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  1. #1
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    Standard Konfuses aus Bayern

    Hallo Segelfreunde,

    hier mal eine aktuelle Story aus Bayern. Dort gibt es seit vielen Jahrzehnten einen künstlichen Stausee. Geschaffen für die Stromerzeugung und den Hochwasserschutz der Region. Natürlich fanden auch Segler ihren Gefallen an diesem Stausee und sie durften sich hier auch ansiedeln.
    Seit einigen Jahren wurde dieser See auch von der Tourismusindustrie entdeckt, Bauunternehmen holen mit schwerem Gerät jeden Winter aus dem abgestauten See tausende Tonnen Kies aus dem Seegrund, Spekulanten gieren, in der aktuellen Niedrigzinsphase, darauf überdimensionierte Luxushotels und Wasserskilifte IN den See zu bauen.

    Mittlerweile ist der Segler hier nicht mehr erwünscht. Es gibt ein Nachtfahrverbot. Vom astronomischen Sonnenuntergang (heute Sommerzeit 18.24) darf sich kein Segler mehr auf dem See befinden. Strafe 128 €!
    Es wird strickt kontrolliert. Der See ist (offiziell) erst am 1. Juni jedes Jahres voll. Ein übereifriger Segler wurde heuer bereits am 28 Mai beim Segeln erwischt. Er bekam eine Verwarnung wegen illegalen Befahren des See`s.
    Dort wo wenige Wochen zu vor noch 4 Achser LKW und schwere Kettenbagger tausende von Tonnen Kies tagtäglich bis in die Nacht luden ..

    Es werden von der Wasserschutzpolizei maritime Seezeichen angeordnet, die fachlich sinnlos sind. Etwa eine schwarz - rot- schwarze Einzelgefahrentonne am äußersten östlichen Ende einer gut 70 Meter langen Untiefe neben einer Hafeneinfahrt. Dort wo logischerweise schwarz - gelb - schwarze Osttonne mit zwei Dreiecken - Spitze, außeinander hingehören. Mehrere Segler sind bereits aufgelaufen ..

    Selbst Ammersee und Starnbergersee Segler lachen bereits über uns. Natürliche Seen in Bayern ..

    Fazit: In meinem nächsten Leben were ich Schleswig-Holsteiner !

  2. #2
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Hallo Segelfreunde,

    hier mal eine aktuelle Story aus Bayern. Dort gibt es seit vielen Jahrzehnten einen künstlichen Stausee.
    Wie heisst er denn ?

  3. #3
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    Könnte der Forggensee sein. Der ist auf 1.6. bis 15.10. beschränkt (glaube für alle Freizeitnutzer).
    Im Winter ist glaube ich das Wasser abgelassen. Wann diese Regelung eingeführt weiß ich nicht. Ist ein bisschen kurz. Auch für die ansässigen Segelschulen und Bootsverleiher.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    Könnte der Forggensee sein. Der ist auf 1.6. bis 15.10. beschränkt (glaube für alle Freizeitnutzer).
    Im Winter ist glaube ich das Wasser abgelassen. Wann diese Regelung eingeführt weiß ich nicht. Ist ein bisschen kurz. Auch für die ansässigen Segelschulen und Bootsverleiher.
    Der Forggensee dient vor allem der Regulierung des Lech-Hochwassers nach Einsetzen der Schneeschmelze, also zum Hochwasserschutz, zur Niedrigwasseraufhöhung und zur Regulierung des Donau-Wasserstandes.
    Alljährlich im Oktober wird der Forggensee zum Hochwasserschutz des Lechs und wegen der kommenden Schneeschmelze nahezu gänzlich abgelassen, so dass man auf dem trockenen Seegrund spazieren gehen kann.

    Es ist daher klar, dass der Hochwasserschutz Vorrang vor den Belangen der Segler hat.

  5. #5
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    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    Der Forggensee dient vor allem der Regulierung des Lech-Hochwassers nach Einsetzen der Schneeschmelze, also zum Hochwasserschutz, zur Niedrigwasseraufhöhung und zur Regulierung des Donau-Wasserstandes.
    Alljährlich im Oktober wird der Forggensee zum Hochwasserschutz des Lechs und wegen der kommenden Schneeschmelze nahezu gänzlich abgelassen, so dass man auf dem trockenen Seegrund spazieren gehen kann.

    Es ist daher klar, dass der Hochwasserschutz Vorrang vor den Belangen der Segler hat.
    .



    Wat nich' all givt .

    Bayern
    Nich' konfus , sondern notwendig.

    Das mit den Tonnen aber nährt Klischees.





    Ich möchte dazu einschränken dass ich bisher nur einmal in Bayern war , nämlich in München, im Deutschen Museum.
    Das war klasse !
    Ach ja , in Oberschleissheim war ich natürlich auch.






    .
    Geändert von supra (29.10.2019 um 22:27 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

  6. #6
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    ...eventuell kann ja Sharky erst mal schreiben ob es sich wirklich um den Forggensee handelt.
    Ich weiß auch nicht wie lange die Befahrungsregeln schon bestehen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Fazit: In meinem nächsten Leben were ich Schleswig-Holsteiner !
    Ich bin schon nach 15 Jahren in Bayern Schleswig-Holsteiner geworden. Warte besser nicht, bis dieses Leben vorbei ist - das könnte sich ja noch ziehen ;-)

    Im Ernst: Die Bayerischen Segler segeln sehr gut, aber die Bayerische Regierung hat mit dem maritimen Alltag so ihre Probleme. Schonmal an der Donau in der Innenstadt festgemacht und Kaffee getrunken? Die haben es eher mit Bergen und Wäldern - ist ja auch schön.

    Gruß R.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    ...eventuell kann ja Sharky erst mal schreiben ob es sich wirklich um den Forggensee handelt.
    Sharky nannte: Hochwasserschutz, Kiesabbau, erst ab 1.Juni voll, Ammersee und Starnbergersee in der Nähe.
    Es spricht also vieles für den Forggensse.

    Sharky's Annahme, das Befahrensverbot sei nicht einzuhalten, weil zuvor bis in die Nacht Kies abgebaut wurde, ist allerdings etwas konfus.

    Die schwarz-rot-schwarze Gefahrentonne befindet sich normalerweise direkt über der Untiefe. Wer einen Sicherheitsabstand einhält, läuft auch nicht auf.

  9. #9
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    Hallo RunTanplan, die sehr spärlichen Liegeplatzmöglichkeiten an den Binnenwasserstraßen sind kein bairisches Problem. Das stellt sich in anderen Bundesländern ganz genauso oder noch schärfer. Zumindest an der Donau bin ich den schiffbaren Teil komplett abgefahren, und habe auch in Bayern noch für jede Nacht dieser Reise einen (kostenlosen) Übernachtungsplatz gefunden, eine gewisse Findigkeit vorausgesetzt! Da hätte man auch Kaffeetrinken können, z.B. Passau oder Deggendorf. Es gibt auch ausgesprochen schöne Plätze, z.B. Berching oder Riedenburg (am MD-Kanal).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  10. #10
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    Hi Sucher,
    ja - kann sein, dass es noch andere Katastrophenländer gibt. Zumindest kann man aber Bayern eine ausgewachsene Uncoolness im Umgang mit der Sportschifffahrt attestieren. Als jemand, der mit Booten und Häfen groß geworden ist, kann man da nur den Kopf schütteln. Aber die lassen ja auch im Winter das Wasser aus dem See :-D Wea ko der ko…

    Gruß R.

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