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  1. #1
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    Standard Die hässliche " Britannia"; was steckt dahinter ?

    Der Rumpf des neuen britischen AC- Bootes " Britannia" ist nicht konsequent auf Leistung getrimmt, geshaped, er ist radikal auf auf Leistung geshaped.
    Form follows Function.
    Der Rumpf ist abnorm gestaltet, das Design ist neu, strange , es erscheint deshalb vielen als hässlich.
    Welche Ideen, welche Überlegungen aber stecken dahinter ?
    Dat Schiff wird foilen, es wird fliegen.
    Es wird bereits bei geringen Windgeschwindigkeiten fliegen. Man braucht also keinerlei hydrodynamische Kompromisse mehr eingehen.
    Der Rumpf hat nahezu kenen Kielsprung, es gibt in den achteren Sektionen kaum noch Verringerung der Wasserlinienbreite, in den vorderen Sektionen gibt es max. leicht positive angeströmte Sektionen um den Lift durch die Foils beim Start des Flluges zu unterstützen?
    Wâhrend Open 60 noch versuchen bei jedweger Krängung minimal WLB , minimalen Kielsprung zu realisieren, siehe Chines und Scow-Bug, kan der AC Cupperdarauf verzichten.
    Der Rumpf des AC- Cuppers ist ein Brett, ein Bügelbrett. Dieses Bügelbrett erfâhrt durch die Foils , , ja DIE Foils, also Hauptfoils und Ruderfoil keinerlei schädlichen, sprich negativen Trimmwinkel.
    Weder in Längs- , noch in Querrichtung.
    Soweit der Plan.
    Nu' aber stürzt das Ding in der Wende, evtl. in der Halse mal ab. Anstellwinkel von Mainfoil, Anstellwinkel v. Ruderfoil ( Stabilizer) , Anstellwinkel des neuen leewärtigen Mainfoils matchen nicht ( sofort) mit dem Krämgungsvektor, oder dem diagonalen Krärängungsvektor durch die Segelfläche.
    Kurzum, dat Biest stürzt ab, der Bug unterschneidet, beim GAU überschlagt es sich. Siehe Hobie 16.
    Was macht man ?
    Für Multihulls wurde der Wabepiercer enwickelt . Spitzester scharfer Bug mit nach Innen fallenden Bordwänden.
    Diese Bugsektionen gehen durch die Wellen statt mit prorgessiv zunehmendem Volumen anzubremsen und mit flachem, breitem Deck den negativen Trimmwinkel noch zu erhöhen. Pitchpoling ! Hobie 16.
    Kuckt euch mal die Bugsektionen der neuen " Hugo Boss"an.
    "Britannia" nun hat solch Wavepiercing Bug, mehr noch. DieserBug hat sowenig Freibord wie nötig,für sowenig benetzte Fläche wie möglich.
    Warum aber gibt es diese Beule im Deck , in Masthöhe , nach oben ?
    Dat is dat Süll, es grenzt das Cockpit ein . Im wahrstem Sinne ! Dieses Sùll ist ein Winglett,ein Grenzschichtzaun für das den Cockpitboden, sprich das gesamte Deck.
    Kuckt euch die Pix an, schneidet das Schiff auf Kiellinie lângs durch.
    Was ihr dann seht ist ein Flügelprofil . Unten Platt, Nasenradius , oben gewölbt.
    Ein Deltaflügel Winglets ( Sülls) die bei rd. 30% beginnen.
    Dieser Rumpf ist ein Flügel !
    Bei projektierten maximalen Geschwindigkeiten v. gut 50kn , und Flug (!) ist die aerodynamische Auslegung des Rumpfes nur konsequent, erscheintnun weniger radikal , hâss.ich.
    Form folgt der Funktion.
    Auch wenn das Schiff nicht erfolgreich sein wird, es zeichnet den Weg der Foiler vor.

    https://www.yachtsandyachting.co.uk/...der-britannia/

    Anologie , X-Craft f. Spaceshuttle. Diese Dinger, es gab da v. versch. Herstellern mehrere, wurden " Flying Bodies" genannt.
    Nomen est omen.
    http://nhungdoicanh.blogspot.com/201...tta-x-24a.html

    Wavepiercing Bow.
    Ei kucke da , erstes Pic und übliche 30Grad Krängung, oder mehr. Siehe wo Deck beginnt , nämlich beim Seezaun.
    DieserWaviercing Bug ist für diezu erwartenden Krängung rund umdie Welt optimiert.
    Spray soll ohne Deflektion weg. Man nimmt da keine Rücksicht wmehr ob diese Gischt ins Cockpit jagt. Das Schiff hat kein Cockpit mehr. Es hat einen langen Aufbau mit negativen Deckssprung.
    https://www.imoca.org/en/news/news/t...ee-globe-glory
    Geändert von supra (18.10.2019 um 02:24 Uhr)

  2. #2
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    Cool, die Tragflächen ersetzen wir durch Foils. Das Höhen- Seitenruder wird zum inverted T- Rudder ( Stabilizer).
    Der Rumpf is' Flügel .
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/File...Soufflerie.jpg

    Nachtrag
    Messerflug, ma' googelln.
    Geändert von supra (18.10.2019 um 03:03 Uhr)

  3. #3
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    Hallo,

    mein Rumpf ist so ein Flügel.
    http://2.bp.blogspot.com/_rUHyHq68ak...tinX24-bia.jpg
    genial ...

