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  1. #1
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    Standard Römisch/katholisch anlegen einhand

    Hallo Ihr, nachdem ich bei der Durchsicht mehrerer alter Threads keine passende Lösung gefunden habe, diese alte Frage nochmal neu:
    Die Situation: Einhand, kein aktives Ruder (Bugstrahlruder), gerade passende Lücke.
    mit einem Helfer habe ich das schon mehrmals zustandegebracht, und viele Male beobachtet, wie andere das machen. Und natürlich im Internet gesucht.
    Einhand scheint es nicht zu gehen, weil ich beim Rückwärtsfahren das Steuer keine Sekunde loslassen darf, um den Anker zu werfen. Auch das dosierte Abbremsen vor dem Kai mit der Kette klappt nicht. Und das Anlandspringen mit dem vorbereiteten Festmacher ist auch so gut wie unmöglich, weil Mittelcockpit und damit die Distanz zum Heck zu groß.
    Wie machen das die alten Hasen?
    Vielen Dank
    nw
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  2. #2
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    Vor Buganker (nicht Mooring) würde ich das wohl so fahren :

    1. Rückwärts an Pier und beide (langen) Achterleinen auf Slip
    2. Vorwärts mit ständig dichten Achterleinen eindampfen bzw. langsam verholen bis zum Ankerpunkt - dabei kann über die beiden Heckleinen sowie das Bugstrahlruder die Position des Bugs nach beiden Richtungen korrigiert werden
    3. Anker ablassen und langsam über die Heckleinen rückholen - dabei immer wieder vorn Ankerkette nachlassen
    4. 2m vor dem Steg Anker festeinfahren
    5. Bis zum Steg rückwärts holen ( per Heckleinen ) und Anker dabei weiter fieren
    6. Anker dicht / Heckleinen fest
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  3. #3
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    Hallo jofraja-3, danke für die Anregung , so habe ich es bis jetzt noch nicht versucht. Das wird allerdings bei mir daran scheitern, daß ich keine so langen Festmacher habe. Und ich will unbedingt vermeiden, die Nachbarschiffe zu touchieren.
    Ich habe es bisher so versucht, erst vorwärts den Punkt zum Ankerwerfen anzufahren (etwa 3-4 Schiffslängen vom Pier, in der Verlängerung der vorgesehenen Liegestelle), nachdem der Anker gefallen ist, das Schiff auf dem Punkt drehen, und dann rückwärts in die Lücke zu fahren. Das ist offenbar zu schwierig, vor allem, wenn etwas Wind geht. Nach vielen Versuchen habe ich es aufgegeben.
    Mit mindestens 1 Helfer geht das in einem Zug, die Liegestelle rückwärts anfahren, an der richtigen Stelle wirft der Helfer den Anker raus, und mit dem Festmacher an Land springen, sobald man nahe genug ist, notfalls mit Maschine etwas nachhelfen.
    Gottseidank gibt es in den meisten Häfen auch eine Möglichkeit zu Ankern, damit behelfe mich mich bisher.
    Vielen Dank
    nw
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  4. #4
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr, nachdem ich bei der Durchsicht mehrerer alter Threads keine passende Lösung gefunden habe, diese alte Frage nochmal neu:
    Die Situation: Einhand, kein aktives Ruder (Bugstrahlruder), gerade passende Lücke.
    mit einem Helfer habe ich das schon mehrmals zustandegebracht, und viele Male beobachtet, wie andere das machen. Und natürlich im Internet gesucht.
    Einhand scheint es nicht zu gehen, weil ich beim Rückwärtsfahren das Steuer keine Sekunde loslassen darf, um den Anker zu werfen. Auch das dosierte Abbremsen vor dem Kai mit der Kette klappt nicht. Und das Anlandspringen mit dem vorbereiteten Festmacher ist auch so gut wie unmöglich, weil Mittelcockpit und damit die Distanz zum Heck zu groß.
    Wie machen das die alten Hasen?
    Vielen Dank
    nw
    Ich bin dieses Jahr mit eigenem Schiff zum ersten mal in Griechenland, auch einhand. Zuerst die Heckleinen an Land belegen und wieder rausfahren um zu Ankern ist natürlich großer Quatsch. Dann muß man sich nicht nur um den Anker kümmern, sondern auch noch aufpassen, daß man die Leinen nicht bei Rückwärtsfahrt in die Schraube bekommt (mal abgesehen davon, daß man dafür eine 40-50-60 m Leine bräuchte).

