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  1. #1
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    Standard Einhand Gennaker segeln

    Hallo Forumsmitglieder,

    wie handhabt Ihr das auf einem 40ft Fahrtenschiff (nur Info, bei kleineren genauso...) mit dem Grossegel bei einer Halse mit dem Gennaker.....wenn Ihr alleine an Bord seid.

    Bevor ich halse hole ich das Groß dicht und fasse dann die Shoot(en) für den Gennaker an und halse dann per Autopilot.....wenn Gennaker steht, fiere ich das Großsegel wieder.....

    Nun habe ich schon oft gesehen, u.a. (Video youtube) das das Großsegel nicht dicht geholt wird und dann mit dem Gennaker gehalst wird.....da graut es mir, wenn ich sehe wie der Großbaum zu anderen Seite wechselt (für mich eine Patenthalse) und sicherlich nicht materialschonend....

    sehe ich das falsch oder warum macht man so etwas ?
    Gerne bitte Eure sachliche Meinung dazu...vielen Dank.

    Gruß
    Jens

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Kirubin Beitrag anzeigen
    warum macht man so etwas ?
    Weil's geht. Was man auf youtube häufig sieht, sind Halsen von gleitenden oder surfenden Booten. Bei hohem Speed ist der Winddruck entsprechend geringer. Wenn dann noch kurze Bäume ins Spiel kommen, dann ist das vermeintliche Problem keines mehr.
    Beim 40'-Verdränger mit langem Baum und ordentlich Wind muss man das nicht unbedingt nachmachen. Problemlösung für den konkreten Fall habe ich leider nicht, da ich weder mit 40' einhand noch mit Genni unterwegs bin; 24' mit Genua läuft anders, da habe ich die Prio beim Groß, das geht aber auch schnell rund achtern und wird nicht langsam gefiert, die Genua läuft halbwegs parallel (man hat ja 2 Hände) und wird erst nach dem Groß feingetrimmt.

  3. #3
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    Die Patenthalse würde ich auf jeden Fall vermeiden - zu gefährlich für dich und das Rigg. Ich nehme vor der Halse das Gross maximal dicht und kümmere mich dann erst mal um das Vorsegel (bei mir ein Spinnacker). Auf den zusätzlichen Vortrieb vom Gross kannst du auch vorübergehend verzichten, solange du nicht Regatta fährst.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  4. #4
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    Das dichtgeholte Groß kann bei etwas mehr Wind dazu führen, dass man (bzw der Autopilot) auf dem neuen Bug kurz überfordert ist, wenn man ein paar Grad zu weit dreht und dann kurz auf der BAcke liegt, weil die Segelstellung eben nicht zum Wind passt, weil zu dicht.
    Ich gehe einhand (bei Wind >10kn) bei der Gennacker-Halse immer auf Nummer sicher, ziehe den Bergeschlauch runter, Halse das Groß und anschließend den Bergeschlauch wieder hoch. Es gab schon einige Situationen, wo ich den Genni nicht sauber außenrum bekam und er sich um das Vorstag gewurschtelt hat. Das wieder rauszuziehen, erfordert m.E. mehr Energie, Raum und Aktion, als das kurzzeitige Bergen.
    Den auch vorhandenen Blister (ohne Bergeschlauch) habe ich schon oft sehr "blöd" gehalst, nämlich immer nur mit einer Schot gefahren, auf altem Bug die Schot (Schäkel) aufgemacht, das frei fliegende Segel vorn rumgefahren, hoch an den Wind gegangen und die neue Schot eingeschäkelt, wenn das Schothorn fast ins Cockpit flattert. Das sieht zugegeben sehr kurios aus, aber auch das war einhand immer einer recht einfache bzw sichere Möglichkeit.
    Dazu muss ich noch sagen, das Boot hat keinen Rüssel und das Segel somit einen eher kleinen Abstand zum Vorstag, was ein Nachteil ist.

    Gruss
    jan

  5. #5
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    Hallo, ich halse grundsätzlich, ohne die Großschoot dichtzuholen, denn ich habe eine "Baumbremse" eine Variante eines Bullenstanders. Der Großbaum geht von alleine rüber, und das so sanft, wie ich es per Spannung des Bullenstanders eingestellt habe. Das hat dazu geführt, daß ich das Halsen gegenüber der Wende bevorzuge, falls möglich (und sinnvoll), weil es einhand einfacher ist.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #6
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    Standard

    Manchmal ist überlegen und logisches Verhalten einfach korrekt. So wie Du das machst ist das völlig OK, vielleicht würde ich die Halse selbst OHNE Autopilot fahren und ihn erst zuschalten wenn ich durch den Wind bin, vorher halt die Gennackerschot weit aufieren.
    Man muß ausserdem nicht alles nachmachen was männlich-herb in Videos vorgeführt wird. Man denke mal drüber nach warum Jemand so ein Video überhaupt einstellt, hat eher was mit "schaut mal her was ich kann" zu tun.

    Und die Windsituation beim Gennackersegeln wird nicht übertrieben stark sein, es sei denn man möchte gerne immer wieder neu kaufen.
    Übrigens gibt es für mich kein schulmeisterliches Segeln. Aus meiner Sicht ist alles was funktioniert richtig, egal was da Andere für Waisheiten von sich geben. Wäre es anders würden wir alle Einheitskleidung tragen.

    Ich pflege Leichtwindsegel immer nur auf längeren Strecken zu setzen, da wo es sich bezahlt macht und ich dabei nicht unbedingt Manöver fahren muß. Daher stellen sich die Probleme mit Halsen eher selten. Segle auch oft singlehand.

  7. #7
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    Einhand mache ich es so:
    1) Gennaker einrollen
    2) Grossschot dicht
    3) Gross passend fieren
    4) Gennaker ausrollen

  8. #8
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    Standard

    Und dann gibt es noch die Variante die Gennischoten aussenrum zu fahren. Dadurch flattert das Segel in der Halse aussen herum und kann nach dem Halsen des Großsegels einfach geholt und beigesetzt werden...

  9. #9
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    Zitat Zitat von fendant Beitrag anzeigen
    Einhand mache ich es so:
    1) Gennaker einrollen
    2) Grossschot dicht
    3) Gross passend fieren
    4) Gennaker ausrollen
    Und wenn man mit Bergeschlauch oder gar pur segelt????

  10. #10
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    Zitat Zitat von Patrese Beitrag anzeigen
    Und dann gibt es noch die Variante die Gennischoten aussenrum zu fahren. Dadurch flattert das Segel in der Halse aussen herum und kann nach dem Halsen des Großsegels einfach geholt und beigesetzt werden...
    Na ja, so hat es der TO wohl eh' gemeint, anders würde eine Halse wohl als Eieruhr um das Vorstag enden. Dann wäre das Thema endgültig besprochen.

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