    Irgend wie ist alles eine runde Sache.
    Und alles was rund ist, ist teuer, fazinierend ...


    Peter

  4. #4
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Rumpf ist so ein Flügel.
    http://2.bp.blogspot.com/_rUHyHq68ak...tinX24-bia.jpg
    genial ...




    Peter

    Seltsames Schiff du da hast.
    Sieht für deine Mindergeschwindigkeiten aus wie fester Pressfurz nach Bohnen.
    Na ja , Flügel , du lässt ja auch "fliegen" ....




    @all,
    Ich möchte hier , ausser auf "Looping-vektierte Blasen" , niemanden verschrecken.
    Konstruktive , themenbezogene Beiträge sind willkommen.






    .
    Geändert von supra (19.10.2019 um 01:14 Uhr)

  5. #5
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    Aber natürlich,

    dann schreib doch etwas über das Wesentliche:
    Über das geringe Gewicht des Schiffes und über die mögliche Statik in den "Flügeln".


    Peter

  6. #6
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    ................
    Geändert von supra (20.10.2019 um 02:49 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen

    .....schreib doch etwas über das Wesentliche:
    Über das geringe Gewicht des Schiffes und über die mögliche Statik in den "Flügeln".


    Peter


    *Zitat von K.Lauer *
    Aber natürlich,

    dann schreib doch etwas über das Wesentliche:
    ...über die mögliche Statik in den "Flügeln".



    Dascha nu' ne Nummer zu weit..
    Wie die gelieferten , einheitlichen Foils strukturiert sind wüsste ich auch gerne.
    Nee, eigentlich nicht. Wat die da an Elastizitätsmodulen mit Kohlefaser, evtl. Monocoques, und / oder Holmen für diese artilulierenden und hohcklappbaren Foils berechnet, ausbaldowert haben . geht über unser aller Horizont.

    Wesentlich interessanter ist da die Auftriebsverteilung der Foils . Es sieht ja auch befremdlich aus wie diese Monos da scheinbar nur auf dem Leefoil dahinfliegen, Die Fliegen nicht nur aud dem Leefoil , das Inverted T- Rudder spielt da eine entscheidende Rolle
    Dat war ja nun auch der Grund warum die Amis nach extremstem Rückstand den letzten AC doch noch gewonnennen haben.
    Letzendlich war es Lastverteilung welches den Erfolg brachte. Das Rudderfoil trug mehr Last.
    ( Ich habe das hier damals
    detailliert beschrieben)
    Heute ist das Setup etwas anders. Das ist hier aber nicht das Thema.

    Bei den propagierten Höchstgeschwindigkeiten der neuen AC- Boote stößt man an superkavitierende Foils .
    Die gibt es nicht wirklich.
    Die Konsequenz ist daher frühestes Foilen, will heissen bei geringen Windgeschwindigkeiten. Auch bei Manövern , z. B. Wenden will, nein muss man in in der Luft bleiben.
    Dafür nutzt man eben auch den Rumpf als Auftrieb lieferndes , als "notwendiges" Ding.

    Was kommt demnäxt ?
    Open 60
    Dat sind diese Einhand- Biester die foil-assisted ,zeitweise mit extremer Krängung, auf dem Leespant (Chines) unter allen Vorsegeln mit 20-30kn so dahindonnern.
    Positiver Trimmwinkel , aber immer noch wasserbehaftet. Nicht statisch , sondern dynamisch, Foils und Gleiten. positiver Trimmwinkel.
    Dat funzt automatisch! Elektroniktricktick machen das.
    Die neue " Hugo Boss" hat desdewegenst nicht mal mehr ein Cockpit.
    Der nexst Step, nach der Foil Assistance , wäre nun die Beams für die Abstagung des drehbaren Masts als Flügel auszuweiten. Als artikulierende Foils, also Flügel mit Flaps.*
    In Luv erzeugt man durch negativ angestellten FLap weniger Krängung ( negativen Lift) , in Lee umgekehrt (positiven Lift) .
    Ziel dieser Konfiguration wäre es primär nicht die Krängung zu verringern.
    Bei jetzigen foil-assisted Open 60 ist die Krängung gewollt , sie verringert die Wasserlinienbreite drastisch.
    Ziel diese Airfoils wäre es das
    Leefoil zu unterstützen, der Rumpf soll ganz aus dem Wasser. Auch , nein , vor allem auch bei geringeren Windgeschwindigkeiten.
    Erfâhrt solch fliegende Rumpf durch sein leewärtige Hydrofoil und seine beiden Aerofoils dann keinerle Krängung mehr,
    geht man noch einen Schritt weiter.