    Ich kann meine Ankerwinsch vom Steuerstand aus bedienen, sonst wäre das Anlegemanöver sehr kompliziert. Ich habe zusätzlich die übliche Handbedienung im Ankerkasten. Wenn Du nur sowas hast, dann versuche mal rauszubekommen, ob Du das Kabel bis ins Cockpit verlängern kannst. Mit der Kette abstoppen ist nicht so schwierig: Wenn nicht genug Kette draußen ist, kommt man nicht zur Pier. Also wieder etwas Kette raus, usw., bis man an der Pier ist. An Land springen ist nicht nur bei Mittelcockpit sportlich. Da muß man eben fix sein. Genauso wenn man längsseits bei ablandigem Wind anlegt. D.h., gut abfendern (ich verwende 2 Kugelfender am Heck) und mit Schwung an die Pier. Allerdings: Das war bislang noch nie nötig. Es waren immer andere Segler da, die die Leinen übernommen haben. Ich mache das natürlich auch für andere Schiffe. Da ist schon mancher Bordfrau ein Stein vom Herzen gefallen, wenn ich an der Pier erschienen bin. Notfalls rufst Du, wenn keiner freiwillig kommt: Please pick up my line. Das ist keine Schande. Und Bugstrahlruder braucht Du auch nicht. Wenn Dein Schiff bei Seitenwind etwa nach Bb vertreibt, dann hart Bb Ruder und kurz Vollgas. Dann dreht sich das Heck nach Stb, jetzt Rückwärtsfahrt bis man genug Luvraum gewonne hat. Meine Beobachtung ist: Bugstrahlrruder werden verwendet, weil man sie hat, nicht weil man sie braucht.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  5. #5
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    Hallo CO2, eine Funkfernbedienung für die Ankerwinsch ist angedacht, ob das aber viel hilft ist zweifelhaft. Mein Ankerkasten ist nicht ausreichend tief, d.h. die Kette neigt zur Türmchenbildung, bei Ankerauf muß ich die immer umwerfen. Wenn ich den Anker wieder rauslasse verheddert sich dadurch die Kette, und die Sicherheitskupplung der Ankerwinsch spricht an. Dann muß ich die Kette manuell ein Stück rausziehen, damit es weitergeht. Bei einem "normalen" Ankermanöver ist das kein Problem, aber per Fernbedienung nicht lösbar.

    Beim normalen Längseitsanlegen habe ich dieses Rezept verfolgt: Ich habe einen Festmacher mit großer Palstek.Schlinge vorbereitet, die ich vom Cockpit aus über einen Poller werfen kann, wenn es mir gelingt, das Schiff direkt davor zum Stehen zu bringen. Das andere Ende des Festmachers lege ich sofort über die Genua-Winsch und hole damit das Schiff an den Kai. Das geht, ohne das Cockpit zu verlassen. Erst dann verlege Vor- und Achterleine und evtl. Spring. Nach etwa 280 Schleusen und vielen hundert Anlegemanövern kann ich das recht gut und sicher.
    Es wäre schön, wenn es für R/K auch so en Rezept gäbe!
    Vielen Dank
    nw
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  6. #6
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo CO2, eine Funkfernbedienung für die Ankerwinsch ist angedacht, ob das aber viel hilft ist zweifelhaft. Mein Ankerkasten ist nicht ausreichend tief, d.h. die Kette neigt zur Türmchenbildung, bei Ankerauf muß ich die immer umwerfen. Wenn ich den Anker wieder rauslasse verheddert sich dadurch die Kette, und die Sicherheitskupplung der Ankerwinsch spricht an. Dann muß ich die Kette manuell ein Stück rausziehen, damit es weitergeht. Bei einem "normalen" Ankermanöver ist das kein Problem, aber per Fernbedienung nicht lösbar.
    Ich habe eine LOFRANS Ankeranlage. Dafür gibt es die übliche Handbedienung im Ankerkasten sowie eine Fernbedienung POLARIS (mit Kettenzähler), die bei mir an der Steuersäule angebracht ist. Ob Kabel (wie bei mir) oder Funk, Du brauchst sowas an der Steuersäule, sonst wird das nichts. Das Kettenproblem im Ankerkasten habe ich auch, das macht aber nichts. Beim Anlegen läßt Du ja die Kette nur raus, das geht ja problemlos. Immer Stück für Stück, dann kannst Du auch gut aufstoppen. Ein Stück vor der Pier mit ordentlich Motorleistung testen, ob der Anker auch hält. Das sorgt für erholsame Nachtruhe. Wenn Du etwas Vorfährtsfahrt machen mußt, um die Richtung bei Rückwärtsfahrt zu korrigieren, dann mußt Du die Kette nicht einholen. Wenn ich ablege, dann bin ich vorne am Ankerkasten und ziehe mich mit der Ankerwinde (unter Legen der Kette ) zum Anker, d.h. ich bin vorne und nicht am Steuerstand. Es könnte sein, daß der Wind zu stark ist, so daß die Winde das nicht mehr schafft. Das ist mir aber noch nie passiert. Aber wenn, dann würde ich den Autopilot aktivieren und etwas Vorwärtsfaht geben.
    Geändert von CO2 (25.08.2019 um 00:28 Uhr) Grund: Dreckfuhler
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  7. #7
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    Ok, ich mach das ständig und kenn es gar nicht anders, bin ja nur im MM, vorwiegend GR unterwegs.

