Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 79
  1. #21
    Registriert seit
    17.01.2009
    Beiträge
    912

    Standard

    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht warum man sich an diese verblödeten Faustregel mit 3x oder 5x Wassertiefe festsetzt, nur weil das irgendwann irgendwo geschrieben stand.
    Es geht um den Winkel zwischen Grund und Kette. Bei 7x Wassertiefe ist der so gering, daß der (eingegrabene) Anker auch hält. Es gibt Untersuchungen darüber, von der Uni Tübingen glaube ich mich zu erinnern. Wenn Dich das interessiert, dann schaue ich nochmal nach. Generell gilt hier: Viel (Kette) hilft viel. An anderer Stelle haben wir ja über die maximal vorhandenen Kettenlänge diskutiert und jetzt, nach einigen weiteren RK-Manöver, muß ich Dir recht geben. Man braucht ordentlich Kette (bzw. mit Tauverlängerung wie bei meinem Schiff). RK-Anlegen ist eben anders als frei Ankern. Und 3m vor der Pier verhungern, weil man nichts mehr zum rauslassen hat, ist wirklich blöd.
    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Es kommt auf soviele verschieden Faktoren an, dass man hier von derartigen veralteten Theorien Abstand nehmen sollte. Ich gebe generell niemals weniger als 30m Kette, selbst wenn ich nur auf 3m Wasser stehe. Sollte dann der Schwojkreis zu groß sein müsste ich überlegen ob das ein guter Ankerplatz ist.
    Die 7x Regel ist eine Faustregel, die man nicht immer durchhalten kann. Der Schwoikreis kann zu groß sein, usw. Dieses Problem gibts bei RK nicht.Dafür andere: Eben gerade habe ich den Anker auf 16m geworfen, 54m Kette draußen. Macht etwas mehr als 3x Tiefe. Weiter draußen liegt einen alte Mooringkette, also konnte ich nicht weiter draußen Ankern.
    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Der Anker muss beim dichtholen der Kette eindeutige Last auf die Winsch bringen, ja richtig sie muss so richtig ""oooiinnnk" machen . Nur dann ist man halbwegs gewähr, dass der Anker gebissen hat. Das wird man aber mit 15m Kette oder so mit wahrscheinlich keinem Anker erreichen, und es wird äusserst sicher sein, dass man die Kette samt Anker wieder reinzieht. Oder schlimmer, in der Nacht oder bei Nichtanwesenheit dreht der Wind auf vorlich, und man hängt ausschließlich am Haken. Da wünscht man sich dann ordentlich Kette draussen zu haben wenn man rückwärts auf die Betonmole blickt. Mir könnte das ja alles wurscht sein, wenn da nicht gelegentlich so Einer neben mir liegt und sich nach slipendem Geschir an mir anlehnt und mich wegdrückt etc.
    Daher kann ich über so Ratschläge wie 20 m in die Leinen fahren und dann zurück usw. nur den Kopf schütteln, das zeigt höchstens einen Theoretiker aber keinen Praktiker. Man stelle sich das auch mal bei viel Wind vor, da ist man froh in der Lücke zu sein.
    Ja, so isses.

    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass gerade im Deutschsprachigen Raum sehr viel Wert auf Eleganz und " Vorschriftsmäßigkeit" bei Manövern gelegt wird, wer auch immer hier die Grundlagen von sich gegeben hat. Möglicherweise um dem Spott beim kritischen Publikum des Hafenkinos keinen Nährboden zu liefern.
    Wichtig ist es eigene Erfahrungen zu machen, und wer RK mit kleiner crew liegen will braucht ein gutes Ankergeschirr mit reichlich Kette und einer guten Winch. Mit Übung weiss man selbst bald was Sache ist.
    Sehe ich genauso. Meine Maxime ist das Schiff so zu führen, daß keine Personen gefährdet oder verletzt werden und keine Sachen gefährdet oder beschädigt werden. Alles andere ist erlaubt. Bei starkem Seitenwind kann ich mir etwa eine Lücke zwischen 2 Schiffen suchen, so daß ich auf den letzten Metern von den anderen "gestüzt" werde - die Fender sind draußen und vorsichtig reinfahren, dann ist das OK. Und wenn ich 5 Anläufe brauche, dann ist das eben so. Immer relaxed und umsichtig bleiben. Die besten Kapitäne stehen ohnehin an Land, deswegen will man ja auch dahin.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  2. #22
    Registriert seit
    21.05.2014
    Beiträge
    168

    Standard

    @yippie: Wie CO2 schrieb, ist nur ´ne Faustregel. Natürlich gilt: Je mehr Kette desto besser.

