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  1. #41
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    Hallo Rw2, doch, da ist was verwechselt: Eine Brennstoffzelle macht aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom. Was Dein Freund da hat, ist eine Elektrolysezelle, die zersetzt das Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff unter Stromverbrauch.
    Auch wenn so eine Elektrolysezelle billig herzustellen ist, sie kann die Thermodynamik nicht außer Kraft setzen. Wenn man erst Benzin/Diesel per Verbrenner in Rotation umsetzt, die Rotation wiederum per Lima in Strom ist das immer ein Verlustgeschäft. Nochmal Verlust ergibt die Umsetzung von Strom in Wasserstoff/Sauerstoff. Wenn man den Wasserstoff in den Ansaugkrümmer reinläßt, könnte das auch noch gefährlich werden, wenn denn die Wasserstoffkonzentration hoch genug ist. Allein der Umstand, daß es offenbar bis jetzt noch nicht geknallt hat, beweist, daß es nicht genug Wasserstoff ist, um eine Wirkung zu entfalten, mit der man real fahren könnte.
    Möglicherweise fährt Dein Freund einfach sehr gut treibstoffsparend. Es gibt da eine Reihe von Tricks, mit denen man den Spritverbrauch noch unter die Herstellerangaben drücken kann, das ist aber nicht wirklich was Neues!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #42
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    nö, bestimmt kein spannendes Thema.
    Was nutzen herumirrende Gedanken?


    Peter
    Naja, immer noch besser als gar keine Gedanken.

  3. #43
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    @sucher
    Im youtube Beispiel setzt der Erfinder den Wasserstoff als Treibstoff ein, er betreibt sozusagen einen H2-gasbetriebenen Motor.
    Der gasbetriebene Motor treibt wiederum eine Lichtmaschine an, der die Batterie lädt und damit wiederum Wasser elktrolysiert.

    Wo Du allerdings recht hast ist, dass er nicht gegen die Gesetze der Thermodynamik verstoßen kann. ER wird vermutlich mehr Energie der Elektrolysezelle zuführen müssen, als er an Energie fürs fahren braucht.
    Die Idee und die Ausführung mit einfachen Mitteln finde ich sehr gut, genial sogar! Ist jedenfalls 1000mal besser, als den Unterricht zu schwänzen!!

    Es gibt zur Zeit in Brunsbüttel einen H2-Hersteller, der mittels Windenergie Wasser elektrolysiert und den Wasserstoff zum Stadtgas zufügt (bis zu 2 Vol.% H2 ist zulässig). Mann soll da beim Heizen mit dem Stadgas/H2-Gemisch bis zu 20% CO2 einsparen können.
    BMW hat mal vor zig Jahren einen Gas-Motor* in einem 7er Hydrogen entwickelt und erfolgreich getestet, der allerdings mit Wasserstoff betankt wurde. Der Versuch wurde eingestellt, weil es keine Wasserstoff-Infrastruktur gab und heute gibt !
    Ferner war das Problem die hohe Verbrennungstemperatur, da H2 beim Verbrennen eine höhere Energie freisetzt als es bei Benzin/Diesel der Fall ist. Der Verschleiß ist damit höher.

    *Die haben damals den Benzinmotor auf H2 umgerüstet...

  4. #44
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    Hallo 2ndtonone, ich zweifle ja überhaupt nicht daran, daß die Kette vom Diesel über Verbrennung, Stromerzeugung, Elektrolyse wieder bis zur Verbrennung funktioniert, nur der Wirkungsgrad bleibt durch die vielen Umsetzungen total auf der Strecke.
    Auch die Umsetzung von überschüssiger Windenergie in Wasserstoff ist keine wirklich neue Idee, geht mit Solarstrom genauso. Alle diese Bemühungen machen Wind/Sonne wg. des schlechten Wirkungsgrades nicht grundlasttauglich.
    Man sollte aber diese Überlegungen schon mal für eine Segelyacht einsetzen, denn da hat man prinzipiell die gleichen Probleme, es gibt Stromnetz, Solarstrom, Windstrom, Limas, Diesel, Verbraucherwünsche, Grundlasten, Spitzenlasten usw. das ist bei weitem nicht ausdiskutiert!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #45
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    Zitat Zitat von round-world2 Beitrag anzeigen
    Energieausbeute von Wasserstoff ...
    Ist wie hoch ?
    Oder anders ausgedrùckt, was bekommt man aus einem kilo wasserstoff?

    Auf jeden fall viel viel mehr als aus sprit oder diesel ...