    Man geht Richtung WIG , das steht für Wing In Groundeffect ( Bodeneffektfahhrzeug)
    Ein Flugzeug erfâhrt bei der Landung , wenige Meter über dem Boden, wesent
    ich mehr Auftrieb. Man möge da nach " Ekranoplan" googeln.
    Erfunden wurde dieses Prinzip von Alexander Lippisch. Bei Schleppversuchen zeigte sich das solch Gefährt nur eine Schunbkraft von 3% des Eigengewichts zum Flug benötigt !
    Sowietische Ekranoplans von gut 600to brauchten zum Start zwar 10 Strahltriebwerke, im Reiseflug jedoch nur noch zwei.
    Lipisch
    http://www.bing.com/images/search?q=...12&FORM=HDRSC2


    Zurück zur " Britannia"

    https://1.bp.blogspot.com/-1s7YuuuDb...Britannia1.jpg

    Der Rumpf als Tragfläche, also zum wahrem Fliegen des Bootsrumpfes; sprich Ausnutzung der Aerodynamik.
    Der U. S Amerikaner Burnelli war es.
    Der Mann hat vor knapp Hundert Jahren angefangen Flugzeugrümpfe so zu gestalten, dass sie aerodynamischen Auftrieb liefern. Sein erster Doppeldecker war schon cool , lieferte doch im Reiseflug von 83kn der Rumpf 50% des Auftriebs
    Ja, nun, die Reisegeschwindigkeit eines Doppeldeckerst liegt über der max. Geschwindigkeit eines heutigen Foilers.
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Burnelli_RB-2
    Für Jene denen es an Zeit mangelt den Link durchzulesen gebe ich zwei weitere Links .
    Eine Zchng. die das Prinzip verdeutlicht, sowie einen weiteren Link mit vielen Pix
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/File...er_15,1921.png
    http://www.diseno-art.com/encycloped...lli_cby-3.html

    Es sei hier nochmals darauf hingewiesen das auf einem Schiff der Rumpf aufgrund der minderen Grschwindigkeiten nur zusätzl. Auftrieb liefern kann.
    Bei Rennbooten allerdings nutzt manalle Möglichkeiten


    Eine spannendes Entwicklung

    Was wir in der "Britannia" verwirklicht sehen ist meines Wissens der erste aerodynamischen Lift generierende Bootsrumpf.
    Inwieweit nun diese " Rumpfaerodynamik" in Zukunft an Oceancacern, AC- Booten, ODs usw verwirklicht wird ?
    Wir wissen es nicht. können die dafür notwendigen Features , also Tragflügelrümpfe , Flügel, usw. nun erkennen, die jeweiligen Konzepte erkennen.
    Geändert von supra (20.10.2019 um 23:10 Uhr)

  8. #8
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    Ich warte auf das erste treibgut im meer, welches die foils abreisst ...
    Segeln hat zwar etwas mit fliegen gemein, aber wasser ist algemein hàrter als luft
    Dies ist nur meine meinung zum thema "sackgasse"
    Immer ne handflach wasser unterm rumpf
    Meint
    Toto
    Wer fliegen will, sollte sich federn "basteln",
    Die funktionieren auch zum segeln,
    sind kostengùnstiger und easy in der "mauser" zu wechseln

    https://forum.yacht.de/showthread.ph...ersuch/page100
    Geändert von round-world2 (20.10.2019 um 23:07 Uhr)
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  9. #9
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    Zitat Zitat von round-world2 Beitrag anzeigen
    Ich warte auf das erste treibgut im meer, welches die foils abreisst ...



    ]

    Dascha nu' schon vorgekommen
    Es hindert die Foilerentwicklung ebensowenig wie Vogelschlag die Entwicklung der Flugzeuge behindert hat.
    Wasser hat für Designer und Visionäre keine Balken.

    Ich möchte hier auch nicht über Sinn und Unsinn der neuen Entwicklungen , der neuesten Visionen debattieren.
    Deren Praktikabilität steht ausser Frage, ersteinmal.
    Die Evolution wird es richten,
    ich denke aber es ist äusserst interessant den Überlegungen der Entwickler , und damit letzendlich der Evolution folgen zu
    können.
    Das ist ein (1) Grund warum ich hier schreibe, Aufschlauen.
    Geändert von supra (20.10.2019 um 23:28 Uhr)

  10. #10
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    *Zitat von K.Lauer *
    Aber natürlich,

    dann schreib doch etwas über das Wesentliche:
    ...über die mögliche Statik in den "Flügeln".



    Dascha nu' ne Nummer zu weit..
    Wie die gelieferten , einheitlichen Foils strukturiert sind wüsste ich auch gerne.
    Nee, eigentlich nicht. Wat die da an Elastizitätsmodulen mit Kohlefaser, evtl. Monocoques, und / oder Holmen für diese artilulierenden und hohcklappbaren Foils berechnet, ausbaldowert haben . geht über unser aller Horizont.
    Hallo,

    davon gehe ich auch aus.

    Aber: Der Rumpf ist so flach, speziell rund und bestimmt extra leicht, um anfänglich möglichst wenig Widerstand im Wasser zu erzeugen.
    Das ist viel mehr wert, als der Widerstand in der Luft allein.


    Peter

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