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  1. #11
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    Also Einhand wird jemand auf einem 40" Boot mit einem Gennaker der mindestens 100 m² hat, nicht mehr über 12-14 Knoten Wind fahren.
    Wenn doch, will ich einen Video Beweis. ;-) (und kommt mir jetzt nicht mit irgendwelchen Einhandklassen. Das sind Profis und die haben wir hier im Forum nicht)

    Mit diesen Voraussetzungen als Wind nicht mehr als 12 Knoten ist es absolut kein Problem den Baum einfach umschlagen zu lassen. Das ist keine Patenthalse (die ist ungewollt) sondern einfach eine Halse.
    So mache ich das bei uns auch immer. Meine Frau steuert die Halse und ich kümmer mich ausschließlich um den Gennaker (130m²). Das Groß bedient sich "selber".

    Oudside Gybes haben den großen Nachteil, dass man wenn man es nicht richtig macht, die Schot ins Wasser fällt und man drüber fährt. Das ist Einhand sehr großer Mist und Endet meistens damit, das man die Blase bergen muss um die Leinen zu klarieren.
    Also Oudeside Gybes funktionieren nicht mit "flatternden" Gennaker, dann ist die Schot zu 100% im Wasser und anschließend unter dem Kiel.

    Einhand und Shorthanded Segler benutzen bei viel Wind in der Regel einen Bergeschlauch. Mit dem kann man auch gut Einhand Halsen. Das macht man natürlich nicht wenn man nach jeder Seemeile Halsen muss.
    Gruß Norbert

  2. #12
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    Da sollte der Norbert doch mal beim Silverruder, Vegvisir oder Onestar Challenge vorbeischauen wo die Jungs auf den 40+ Füssen das regelmäßig mit ihren Gennis beim Halsen machen und das auch bei mehr als 12 Knoten. Manche machen das sogar mit ihrem Spi und AP....

    Alles Übungssache...Und outside klappt mit so einem kleinen Hilfslattendödel am Vorliekshals des Genni auch ohne die Schot vor den Bug zu werfen.
    Es sei den die fallen auch alle in die Kategorie Hochseeprofis....
    Merke man braucht keine 10 Mann für 40 Fuss, da bleibt bei jedem Abendessen noch reichlich Geld übrig....

  3. #13
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    Moin,

    ich hatte meine Dyas mit einem Gennaker ausgerüstet, weil ich viel einhand unterwegs war und der Spi für mich allein nicht handhabbar war. Da habe ich das Thema Halsen bis zum Ende "erforscht" und was ich rausbekommen habe konnte ich gut auf Dickschiffe mitnehmen. Ein paar wichtige Punkte:

    - Wenn der Gennaker zieht, ist der Druck im Groß trivial.
    - Zu viel Beachtung und Bedienung des Groß führt dazu, dass 1. der Gennaker nich sauber genug geschotet werden kann und 2. der Druck im Groß zu hoch ist und dadurch die Anfälligkeit für Luvgierigkeit zunimmt.
    - Die Halse wird also mit geringer Kursänderung gefahren, dafür mit vollem Speed. Der Autopilot wird in 1° Schritten bedient, bis der Gennaker kurz vor dem Tod durch Einfallen ist.
    - Der Gennaker wechselt den Bug und ich fahre für einen Moment Butterfly, bis das Boot voll läuft.
    - Dauert nicht lange, bis das Groß entlastet und "leicht" wird.
    - In dieser Situation habe ich Zeit und Ruhe. Wichtig ist, dass das Groß mit offenem Niederholer auf dem neuen Bug ankommt. Das vermeidet das schlagartige Krängen, Anluven und das Reinknallen des Baums in die Schot.
    - Also +10° und wenn dass Groß sich bewegt, Baumniederholer auf. Nicht zu früh, sonst kommt das Ding nie rüber ;-)

    Man lässt sich also quasi recht gemütlich von dem Gennaker durch die Halse ziehen. Geht ganz soft. Das ganze funktioniert auf einer Rutsche genauso, wie auf einem Langkieler.


    Viele Grüße R.


    Edit: Das Thema Baumbremse erleichtert natürlich gedanklich sehr. Ich hab mir aber nie eine angeschafft.

  4. #14
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    Hallo RunTanplan, die Baumbremse habe ich auf meinem Schiff vorgefunden. Möglicherweise hätte ich auch keinen Gedanken daran verschwendet, wenn sie nicht schon dagewesen wäre. So habe ich das Ding natürlich eingesetzt, und kann bestätigen: Tolle Sache! Der Hauptpunkt dürfte die drastische Verminderung der Unfallgefahr sein, weil der Baum nur noch mit eher ungefährlichem Tempo rüberkommt. Man muß das auch nicht extra aufriggen, sondern das wird angebracht, wenn das Groß angeschlagen wird, und bleibt so bis zum Ende der Saison, kann also nicht vergessen werden. Es behindert oder verlangsamt kein Manöver, im Gegenteil, beim Halsen läßt man den Baum, wie er gerade will, ich habe einhand nur noch mit der Genua zu tun.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #15
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    Ich fahre auf unserer Pogo40 das (auch einhand) so ähnlich wie Du - Kurs TWA ca 160..170 Grad, Traveller mittig, Großsegel dicht (ansonsten gibt es Kleinholz), neues Backstag ansetzen, Spi fliegen lassen, neue Schot durchholen und dabei per AP in 10er Schritten durch den Wind bis etwa TWA 160 oder TWA 150 ( bei weniger Wind ), Wenn Spischot halbwegs passt, neues Backstag dicht, altes Backstag auf, Groß auf und Traveller rüber fahren sowie (Pogo-spezifisch ) Baumniederholer ansetzen