    Es funktioniert, wer es nachbauen mòchte, es kostet keine 100 euronen, und der forumswinter kann bildung bringen, kòpfe òffnen und friedlich ohne explosionen durch die echt arsch kalte winter zeit flutschen.
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
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  6. #46
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    "Aufs boot geschaut",
    Limitierten dieseltank, große lichtmaschiene, solarzellen und batteriespeicher ... wàre solch eine "explosive" gangart nicht nur fùr Langfahrtsegler ein oder zwei gedanken wert.
    Spielt man den gedanken weiter, wùrde eine tankfùllung fùr sehr lange zeit reichen, man startet konventionell den guten alten diesel, fùttert ihn dann mit dem guten alten meerwasser und spart viel dieselòl, was ja auch nicht irgendwo im paradies von den palmen tropft.

    So, jetzt schlùrf ich meinen frischen ingwertee mit nem schuss rum,
    Datt
    macht bumm und iss gesund
    Prost
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  7. #47
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    @rw2
    Die Idee gibt es schon Es gibt ein US-Patent (Nummer ist mir entfallen) wo ein Erfinder die Idee hatte, den Kiel mit Iridiumpulver zu füllen. Da Iridium Wasserstoff bindet und bei Hitze abgibt, sollte der Wasserstoff im Kiel gebunden werden und sobalt der Jockel anläuft, würde das Kühlwasser des Jockels noch mehr H2 aus dem Kiel "locker" machen

    Geht man von einem Preis pro kg Iridium von 1500€ aus, wird der Nachteil dieser Erfindung deutlich!

  8. #48
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    Hallo Rw2, die Energieausbeute aus Wasserstoff ist in jedem Fall weniger, als Du vorher für seine Gewinnung reingesteckt hast, immer ein Verlustgeschäft. Je mehr Umsetzungen im Spiel sind, umso höher sind die Verluste.
    Wasserstoff zu erzeugen, um ihn sofort an Ort und Stelle wieder zu verbrauchen, ist sinnlos, ein Zuschußgeschäft, auch wenn es funktioniert. Ein Sinn könnte nur entstehen, wenn z.B. die Speichermöglichkeit besser ist als für Strom, und der Strom sehr, sehr billig ist. Aber selbst das scheint heutzutage gegenüber der Batterietechnik abzufallen.
    Wenn Du nachhaltig durch die echt arsch kalte winter zeit flutschen willst, schaffst Du Dir besser einen Holzofen an, auf dem bekommst Du auch Deinen Tee heiß!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  9. #49
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    …….. die Energieausbeute aus Wasserstoff ist in jedem Fall weniger, als Du vorher für seine Gewinnung reingesteckt hast, immer ein Verlustgeschäft. ………
    … wie bei jeder Energieumwandlung, ohne Wirkungsgrad läuft nichts.
    Wasserstoff direkt im Verbrenner umzusetzen hat einen schlechteren Wirkungsgrad als die Brennstoffzelle. Obwohl deren Erfindung weiter zurückliegt als die der Verbrenner hat sich bei der Entwicklung lange Zeit nichts getan. Bedenkt man die Entwicklung vom Töfftöff zum modernen Turbodiesel und vergleicht die mit der Entwicklung der Brennstoffzelle, stellt man fest, das bei der Zelle noch viel Luft nach oben sein könnte.
    [Späßle] CO2 neutrale Energie gibt es in naher Zukunft reichlich. Jeden Tag werden zwei neue, große Windkraftanlagen ans Netz genommen. Die gewonnene Energie wird mittels mächtiger Überlandtrassen in jeden Winkel der Republik geleitet, sogar durch Bayern. Biomethan fließt durch ein flächendeckendes Pipilinenetz. Mit dem überzähligen Strom wird Wasserstoff erzeugt. Stromengpässe werden von Pumpspeicherwerken überbrückt. ….[/Späßle]
    Alles schon erdacht, muss nur noch vom Töfftöff zur Edeltechnik entwickelt werden. Technisch kein Problem.

    Alle technischen Probleme lassen sich mit Zeit und Geld lösen (notfalls mit Hilfe des Yachtforums), politische nicht!

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #50
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen

    Alle technischen Probleme lassen sich mit Zeit und Geld lösen (notfalls mit Hilfe des Yachtforums), politische nicht!

    Gruß Franz
    .....und bietet Stoff für viele Doktorarbeiten in fast allen naturwissenschaftlichen Fakultäten.

    Gruß aus den Baumbergen
    Ludger

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