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  1. #11
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    Zitat Zitat von mincologne Beitrag anzeigen
    Ist das auch nur in der Nähe von etwas, das im Ergebnis ein stabiles Ruder ergibt oder bin ich total auf dem Holzweg?
    Und ist als Schaumkern handelsüblicher Bauschaum geeignet oder muss das etwas spezielles sein?
    Hallo,

    das alte Profil feststellen und dann das Ruderprofil aus Holz formen.
    Nehm Zeder, Epoxi und das Holz in Stäbchen, dann passt das Holz an den Ruderstock.

    Das Ganze wird profiliert, überlaminiert und mit Finisch versehen.
    Der Wellenauslass bekommt eine Einfräsung, in die Pantera zum Abdichten reinkommt.

    Iss viel Arbeit, oder einfach eine Werft fragen.


    Peter

  2. #12
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    Hallo Peter, richtig, bevor man irgendwas abbaut, stellt man durch Nachmessen das Endmaß und vor allem das Profil fest. Aber der Holzweg ist allenfalls für Jollen geeignet, die regelmäßig an Land austrocknen. Jedwedes in das Ruder eingebaute Stück Holz definiert bereits das Ende der Konstruktion, denn es ist unmöglich, das Eindringen von Wasser 100%ig auszuschließen, und es gibt kein Holz, das Dauerfeuchtigkeit lange aushält.
    Ja, und Du hast auch damit recht, irgendwann muß die Welle gezogen werden, und da muß am Ruder die passende Einziehung angebracht sein, damit man es dann nicht ausbauen muß. Ja, und am Ende muß alles feingeschliffen und lackiert werden, entsprechend den üblichen Regeln für das Unterwasserschiff. Wo man bei der ganzen Sache Pantera anwenden soll, ist mir durchaus unklar?
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #13
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    Hallo,

    der erste Schritt ist sicher, das Teil überhaupt erst mal auszubauen und zu inspizieren. Beim Auskranen hat es gegossen wie aus Eimern, da war erst mal nur ein flüchtiger Blick drin. Da der Vorbesitzer Grundberührung hatte und rabiat bei Ebbe im Wattenmeer auf Sand festsitzend geschleppt werden musste, ist von starker mechanischer Einwirkung auszugehen und nicht von einem verrotteten Ruder. Dafür spricht, dass es exakt unterhalb der Ruderwelle sehr gerade abgebrochen ist.

    Da ich mit dem halben Ruder durchaus fahrtüchtig war und gerade keine paar Tausend Euro übrig habe bzw. auch andere Investitionen plane, würde ich als handwerklich geschickter Amateur die Reparatur durchaus versuchen. Wenn das nicht hält und abreißt, habe ich vermutlich immer noch mein halbes altes Ruder und kann nächstes Jahr einen Bootsbauer konsultieren.

    Ob ich jetzt auf XPS oder Bootsbau-Sperrholz setze, mache ich vielleicht mal davon abhängig, was ich im Restruder vorfinde.

    Trotzdem weiß ich auch die Warnung vor den Risiken des Selbstbaus sehr zu schätzen, vielen Dank.

    Liebe Grüße
    Michael
    Jouet 32 „Lucifer“, Compagnieshaven Enkhuizen, Aperoliker an Bord

  4. #14
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Wo man bei der ganzen Sache Pantera anwenden soll, ist mir durchaus unklar?
    Hallo,

    das merke ich auch, denn alles was du vorher schreibst ist komplett unwahr:
    Pantera zwischen Ruderwelle und Ruderblatt


    Peter

  5. #15
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    Hallo Peter, in einer Beziehung hast Du recht, viele Dinge habe ich nur einmal gemacht, noch mehr Dinge keinmal, nur darüber nachgedacht, die Neuanfertigung eines Steuerruders gehört in diese Kategorie. Andererseits habe ich bei sehr, sehr wenigen Dingen, die ich angefangen habe, ohne Erfolg aufgegeben. Die Anfertigung eines Steuerruders habe ich daher bisher nicht real durchgezogen, aber was meinst Du mit "unwahr" oder gar "komplett unwahr"? Wieviele Steuerruder hast Du mit eigenen Händen gebaut, um an meinen Vorschlägen mit Recht zweifeln zu können? Ich habe immerhin mit dieser Methode ca. 50 Surfbretter gebaut, keines davon ist zerbrochen, obgleich manche nicht ganz so leichte Kunden damit gesprungen sind. Ich maße mir an, von meinen Surfbretterfahrungen auf ein Steuerruder zu schließen. Wie hälst Du dagegen?
    Trotz alledem
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #16
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Aber der Holzweg ist allenfalls für Jollen geeignet, die regelmäßig an Land austrocknen. Jedwedes in das Ruder eingebaute Stück Holz definiert bereits das Ende der Konstruktion, denn es ist unmöglich, das Eindringen von Wasser 100%ig auszuschließen, und es gibt kein Holz, das Dauerfeuchtigkeit lange aushält.
    Das ist was Wahres dran... - aber es fahren durchaus viele Holzboote seit Jahrzehnten mit Rudern aus Holz herum... Wenn das nächste Ruderblatt dann in 30 Jahren mal wieder fällig ist (jedenfalls wenn man kein WIinterwasserlieger ist), kann man wohl damit leben.

  7. #17
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    Das kann ich hier natürlich auch noch anmerken. Das Boot ist über 40 Jahre alt. Dass das von mir wieder aufgebaute Ruder vielleicht keine 40 Jahre hält, ist vollkommen OK, dann wäre ich 87. Wenn es 3 Jahre hält und ich dann der Meinung bin, das Laminat sieht nicht mehr vertrauenserweckend aus, stehen dem Besuch beim Bootsbauer vielleicht keine konkurrierenden Investitionen entgegen und die Arbeit und Erfahrung hat sich dennoch gelohnt.
    Jouet 32 „Lucifer“, Compagnieshaven Enkhuizen, Aperoliker an Bord

  8. #18
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    Hallo rwe, ja, es ist mir klar, daß es Holzkonstruktionen gibt, die Jahrzehnte trotz Durchfeuchtung ohne Stabilitätsverlust funktionieren.
    Aber, und das ist jetzt eine Erfahrung mit meinem GFK-Schiff: Es gibt viele auf Deck durchmontierte Dinge, die auf meinem Schiff unter Deck eine Gegenplatte aus Bootsbausperrholz haben, also Relingstützen, Klampen, Winschen und Ähnliches. Ich mußte feststellen, daß einige (nicht alle) dieser Gegenplatten in einen schwammartigen Zustand übergegangen (und offenbar dauerfeucht) und damit funktionsunfähig waren.
    Ich vermute nun, daß die originale Eindichtung über die Jahre soweit schadhaft geworden war, daß das Leck ausreichte, die Holzplatte zu durchfeuchten, aber nicht, um weitergehende Wasserschäden zu bewirken, oder auch nur bemerkbar zu machen. Es waren sämtlich Zufallsbefunde, die beim Abnehmen der Deckenpaneele entstanden.
    Dieser Befund veranlaßte mich jedoch, alle Gegenplatten zu kontrollieren, und in Zukunft auf hölzerne Gegenplatten zu verzichten, und das auch so weiterzuempfehlen.
    Diese Hölzer fallen beim Innenausbau in reichlichen Mengen als Reststücke an, scheinen ausreichend stabil und damit geeignet zu sein. Wie das nach 10 und mehr Jahren aussehen kann, weiß auch in einer renommierten Werft offenbar niemand.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  9. #19
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    Nach dem von Supra verlinkten Foto ist das Ruder unterhalb des Skegs teilbalanziert. Damit hast Du auf Höhe des unteren Lagers die höchsten Querkräfte. Wenn Du dort anflickst, programmierst Du nur den nächsten Ruderbruch voraus.
    Falls Du den Kern aus Holz aufbaust und die Leisten nicht selbst zusägst, musst Du alle Holzoberflächen (auch Sperrholz) leicht anschleifen und das Epoxy vor dem Verleimen auf 60 Grad erwärmen, damit es besser in das Holz einziht.
    Bei meinem Tri-Umbau habe ich mir ausserdem einen grossen Kasten aus dicker Wellpappe gebaut, um die vorgefertigten Einzelteile be ca. 40 Grad (Thermostat) während des aushärtens zu tempern.
    In Sperrholz ist das Ruderprofil zwar etwas einfacher vorzubilden, als in der Stabbauweise, aber die Stabbauweise ist gegen die Querkräfte stabiler und wird auch von den meisten Werften, die noch in Holz bauen angewendet.

    Good luck

    Horst

  10. #20
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Dieser Befund veranlaßte mich jedoch, alle Gegenplatten zu kontrollieren, und in Zukunft auf hölzerne Gegenplatten zu verzichten, und das auch so weiterzuempfehlen.
    Bei der Beschlagsmontage würde ich das auch so sehen, ein hölzernes Ruderblatt ist das m.E. "ehrlicher".

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