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  1. #21
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    Ich habe gestern meine 34 Jahre alte Kielyacht verkauft. Zwei Wochen im Netz angeboten;5 Interessenten, 3 Besichtigungstermine vereinbart. Bei der ersten Besichtigung (mit Sachverständigem! )verkauft.

    Preisnachlaß -3% von meiner Forderung

    Merke: wenn das Boot gut ist und die Preisforderung marktgängig, verkauft sich ein Boot quasi ohne Nachlaß
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  2. #22
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    Zitat Zitat von GER_752 Beitrag anzeigen
    Merke: wenn das Boot gut ist und die Preisforderung marktgängig, verkauft sich ein Boot quasi ohne Nachlaß
    Das Problem dürfte sein, den 2. Punkt richtig einzuschätzen... Da gibt es irgendwelche Typen, die halt ziemlich out sind, unabhängig vom Erhaltungszustand. Eine noch so gut erhaltene Wibo I wird gerade zum Schrottpreis weg gehen. Oder auch ein alter IOR-Affenfelsen ist ohne Umbau für kleine Crews heute nicht sonderlich nachgefragt.

    Nachtrag: Sonst Zustimmung. "Der Markt" ist nicht "tot", nur die Preise sind halt nicht mehr so hoch, wie früher.

  3. #23
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    @wetterbote
    1. ein Schiff ist nach 25-30 Jahren kaum noch etwas wert. Ursache: Moderne Yachten sind schneller, komfortabler und in der gleichen Kategorie immer noch billiger als zum Zeitpunkt des Kaufes des alten Zossen. Geschmäcker, Ansprüche etc. wandeln sich in 20-35 Jahren erheblich. Bei Autos geht es um Oldies, bei denen der Tüv schon einen erheblichen Instandsetzungs- und Wartungsaufwand verlangt.
    2. Ein Schiff was langer auf der Werft (älterer Eigner) gelegen hat, muss und wird nicht schlechter sein, wie eins was immer im Wasser lag. Der Spruch, dass ein Schiff mit 20% unter bem Neupreis verkauft wird, Schrott sein soll istvwohl eher humorvoll gemeint. Mein Schiff wurde 1969 für 25.000DM gekauft, Verkaufswert Heute ca. 1000-2500€ sind da realistisch, also weit weniger als Neupreis-20% und dabei wurde der Kahn stets gepflegt und der Wartungsstau ist 0. Bei einer 5Jahre alten Hanse oder HR mag es anders sein.....
    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Meines war zum Zeitpunkt des Kaufes knapp 30 jährig und ich bin damit noch heute (fast 10 Jahre später) sehr zufrieden. Ein Experte hat mir kürzlich sogar beschieden, dass das Boot deutlich mehr Wert ist, als was ich damals bezahlt habe. (Der Experte war wegen einer Schiffssicherheitsuntersuchung da, nicht wegen einem möglichen Verkauf). Das Boot kostete 1982 rund 120'000 DM, ein gleichwertiges Boot neu würde eher noch darüber liegen.

    Die 20% waren so eine grobe Richtgrösse, Abweichungen sind da sicher möglich, auch abhängig vom Bootstyp. Wenn ich eine HR, die vor 10 Jahren 300'000 gekostet hat, heute für 30'000 angeboten bekäme, wäre ich sehr skeptisch. Selbst wenn die 30 Jahre alt wäre, wäre das sehr tief.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  4. #24
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    Zitat Zitat von GER_752 Beitrag anzeigen
    Ich habe gestern meine 34 Jahre alte Kielyacht verkauft. Zwei Wochen im Netz angeboten;5 Interessenten, 3 Besichtigungstermine vereinbart. Bei der ersten Besichtigung (mit Sachverständigem! )verkauft.

    Preisnachlaß -3% von meiner Forderung

    Merke: wenn das Boot gut ist und die Preisforderung marktgängig, verkauft sich ein Boot quasi ohne Nachlaß
    Bei 5 Interessenten und 3 Besichtigungsterminen schliesse ich darauf, dass der 34 Jahre alte Kahn für'n Appel und ein Ei zu haben war.

    Wieviel Prozent des Neupreises wurden denn noch erzielt ?

  5. #25
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    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    Bei 5 Interessenten und 3 Besichtigungsterminen schliesse ich darauf, dass der 34 Jahre alte Kahn für'n Appel und ein Ei zu haben war.

    Wieviel Prozent des Neupreises wurden denn noch erzielt ?
    Ich geh´ mal davon aus, dass die Dose von GER 752 ebenso gut in Schuss war wie unsere Rush. Der Ablauf des Verkauft ist vergleichbar. https://forum.yacht.de/showthread.ph...Rush&highlight
    Erzielt man 43% des Neupreises (entnommen dem Yachttest von 1981) kann man nicht von ´nem Appel un´´nem Ei reden.
    Der Verlust war jedoch, gemessen am Spaß den wir hatten, ´n Appel un´ e´n Ei.

    Wie schon reichlich beschrieben ist der realistische Preis weniger eine Frage des Verhandlungsspielraums, den der Themenstarter erfragte, sondern eine Frage des Zustands.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #26
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Erzielt man 43% des Neupreises (entnommen dem Yachttest von 1981) kann man nicht von ´nem Appel un´´nem Ei reden.
    ...

    Wie schon reichlich beschrieben ist der realistische Preis weniger eine Frage des Verhandlungsspielraums, den der Themenstarter erfragte, sondern eine Frage des Zustands.
    Die Rush liegt derzeit zwischen 10.000 und 15.000 EUR.

