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  1. #21
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Ich will bzw. muss nicht bei Nacht segeln. Nur lass ich mir nicht gern vorschreiben, das ich meinetwegen am 13. Oktober um 18.23 Uhr im Hafen sein muss. Es ist noch hell und vielleicht geht außnahmsweise noch ein schöner Wind.
    Offenbar handelt es sich hier um ein persönliches Problem, denn die überwiegende Mehrheit unserer Bevölkerung akzeptiert durchaus Regelungen zum Schutze der Natur.

    Die Liste der in unserem Lande geltenden Fahrverbote - BV - und Uferbetretungsverbote ist - UB - übrigens sehr lang: https://www.kanu.de/go/dkv/_ws/media...regelungen.pdf

    Für das Steinhuder Meer gilt bsw. "1.11.-19.3. BV, übrige Zeit erlaubt, aber UV außer an gekennzeichneten Anlegestellen. Bootskennzeichnung erforderlich, mit Bojen abgetrennte Bereiche sind ganzj. gesperrt."

    Sharky, wie sieht es denn bei Dir mit den Geschwindigkeitsbeschränkungen im Strassenverkehr aus ?

    Lässt Du Dir evtl. auch nicht vorschreiben, wie schnell Du fahren darfst ?

  2. #22
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Übrigens wird das Kies aus dem See genau zur Hauptbrutzeit der Vögel gewonnen, selbstverständlich genau dann, wenn der See seinen niedrigsten Pegel hat: März und April

    https://www.hnd.bayern.de/pegel/ille...kanu=&days=365
    Sharky, der Kiesabbau erfolgt in der Seemitte und ist daher sehr weit von den Uferzonen entfernt, wo die Vögelbrut stattfindet.

  3. #23
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    Ich weiß durchaus um die Umstände am See.
    Um ca 60 % der Uferzone geht direkt mehr oder weniger direkt am Wasser ein Rad und Wanderweg, ansonsten Campingplätze, ein Ungetüm von Festspielhaus, Badeplätze und vieles mehr ..
    Die müßten dann ja folglich auch ab dem astronmischen Sonnenuntergang strikt gesperrt und kontrolliert werden ?!

    Es geht hier nicht um die allgemeine Bevölkerung, die es ja kaum betrifft. Unter Seglern und Fischern an unserem See wird dieses peinlichst genau kontrollierte Nachtfahrverbot durchaus breit diskutiert und kritisiert. Selbst Jäger aus der Region bestätigen, das sich Segler so gut wie gar nicht auf die Vogelwelt auswirken. Zumal ein Segelboot an den von Vöglen bevorzugten Flachwasserzonen eh nicht gesegelt werden kann.
    Spätestens ab August ist die Brut eh abgeschlossen ..

    Latong, ich halte mich durchaus an Gesetzte. Auch an die strikten Nachtfahrtverbotzeiten am Forggensee.
    Allerdings nehme ich nicht jedes Gesetz gedanken - und kritiklos hin. Mag der Großteil der Gesetze selbstverständlich Sinn machen, gibt es durchaus Vorgaben von der Legislative, die zumindest manchmal relativ sinnbefreit sind.
    Noch dazu, wenn die Einhaltung dieser Gesetzte ohne jegliches Augenmaß und Feingefühl von der Exekutive kompromislos überwacht wird.

    Ich halte mich an Tempolimit`s. So wie jeder andere Durchschnittsautofahrer auch, mal mehr - mal weniger. Aber nie drastisch überhöht.
    Aber ich trau mir zu behaupten, das die Wahrscheinlichkeit zur Verantwortung gezogen zu werden, wenn der Autofahrer mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit an einem Füssener Kindergarten vorbei fährt viel geringer ist, als wenn der Segler nicht pünklichst an seinem Liegplatz ist. (Beides Zuständigkeitsbereich Polizeiinspektion Füssen)
    (Um Mutmaßungen gleich vorzubeugen - an kritischen Bereichen wie Kindergärten halte ich mich immer an das Tempolimit bzw unterschreite dies bei Bedarf!)

    Was am Steinhuder Meer geschieht, interessiert am Forggensee nur bedingt. Die Vorgaben in Bayern gibt die "Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen" mit der "BaySchiffV" vor.

    Explizit damit:

    https://www.gesetze-bayern.de/Conten...ookieSupport=1

    Diese sieht kein Nachtfahrverbot für die bayerischen Seen vor. Das Nachtfahrverbot am Forggensee ist lediglich eine Idee (Gut, Vorschrift) vom Landratsamt Ostallgäu, die das Amt als Fleißaufgabe der BaySchiffV noch draufgesetzt hat.