    George auf Kalamos kenne ich, der ist mit etwas Vorsicht zu genießen. Wenn man (vom Hafenbecken aus gesehen) ganz links an die Mole ranfährt, dann liegen da ein paar eklige große Steine im Wasser, die einem das Ruder demolieren können. Genau dorthin wollte George uns seinerzeit lotsen. Ich hab´s ihm nicht übel genommen und wir haben trotzdem bei ihm gegessen ;-)

  3. #23
    Registriert seit
    22.01.2015
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    215

    Standard

    Zitat Zitat von Wetterbote Beitrag anzeigen
    Eine komplett andere Variante ist die "schwedische" Anlegemethode mit dem Bug zum Steg, diese funktioniert einhand ziemlich gut. Dafür braucht man aber einen Heckanker oder einen Zweitanker, den man übers Heck versenken kann. Das fieren des Ankers geht dann ganz gut auch Einhand, und das Anlegemanöver ist nicht viel komplizierter als wenn man in einer viel zu grossen Box festmachen muss.
    Mich wundert, dass hier keiner der Mittelmeersegler drauf eingeht.
    Natürlich ist das (nicht nur Einhand) einfacher, sondern man hat in jedem Fall von Windrichtung die bessere Kontrolle über das Boot. Und da bei den meisten Yachten die Hecks / Heckanker-Rollen auch dichter am Wasser sind, als die Buganker, ist auch weniger ausgebrachte Kettenlänge notwendig.
    Von besserer Privatsphäre im Hafen mit Cockpit seeseitig braucht man ja garnicht reden.
    ABER bestimmt ist das Liegen mit Bug zur Pier verboten, weil man das einfach nicht macht im deutschen Sinne des Liebens der Vorschriftsmäßigkeit

    Gruss
    jan

  4. #24
    Registriert seit
    21.05.2014
    Beiträge
    168

    Standard

    @jan: ich vermute, dass niemand auf die "schwedische Anlegemethode" eingeht, weil kaum jemand einen Heckanker mit eigener Winsch und ausreichend Kette besitzt. Habe ich jedenfalls sehr selten gesehen. Wenn mans hat, ist es sicher die beste Methode zum einhandanlegen. Ich hab´s selbst allerdings (mangels Heckanker) noch nie ausprobiert...

  5. #25
    Registriert seit
    21.01.2013
    Ort
    AT
    Beiträge
    530

    Standard

    Wie @didiundstulle schreibt, ist ein Heckanker im MM ein nicht automatisch vorhandenes, sofort einsetzbares Teil. Natürlich habe ich das Geschirr dabei, aber eher für Not- oder Sonderfälle. Gebraucht habe ich es in den letzten Jahren kaum.
    Es kommt aber auch der mangelnde Ein- und Aussteigekomfort dazu. Wenn man bunkert wäre das anstrengend. Und Frau Kapitana tut sich beim klettern mit den maroden Knien auch schwer, mit der robusten Gangway achtern ist es angenehmer.

    Und was die Kettenlängen beim freien Ankern angeht, ist ja klar, dass je tiefer und je mehr Kette man draussen hat, sich das Verhältnis verkleinert. Ausserdem ist es wesentlich welche Kettendimension man hat. Das Ankergewicht selbst ist abgesehen von jeweiligen Mindestgewicht für das Schiff nicht soooo wichtig wenn er mal sitzt. Zum schnelleren und besseren eingraben ist aber mehr Gewicht natürlich vorteilhaft.

