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  1. #11
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    Wenn jemand für eine Hanse 342 Bj. 2010 60 T€ aufruft, wird er die schnell los. Wenn ein anderer eine 35 Jahre alte Faurby 999 für 48 T€ anbietet, kann er lange warten...
    Suche Brompton oder Birdy.

  2. #12
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    Ich glaube, fast das wichtigste ist (natürlich neben dem Zustand der Jacht), weswegen der alte Eigner verkauft. Wenn er sein Schiff verkauft, weil er sich ein neues zulegen will oder bereits zugelegt hat, und das alte bis zuletzt selbst gesegelt hat, dann ist sowohl der Zustand in der Regel relativ gut als auch der Preis, denn wenn er das Schiff behält, legt er nur noch mehr drauf.

    Ein Schiff, das lange in der Werft gelegen hat bis sich der (ältere) Eigner entschliessen konnte, sich davon zu trennen, würde ich hingegen eher mit Vorsicht betrachten und dort einen tiefen Preis auch als schlechtes Zeichen sehen. Und ein gut gepflegtes und segelbereites Boot wird nach einer gewissen Zeit (ich würde jetzt mal sagen so 25-30 Jahre) praktisch kaum mehr Wert verlieren. Ein Boot, das für weniger als etwa 20% des Neupreises angeboten wird, ist wahrscheinlich Schrott.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  3. #13
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    @wetterbote
    1. ein Schiff ist nach 25-30 Jahren kaum noch etwas wert. Ursache: Moderne Yachten sind schneller, komfortabler und in der gleichen Kategorie immer noch billiger als zum Zeitpunkt des Kaufes des alten Zossen. Geschmäcker, Ansprüche etc. wandeln sich in 20-35 Jahren erheblich. Bei Autos geht es um Oldies, bei denen der Tüv schon einen erheblichen Instandsetzungs- und Wartungsaufwand verlangt.
    2. Ein Schiff was langer auf der Werft (älterer Eigner) gelegen hat, muss und wird nicht schlechter sein, wie eins was immer im Wasser lag. Der Spruch, dass ein Schiff mit 20% unter bem Neupreis verkauft wird, Schrott sein soll istvwohl eher humorvoll gemeint. Mein Schiff wurde 1969 für 25.000DM gekauft, Verkaufswert Heute ca. 1000-2500€ sind da realistisch, also weit weniger als Neupreis-20% und dabei wurde der Kahn stets gepflegt und der Wartungsstau ist 0. Bei einer 5Jahre alten Hanse oder HR mag es anders sein.....

    Realistisch gesehen, wollen alle verkaufswilligen Eigner teuer verkaufen und die Käufer wollen am liebsten nichts bezahlen. Irgendwie und irgendwann trifft man sich in der Mitte.....

  4. #14
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    …………..

    Realistisch gesehen, wollen alle verkaufswilligen Eigner teuer verkaufen und die Käufer wollen am liebsten nichts bezahlen. Irgendwie und irgendwann trifft man sich in der Mitte.....
    …. und das nur wenn der Käufer sicher sein kann, dass z.Zt. nichts zu besorgen ist. Dann sind allerdings die Verkaufsaussichten gut und der Käufer ist trotz kleinem Verhandlungsspielraum nicht beschissen..

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #15
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    Zitat Zitat von tinthi Beitrag anzeigen
    Moin moin,
    wenn sich der TO bei einem Verhandlungserfolg von 20 % besser fühlt, sollte der Verkäufer gleich 20 % auf den Wert aufschlagen.
    Egal, ob Auto, Boot, oder Haus. Der Käufer möchte heutzutage den Kauf mit einem Erfolgserlebnis abschliessen, d.h. einen Rabatt heraushandeln. Daher sollte man dies als Verkäufer von vornherein einkalkulieren.

  6. #16
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    Moin,
    das mit "Käufer will Preis unbedingt runterhanden" und "Verkäufer setzt Preis dementsprechend vorher hoch" ist möglich und sicher ein lustiges Spielchen, so Basar ähnlich. kann man machen, muss man aber nicht.
    Habe vor einiger Zeit meine Jolle verkauft. sauber gemacht, durchgesehen, Markt geprüft und mit klaren Fotos, Alter, Vorschäden etc ins Netz gestellt. Käufer kam, prüfte extrem sorgfältig, stellte fest, alle Angaben korrekt und sagte "Boot entspricht meinen Vorstellungen, Angebot ist fair, Preis wird so bezahlt."
    Habe selber Haus bzw. Auto gekauft, Marktübersicht, was angesehen, passte mir in den Kram.
    Halte es für übel, insbesondere bei gebrauchten Sachen, erst das alles madig zu machen: "ist ja voll verrostet, abgenutzt, hat Schrammen, Gebrauchsspuren, ist ja schon alt etc" damit den Preis zu drücken um dann damit glücklich zu werden, obwohl man vorher es schlecht geredet hat.
    Meine Meinung daher: entweder Verkäufer beschreibt im wesentlichen korrekt und es ist klar, dass es sich um eine gebrauchte Sache mit entsprechenden Spuren handelt, dann wird es auch ein vernünftiger Preis sein.
    oder es ist ein unbrauchbarer Schrott, den ich nicht mal geschenkt haben will.
    soweit meine Meinung. Das "was letzte Preis" Prinzip ist weder sprachlich noch sonst mein Ding.
    gruss Klaus