    Also der erste Vorschlag ist absoluter Nonsens, weil man praktisch nie weniger als 30m Kette legt, meistens aber mehr, je nach Windsituation. Weniger legen nur Italiener ..

    Ganz billig zu haben und mit verhältnismäßig wenig Arbeitszeit verbunden ist die Verlegung eines Fernschalters in der Plicht, vorzugsweise am oder nahe des Instrumentenbrettes. Dieser Schalter wird Parallel zum vorderen Schalter am Ankerrelais angebracht und die kabel dazu (es reichen Dünne, weil keine Last) werden zum Fernschalter ins Cockpit geleitet. Eine Funkfernbedienung ist natürlich eleganter, kostet aber auch mehr.

    1.Einen dicken Kugelfender (Ab A3) an den Spiegel angebracht.
    2 Heckleinen ca. 2x 15m an den Heckklampen richtig gefädelt und wurfbereit angebracht
    3. Anker zum Ablassen vorbereiten (vorheißen)
    4. Fender beidseits anbringen

    Nach Auswahl der Lücke so dicht an die Nachbarlieger ranfahren, ohne dabei deren Ketten mit dem Kiel oder Ruder zu streifen und kurz vor der Lücke im rechten Winkel seewärts fahren, dabei die Ankerkettenrichtung der Nachbarn richtig einschätzen, da hier sehr oft die Ketten nicht gerade nach vor weggehen. So weit vorfahren wie man den Anker haben möchte und dann Rückwärtsgang einlegen. Je nach Wassertiefe muss man früher oder später Anker ablassen (elektrisch) und dann je nach Wind und oder Schraubenversatz zügig zurückfahren, so daß Strömung aufs Ruder kommt und wirksam wird. Während der Rückwärtsfahrt ständig den Schalter gedrückt lassen und Kette geben. Ab etwa einer Schiffslänge Abstand zum Kai, Kette stop und Antrieb raus. Warten bis man spürt dass das Schiff abstoppt. Wenn ja dann greift der Anker und man gibt sofort kette nach bis man sich quasi an den Molenrand "schwappt". . Das kann man mit Vorwärts- oder Rückwärtsgas unterstützen bis man steht. (Den Kettenstopp kann man auch schon vorher ansatzweise machen, ab etwa 25m, wenn man das bereits etwas im Gefühl hat, man darf dabei aber nicht zum stehen kommen)Man dampft in den Heckfender ein bzw. lehnt sich an diesem an und gibt Kette um Spannung raus zunehmen, sonst wird man wieder nach vor gezogen. Jetzt wirft man beide Leinen an Land, steigt vom Schiff und befestigt eine Leine (Luv) provisorisch, die Andere kann man bereits auf slip legen und retour zum Schiff werfen. Man befestigt diese dann korrekt und danach kümmert man sich um die Andere.
    Abschließend holt man von vorne die Kette dicht und hofft, dass die Kralle hält.
    Es ist daher auch wichtig, eher mehr Kette zu geben als das alles zu knapp zu kalkulieren. Wenn der Anker nicht gleich fasst, kann man nachsetzen und hat dazu eben Reserven.
    Abschließend kann man sich spielen um den Abstand zur Mole zu justieren.

    Diese Anweisung ist zu verstehen bei wenig oder keinem Wind. Bei Wind von hinten, was ja ideal wäre, weil man dann ja nur in den Leinen hängt und der Anker später nur Richtung halten muß, muß man eben etwas forscher mit dem Gas zurückfahren, sonst droht man zu verhungern. Ausserdem muß man flott sein beim Leinenbelegen, es empfiehlt sich da eingekuppelt am Standgas zu bleiben, an der Mole. Umgekehrt natürlich bei Wind von vorne, hier muß man aufpassen nicht zu schnell zu werden.
    Bei Wind von der Seite nimmt man viel Anlauf, braucht ein gutes Augenmaß und darf nicht zögerlich handeln. Auch das Tempo muß passen, sonst wird das nix. Hier darf man auf "Eleganz" keinen Wert legen, denn dafür gibts keinen Preis. Und wenn dann Klugscheisser meinen "der ist ja mit viel zu viel Gas da rein und hat den Motor aufheulen lassen", dann hat er entweder ein Schiff, das sich fährt wie ein Auto oder keine Ahnung.