  6. #26
    Registriert seit
    17.01.2009
    Beiträge
    912

    Standard

    Zitat Zitat von janoffshore Beitrag anzeigen
    Mich wundert, dass hier keiner der Mittelmeersegler drauf eingeht.
    Natürlich ist das (nicht nur Einhand) einfacher, sondern man hat in jedem Fall von Windrichtung die bessere Kontrolle über das Boot. Und da bei den meisten Yachten die Hecks / Heckanker-Rollen auch dichter am Wasser sind, als die Buganker, ist auch weniger ausgebrachte Kettenlänge notwendig.
    Einfacher ist das nur, wenn man eine Heckankerwinsch mit Fernbedienung hat. Das werden die wenigsten haben.
    Zitat Zitat von janoffshore Beitrag anzeigen
    Von besserer Privatsphäre im Hafen mit Cockpit seeseitig braucht man ja garnicht reden.
    ABER bestimmt ist das Liegen mit Bug zur Pier verboten, weil man das einfach nicht macht im deutschen Sinne des Liebens der Vorschriftsmäßigkeit
    Das stimmt. Außerdem erspart mir das die Montage der Gangway. Dort wo es Moorings gibt liege ich immer mit dem Bug zur Pier. Warum sollte das verboten sein? Viele machen das jedoch nicht, weil es die anderen auch nicht machen oder weil das Übersteigen aufgrund der Bootsgeometrie schwierig ist.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  7. #27
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    St. Andrä-Wördern (A)
    Beiträge
    178

    Standard

    Hallo Forum!
    Mein Manöver in Griechenland auf Charteryachten ohne besondere Einhand-Einrichtungen wie Fernsteuerung ect.:
    von der Parklücke nach vor fahren bis 5 Meter VOR dem geplanten Ankerpunkt.
    Kettenlänge sollte mindestens so lange sein, dass der Anker auch bei 6 Bft. sicher hält. Anker beginnen beim Anheben des Ankerschaftes über 8° auszubrechen. Aufgrund der Geometrie ist das ca. die 6-fache Wassertiefe. Daher sollte unsere Kette entsprechend lang sein. Zur Not mit einem Festmacher verlängern.
    So jetzt haben wir den Ankerpunkt angesteuert und sind 5m weiter gefahren.
    Schiff abstoppen und kurzen Rückwärtsschub, damit das Schiff langsam rückwärts fährt. Soll Kettenberg direkt über dem Anker verhindern. Vor zur Ankerwinsch gehen.
    Anker zum Grund ablassen und 5 Meter Kette dazugeben.
    Zurück zum Steuerstand und langsam rückwärts fahren.
    Getriebe in Leerlauf und das Schiff rückwärts auslaufen lassen OHNE es mit Gegenschub hart abzustoppen!
    Volle Kette raus lassen. Keine Angst vor dem Kettenberg am Grund!
    Jetzt rückwärts zum Steg fahren. Wir haben uns zwei Festmacher am Heck vorbereitet.
    Die Festmacher sind mit einem Palstek an der Klampe befestigt. Dann machen wir eine ausreichend lange Schlaufe und befestigen den Rest entweder wieder an der Klampe (Kat) oder besser (bei Monohull) an der Genuawinsch.
    Wir nähern uns vorsichtig dem Steg. Unsere Kette ist noch nicht gespannt!
    Jetzt Schiff abstoppen, Plicht verlassen und die Luvseitige Schlaufe über einen geeigneten Poller werfen. Übe ich mit meinen Schülern immer am Trockenen und funktioniert dann hervorragend.
    Festmacher an der Winsch dicht holen. Je nach Schiffsbewegung zurück zum Steuerstand und das Schiff korrigieren oder zur Leeseitigen Klampe mit gleichem Schlaufenwurf. Zweiten Festmacher an Winsch dicht holen. Wir sind jetzt relativ nahe am Steg (in unserer Wurfweite).
    Leicht eindampfen in die beiden Festmacher. Das Schiff sollte jetzt unter Motor eine stabile Position halten.
    Nach vor zum Ankerkasten. Überschüssige Kette dicht holen.
    Zurück zum Heck. Beide Festmacher so lange als möglich fieren.
    Schiff nach vorne. Anker dichtolen.
    Zurück zum Steuerstand und kraftvoll den Anker eindampfen. Hält er?
    Wenn NEIN, Heckleinen einholen und Manöver mit längerer Kette oder Kettenverlängerung weiter vorne neuerlich ausbringen.
    Hält der Anker eine Belastung von einer Minute aus? Dann dürfte er gut halten (Wettervorhersage?)
    Ankerkette fieren und das Schiff zurück zum Steuerstand. Schiff mit Heckleinen in endgültige Position zum Steg bringen. Heckleinen dichtholen.
    Vor zum Anker. Anker gut dichtholen.
    Manöverschluck!
    Ich mache seit über 10 Jahren Skippertrainings. Dabei ist Einhand meine Spezialität (neben dem Kat).
    Einhand finden auch meine Schüler toll, weil man damit unabhängig von der Crew und deren Fähigkeiten wird. Ebenso von Helfern am Steg. Einhand gibt Selbstvertrauen, verleiht Souverainität und einen Oskar im Skipperkino :-).
    Beschrieben in "Kroatisches Küstenpatent & Skippertraining".
    Hanbreit
    Rudi

