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  1. #11
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    Hallo MichaelK, meines Wissens zahlen die Griechen nicht, es wäre auch der wirtschaftliche Ruin für die vielen Fischerboote. Um der Steuerpflicht zu entgehen, müßten sie all die kleinen und auch größeren ungenutzten Boote, die in reichlichen Mengen in den Häfen herumliegen, aus dem Wasser nehmen, davon ist jedoch wirklich nichts zu sehen. Wenn sie bei den Einheimischen in Schweijkscher Manier auf Kontrolle verzichten, wäre das auch ein Verstoß gegen EU-Recht!
    Daß es auf eine Forderung der EU zurückgeht, war mir klar. Es hat auch mit Zipras zu tun, der "den Kuchen vergrößern" wollte und nun meiner Meinung nach folgerichtig abgewählt wurde.
    Ich habe auf meiner Tour bis jetzt in meheren EU- und nicht EU-Ländern ein- und ausklariert. Eijn Agent ist immer der schwache Versuch, Korruption zu verschleiern. Wenn man da mittut, macht man diesen Ländern nichts Gutes. Als Außenstehender hat man ja keine Ahnung, welche Verbindung es hintenrum zwischen dem Agenten und den Zollbeamten gibt, manchmal kann man es erkennen, wenn man genau hinsieht. Ich reagiere jedenfalls auf solche "Agenten" allergisch (Aus diesem Grund habe ich auf Ein-und Ausklarieren in der Türkei verzichtet, es geht auch ohne, und ist sogar legal).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Ich verstehe das ganze Gedöns nicht, das hier um das eTEPAI gemacht wird. Ich habe im Mai über das Internet mein eTEPAI Konto eingerichtet und meine Steuer für die Monate, die ich in Griechenland segeln will, auf das angegebene Konto überwiesen. Die an meine Email-Adresse versendeten Unterlagen sowie den Überweisungsbeleg meiner Bank habe ich in einem Marinabüro ausdrucken lassen und dann bei Beantragung des DEPKA vorgelegt (eTEPAI Zahlung ist Voraussetzung für das DEPKA). Ich hatte keine Diskussionen mit irgendwelchen Behörden, Beamten, Banken, Agenten usw. Man muß nur die im Internet bereitgestellte Informationsbroschüre durchlesen, dann weiß man was zu tun ist. Andernfalls verplempert man eine Menge Zeit (wie hier ja berichtet wurde).

    Wer sich die Broschüre durchliest stellt auch gleich am Anfang fest, daß sich die Steuer lediglich auf die Freizeitschiffahrt bezieht, und nicht etwa auf Fischer. Schiffe unterhalb 7m Länge sind auch nicht steuerpflichtig.

    Die Behauptung, die Steuer wäre ein Verlustgeschäft, ist auch merkwürdig - die ganzen Beamten sind ja vorhanden und müssen bezahlt werden, egal ob sie kontrollieren oder nicht.

    Und dann: Griechenland ist eines der schönsten, wenn nicht das schönste, Segelrevier in Europa. Und es ist sehr billig. In vielen Häfen gibt es keine Liegegebühren (und in manchen dazu Strom und Wasser umsonst). Und wenn es doch welche gibt, so sind sie gering. Für 1 Tag Liegegebühr in einem italienischen Hafen kann ich die eTEPAI-Steuer für 2 Monate zahlen, da hält sich meine Empörung über diese Steuer dann doch in Grenzen.

    Zitat Zitat von fuori onda Beitrag anzeigen
    weiß jemand, wie das in Griechenland ist wenn ich z.B. ausklariere- wird da die Bezahlung der Steuer e-tepai kontrolliert??
    Ja klar wird das kontrolliert, und wenn man nicht gezahlt hat werden Strafgebühren fällig. Die Höhe dieser Gebühren ist auch in der Broschüre vermerkt, gezahlt wird wieder über das Internet (also gleiches Verfahren wie bei rechtzeitiger Steuerzahlung).
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  3. #13
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    Viel Halbwissen, Leseschwäche und dann noch ne schlechte Internetverbindung, so wird einem das schönste Segelrevier Europas madig gemacht...

  4. #14
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    Ich kann auch nicht nachvollziehen, wieso man zur Zahlung der Steuer einen Agenten beauftragen sollte. Ich kenne niemanden, der das gemacht hat.

    Die Briten hatten eine Reihe von Problemen beim Bezahlen per Überweisung weil a) kein SEPA Land und b) kein EUR Land. In den meisten anderen Fällen lag das Problem vor dem Bildschirm, von ein paar Anlaufschwierigkeiten mal abgesehen (verlorene EMails, Sytemausfall).