  7. #17
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    ... naja, es gibt ja nicht nur das geleckte und gut beschriebene Gebrauchte und den Schrottdampfer. Die Range dazwischen ist riesengroß.

    Und Hand aufs Herz, "wir alle" gehen bei einem Gebrauchtkauf von einem Nachlass aus und "wir alle" wissen, dass bei einem Verkauf etwas gehen muss. Nichts anderes hat der TE gefragt und da sind die von mir genannten 10-20% realistisch. Das sagt der Markt. Der Elfenbeinturm sagt ja vielleicht etwas anderes.

    Mag sich gerne jeder seine Relevanz daraus ziehen und alles ist gut

    Holger

  8. #18
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    Zitat Zitat von home-of-the-beaer Beitrag anzeigen
    Moin,
    das mit "Käufer will Preis unbedingt runterhanden" und "Verkäufer setzt Preis dementsprechend vorher hoch" ist möglich und sicher ein lustiges Spielchen, so Basar ähnlich. kann man machen, muss man aber nicht.
    Früher war es in unserem Lande unüblich, den Preis in Frage zu stellen, aber die Zeiten haben sich geändert.

    Wenn sich die Zahl der Interessenten in Grenzen hält, ist es häufig besser, mit einem Preisnachlass zu verkaufen, als auf dem Kahn sitzen zu bleiben und den Preis später selbst reduzieren zu müssen. Nichts verkauft sich nämlich schlechter als ein Schiff, welches über einen längeren Zeitraum eine Art Ladenhüterstatus erlangt hat, sagte mir einmal ein Automobilverkäufer. In seiner Branche ist es daher üblich, die Fahrzeuge umzustellen, bzw. von einer Filiale in die andere zu verschieben, damit das Angebot stets "frisch" erscheint.
    Geändert von latong (24.10.2019 um 14:50 Uhr)

  9. #19
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Das wie mit dem Haus- oder Autokauf:
    Pauschal kann man da nix sagen, denn der Verkäufer muss ja nicht immer verkaufen.
    Meist ist es umgekehrt, denn die Verkäufer wollen ihre Schiffe möglichst schnell loswerden, statt weiterhin Kosten für Liegeplätze, etc. zu übernehmen.

    Nicht zu unterschätzen ist auch der psychische Druck, der auf dem Verkäufer lastet. Jede Besichtigung (bei Immobilien mehr als 15 bis zum Verkauf), die nicht zum Verkauf führt, ist für den Verkäufer mit Anspannung, Enttäuschung und Frust verbunden, wobei der Zeitaufwand pro Besichtigung ebenfalls eine negative Rolle spielt.

    Wenn das Schiff schon seit etwas längerer Zeit fruchtlos angeboten wurde, stehen die Chancen gut, einen ordentlichen Preisnachlass herauszuholen.

  10. #20
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    Vor vielen Jahren habe ich das Büchlein gelesen: Die Kunst des Feilschens (oder so) Darin wird deutlich, was wir Abendländer für Anfänger sind.
    Da gehen wir hin, und machen die Ware schlecht, wie dämlich. Ist sie tatsächlich schlecht lohnt feilschen nicht. Möchten wir sie gerne billiger haben, sollten wir den Verkäufer nicht verärgern, das schränkt nur den Spielraum ein.
    Loben wir seine Ware und erklären wir ihm unser leider, leider zu kleines Budget wird er sich auf ein Preisgespräch einlassen, er fühlt sich in einer starken Position. Nachdem wir ihm mehrmals den hohen Wert seiner Ware bestätigt haben, den wir leider, leider nicht bezahlen können, wird er seine Preisvorstellung überdenken. Er will schließlich verkaufen!
    Der Verkäufer wird in grenzenloser Güte unsere Preisvorstellung akzeptieren. Alle haben das Gesicht gewahrt (gaaanz wichtig)!
    Außerdem macht diese Art des Feilschens mehr Spaß als nur rumzumeckern.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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