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  1. #1
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    Standard Durchfahren Verkehrstrennungsgebiet Ostsee

    Hallo Seglergemeinde,
    ich habe da mal eine Frage - vor Kiel gibt es ja ein schönes Verkehrstrennungsgebiet ("Off Kiel Lighthouse") - was oft einfach im "Weg" liegt, wenn man auf die Förde zufährt - dann kann man sich überlegen, ob man in Richtung Norden vorbei, oder Richtung Süden (und dann auch noch um das Sperrgebiet) vorbei fahren möchte. Jetzt sehe ich immer wieder viele Segler (mit Schiffen sehr unterschiedlicher Größe), die direkt und nicht in 90 Grad-Richtung durch das Gebiet durch fahren. Ich dachte immer, ich hätte gelernt, dass man durch solche Trennungsgebiete immer nur in der "richtigen" Richtung usw. befahren darf? Habe ich da was falsch verstanden? Gelten diese Regeln nicht für Fahrzeuge unter 20 Metern, wenn die die Schifffahrt dadurch nicht behindern?
    Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch - wer kann hier hilfreich sein...???
    Danke und Gruß

  2. #2
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    Was die „anderen““ tun, kann Dir egal sein.....kauf Dir mal eine SeeSchStrO, da steht alles drin, was Du zu dem Thema wissen mußt.

  3. #3
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    Sehr sympathische Antwort von 2ndtonone... Vielleicht etwas sachdienlicher: Wenn man ein Verkehrstrennungsgebiet durchqueren muss, dann sollte das auf die schnellste Art geschehen. Die 90 Grad Querung ist wahrscheinlich meist die schnellste Querung, aber z.B. bei versetzendem Strom könnte auch ein etwas abweichender Kurs schneller sein. Hauptsache man hält die Querung so kurz wie möglich.

  4. #4
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    Hier mal was Amtliches.KVR Regel 10
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  5. #5
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    Zitat Zitat von GER-387 Beitrag anzeigen
    Sehr sympathische Antwort von 2ndtonone... Vielleicht etwas sachdienlicher: Wenn man ein Verkehrstrennungsgebiet durchqueren muss, dann sollte das auf die schnellste Art geschehen. Die 90 Grad Querung ist wahrscheinlich meist die schnellste Querung, aber z.B. bei versetzendem Strom könnte auch ein etwas abweichender Kurs schneller sein. Hauptsache man hält die Querung so kurz wie möglich.
    Das ist falsch. Die Kiellinie des Schiffs muß 90° zur Richtung des VTGs zeigen. Grund ist, daß Schiffe die dem VTG folgen, ein querendes Schiff so am besten erkennen können. Die Dauer der Querung ist dabei irrelevant. Bei Strom in Richtung des VTG kann die Querung also durchaus länger dauern und man kommt obendrein nicht dort raus, wo man eigentlich hinwollte.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  6. #6
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    Zitat Zitat von CO2 Beitrag anzeigen
    Die Dauer der Querung ist dabei irrelevant. Bei Strom in Richtung des VTG kann die Querung also durchaus länger dauern und man kommt obendrein nicht dort raus, wo man eigentlich hinwollte.
    Die Querung wird unter Motor nie und unter Segeln auch nur dann länger dauern, wenn die FdW auf diesem Kurs quer zum VTG um so viel geringer ist als die auf einem abweichenden Kurs (z.B. bei Gleitern), dass die Wegeverlängerung beim abweichenden Kurs kompensiert werden würde. (Ist halt ein bisschen Vektorenrechnung, wo war noch gleich der Thread zur Notwendigkeit einer Logge für FdW?)

  7. #7
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    kauf Dir mal eine SeeSchStrO
    Gibt's ja sogar für lau, ebenso wie die KVR und alle anderen Gesetzestexte. (Aber wie sagte schon das Kanguru: Lieber 5mal nachgefragt, als 1mal nachgedacht...)

  8. #8
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    So, ist ja nun geklärt, 90 Grad Kielline, also bei VTG Ost-West bedeutet 000 oder 180 Grad am Kompass, so die reine Lehre.

    M.E. eine Regel, die etwas veraltet ist. Das mit der Sichtbarkeit halte ich für ein Scheinargument, denn wenn man das Boot bei 80 Grad nicht sieht, sieht man es auch bei 90 nicht. Früher gings auch nicht anders, weil man den COG (von mir aus auch KüG) nicht kannte oder kompliziert ermitteln musste.

    Ich habe im Bereich Nordsee/Kanal die dortigen VTG gefühlt 1000x gequert, meist ist die 90 Grad Regel nicht praxistauglich anwendbar, da man nicht vernünftig vorwärts oder den Dickschiffen zu Nahe kommt...und man kommt nicht dort an, wo man hin will.

    Deswegen fahre ich so dadurch, wie es am besten klappt, also gutem SOG und Abstand zum Verkehr, dann wird es halt auch schonmal 60-70 Grad, hat noch nie "Mecker" gegeben.

    Mit zeitgemäßer Naviausrüstung ist das Alles auch kein Hexenwerk, man kann min. 20 SM in die VTGs hineinschauen und weiß schon sehr früh, ob es knapp wird, also zB CPA <100m. Wird es knapp, reicht meist eine kleine Kurskorrektur, CPA steigt, auch die Crew auf dem Dickschiff ist beruhigt.

    Und am Rande: Ob und wie genau die 90 Grad Regel tatsächlich eingehalten wird, kann ein Außenstehender kaum ermitteln in einem Gezeitenrevier...
    42!

  9. #9
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    Letzteres ist leider nicht richtig: die Schupos zur See im VTG German Bight kennen ihre Kunden sehr wohl und stellen gerne ab und zu mal ein kleines ticket!!
    Auch gibt es AIS, Radar mit dem man den Knden sauber überwachen kann.
    Ob es jedesmal zu einem Ticket kommt, liegt im Ermessungsspielraum des Überwachers.......


    P.S. Die Regel ist nicht veraltet, sie gilt immer noch und ist damit aktuell.

  10. #10
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    Naja, eine Regelung kann sehr wohl veraltet sein und dennoch gelten, genau das macht es ja problematisch.

    Gut, die deutsche Waschpo kontrolliert wohl gerne, FR/UK/NL sind da entspannter.

    AIS/Radar bringen zur Überwachung dieser Regel in einem Gezeitenrevier rein gar nix, denn der erkennbare bzw. mitgeteilte COG lässt keinen unmittelbaren Rückschluss auf das Heading zu.

    Es geht auch nicht darum, wild im VTG hin&her zu shippern, sondern es flott und ohne Blutdruckerhöhung bei den Crews der Dickschiffe zu durchqueren. Und: Ich bin auf einem Segelboot unterwegs, die Regel lautet "möglichst" und nicht "unbedingt"
    42!

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