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  1. #1
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    Standard Ruderblatt reparieren ???

    Moin,
    unser Beiboot hat 2 Ruder (manche sagen auch Paddel). Das eine Ruderblatt hat einen Riss, siehe Bild. Wie repariert man das am besten?
    Aage
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  2. #2
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    Welches Material?
    Ich gehe mal davon aus, dass sich der Aufwand, aus Gründen die uns nichts angehen, lohnt

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    "Schweißen" kann man viele Kunstoffe.
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  4. #4
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    @Franz, ich versuche immer möglichst viel zu reparieren. Einmal lernt man dabei etwas, und vielleicht/wahrscheinlich kann man es mal brauchen, wenn man nicht gleich um die Ecke was Neues kaufen kann. Auch, von der Umwelt her, ....

    Dann habe ich noch zwei Fragen:
    ** wie bekomme ich denn heraus, was das für ein Material ist?
    ** und wenn ich das weiß, wie schweiße ich es?

    Um tiefe Kratzer in der Lauffläche von Skiern zu reparieren, gibt es einen brennbaren Kunststoff, den man in den Kratzer tropfen lassen kann. Das hält prima. Aber geht das mit diesem Kunststoff?

    Fragt Aage

  5. #5
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    Zitat Zitat von girouette Beitrag anzeigen
    Dann habe ich noch zwei Fragen:
    ** wie bekomme ich denn heraus, was das für ein Material ist?
    ** und wenn ich das weiß, wie schweiße ich es?

    Um tiefe Kratzer in der Lauffläche von Skiern zu reparieren, gibt es einen brennbaren Kunststoff, den man in den Kratzer tropfen lassen kann. Das hält prima. Aber geht das mit diesem Kunststoff?

    Fragt Aage
    Zur ersten Frage, was es für ein material ist: Kratze an einer Stelle die gesamte Farbe ab(richtig sauber machen). Dann besorg Dir einen Kupferdraht, mach den Gasbrenner an, erhitze den Kupferdraht dann berühre mit dem heißen Kupferdraht das sauber gemachte Material. Danach Cu-Draht in den Brenner halten: eine grüne Flamme ist ein HINWEIS, dass das Material PVC ist.

    Ansonsten kann das Paddel aus ABS oder Nylon sein. Auch hier hilft ein IR-Spektrum.

  6. #6
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    .... oder mit einem Lötkolben kannst Du unterscheiden, ob es ein Thermoplast oder ein Duroplast ist.
    Schmilzt beim Aufdrücken das Material teigig weg handelt es sich um einen Thermoplast
    Verbrennt er krümlig ist es ein Duroplast.
    Letztlich ist es nicht so wichtig welcher Kunststoff es genau ist.

    Auf den meisten Duroplasten hält Harz, d.h. Glasseide und Epoxy hilft.

    Bei Thermoplasten habe ich vor Jahren beim Surfbrettflicken Erfolg mit folgender Methode gehabt:
    Ist die Materialstärke zu gering um eine haltbare Schweißnaht zu legen, legt man nach dem peniblen Reinigen eine dünne Glasmatte auf und drückt sie mit einem Lötkolben in das thermoplastische Material, möglichst viele Druckpunkte nah nebeneinander. Danach sättigt man die Matte mit Harz. Das Harz dringt per Kapillarwirkung durch die Glasfasern in den Plasten. Das ist das Fundament für beliebig viele Mattenschichten.

    In Form schleifen und lackieren, fertig.
    Die letzten erfolgreich reparierten Stücke waren ein Autoaußenspiegel (ABS) und ein abgestürzter Werkzeugkasten (PP)