    Ich vermute, dass bei den 43 % nicht nur der "Zustand" des Schiffes sondern auch der Prominentenstatus des Verkäufers eine Rolle gespielt haben könnte, der sich nach 15 Jahren und mehr als 10.000 Beiträgen einen gewissen Kultstatus erarbeitet hat :-)

  7. #27
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    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    Die Rush liegt derzeit zwischen 10.000 und 15.000 EUR.

    Ich vermute, dass bei den 43 % nicht nur der "Zustand" des Schiffes sondern auch der Prominentenstatus des Verkäufers eine Rolle gespielt haben könnte, der sich nach 15 Jahren und mehr als 10.000 Beiträgen einen gewissen Kultstatus erarbeitet hat :-)
    Nein Latong,
    Das liegt am freundlich, nicht überheblichen Auftreten des Grauwals, der selbst gegenüber superschlauen und arrogant auftretenden Schnöseln noch die volle Ruhe und Freundlichkeit beibehält.
    Am Ende fühlt sich selbst der superschlaue, abgezockte Käufer gezwungen, dem Grauwal sein Schiff selbst zu einem völlig überhöhten Preis abzukaufen und meint dann noch ein gutes Geschäft gemacht zu haben!
    Das freundliche Lächeln und das sehr gute Benehmen eines Grauwals - das sind DIE Verkaufsargumente, nicht die Frage nach den 20 oder mehr % Nachlaß

  8. #28
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    So ein Schätzpreis und dann das ganze Gefeilsche sollte, meiner Meinung nach, versachlicht werden, indem man den sich einem fairen Preis annähert und verschiedene Methoden vergleicht:
    Grundlage ist dabei der Neupreis des Bootes:
    1. Normale Abzinsung von 3-5 % / Jahr bis maximal 50 % und darauf Abschlag, Zuschlag je nach Pflegezustand.
    2. Bewertung von Bauteilgruppen
    a) Kasko: 35 %
    b) Stehendes, laufendes Gut: 20 %
    c) Motor, Technik, Fenster ..: 30 %
    d) Segel, Segelschutz, Lazybag, Sprahood, Kuchenbude … : 15 %
    Das kann noch verfeinert werden und die Bewertung der einzelnen Bauteilgruppen bedarf vielleicht auch einer bootsbezogenen „Feinjustierung“.
    Nur läßt sich so – relativ einfach – ein Gebrauchtbootpreis ermitteln und wenn zum Beispiel neue Segel…. vorhanden sind kann ist die Bauteilgruppe d) (15 %) mit 100 % (des Boots-Neupreises) zu bewerten.
    3. Marktpreis aus Anzeigen vergleichbarer Boote.
    Alle drei Methoden führen sicherlich zu etwas unterschiedlichen Preisen; nur läßt sich daraus ein realistischer, diskussionsfähiger Preis darstellen.

    Der Vorteil liegt bei dieser Herangehensweise liegt darin, dass klare Argumente aufgezeigt werden und eine sachliche Diskussion über den Preis geführt werden kann und nicht einfach pauschal 20 % Nachlass verlangt oder überzogene Bootspreise aufgerufen werden.

    Ich würde es toll finden, wenn die Spezialisten im Forum eine sinnvolle Bauteilgruppen-Einteilung und Bewertung finden würden (maximal 7 Bauteilgruppen). Dadurch wäre Vielen geholfen die ein Boot kaufen bzw. verkaufen wollen.

    Mit sportlichen Grüßen
    Volker

  9. #29
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    Zitat Zitat von tinthi Beitrag anzeigen
    ……...

    Der Vorteil liegt bei dieser Herangehensweise liegt darin, dass klare Argumente aufgezeigt werden...…...
    …. doch die Verhältnisse, sie sind nicht so.

    Volle Funktionalität und ordentliche Optik vorausgesetzt:
    Wie beurteilt man dabei
    …. einen alten/jungen Motor?
    …. ein glattes/narbiges Unterwasserschiff?
    …. ein verbogenes Terminal im jungen Rigg (lässt tief blicken, der Verkäufer hat es noch nicht bemerkt)
    …. ein doppeltes Vorstag? Für den einen die größte Erfindung nach der des Rads, für andere untragbar
    …. reichliche, aber veraltete Elektronik? (von Restlöchern gar nicht zu reden)
    …. schicke 70er Jahre Farben?
    …. Polster alt, aber noch gut
    …. gepflegte Pantry aber unfunktionell.
    ….

    Die Anmutung reicht von gediegen, schlicht bis zur Bildstörung, und das alles bei Booten die völlig i.O. sind. Da ist nix mit "Schwacke-Liste", und gegen "klare Argumente" sind sowohl Verkäufer als auch Käufer immun.
    Gute Chancen für Kauf und Verkauf bietet schlichte Funktionalität, die ist aber im Laufe der Jahre häufig verschlimmbessert worden, meint der Käufer, der Verkäufer findet das ganz praktisch.
    Der Käufer braucht eine Kalkulation: Wieviel Zeit und Geld müssen investiert werden bis ich mein Traumschiff habe? Diese ist viel wichtiger als ein allgemeingültiger "Verhandlungsspielraum"

    Der Preis ist nicht das entscheidende Argument, das Boot "muss passen"

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #30
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    Tja, Franz
    hast ja Recht, aber so eine Aufstellung würde mir mehr Aussagekraft liefern als eine ellenlange Beschreibung der einzelnen Bauteile in einem Gutachten und am Schluss eine Zahl.
    Es gehört sicher eine gewisse Erfahrung dazu. Ich würde es Dir zutrauen :-)
    Grüße
    Volker
    War auch nur eine Idee. Hab ich übrigens ähnlich (erfolgreich) gehandhabt bei meinem Bootskauf.

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