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  1. #1
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    Standard Verhandlungsspielraum

    Liebe Kollegen,

    ich überlege mir ein Segelboot zu kaufen und wollte uch mal nach der Meinung zum Verhandlungsspielraum fragen. Für ich ist es immer wieder erstaunlich, zu welch hohen Preisen die Verkäufer tendieren bei einem aktuellen Markt, der nur vor Angeboten so überquillt.

    Welchen Verhandlungsspielraum seht ihr als normal an? Sollten immer 20% zum genannten Preis möglich sein?


    Handbreit,

    Sailingfan

  2. #2
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    Du erfragst einen Verhandlungsspielraum und ziehst den vom geforderten Kaufpreis ab, fertig? So einfach ist es nicht!

    Tatsächlich werden Verkaufspreise aufgerufen, die abenteuerlich sind, da nutzt es nichts einen großen Verhandlungsspielraum zu nutzen. Man braucht Sachverstand, entweder den eigenen oder fremden.

    Wir haben vor einem Jahr ein Boot verkauft und eins gekauft. Erstaunlicherweise war der Verkauf einfacher als der Kauf, trotz eines riesigen, aber völlig unübersichtlichen Angebots. Unser altes Boot war innerhalb weniger Tage verkauft, das neue einen Tag nach Erscheinen der Anzeige gekauft, nach intensiver, langer Suche.

    Boote, die von der Papierform bestens ins Beuteschema passten, erwiesen sich als Sondermüll. Andere Angebote waren bereits nach Tagen vergriffen.

    Fazit: Boote in gutem Zustand erzielen hohe Preise und lassen kaum Verhandlungsspielraum zu. Runtergekommene Exemplare bleiben auch bei hohem Verhandlungsspielraum Ladenhüter. Wer will schon ein Sanierungsobjekt, selbst für kleines Geld, kaufen?

    Verkaufen ist Glücksache, kaufen ein Geduldsspiel.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Zitat Zitat von Sailingfan Beitrag anzeigen
    Liebe Kollegen,

    ich überlege mir ein Segelboot zu kaufen und wollte uch mal nach der Meinung zum Verhandlungsspielraum fragen. Für ich ist es immer wieder erstaunlich, zu welch hohen Preisen die Verkäufer tendieren bei einem aktuellen Markt, der nur vor Angeboten so überquillt.

    Welchen Verhandlungsspielraum seht ihr als normal an? Sollten immer 20% zum genannten Preis möglich sein?


    Handbreit,

    Sailingfan
    Das wie mit dem Haus- oder Autokauf:
    Pauschal kann man da nix sagen, denn der Verkäufer muss ja nicht immer verkaufen.
    Wenn Du DIE Yacht gefunden hast, die Deinen Vorstellungen entspricht, dann guckt man sich die diversen Angebote an. Wenn unter diesen Angeboten, die billigste regelrecht nach Osmose riecht, sau schlecht unterhalten ist und das Klo und der Motor defekt ist, dann kannst Du locker 80% Rabatt verlangen.
    Beim anderen Angebot, wo die Wunschyacht gut gepflegt wurde, Klo und Motor nicht defekt sind und ansonsten alles i.O. ist, kannst Du mit Deinem Rabattspiel durchaus auf die Nase fallen. Denn was machst Du, wenn Du 20% Rabatt verlangst und der Verkäufer nein sagt? Kaufst Du dann das Wrack?
    Such Dir ein Schiff aus, was Deine Kriterien erfüllt und für Dich bezahlbar ist. Dann siehe Dir in der Kategorie 3 bis 4 Schiffe an und erst dann diskutiere den Preis.

    Ich würde nämlich beim Verkauf meines Schiffes, so‘n nassforschen Heini, der gleich nach 20% Rabatt fragt gnadenlos von Bord jagen!

  4. #4
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    Hier gibt es grundsätzlich keine Gebrauchsanleitung, ausser den eigenen Verstand.
    Man muß vor Allem zuerst die unterschiedlichen Verkäufertypen auseinanderhalten. Da gibt es jene, die wirklich verkaufen wollen und daher einen recht "vernünftigen" Preis verlangen und jene, die einfach probieren ob am Tage wieder ein Dummer aufgestanden ist und dann damit argumentieren eigentlich nicht verkaufen zu müssen. Das sind die Schlimmsten, weil die meisten von denen meinen sie hätten da ein Goldstück zu vergeben, argumentieren mit dem abnormal guten Zustand und der tollen Pflege und fordern für ein 20 Jahre altes Schiff die Hälfte des ursprünglichen Neupreises und manchmal mehr.
    Nun, wenn es sich um ein aussergewöhnlich seltenens und sehr gefragtes Modell handelt, dann wird man das vielleicht sogar bekommen können, aber da handelt es sich immer um Liebhaber und die sind nicht besonders dicht gesäät.