    PS: richtige Fender sind selbstverständlich!
    Einhand Anker wieder einholen auf Anfrage.
    Geändert von Rud1 (05.11.2019 um 03:56 Uhr) Grund: Ergänzung
    Handbreit
    Rud1
    ---------------------------------------------
    https://sailing.czaak.at

  8. #28
    Registriert seit
    29.11.2007
    Ort
    Wien, Tulln
    Beiträge
    544

    Standard

    Das klingt ja gut. Aber was machst du bei Wind???? Soviel Zeit zum hin und her lässt er dir nicht.....
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  9. #29
    Registriert seit
    29.11.2004
    Beiträge
    1.086

    Standard

    Also ich finde, dass der Plan ausgesprochen gut klingt. Im Grunde wird maximal wit draußen der Anker "geworfen" und dann schnell und ohne Verdriften nach hinten gefahren um die Heckleinen festzumachen, in die er dann prima "eindampfen" kann um die Ankerleine dicht zu nehmen und am Ende in diese einzudampfen unter Kontrolle beider Heckleinen.

    Das einzige Problem dürfte wohl die Frage nach dem Anker-Fall-Zeitpunkt sein. Keine Ahnung, wie man das bei sehr viel Seitenwind gut kontrollieren kann. Wahrscheinlich ist man da dann froh, wenn es irgendwie passt - sprich nirgendwo kettenmäßig "übereinander" liegt.

    Zitat Zitat von Jugocaptan2 Beitrag anzeigen
    Das klingt ja gut. Aber was machst du bei Wind???? Soviel Zeit zum hin und her lässt er dir nicht.....
    www.berlin-ocean-racing.com / Pogo Charter/Training/Regatten

  10. #30
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    St. Andrä-Wördern (A)
    Beiträge
    178