    Wichtig bei unseren Riesentüchern ( A2 = 185qm) , genügend Fahrt im Schiff zu haben, denn nur dann geht es einigermaßen leicht und man schießt nicht in den Wind, wenn das dichte Fathead-Groß rüber geht.
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  6. #16
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    Man kann es drehen und wenden wieman will, der Gennacker ist ein Vorsegel welchels vor dem Wind kreuzend eine höhere VMG als platt vor dem Laken segelnd ermöglichen soll. Schafft das Schiff das nicht , ist der Genni hinsichtlich Leistung das falsche Segel.
    Mehr noch, bei minderen Windgrschwindigkeiten ermöglicht der Gennacker dem rechtem (!) Schiff ein - bis zweifache Windgeschwindigkeit zu laufen. Racer/Cruiser schaffen bei minderen Windgeschwindigkeiten gar 3-4 fache Windgeschwindigkeit.
    Man geht da anfangs auf halbwinds, zieht langsam tiefer, erreicht einen AWA von unter 90 Grad bei TWA von plus 135 Grad.
    Schnellste Multis , 18Footer , Open 60 und dergleiche ziehen gar bis 160Grad TWA herunter . Schwierig das , hohe Schule.

    Spätestens hier wir deutlich das es für unterschiedliche wahre Windgeschwindigkeiten und unterschiedliche Fähigkeiten der Rumpfgüte , also um mehr als Windgeschwindigkeit UND Rumpfgeschwindigkeit zulaufen unterschiedlicher Segelflächen " vor dem Wind " UND vor allem Schnitte eine Gennackers bedarf.
    Dies Vorsegel arbeiten alle am Wind !

    Das wurde weiter oben bereits anhand von Minis recht gut beschrieben ,angerissen. Will man alles abdecken braucht man 5 bis sechs Gennacker.

    Der gemeine Segler , der Fahrtensegler mit gelegenltlichen Regattaambitionen kauft hingegen aus monetären Gründen nur einen Gennacker.
    Jo, ererwarte nun....
    Ja, was erwartet er ?
    Gleitfahrt raumwinds ?
    Schneller platt vor ...?
    mehr als Rumpfspeed bei welchem Kurs , welchem Windspeed, welchem U- Schiff ?

    Interessant , vielmehr erhellend finde ich bei solch Diskussionen , also ob ein Gennacker sinnvoll ist, die Statemants der Racer/ Cruiser.
    Unsere Racer Kameraden die allermeist Schiffe segeln die obige Kriterien nicht erfüllen, und sei es aus vermessungstechnischen Gründen,ziehen allermeist den Spinnacker vor.
    Dat is' Praxis. Praxis fürLeistung, sprich Wettfahrtergebnisse.
    DerCruiser denkt anders. Vor allem denkt er hinsichtlich Leistung zu kurz.
    Hinsichtlich einfacher Bedienung eines Gennackers aber denkt er perfekt vorraus.
    DatDing is' mit neuesten Furler- Features , ( upside - down, whatever) eine echte Erleichterung.
    Es ist und bleibt der wesentlich bessere Blister.
    Na ja nun, da muss man also nicht , wie so oft erwähnt zum Segelmacher seines Vertrauens hin,
    dat langt nich'.
    Neue Segel, vor allem Am- Wind Segel stehen Anfangs immer gut.
    Dieses "Vertrauen " spiegelt sich beim Kunden im Preis wieder.
    Mmh...

    Gute Segel kann der, ein (1) Segelmacher nur machen wenn er das Schiff, sprich dessen Möglichkeiten, dessen Potential , versteht, beurteilen kann.

    Ich gebe
    Beispiele

    Mein 35' Trimaram wog 1700kg, da Schiff konnte. Der Segelmacher kam vier Mal um zu disskutieren was wir für ein Stell brauchten, nicht wollten. Das Rigg war 3/4 , Code 0 auf 7/8 , und/oder Genni auf Topp.
    Das volle komplexe Programm.

    Mein jetziges Schiff von 4,5to , bei einer WL v. 9,3m , bekam von mir einen Teleskopspriet v. rd 1,6 m.
    Dieses Schiff wird nur mit dem Code 0 bei einem wahrem Wind von 4- 5Kn schneller als der Wind laufen, unter Codes 0 bei einen AWA v. 45 Grad.
    Der Hals des Code 0 liegt dabei rd. 40 cm vor dem Steven.
    Ich sprech das mit meinen Segelmacher durch. Er settzt die max. Profiltiefe da und so zurück. , macht dat Ding flacher, kompensiert den Durchhang diese freifliegenden Vorsegelsdurch 1-2 % , usw....
    Mit " meinem" Gennacker, also jenem für mein Schiff, verfâhrt er genauso.

    Ich kaufe keine Standardsegel. Ich stelle sicher dass mein Segelmacher mehr kann als ich, meine Ansprüche und mich versteht, mein Schiff versteht , mein Revier versteht, meine Segelweise versteht.

    Was ich mit diesem Post ausdrücken möchte:
    Das Schiff muss gennacker- , Code o- tauglich sein, nicht umgekehrt.
    In Maßen , sprich bei bestimmten Windgeschwindigkeiten UND Richtungen, kann man unter den vielen Schnitten mit viel Know- how die rechte Wahl treffen.
    Oder aber man kauft sich einen 0/815 und ist damit ohne Konkurrenz immer zurfrieden, , glänzt unter idealen Bedingungen für diesen Schnitt selten richtig, oder so.


    Es geht hier um Einhand Genni.

    Nein, es geht hier m. E. um Grundsätzlichkeiten eines asymmetrischen Vorsegels .
    Über dessen einhändigen Händlings kann man danach sprechen.
    Nee, der TE hat ja schon einen " Lappen"






    Segelwerkstatt Stade
    Geändert von supra (Gestern um 23:25 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

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