    Viel Erfolg
    Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    Hallo Helmut, nachdem einerseits bereits Zweifel am wirtschaftlichen Sinn des ganzen geäußert wurden, und mehrere meiner Meinung nach nicht sehr erfolgsträchtige Reparaturvorschläge gemacht wurden, möchte ich nun einen Vorschlag machen, der zwar wirtschaftlch ebenso abstrus ist, aber zu einem technischen Ergebnis führt, daß das andere Paddel in jeder Hinsicht übertrifft:
    1) Reiß den Kunststoff von dem Alu-Rohr möglichst komplett herunter.
    2) Hole aus dem nächsten Baumarkt eine 30mm dicke Platte aus Styrodur (billig, gedacht für Außenisolierungen von Kellerwänden)(muß etwas dicker sein als Dein Alurohr).
    3) Schneide (mit der Kreissäge) die Platte(oder Teile davon) in Streifen von der gleichen Dicke wie Dein Alurohr.
    4) Schneide die Streifen auf etwas mehr Länge als das ursprüngliche Paddelblatt + Rohrmanschette.
    5) Schneide von Deinem Vorrat an Glasgewebe Streifen in passender Menge von etwas mehr Breite als die Dicke der Styrodurplatte.
    6) Rühre von Deinem Vorrat an Epoxidharz etwa 100ml an.
    7) Setze auf einer vorbereiteten Helling (schön isolieren!) das Alurohr mit den Styrodurstreifen und mit je einer Lage Glasgewebe gut mit Harz eingestrichen/getränkt so zusammen, daß ein etwas größeres Gebilde entsteht als das ursprüngliche Paddel. Achte auch auf die Einspannlänge (Manschette) des Alurohrs.
    8) Setze das Ganze mit mehreren Zwingen so unter Druck, daß das überschüssige Harz herausquillt, und sich im Bereich der Manschette das Styrodur etwas um das Rohr herumschmiegt.
    9) Mindestens 24h Pause. Man kann das noch durch Tempern Verbessern (max. 70°).
    10) Nun kommt der künstlerische Teil. Man erkennt, daß das Styrodur durch die eingelegten Streifen Glasgewebe gewaltig an Stabilität gewonnen hat. Man schleift (maschinell oder von Hand) mit Schmirgelpapier das Gebilde in Form und Größe zurecht. Aus Symmetriegründen könnte man die Form des originalen Paddels kopieren. Man arbeitet die grobe Form mit grobem(80er) Sandpapier aus, am Ende der Feinschliff mit 400er Papier.
    11) Nun bekommt das Paddel 1 (nur 1) Lage aus Glasgewebe mit Harz auflaminiert. An den besonders beanspruchten Kanten werden eine oder zwei extra Lagen auflaminiert.
    12) Nach dem Aushärten (und gegebenenfalls Tempern) werden noch Übergänge und abstehende Glasfasern weggeschliffen -fertig!

    Ich habe so ein Paddel als Demoobjekt für den Superleichtbau hergestellt, mich dabei an der Form eines sündhaft teuren Hochleistungspaddels für den Kanusport orientiert, und dieses an Gewicht um gut 30% unterschritten, ohne daß es an Stabilität fraglich geworden wäre. Allerdings habe ich keinen Bruchtest gemacht, schien mir nicht erforderlich. In diesem Spezialfall war es wirtschaftlich sogar ganz gut!
    Viele Grüße
    nw

    PS: Das eignet sich auch als Vorübung für die Neuerstellung eines Steuerruders mit dieser Technik.
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  8. #8
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    Ich würde, wie du schon begonnen hast, den Spalt auseinander treiben und den verquollenen Schaum rauskratzen, bis sich die der Hohlraum wieder bündig verschließen läßt. Dann dickst du Epoxy so ein, dass es gut spachtelfähig ist und verfüllst den gesamten Hohlraum; danach verpressen.
    Wichtig ist, dass du dir eine entsprechende Halterung baust, mit der du das Teil einspannen kannst; besser wäre das unter Vakuum zur machen, aber dafür wirst du uU nicht die Hardware bereit halten.

  9. #9
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    Plastikpaddel ...
    Nimm etwas gleichwertiges plastik,
    nen dicken lòtkolben und schweißen, fettich.
    Allerdings kann man zur verstàrkung noch feine stahldràhte mit einbringen, bringt enorm mehr festigkeit.
    Kostet nix
    und man lernt was dazu.

    Ich hab leider ein problem passende bilder einzustellen, aber in der suchfunktion wirst du fùndig
    Gruß
    Toto
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  10. #10
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    Standard Reparatur

    Vielen Dank für die Tips!
    Da ich Glasseide, Harz,... auf dem Boot gelassen hatte, musste ich mir was Anderes überlegen.
    • Mit einem feinen Lötkolben habe ich den Riss im Thermoplast verklebt.
    • Dann habe ich die Bruchstelle mit einem UV-resistenten Sika stabilisiert, s.Bild

    Scheint ziemlich stabil zu sein.
    Aage

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