    Standard

    Hallo Peter!
    Du hast recht. Einhand hat seinen Schwierigkeitslevel.
    Gehen wir davon aus, dass es keinen alternativen Anlege- oder Ankerplatz gibt und du MUSST diesen Platz annehmen. ALLEINE, ohne Hilfe von anderen Booten. Du bist mit einem Charterschiff unterwegs und hast dort keinerlei Steuerung der Ankerwinsch am Steuerstand. Oder andere trickreichen Hilfseinrichtungen. Also Charterschiff mit Standardausstattung. Das ist genau die Situation die ich mit meinen Schülern trainiere und in meinem Buch beschreibe.
    Wind ist bei diversen Anlegemanövern meistens unser Gegner. So auch beim Ankern.
    Mit meiner Technik - die ganze Kette runter zu lassen - bin ich RELATIV flexibel mit dem Schiff. Ich kann den Ankerpunkt wie bei normalem Ankern gegen den Wind ansteuern. Unabhängig von der Richtung meines Liegeplatzes kann ich das Schiff in den Wind stellen, ich kann einen Bogen fahren, ect. Die Kettenlänge begrenzt meinen Aktionskreis.
    Keine Scheu, das Manöver mehrmals zu versuchen.
    Ich bin auch schon einmal mit meinen Leinen von meinen Mittelklampen zu den Bugklampen der Nachbarschiffe gelegen. Ein Nachbar war am Schiff und hat meine Mittelleine an seine Bugklampe auf Slip übernommen. Die lose Part dieser Leine habe ich zum Steuerstand zur GenuaWinsch gelegt. Diese war frei, da dieser Nachbar meine Heckleinen übernommen hat. Am zweiten Nachbarschiff war niemand anwesend und ich habe mich an dessen Mittelklampe gehängt. Dieses Schiff war um 4 Fuß länger als meines. Wäre dieses Schiff kürzer als meines gewesen, hätte ich eine Spring von meiner Heckklampe zur genannten Mittelklampe gelegt.
    Ich wollte dieses Schiff nicht betreten. Als dieser Nachbar zum Schiff kam habe ich ihm die Notsituation erklärt und er hat meine Mittelleine auch an seinen Bug gelegt.
    War eine problemlose Nacht bei Windstärke 3, aber fast keine Wellen im Hafen.
    Die Aufgabe ist schlicht, dein Schiff weg vom Steg zu spannen. Wie, wo und womit ist vollkommen egal, solange es funktioniert.
    Peter, ich nehme an du hast einen österreichischen FB2 (bis 20sm von der Küste) oder Fahrtenbereich 3 (bis 200sm vor der Küste) welche den deutschen Scheinen stark gleichen. Dann kennst du das österreichische Ausbildungswesen. Dieses ist mit dem unserer deutschen Nachbarn gleichzeitig historisch gewachsen. Diese unsere Ausbildungswesen sind meiner Meinung nach etwas VERKALKT. Wir werden auf bestimmte Manöver gedrillt, auf welche die Prüfer seit Jahrzehnten bestehen. Wir verlieren kein Wort über den Katamaran. Es gibt nur die Monohull und PUNKTUM. Gezeiten werden in Österreich beim Fahrtenbereich (FB) 3 verlangt. Mit den Gezeiten bin ich aber in Ufernähe konfrontiert. Daher sollten sie logischerweise in den FB1 (bis 5 sm). Oder?
    Dann gibt es noch so etwas wie eine "gute Seemannschaft". Demnach tut man vieles einfach nicht! Das schränkt unsere Kreativität und unsere Flexibilit ein.
    Leinen werden aufgeschoßen und in der Backskiste verstaut. Ich hänge die Heckleinen an den Heckkorb. So, dass ich mit EINEM Griff den Bunsch greifen, von der Reling abziehen und problemlos werfen kann.
    Fender verstaut man ebenfalls in der Backskiste. Ich lasse sie an Bord neben den Religstützen liegen, wenn ich nicht gerade Lage schiebe. Ich bin nicht von den Wunderknoten meiner Crew beim Ausbringen der Fender abhängig. Fenderverluste?
    Die Fender werden am oberen Relingdraht befestigt. Wenn ich in einen mir unbekannten Hafen fahre und noch nicht weiß, wo ich einen Platz finde, dann befestige ich die Fender am unteren Relingdraht. Direkt geworfen hängen sie dann mit der Unterkante an der Wasserlinie. Position für niedrige Schwimmstege. nach innen und über den oberen Relindraht hängen sie dann oben bündig mit der Scheuerleiste. Passend für hohe Kaimauern oder gleichhohe Nachbarschiffe. Die Höhenänderung ist mit einem Rundgang an Deck in 10 sek. erledigt. Stoppe einmal: alle Fender losbinden und neu festbinden. Wahrscheinlich benötigst du 10 sek. für einen Fender.
    Wir haben bei unserer Ausbildung keinen Funk!!! Das ist doch Irrsinn. Da lobe ich mir das kroatische Küstenpatent, wo dies inkludiert ist. Einfach, knapp, nur das Wichtigste. Mehr braucht man auch nicht. Abgesehen vom Handy, welches in meinem Stammrevier, in Kroatien fast keine Funklöcher mehr hat. Früher habe ich meinen Mitseglern das Funkgerät und MAYDAY erklärt. Heute verweise ich auf den internationalen Notruf 112. Jeder kann mit seinem Handy diese Nummer anrufen und die ganze Rettungsprozedur lostreten. In seiner Muttersprache!
    Mein Appell an die hohen Herren in den Prüfungsorganisationen ist ausmisten, ausmisten, ausmisten UND neue Technologien und Verfahren einbauen, zumindest zulassen. Die Männer mit den weißen Haaren austauschen gegen solche mit dunklen oder blonden Haaren. Mehr Jugend rein ins System (ich war heuer 71!).
    Handbreit
    PS: Hat Jemand in diesem Forum Lust auf ein Bier in Wien, um Seemannsgarn zu spinnen. EIN Bier ist nicht wörtlich gemeint!
    Geändert von Rud1 (05.11.2019 um 14:29 Uhr) Grund: Korrektur
    Handbreit
    Rud1
    ---------------------------------------------
    https://sailing.czaak.at

Ähnliche Themen

  1. Römisch-katholisch anlegen mit kleiner Crew
    Von mykey im Forum Seemannschaft
    Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 22.03.2018, 16:15
  2. Römisch katholisch anlegen
    Von Skipper4712 im Forum Seemannschaft
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 27.06.2013, 23:41
  3. römisch-katholisch mit Buganker
    Von landei im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 43
    Letzter Beitrag: 14.08.2008, 12:31
  4. Römisch katholisches Anlegen in der Ostsee
    Von granma im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 13.06.2007, 19:08
  5. einhand anlegen
    Von rotweinsegler im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 23.02.2004, 15:19

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •