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  1. #11
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    Hallo RunTanplan, zumindest Baden-Württembeg und auch ein Stück Hessen habe ich in diesem Bezug neben Bayern kennengelernt. Kein Stück besser! Den Gipfel dieses unverständlichen Verhaltens sehe ich in Gösselthalmühle, dem Standort der Hauptverwaltung des MD-Kanals. Dort haben sie ein Museum eingerichtet, das auch umfangreich beworben wird. Es gibt jedoch für kleine Boote keinerlei sinnvolle Anlegemöglichkeit, nur für große Fahrgastschiffe. Der Hintertreppenwitz dabei ist, daß mittlerweile der der Betrieb der Personenschiffahrt vollständig eingestellt ist. Obgleich das Museum direkt am Kanal steht, kann man nur noch mit dem Auto hinfahren. Nach meiner Erinnerung haben sie auch keinen Parkplatz für Publikumsverkehr. Da muß man an der geistigen Gesundheit der Verantwortlichen zweifeln.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Aber die lassen ja auch im Winter das Wasser aus dem See :-D Wea ko der ko…
    Gruß R.
    Nicht gelesen? Damit alle an Unterlauf von Lech und Donau nicht ersaufen. Ist eben ein Hochwasser-Rückhaltebecken.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  3. #13
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    Zitat Zitat von Jugocaptan2 Beitrag anzeigen
    Nicht gelesen? Damit alle an Unterlauf von Lech und Donau nicht ersaufen. Ist eben ein Hochwasser-Rückhaltebecken.
    ... welches vor allem die bei der Schneeschmelze auftretenden Wassermassen aufnehmen soll.

  4. #14
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    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    ... welches vor allem die bei der Schneeschmelze auftretenden Wassermassen aufnehmen soll.
    Richtig, es handelt sich unm den Forggensee!
    Der künstliche Stausee wurde gebaut, um die Stromerzeugung unzähliger Wasserkraftwerke am Lech zuverlässig zu gewährleisten. Über den Winter wird der See abgestaut, da der Lech auf Grund der als Schnee fallenden Niederschläge zu sehr wenig Wasser führt. So wird die Leistungsfähigkeit der Wasserkarftwerke über die Wintermonate gewährleistet.
    Zur Schneeschmelze im Fruüjahr im österreischischen Lechteil verfügt der See dann über massig Stauvolumen und Sicherheit vor eventuellen Hochwassern entlang des Lech bis hin zur Donau.
    Genial, kein Zweifel!

    Nur stellt man sich als Segler die Frage, in wie fern man dieses System stört, wenn man nicht zum Sandmännchen pünklichst im an seinem Liegeplatz ist?!
    Nur wenige Minuten nach dem astronmischen Sonnenuntergang (und da ist es erfahrungsgemäß noch längst nicht dunkel), bekommt man von der hochmotivierten "Wasserschutzpolizei" eine Rechnung von 128 € in die Hand gedrückt!

    Einige Wochen später, bei Abstau, stehen große Kettenbagger und Vierachser LKW auf dem Seegrund und laden tausende Tonnen Lechkies aus dem abgestauten See...

  5. #15
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Nur stellt man sich als Segler die Frage, in wie fern man dieses System stört, wenn man nicht zum Sandmännchen pünklichst im an seinem Liegeplatz ist?!
    Nur wenige Minuten nach dem astronmischen Sonnenuntergang (und da ist es erfahrungsgemäß noch längst nicht dunkel), bekommt man von der hochmotivierten "Wasserschutzpolizei" eine Rechnung von 128 € in die Hand gedrückt!

    Einige Wochen später, bei Abstau, stehen große Kettenbagger und Vierachser LKW auf dem Seegrund und laden tausende Tonnen Lechkies aus dem abgestauten See...
    1. Nachtfahrverbote gibt es auch auf den Seen anderer Bundesländer.

    2. Das dem Naturschutz dienende Nachtfahrverbot und das Uferbetretungsverbot hat auch dann einen Sinn, wenn in den Wintermonaten, d.h. ausserhalb der Vogelbrutzeit bei abgelassenem Wasser in der Seemitte Kies abgebaut wird.

    Konfus ist das also eher nicht. Wer Probleme mit den Besonderheiten des Forggensees hat, kann ja auf den Bodensee oder Ammersee und Starnberger See ausweichen.

    Vielleicht hat das harte Durchgreifen der Polizei auch etwas mit einer neuen Beamtin zu tun, der es möglicherweise noch etwas an dem richtigen Fingerspitzengefühl mangelt:

    Andrea Fronius, 31 Jahre alt, Polizeihauptmeisterin und erste Bootsführerin im Bereich des gesamten Polizeipräsidiums Schwaben Süd überhaupt. Da der See im vergangenen Jahr kein Wasser hatte, ist es eine ihrer ersten Fahrten auf dem See. „Meine Idee war das eigentlich gar nicht“, lacht die junge Frau. „Aber mein Dienststellenleiter war der Meinung, das es mal an der Zeit ist, dass eine weibliche Person das macht.“ Lange überlegen musste sie nicht, wie sie sagt. Als ehemalige Leistungsschwimmerin hatte sie ohnehin schon immer eine besondere Beziehung zum Wasser. „Ich fühle mich auf und im Wasser einfach wohl“, erzählt sie. „So verbinde ich meine Freizeit mit meinem Beruf.“ Und was könne einem schließlich Schöneres passieren als in so einem Bereich wie dem Forggensee „Streife zu fahren“.
    https://www.kreisbote.de/lokales/fue...-12764990.html
    Geändert von latong (11.11.2019 um 16:48 Uhr)

  6. #16
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    "Wer Probleme mit den Besonderheiten des Forggensees hat, kann ja auf den Bodensee oder Ammersee und Starnberger See ausweichen"

    Guter Tipp!