    Und ob die Partei, die den Karren ursprünglich erstmal in den Dreck gefahren hat die richtige ist, um ihn wieder endgültig flott zu bekommen, das sei mal dahin gestellt. Brauchen wir hier auch nicht zu diskutieren.
    Michael
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  5. #15
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    Hallo, offensichtlich funktioniert das angedachte Konzept für die TEPAI, wenn man es von DE aus macht, und ein gutes Internet zur Verfügung hat. Will oder kann man das erst in GR machen, gibt es die beschriebenen Probleme. Ohne Internet hilft einem auch eine gute Lesefähigkeit nichts!
    Ein weiterer Kritikpunkt ist, daß sie nicht 30 Tage sondern den Kalendermonat als Fälligkeitszeitraum genommen haben. Da kann passieren, daß man für 2 Tage tatsächlich 2 Monatsbeträge zu zahlen hat. Auch das zeigt, wie dilettantisch diese Steuer eingerichtet wurde.
    Vom Manager der Nationalbank in Myrina habe ich die Info, daß sie tatsächlich ihren eigenen Beamten nicht trauen, und ihnen das Kassieren der Steuer verboten haben, obgleich das eigentlich vorgesehen ist. Andererseits war ihnen das Ausrüsten der Hafenbehörden mit Kartenlesern für die e-Bezahlung zu teuer.
    Viele Grüße
    nw
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  6. #16
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    Ich denke, darin, dass das System ausgesprochen dilettantisch implementiert wurde, darüber sind wir uns alle einig. Die Software ist wenig bis gar nicht fehlertolerant, nicht selbsterklärend und die Personen, die die Steuer abwickeln sollen, wurden nicht ausreichend (wenn überhaupt) geschult.

    Allerdings sollten wir uns als die besten Flughafenbauer und Mauteintreiber der Welt auch etwas zurückhalten, andere des Dilettantismus zu beschuldigen.

    Die Monatsperiode war auch einer der Hauptkritikpunkte in der Diskussion zwischen der Cruising Association und den griechischen Ministerien. Geholfen hat es nichts.

    Ich kann nur sagen, ich habe die Steuer vor Karpathos ankernd angemeldet, mit SEPA Überweisung per HBCI von meiner deutschen Bank aus bezahlt und hatte einen Tag später die Bestätigung, die ich an Bord ausdrucken konnte un die in den letzten drei Monaten kein Mensch sehen wollte, aber wir ankern auch meist.

    Will sagen, das System funktioniert, wenn man sich absolut strikt an die vorgesehene Vorgehensweise hält. Weicht man auch nur ein Jota davon ab, fangen die Probleme an. Das meine ich mit mangelnder Fehlertoleranz.

    Nun ist mir natürlich klar, dass nicht jeder eine entsprechende IT Infrastruktur an Bord hat. Dann ist man auf Mithilfe von Personen an Land (Bank, PP etc.) angewiesen, die meist für diese Dinge nicht geschult sind und da gibt es dann auch Probleme.

    Die CA hatte eine Beschwerde bei der EU Kommission eingelegt wegen Verletzung des Kopenhagen Protokolls zur Gesetzgebung in EU Staaten eingelegt. Nicht wegen der Steuer an sich sondern wegen der Implementierung. Leider ohne Erfolg.

    Es bleibt zu offen, dass TEPAI in den nächsten Jahren langsam aber sicher wieder den Weg in die Unterwelt findet, auf dass Zerberos dort mit ihr spielen darf.

    Dennoch ist GR auch mit der Steuer immer noch das mit weitem Abstand billigste Mittelmeerland für uns Segler.
    Michael
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  7. #17
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo, offensichtlich funktioniert das angedachte Konzept für die TEPAI, wenn man es von DE aus macht, und ein gutes Internet zur Verfügung hat. Will oder kann man das erst in GR machen, gibt es die beschriebenen Probleme. Ohne Internet hilft einem auch eine gute Lesefähigkeit nichts!
    Internet ist Internet. D.h., es ist völlig egal von wo Du auf eine Webseite zugreifst. Ich habe mein eTEPAI Konto nicht von Deutschland aus eröffnet. Ein gutes Internet gibt es überall in Küstennähe.