    Ich frage mich auch immer wieder wie manche Eigner zu ihren Preisvorstellungen kommen, wie bei dem oben genannten Beispiel mit den 50% für 20Jahre. Für ein einst sauteures Auto mit 10 Jahren am Buckel, natürlich garagengepflegt in Topzustand mit allen Servicerechnungen, unfallfrei und abgeleckt, kriegt man vielleicht noch 10-15% des Neupreises wenn man Glück hat. Über den bereits beim Neukauf voraussichtlichen Verlust nach den errechneten Zeiten ist man sich bewusst und nimmt diesen billigend in Kauf, nur bei einem Schiff will man von so etwas nichts wissen und stellt komplett andere Vorstellungen an. In Wirklichkeit ist da kein so großer Unterschied, ausser man redet sich das ein. Dabei kann man bei einem Schiff nicht mal so genau hineinsehen wie bei einem Auto und selbst bei der besten Pflege können da sogar Mängel vorhanden sein, von denen nicht mal der sorgfältigste Eigner etwas mitbekommen hat. Als Käufer zahlt man das aber mit.
    Ich wäre jedenfalls nicht bereit die Befindlichkeiten des Verkäufers, sei es nun Calcul oder "Trennungsschmerz", mitzubezahlen.
    Ich würde bei Interesse an einem bestimmten Stück die Kosten auf mich nehmen und einen Gutachter heranziehen, der kann dann bei überzogegen Preisvorstellungen durchaus nützlich sein.
    Man sollte sich auch mal in den ausländischen Märkten umschauen, da gibt es oft eklatante Unterschiede.

    Wenn der Preis aber von Haus aus stimmt, dann wird man wohl das eine oder andere Prozent raushandeln können, der Verkäufer hat das sicher einkalkuliert, man sollte den Bogen aber nicht überspannen und ein Geschenk erwarten, dieser Schuss könnte nach hinten los gehen. Ich jedenfalls würde so jemanden rauskomplimentieren.

  5. #5
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    ... ich bin davon überzeugt, dass im Mittel 10 bis 20% der aufgerufenen Preise gehen. Ich glaube, dass will der TE als grobe Ansage wissen.

    Holger

  6. #6
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    Moin,

    ich denke dass es auch sehr auf das Modell ankommt. Grad bei älteren und kleinen Booten gibt es sehr weite Preisspannen.

    Willy

  7. #7
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    Moin moin,
    wenn sich der TO bei einem Verhandlungserfolg von 20 % besser fühlt, sollte der Verkäufer gleich 20 % auf den Wert aufschlagen.
    Entscheidend ist doch - meine ich - will ich den ausgewählten Bootstyp, gibt es einen Investitionsstau. Mir ist es lieber ein
    Boot ohne Nachlass zu kaufen und einen realistischen Gegenwert zu bekommen, als 20 % Rabatt auf eine "Gurke".
    Glaube dass die 20 % Schnäppchen am Ende ihren Preis nicht wert sind :-(
    Nur meine Meinung
    Grüße
    Volker

  8. #8
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    Zitat Zitat von tinthi Beitrag anzeigen
    …….. Mir ist es lieber ein Boot ohne Nachlass zu kaufen und einen realistischen Gegenwert zu bekommen,...….

    … und der Gegenwert ist nicht mal das Wichtigste!
    Der ambitionierte Segler wird mit einer LM nicht glücklich, auch wenn bei einem gut gepflegten Boot ein erheblicher Verhandlungsspielraum eingeräumt wird. Der Segler, der gemütlich von A nach B kommen, und auf dem Boot einen gemütlichen Tag verbringen will, sollte die Finger von einer X lassen, selbst wenn man "an so einem Angebot nicht vorbei gehen konnte".
    Wenn das Boot ohne Abstriche zusagt, verzichtet man gerne auf einen erheblichen Nachlass.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #9
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    Zitat Zitat von Sailingfan Beitrag anzeigen
    Liebe Kollegen,

    ich überlege mir ein Segelboot zu kaufen und wollte uch mal nach der Meinung zum Verhandlungsspielraum fragen.


    Handbreit,

    Sailingfan

    Die Abfrage von Meinungen ist nicht zielführend , sie ist kalaueresque.

  10. #10
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    Bei jedem Schiff, das ich bislang verkauft habe, habe ich den Preis genannt und ihn auch so bekommen.
    Handbreit Jens

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