Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Standard Motorboot hat Schlagseite und ist schwerer als in der Zulassung angegeben...

    Hallo liebe Forumsleut´,

    ich habe im Frühjahr 2018 eine gebrauchte Fairline Carrera24 (Baujahr 1987, 2 Motoren) übernommen.

    Das Boot hat eine leichte Schlagseite nach rechts/stb und ich werde so langsam nervös. Habe zuerst gedacht, das sei normal, weil fast alle Einbauten rechts angeordnet sind (Schrank, WC/Dusche, Steuerstand, Fäkalientank (nur die Küche ist links eingebaut.).

    Das Gewicht des Bootes ist laut Schein 2.850 kg (Sprit fast leer, Fäkalientank leergepumpt, Wasser leer). Das real am Kran gewogene Gewicht abzüglich des gesamten Inventars einschließlich aller Polster und Holzplanken (Sitzbank) liegt aber deutlich höher: ca. 3.200 kg.

    Um das Boot waagerecht zu bringen, sind ca. 120 kg ganz links notwendig.

    Meine Vermutung: kann es sein, dass irgendwo im rechten Rumpfbereich Wasser eingelagert ist und wie kann ich das überprüfen? Von innen komme ich nur sehr schwer an die Rumpffläche.

    Meine Überlegung: ich würde von außen im hinteren rechten Rumpfbereich eine Bohrung anbringen. Falls solche Mengen an Wasser enthalten sind, müsste es hier austreten. Laut Hersteller sind „keine Füllstoffe verwendet, Rumpf und Deck werden verschraubt und verklebt“, was immer diese Formulierung bedeuten mag.

    Ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass Fairline das Boot so gebaut hat, dass es waagerecht liegt und dass das angegebene Gewicht stimmt!?

    Meine Frage an Euch wäre…

    - Ist mein Vorhaben, eine oder mehrere kleine Probebohrungen anzubringen, um eventuelles Wasser aufzuspüren und das Loch anschließend wieder sauber zu verschließen?

    - Wie würdent Ihr vorgehen?
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    Geändert von lazyland (08.09.2019 um 20:26 Uhr) Grund: Bilderhinzugefügt

  2. #2
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    Zitat Zitat von lazyland Beitrag anzeigen
    ,.. Ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass Fairline das Boot so gebaut hat, dass es waagerecht liegt und dass das angegebene Gewicht stimmt!?...
    Fast alle Unglücke beginnen damit, dass jemand von irgendetwas ausgeht.
    Wenn bei deinem Boot das Prospektgewicht mit dem realen übereinstimmt, hätten wir das achte Weltwunder. Mit der Abweichung von gut 12 % bist du sogar noch hervorragend bedient. Üblicherweise rechne ich mit 20 %.
    Wie kommst du zur Annahme, dass an StB Wasser eingedrungen ist? Das kann meine Kristallkugel nicht ausschließen. Ich vermute, dass die Werft/der Eigner mehr oder schwereres Zeug verbaut hat, als vom Konstrukteur vorgesehen.
    Entweder 120 kg an Backbord hineinpacken (der pragmatische Ansatz) oder von innen Hohlräume öffnen und nachschauen.
    Never ever von außen Löcher bohren, es sei denn, du benötigst Borddurchlässe an unnützen Stellen.

  3. #3
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    Sprit fast leer? Tanks können da das Zündlein an der Waage sein.

  4. #4
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    Hallo lazyland, ich bin bei der Restaurierung meines Bootes ganz "unseemännisch" u.A, mit einer Wasserwaage bewaffnet vorgegangen, und habe feststellen müssen, daß so ein Werkzeug auch bei einer renommierten Werft nicht zur Ausstattung gehört. Deine Erfahrungen sind, wie weiter oben schon festgestellt, eher normal. Bei einer Restaurierung hat man meist Gelegenheit, Dinge wie Tanks oder Batteriebank zu verlegen, um die Situation zu verbessern. Und die Notwendigkeit einer Restaurierung ergibt sich bei einem älteren Boot früher oder später zwangsweise. Weiterhin hast Du auch die Möglichkeit bei Deinen Ausrüstungsgegenständen diese nicht nach Sachgruppen, sondern nach Gewicht zu stauen. Damit kann man auch etliches ausgleichen.
    Du bist in ein Segelforum geraten, bei einer Segelyacht gibt es diese Probleme zwar auch, aber wg. dem hohen Ballastanteil nicht so scharf. Bei einem Motorboot geht das Gewicht der Passagiere viel stärker in den Trimm ein, und die kannst Du sowieso nicht festbinden! Vielleicht überzeugt Dich das, das nächste Mal eine Segelyacht zu kaufen?
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von lazyland Beitrag anzeigen
    .......

    Ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass Fairline das Boot so gebaut hat, dass es waagerecht liegt und dass das angegebene Gewicht stimmt!?

    .......
    Solltest Du nicht.
    Kaum ein Boot, es sei den es wurde an einen kleinlichen Regattasegler verkauft, hält das versprochene Gewicht. Leichtbau ist teuer!
    Seit wir ein (Motor-)Boot haben, das beträchtliche Mengen an Wasser und Diesel mit sich führt, leben wir auch mit schlechten Quertrimm, is´so.
    Die Befürchtung, dass Wasser im Laminat den Trimm versaut kannst Du vergessen. Rechne das Volumen der Bootshaut und stelle Dir vor, sie wäre gänzlich mit Wasser gefüllt. Nie käme eine derartige Schräglage zustande.
    Schlampereien im Bootsbau sind gang und gäbe, zumal bei Motorbooten. Ein paar PS mehr reißen alles wieder raus.
    Bei einem Gleiter würde ich niemals zusätzliche Massen einbringen, Übergewicht ist eh schon vorhanden.
    Versuche Massen zu versetzen, notfalls passe den Wasserpass an.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Standard

    Zuerst mal: Danke für die prompten Rückmeldungen. Dass ich, wie SUCHER schreibt in einem reinen Sellerforum gelandet in, hängt bestimmt damit zusammen, dass ich lebenslang (jetzt 67) Segler war und immer noch bin :-) . Gechartert habe ich in Griechanland und Türkei mehrmals 55 Fuß Segelyachten als Skipepr gechartert und werde dies auch in Zukunft noch tun.

    Jetzt aber zum Motorboot…

    KÄPTN BLAUBÄR: das beruhigt mich etwas, wenn Du schreibst, dass das Übergewicht gar nicht so unnormal ist. Ich dachte, eine kleine Außenbohrung ist leicht wieder zu verschließen und dann habe ich Sicherheit, dass es eben kein Wasser im Rumpf ist. Eigentlich ist nur das im Boot verbaut, was auch serienmäßig vorgesehen war. Natürlich habe ich schon alles, was geht nach links gepackt (Feuerlöscher, Zusatzanker. Ich denke daran, im Winter alle Batteriel ganz nach links umzulagern. Das müsste etwas helfen - aber: ich hätte gerne Sicherheit, dass es nicht doch Wasser ist.

    Direkt neben meinem Liebeplatz liegt eine weiteres einmotoriges Schiff (gleicher Typ) und das liegt waagerecht.

    MUSSI1975: Sprit und Wasser fast leer - das ist richtig aber diese Tanks liegen neutral in der Mitte, können also abgesehen vom Übergewicht keine Schräglage auslösen.

    SUCHER: ja, die Batterien werde ich auf jeden Fall verlagern. Meine Segelyacht habe ich nach vielen Jahren verkaft und dümple jetzt nur noch Kaffee trinkend auf dem Bodensee, meist vor Anker, herum. (Muss mir das hier im Seglerforum peinlich sein?? Hoffe nicht).

    GRAUWAL: Danke, auch das beruhigt mich. Mit Zusatzballast hast Du eigentlich Recht: ist eigentlich nur für die Psyche beruhigend, wenn das Boot gerade liegt. Werde also vorwiegend Massen versetzen.

    Dennoch nervt es, wenn ich das waagerecht liegende Nachbarboot sehe...

  7. #7
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    Zitat Zitat von lazyland Beitrag anzeigen
    ...

    Dennoch nervt es, wenn ich das waagerecht liegende Nachbarboot sehe...
    (Achtung: Humor)

    Pragmatischer Ansatz: binde dem Nachbarn in einer Nacht- und Nebelaktion auf die abgewandte Seite ne Leine mit nem Betonklotz, dann liegt der auch schief...
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  8. #8
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    Standard

    Moin und hallo

    Schau mal nach ob es dieselben Motoren sind, evtl. selber typ aber anderes Baujahr oder umgekehrt oder es ist ein Austausch Motor mit leichteren oder erleichterten Kolben verbaut.
    Oder Zusätzliche anbauteile am Motor oder größere Lichtmaschine usw.
    das gleiche gilt für schraube und welle bzw. z antrieb usw.

    Gruß

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