    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Ein weiterer Kritikpunkt ist, daß sie nicht 30 Tage sondern den Kalendermonat als Fälligkeitszeitraum genommen haben. Da kann passieren, daß man für 2 Tage tatsächlich 2 Monatsbeträge zu zahlen hat. Auch das zeigt, wie dilettantisch diese Steuer eingerichtet wurde.
    Es zeigt eigentlich nur Deine Unfähigkeit, mit einfachen Aufgabenstellungen zurecht zu kommen. Wie kommst Du auf 2 Monate? Das eTEPAI ist für den gezahlten Monat gültig + die ersten 3 Tage des Folgemonats. Es ist offensichtlich, daß Du Dich überhaupt nicht über diese Steuer informierst hast. Und Deine Ahnungslosigkeit posaunst Du nun als Fake-News in die Welt hinaus.

    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Vom Manager der Nationalbank in Myrina habe ich die Info, daß sie tatsächlich ihren eigenen Beamten nicht trauen, und ihnen das Kassieren der Steuer verboten haben, obgleich das eigentlich vorgesehen ist. Andererseits war ihnen das Ausrüsten der Hafenbehörden mit Kartenlesern für die e-Bezahlung zu teuer.
    Das Konzept ist modern und wirtschaftlich. Würden Barzahlungen geleistet, so müßte das - wie in jeder ordentlichen Verwaltung - kontrolliert, verbucht, abgerechnet, ... werden. Dieser Aufwand wird durch elektronische Bezahlung minimiert. Richtig ist, daß die Einführung des Systems diletantisch war. Aber das ist jetzt Geschichte.

    Aus welchem Land kommst Du eigentlich? Ist das nicht das Land, in dem die Autokonzerne Milliarden durch Betrug an ihren Kunden verdient haben, ohne daß die Bundesregierung und insbesondere deren Verkehrsminister dies in irgendeiner Form sanktioniert hätten? Oder das Land, in dem kriminelle Vereinigungen mit Banklizenz den Staatshaushalt berauben, indem sie sich nicht gezahlte Steuern 'zurück'-erstatten lassen?

    Wer aus so einem Land kommt, sollte nicht Gerüchte über die Lauterkeit von Beamten anderer Staaten verbreiten.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  8. #18
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    Zitat Zitat von CO2 Beitrag anzeigen
    Das eTEPAI ist für den gezahlten Monat gültig + die ersten 3 Tage des Folgemonats.
    Weil ich über eine PN nach der Quelle für diese Behauptung gefragt wurde, hier die Antwort, da diese vielleicht auch andere interessiert:

    1. https://www1.aade.gr/aadeapps2/etepai/ aufrufen
    2. auf die engl. Flagge klicken, wenn man nicht griechisch lesen kann
    3. rechts im blauen Feld "Frequently asked questions (FAQ's) anklicken
    4. zu Frage # 2.11 NEW gehen - dort steht es.

    @sucher:
    Meine Antwort in #17 war sehr schroff. In der Sache habe ich nichts zu korrigieren, aber für den aggressiven Ton entschuldige ich mich - das war nicht OK.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  9. #19
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    Nachfolgender link führt zu einer Broschüre in deutscher Sprache
    https://www.aade.gr/dl_assets/etepai...rochure_de.pdf
    Auch hier sind die die Informationen von co2 beschrieben.
    Den Preissprung für Boote über 12 Meter Länge empfinde ich als heftig.

  10. #20
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    Wir haben die Gebühr im Mai in Levkas bezahlt. Der Vorgang im Internet war zwar holprig, aber es geht.
    Einige englische Begriffe waren mir nicht geläufig, da musste ich erst googeln.
    Bezahlt habe ich bei der griechischen Bank in der Fußgängerzone, vom Hafen aus auf der linken Seite.
    Die haben mir auch das notwendige Papier ausgedruckt, welches ich natürlich nur auf dem Handy hatte.
    Zahlen ging nur in bar, nicht mit Kreditkarte!!!

    Schwieriger war das Prozedere für die Franzosen, welche ja häufig kein englisch können wollen.

    Den Sprung bei 12m finde ich zwar auch etwas seltsam, aber Hand aufs Herz: Wollt Ihr mir allen Ernstes erzählen, dass die Gebühren für den stolzen Besitzer einer > 12m Yacht auch nur das geringste Problem darstellen?
    Das ist doch Jammern auf sehr hohem Niveau.

    Seit diesem Frühjahr sind mir sehr viel häufiger Kontrollen aufgefallen. In Kioni ist die Polizei die Boote auf der Felsenseite abgefahren, in Vathy auf Ithaka hat ein Polizist Fotos von den Booten am Kai gemacht.

    Stempel fürs Dekpa gibts übrigens erst nach Zahlung der Tepai Gebühr.

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