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  1. #1
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    Standard erstes Boot und erste Probleme

    Hallo alle zusammen.

    Ich bin ja hier schon seit vielen Jahren, schaute die letzten Jahre aber nur sporadisch rein. Jetzt ist es endlich soweit, hab mein erstes Boot gekauft, einen 15 Meter Katamaran , gebraucht, Eigenbau.

    Nun, eigentlich wäre es ein Grund voller Freude zu sein, doch die wird mir irgendwie schon arg getrübt. Kann sein dass ich ein wenig naiv war, aber das Boot gefällt mir und ich wollte es einfach haben.

    Ich hoffe ein bisschen, dass ihr mir ein bisschen helfen könnt, helfen wollt, vielleicht steigere ich mich in die ganze Angelegenheit viel zu sehr rein und es ist alles gar nicht so schwierig. Nur, je länger ich im Internet recherchiere, desto mehr wächst mir das alles über den Kopf. Die Dokumente die ich brauche und Dinge die ich erledigen muss, scheinen ins unendliche zu gehen.

    Zur Situation: Das Boot liegt in Griechenland, ist vor einigen Jahren von Deutschland, wo es vom 2. Besitzer fertig- und ausgebaut wurde, dorthin gesegelt worden, seitdem dort, und zur zeit "out of use" gemeldet (wegen TEPAI) und liegt im Hafen.
    Das grosse Problem mit dem Mwst- Nachweis: Das Boot ist ein Eigenbau (2010), und ich bin der 3. Besitzer. Leider gibt es vom Ersten Besitzer, dem Erbauer keine Materialrechnungen mehr, und das macht mir am meisten Sorgen. Ich habe zwar Fotos vom 2. Besitzer, wie er das Boot erweitert hat und auch der Ort ist darauf zu sehen, aber sonst gibt es nichts. Da das Boot aber definitiv in Deutschland gebaut wurde und auch die Materialien hier besorgt wurden, habe ich die Hoffnung nicht verloren dass ich Ohne Nachzahlung da durch komme. Gibt es sowas wie eine Eidesstattliche Versicherung/Erklärung?
    Aber ich hab die Befürchtung dass es schon hier in Griechenland Probleme geben könnte.
    Fragen über Fragen: Hätte das Boot nicht schon längst versteuert werden müssen? Strafe bei erwischen?
    Was ist wenn ich nach Italien damit fahre? Sofort fällig?
    Wie oft wird kontrolliert? Was sind Eure Erfahrungen? Wollt eigentlich diesen Winter rüber nach Nordamerika und im Frühjahr/Sommer wieder nach Europa. Soll ich mich erst dann um die Steuer kümmern? Da war doch irgendwas mit 18 Monaten, die ich Zeit habe?

    Der Vorbesitzer nimmt das alles auf die leichte Schulter, und meint dass der MWST Nachweis kaum kontrolliert wird. Ich hasse es aber nicht ordnungsgemäss unterwegs zu sein. Was würdet ihr tun?
    Wer legt, im Falle einer Nachzahlung den Wert des Bootes fest?

    Ich würde mich riesig freuen wenn ihr mir ein paar Tipps geben könntet, zumindest zu diesem Thema, die anderen hab ich lieber erst mal weggelassen: (CE- Konfirmationserklärung, Versicherung, Funkzeugnis, Registrierung usw. )

    Tausend Dank und liebe Grüsse
    kayaknoatun.blogspot.de

  2. #2
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    Standard

    Du solltest eine Anfrage an den Zoll https://www.zoll.de/DE/Kontakt/Ausku...nfte_node.html richten, ob in Deinem Fall überhaupt eine MwSt Zahlung in Frage kommt (ich vermute: nein) und ob bei einem Eigenbau CE-Konformität überhaupt verlangt wird (ich vermute: nein). Außerdem wie gegebenenfalls Nachweise zu führen sind.

