsintensiv, besonders ältere. It's a Part of the Game, baby....
    Und, @TO: Bangemachen gilt nicht, viel Freude mit dem Boot. Hopfen und Malz sind nicht zwingend verloren!

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