    Übrigens hat dieses Amt keinerlei Skrupel, sich für geplante Wasserskilifte oder überdimensionierte Luxushotels im See in Mitten eines Landschaftsschutzgebietes auszusprechen und würde diese auch jederzeit entsprechend genehmigen. Siehe Hotelbau Festspielhaus IN der bewaldeten Flussmündung der Füssener Ach!
    Zum Glück scheitern diese fragwürdigen Projekte regelmäßig am Widerstand der Bürger. Die Region Füssen leidet seit vielen Jahren am ausuferndem Tourismus, overtourism.

    Es fehlt einfach die Relation. Es fehlt einfach das Augenmaß. Nicht der Natur, sondern dem Tourismus wird alles andere untergeordnet ..

    Latong, ich glaube Du hast ein persönliches Problem mit mir?! Als Segler dachte ich, ich kann mein (und vieler anderer Forggenseesegler) Anliegen auf diesem Forum kommunizieren und diskutieren ..
    Man kann und soll geteilter Meinung sein, nur persönlich sollte es unter den Forumsteilnehmern doch nicht werden?!

  4. #24
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Ich weiß durchaus um die Umstände am See.
    Um ca 60 % der Uferzone geht direkt mehr oder weniger direkt am Wasser ein Rad und Wanderweg, ansonsten Campingplätze, ein Ungetüm von Festspielhaus, Badeplätze und vieles mehr ..
    Die müßten dann ja folglich auch ab dem astronmischen Sonnenuntergang strikt gesperrt und kontrolliert werden ?!

    Helmut H. Kroiß - Luftbild des Forggensees von Norden

    Sorry, aber das Luftbild vermittelt durchaus den Eindruck, dass es sinnvoll ist, auch am Forggensee weiterhin Naturschutz zu betreiben.
    Das Vorhandensein von Festspielhaus und Badezonen kann doch niemals ein Grund sein, den Naturschutz rundum den See vollständig aufzugeben.
    Ausnahmen vom Naturschutz wie z.B. Festpielhaus und Badezonen sind im Interesse der Bürger. Die Interessen von Mensch und Naturschutz werden von der Verwaltung - so wie es überall sein sollte - gleichermassen berücksichtigt.



    Was am Steinhuder Meer geschieht, interessiert am Forggensee nur bedingt. Die Vorgaben in Bayern gibt die "Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen" mit der "BaySchiffV" vor.
    Einspruch. Du stellst die Bestimmungen am Forggensee als konfus und bayerische Besonderheit hin und übersiehst dabei, dass es überall in Deutschland ähnliche Einschränkungen zugunsten des Naturschutzes gibt


    Latong, ich glaube Du hast ein persönliches Problem mit mir?!
    Nein, ich kann Deine Argumentation allerdings nicht nachvollziehen und finde das Nachtfahrverbot in Ordnung. Das für den Wassersport zur Verfügung stehende Zeitfenster von frühmorgens bis abends ist meines Erachtens voll ausreichend, um unseren Sport auszuüben.
    Geändert von latong (14.11.2019 um 11:50 Uhr)

  5. #25
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    Ich bin ja nicht generell gegen das Nachtfahrverbot, nur gegen die strikte Überwachung. Selbst bei Tempoverstößen gibt es eine "Toleranz"!

    Latong, Sie waren vermutlich noch nie an unserem See?! Ich lebe schon immer in der nahen Region und plege intensive Kontakte zu direkten Seeanreinern. Diese sind mehrheitlich meiner Meinung!

    Es gab bisher ein faires Miteinander unter allen Beteilligten. Das Nachtfahrverbot wurde nie kontrolliert, da dies praktisch nie nennenswert mißachtet wurde. Kontrolliert wurde manchmal das nächtliche Ankerverbot. Es wurde gelegentlich von ein, zwei Seglern mißachtet. Es gab eine mündliche Verwarnung, die Boote mußten sofort zurück in den Hafen und dann war es wieder gut. Es war ein friedliches Miteinander, die Polizei fair.

    Latong, egal. Wir werden uns vermutlich nie einig werden und daher lassen wir es nun besser gut sein. Ich weiß nicht, wo Sie segeln. Aber ich wünsche Ihnen jedenfalls in Ihrem Revier eine Polizei mit Augenmaß und selbstverständlich immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ...

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