    Eine Privatschiff muß man nicht registrieren. Aber sobald man ins Ausland kommt, braucht man Bootsdokumente (Flaggenzertifikat oder Bootsschein vom ADAC). Wenn der Vorbesitzer das Boot nach Griechenland gesegelt hat, dann muß es doch entsprechende Bootsdokumente geben, die Du dann erneuern kannst.

    PS: Wegen einer Konfirmationserklärung mußt Du Dich an die evagelische Kirche wenden, aber ich bezweifle hier eine CE-Zertifizierung.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  3. #3
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    Ein Eigenbau kann nur durch ein teures Post-Construction-Assessment CE zertifiziert werden.
    Wenn der Eigenbau jedoch mind. vom Erbauer 5 Jahre gesegelt/motort wurde braucht man kein CE-Zertifikat mehr. Dann gilet das Schiff als CE-zertifiziert !!

    GR gehört zur EU und damit ist die Überführung nach DE ohne MwSt.-Zahlung möglich. Es sollten aber vom Verkäufer bestätigt werden, dass das Schiff nie das EU-Gebiet verlassen hat.

    Die Registrierung mit Internationalen Bootsschein beim DAV, DMYV und/oder ADAC wird u.U. Probleme machen, weil die ein CE-Zertifikat sehen wollen. Da wird man viel erklären müssen, je nachdem wie kompetent die Herrschaften sind ! Da Flaggenzertifikate und Eintragungen ins Seeschiffsregister ohne diese Kokolores auskommen, ist eigentlich klar wie man verfahren muß.
    Viel Spass mit dem Kat !

  4. #4
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    der 2. besitzer dürfte doch normalerweise seinen kauf vom 1. besitzer auch mit einem kaufvertrag geregelt haben, eine kopie davon müsste dir ausreichen, da dann lückenlos alle besitzer dokumentiert sind und schiffe ja meist nicht vom himmel fallen

  5. #5
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    Danke schon mal für Eure Hilfe, CO2 und 2ndtonone und haribo

    Also ich hab jetzt denn Zoll mal angerufen und der hat einen kompetenten Eindruck gemacht. Und die sind nicht zuständig, ich solle mich ans Finanzamt wenden. Klar, der Zoll kontrolliert die Papiere , aber jedes Anliegen wegen MwSt muss an das Finanzamt gerichtet werden. Sollte bei Kontrollen etwas nicht in Ordnung sein, würden die die Sache ans Finanzamt weiterleiten.
    Darf ich Euch fragen wie das so ist mit Kontrollen? Wie oft wurde von Euch der MwST - Nachweis verlangt? Und wo, in welchem Land besonders oft?

    Wegen der CE Zertifizierung: beim Antrag auf den Internationalen Bootsschein braucht man den nicht mehr, hab extra beim adac nachgefragt. Ich gehe einfach mal davon aus dass das für mich eher das wenigste Problem darstellt, oder ist das auch wieder ein Papier, das man bei Kontrollen irgendwo vorzeigen muss?

    ja das mit dem ersten Kaufvertrag ist eine gute Idee
    kayaknoatun.blogspot.de

  6. #6
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    Der Zoll ist auch seit Jahren aus dem Eintreiben der MwSt ausgeschlossen worden.
    Du kannst mal mit dem Bundesfinanzministerium Berlin oder Bonn telefonieren, die verbinden Dich dann mit einem Mitarbeiter in HH der Dir die gewünschten Auskünfte geben kann. Örtliche Finanzämter sind damit hoffnungslos überfordert.
    Ich gehe davon aus, dass wenn das Schiff in der EU gebaut wurde, stets innerhalb der EU verblieben ist, dass da keine MWSt fällig wird.
    Die Deutschen Finanzämter werden Dir, im Gegensatz zu den NL, keine Bescheinigung ausstellen, dass davon asgegangen wird, dass die MwSt. bezahlt wurde. Wichtig ist nur, dass das Schiff immer in EU-Gewässern bzw. In der EU an Land lag.