    An diesen Seen locken sie ja geradezu mit reichlich freien Liegeplätzen ;-) ...

    Ein "Uferbetretungsverbot" gibt es am Forggensee nicht. Allerdings würde die Tourismusindustrie den See am liebsten mit Festspielhäusern, Hotels, Wasserskiliften, etc. zubauen. Unterstützt von der regionalen Politik, auch in Mitten sensibler Landschaftsschutzgebiete. Was aber regelmäßig am Widerstand (drohende Bürgerbegehren) der Bürger scheitert. Ausnahme das dauerdefizitäre Festspielhaus, der Betonklotz steht schon seit vielen Jahren.
    Die Touristenschifffahrt darf übrigens Nachts fahren - mit Pauken und Trompeten ...
    Auch bei den Open Airs am Festspielhaus dröhnen die Bässe bis spät Abends über den See.


    "Vielleicht hat das harte Durchgreifen der Polizei auch etwas mit einer neuen Beamtin zu tun, der es möglicherweise noch etwas an dem richtigen Fingerspitzengefühl mangelt"

    Ja, diese Dame wird bei Diskussionen um dieses Thema regelmäßig genannt. Eine hochmotivierte Beamtin, die für ihr Gehalt das Äußerste gibt. Vorbildlichst!

  7. #17
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    ehemalige Leistungsschwimmerin ...hat bestimmt ne Badekappe mit Blaulicht..

  8. #18
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    Zitat Zitat von Sharky22 Beitrag anzeigen
    Die Touristenschifffahrt darf übrigens Nachts fahren - mit Pauken und Trompeten ...
    Auch bei den Open Airs am Festspielhaus dröhnen die Bässe bis spät Abends über den See.
    Sorry, ich kann in keiner Weise nachvollziehen, warum Du unbedingt nachts, d.h. bei Dunkelheit segeln möchtest.

    Von den Seglern anderer Seen, z.B. in Norddeutschland wird das Nachtfahrverbot keineswegs als Einschränkung empfunden, zumal ja abends meist der Wind einschläft und man froh ist, vorher rechtzeitig wieder am Steg zu sein.

    Aufgrund häufig auftretender abendlicher Gewitter macht das Nachfahrverbot im Süden Bayerns übrigens sehr viel Sinn, denn es ist bei Tageslicht sehr viel einfacher, gekenterte Boote zu bemerken und deren Besatzungen zu retten.
    Es macht m.E. auch keinen Sinn, von den freiwilligen Rettern Nachtschichten zu fordern, weil ein paar "Irre" unbedingt nachts bei weitgehender Windstille und Gefahr starker Gewitter segeln möchten.

  9. #19
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    QUOTE=latong;1471503]Sorry, ich kann in keiner Weise nachvollziehen, warum Du unbedingt nachts, d.h. bei Dunkelheit segeln möchtest.

    Von den Seglern anderer Seen, z.B. in Norddeutschland wird das Nachtfahrverbot keineswegs als Einschränkung empfunden, zumal ja abends meist der Wind einschläft und man froh ist, vorher rechtzeitig wieder am Steg zu sein.

    Aufgrund häufig auftretender abendlicher Gewitter macht das Nachfahrverbot im Süden Bayerns übrigens sehr viel Sinn, denn es ist bei Tageslicht sehr viel einfacher, gekenterte Boote zu bemerken und deren Besatzungen zu retten.
    Es macht m.E. auch keinen Sinn, von den freiwilligen Rettern Nachtschichten zu fordern, weil ein paar "Irre" unbedingt nachts bei weitgehender Windstille und Gefahr starker Gewitter segeln möchten.[/QUOTE]

    Ich will bzw. muss nicht bei Nacht segeln. Nur lass ich mir nicht gern vorschreiben, das ich meinetwegen am 13. Oktober um 18.23 Uhr im Hafen sein muss. Es ist noch hell und vielleicht geht außnahmsweise noch ein schöner Wind. Um 18.25 Uhr bekomm ich eine Rechnung von 128 € von einer jungen Beamtin, die außer dem doch eher kleinem Forggensee seemännisch vermutlich noch nie ein Gewäasser gesehen, bzw befahren hat.
    Nach Rücksprache mit dem Landratsamt Landsberg/Lech (zuständig für den Ammersee) gibt es an den großen südbayrischen Seen Ammersee, Starnberger See und Chiemsee KEIN Nachtfahrverbot. Dort herrschen ähnliche Wetterbedinungen wie am Forggensee, nur das diese Seen deutlich größer sind!

    Ich segel mehrmals im Jahr von der Nordsee, Ostsee und Mittelmeer als Skipper Charteryachten, aber auch Überführungen und gelegentlich Langstreckenregatten. Als Allgäuer, Segler und Bergsteiger kenn ich das lokale Wetter bestens.

    Kielboote kentern an kleinen Seen kaum, auch werden sie nur selten von Brechern überrollt. Nur selten macht der Wind mehr Welle, als das Poilzeiboot!

    Da muß mich "Irrer" ganz bestimmt kein Retter vom Forggensee holen.

    Segelte ich nachts um zwei bei Starkwind mit meinem "Forggenseeboot" aus der Kieler Förde auf die Ostsee, interessiert das keinen Mensch. Mach ich das bei Flaute am Forggensee und werde erwischt, steht das zwei Tage später in der "Allgäuer Zeitung" ..

    Steht alles in keiner vernünftigen Relation.

  10. #20
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    Übrigens wird das Kies aus dem See genau zur Hauptbrutzeit der Vögel gewonnen, selbstverständlich genau dann, wenn der See seinen niedrigsten Pegel hat: März und April

    https://www.hnd.bayern.de/pegel/ille...kanu=&days=365

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