    Beim Anker ablassen sollte man immer darauf achten NICHT über des Nachbars Kette zu kommen, das ergibt dann beim Ankeraufgehen den nicht schmackhaften Kettensalat. Ich empfehle einen Klarierhaken anzuschaffen um etwa 40-50.-€

    Wichtig ist es allemal zu wissen wie sein Schiff tut (Radeffekt , Reaktion etc.)

    Noch ein paar Hinweise:

    Vorsicht bei Molen, die man nicht kennt oder deren Wassertiefen in den Karten unklar sind, es kann aufs Ruder gehen.
    Die Erfahrung zeigt, dass in den meisten Fällen helping hands an der Mole auftauchen, man kann schon mal einen Nachbarn zurufen und um Hilfe bitten. Selten, dass sowas abgelehnt wird.

  8. #8
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    Hallo Ihr, ja, das schaut schon eher durchführbar aus. Meine Ankerwinsch ist wie das Schiff 40 Jahre alt, funktioniert recht gut, aber es gibt weder kabellose Fernbedienung noch Kettenzähler. Weil das Bedienteil (am kurzen Kabel) im Kettenkasten liegt, muß ich sowieso alle Ankermanöver mit offenem Kettenkasten fahren, da ist das Türmchen umwerfen oder klarieren der auslaufenden Kette kein Problem.
    Statt das Kabel für das Bedienteil zu verlängern, habe ich mir bereits eine Funkfernbedienung gekauft (eBay, 10€, ursprünglich gedacht für die Winde am Geländefahrzeug), ich muß das nur noch installieren, Um die Kette zum sauberen Auslaufen zu bringen, werde ich sie vorher erstmal ganz herauslassen müssen, und dann beim Reinholen manuell so drapieren, daß sie ohne Hindernis auslaufen kann. Ich denke, das wird gehen.
    Was die Unterstützung vom Kai aus betrifft, habe ich schon mehrmals in völlig menschenleeren Häfen festgemacht. Wenn jemand da ist, wird er meist auch von selbst auch ohne Aufforderung als Leinenfänger tätig, aber sicher rechnen kann man damit nicht.
    Vielen Dank
    nw

    PS: man glaubt gar nicht, wie schwierig es ist, bei Temperaturen über 40° z.B. eine Funkfernbedienung zu installieren!
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  9. #9
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    Funktionieren Eure Manöver auch bei stärkerem Wind von der Seite ? Ich überlege gerade, was passiert, wenn ich 50m vor dem Liegeplatz aufstoppe und dann langsam rückwärts fahre ... So richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass Ihr da vertreibungsfrei in einen Liegeplatz rein kommt ...

    BTW - ( weil vor allem auf der Ostsee unterwegs ) Wie häufig ist denn eigentlich im MM per Anker anzulegen ? Ich dachte immer, dass da meist Moorings liegen ...
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  10. #10
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    yippie hat das sehr gut beschrieben, genauso funktionierts. @jofraja: Bei Starkwind von der Seite ist das die Eigernordwand des Anlegens. Da würde ich zuerst nach anderen Alternativen suchen. Wenn nichts anderes geht, muss man mehr Anlauf nehmen, vorausgesetzt, man hat den Platz. Fahrt im Schiff ist nach meiner Erfahrung das Wichtigste! Auch bei weniger Wind. Wenn man einmal steht, weil man zu langsam Kette gegeben hat, dann trifft man die Lücke wohl meist nicht mehr. Also abbrechen, rausfahren und neu versuchen.

    Wenn ich die Heckleinen glücklich fest habe, fahre ich immer nochmal auf maximale Länge (10-15 m) raus, indem ich Vorwärtsschub gebe und die Leinen dabei gleichmäßig fiere. Dann setze ich die Kette etwas durch und fahre den Anker ein. Wenn er hält, wieder Rückwärsschub und Kette fieren und gleichzeitig die Leinen dichtholen, bis man wie gewünscht liegt.

    Mit Buganker und Heckleinen anlegen ist in kleineren Stadthäfen in Griechenland Standart, Moorings gibt´s da eher selten.

    Grüße, matze

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