  7. #7
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    was für ein boot hast du denn nun gefunden, du suchtest ja länger nach alu?
    haribo

  8. #8
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    Zitat Zitat von urban Beitrag anzeigen
    Darf ich Euch fragen wie das so ist mit Kontrollen? Wie oft wurde von Euch der MwST - Nachweis verlangt? Und wo, in welchem Land besonders oft?
    Ich bin von Flensburg nach Griechenland "außenrum" gesegelt und bin nirgends kontrolliert worden, außer: An der Cote Azur hat mich ein großes Zollboot aufgestoppt und 3 Beamte haben mit ihrem Dinghi übergesetzt. Kontrolliert wurden die Personalpapiere der Crew sowie das Bootsdokument (bei mir BSH-Flaggenzertifikat). Vielleicht auch der SBF, erinnere ich nicht mehr. Bekannt ist, daß in Frankreich MwSt Zahlung kontrolliert wird. Ich habe eine Kopie des Kaufvertrags dabei, habe die aber nie vorzeigen müssen. Bei Ausstellung des Flaggenzertifikats prüft das BSH auch die MwSt Zahlung. Das weiß man in Frankreich, und akzeptiert das als MwSt Nachweis. In Griechenland wird relativ oft durch die Hafenpolizei kontrolliert, allerdings viel weniger als in den 80er und 90er Jahren. Hier geht es aber nur um die gr. Vorschriften, d.h. Vorhandensein des DEPKA und Zahlungsnachweis für das TEPAI.

    Trotzdem solltest Du sicherstellen, daß alles OK ist und Du entsprechende Nachweise führen kannst.

    Zitat Zitat von urban Beitrag anzeigen
    Wegen der CE Zertifizierung: beim Antrag auf den Internationalen Bootsschein braucht man den nicht mehr, hab extra beim adac nachgefragt. Ich gehe einfach mal davon aus dass das für mich eher das wenigste Problem darstellt, oder ist das auch wieder ein Papier, das man bei Kontrollen irgendwo vorzeigen muss?
    Ein Bootsdokument brauchst Du im Ausland auf jeden Fall. Das wird in allen Marinas/Häfen verlangt. Außerdem ist das der Nachweis, daß Du legal mit dem Schiff unterwegs bist und daß das nicht etwa gestohlen wurde.
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  9. #9
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    @CO2
    Das BSH kontrolliert bei der Ausstellung des Flaggenzertifikats ob die MWST. bezahlt wurde?
    Das ist mir neu! Die wollen einen Eigentumsnachweis haben und das ist meistens der Kaufvertrag. Da dieser aber bei Verkäufen zwischen Privatleuten keine MWSt. Drin stehen hat....können die garnix prüfen.

    @urban
    Das CE-Zertifikat wird nicht kontrolliert, nur bei Einfuhr des Schiffes. Bei neuen Yachten, die aus den USA kommen kontrolliert der Zoll ob so ein Zertifikat vorliegt und wenn nicht, darf die Yacht erstmal auf eine Werft/in eine Scheune etc. damit der Eigentümer der Yacht ein Post-Construction-Assessment durchführen (lassen) kann. Eigenbauten haben per definition auch kein CE und müssen auch nicht zertifiziert werden.....

  10. #10
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    @CO2
    Das BSH kontrolliert bei der Ausstellung des Flaggenzertifikats ob die MWST. bezahlt wurde?
    Das ist mir neu! Die wollen einen Eigentumsnachweis haben und das ist meistens der Kaufvertrag. Da dieser aber bei Verkäufen zwischen Privatleuten keine MWSt. Drin stehen hat....können die garnix prüfen.
    Doch, ich habe mein Schiff gebraucht gekauft und mußte zwecks MwSt Nachweis die quittierte Rechnung vorlegen, die die Herstellerwerft dem Erstbesitzer ausgestellt hat.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

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