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  1. #1
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    Standard Südküste Italiens Leuca - Messina

    Hallo Ihr, ich bin gerade dabei den nächsten Abschnitt meiner Tour vom Ambrakischen Golf (Preveza) nach Westen vorzubereiten. Leider mußte ich feststellen, daß die Südküste Italiens für Segler ziemlich ungastlich ist, so gut wie keine Ankerbuchten, wenige und teure Häfen. Da bin ich wohl von der Ägäis reichlich vewöhnt! Hat da jemand Tips oder sonstige Lichtblicke, die mich davon abhalten könnten, die Strecke in einem Schlag ohne Landberührung abzufahren?
    Vielen Dank
    nw
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  2. #2
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    Habe mal vor etlichen Jahren einem Neu-Yachti bei der Überführung nach Dubrovnik assistiert. ( Sein Bruder fiel aus wg. Zehbruch ). Da bin ich in Catanzaro Lido an Bord, die reinste Katastrophe der "Hafen". Wirst wohl besser Sizilien ansteuern.

  3. #3
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    Das hängt natürlich auch etwas von der Jahreszeit ab. Ich gehe mal davon aus dass Du nicht gerade im tiefsten Winter fahren willst sondern bis zum Frühjahr damit wartest.
    Dann folgende Vorschläge:
    Von Preveza nach Korfu, Gouvia Marina zum Ausklarieren. Weiter zur Insel Othonoi, dort gibt es wohl seit einigen Jahren eine kleine Marina, die kenne ich noch nicht aber die gute alte Ankerbucht tut´s auch, man liegt dort gut.
    Von Othonoi aus ist es der kürzeste Weg nach Leuca. Von hier weiter zum wunderschönen Ort Gallipoli. Ein Teil des Handelshafens beherbergt eine recht ordentliche Marina. Die Altstadt ist besonders abends traumhaft.
    Es folgt ein längerer Schlag über den Golf von Tarant, entweder nach Ciro Marina oder gleich nach Crotone, ich würde letzteres Vorschlagen. In Crotone in den Südhafen einfahren, Bacino Sud oder Porto Vecchio genannt. Nach der Einfahrt links halten, dort ist die Marina der Lega Navale, sehr gastfreundlich.
    Eine allgemeine Anmerkung zur Lega Navale: Die einzelnen Ortsgruppen agieren sehr unterschidlich, manche schotten sich völlig gegen Nichtmitglieder ab, andere sind offen wie die in Crotone.
    Sollte sich das geändert haben gibt es aber auch noch ander Gaststege im Hafen.
    Von Crotone kein weiter Schlag bis Le Castella. hübscher Ferienort mit einer Burg im Wasser. Der Hafen teilt sich in einen Süd- und Nordteil. Der Südteil ist meist voll mit Fischerbooten, der Nordteil ist für Sportboote, allerdings relativ flach. Ich bin dort mit 1,90m Tiefgang noch sicher reingekommen, aber sehr langsam mit einem Crewmitglied am Bug und ständiger Beobachtung des Echolots, War aber dann kein Problem.
    Nächster Hafen ist Roccella Ionica, für mich auch ein Muss auf der Strecke. Die Hafeneinfahrt neigt zu sich periodisch wiederholender Versandung, sodass sich das Einfahren stets ein wenig ändert. Es geht aber immer irgendwie. Bei meinem letzten Besuch dort 2015 wurde die Marina endlich kommerziell und professionell geführt, so kann man den Marinero rechtzeitig anfunken. Auf jeden Fall unmittelbar vor dem Törn noch mal nach dem neusten Stand erkundigen. In der Marina eine der besten Pizzerien evr, da kommen Gäste von weit her.
    Jetzt kommt in der Tat ein längeres Stück ohne jede Möglichkeit irgendwo anzulegen. Man könnte die Stiefelspitze umrunden und nach Reggio Calabria fahren, habe ich noch nicht gemacht, ist mir irgendwie nicht so geheuer.
    Es ist zwar ein kleiner Umweg, aber es lohnt sich in die Bucht unmittelbar südlich von Taormina zu fahren. Alleine der Anblick des Ortes ist grandios. Entweder im Norden der Bucht ankern und mit dem Dinghi an Land fahren, dann mit dem Bus nach Taormina oder am Südende der Bucht an einem der Stege festmachen, dann ebenfalls mit dem Bus nach Taormina.
    Wie Du weiter nach Westen kommen willst (durch die Strasse von Messina oder im Süden um Sizilien) schreibst Du leider nicht, wenn Du weitere Infos brauchst melde Dich.
    Geändert von Atair (26.11.2019 um 14:35 Uhr)
    Bernd

  4. #4
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    Zitat Zitat von rossio Beitrag anzeigen
    Habe mal vor etlichen Jahren einem Neu-Yachti bei der Überführung nach Dubrovnik assistiert. ( Sein Bruder fiel aus wg. Zehbruch ). Da bin ich in Catanzaro Lido an Bord, die reinste Katastrophe der "Hafen". Wirst wohl besser Sizilien ansteuern.
    Man kann doch nicht von dem Zustand einer einzelnen Marina auf die Tauglichkeit der gesamten Strecke schliessen
    Bernd

  5. #5
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    Hallo Atair, eigentlich wollte ich längst bei den Kanarischen Inseln sein, habe aber einen (ungeplanten) Winterstopp eingelegt. Es wird erst im Frühsommer '20 weitergehen. Deine Vorschläge machen Sinn, das werde ich mal in Betracht ziehen, vielen Dank! Im vergangenen Sommer habe ich mir einstweilen das Wetter angesehen, und meist eher konstante Nordwinde gesehen, Scirocco scheint eher selten zu sein. Es gibt reichlich Strände, allerdings nach Süden völlig offen, wie ist das, wenn man in einer sicheren Nordwindlage vor so einem Strand ankert?
    Noch eine Frage zum Ein- und Ausklarieren, ich komme da aus GR, EU+Schengen, und fahre nach I, ebenfalls EU+Schengen. Ich hatte sowas schonmal von E nach F, der damaligen Auskunft nach war da kein Ein/Ausklarieren erforderlich. Ist das jetzt anders?
    vielen Dank
    nw
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  6. #6
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr, ich bin gerade dabei den nächsten Abschnitt meiner Tour vom Ambrakischen Golf (Preveza) nach Westen vorzubereiten. Leider mußte ich feststellen, daß die Südküste Italiens für Segler ziemlich ungastlich ist, so gut wie keine Ankerbuchten, wenige und teure Häfen. Da bin ich wohl von der Ägäis reichlich vewöhnt! Hat da jemand Tips oder sonstige Lichtblicke, die mich davon abhalten könnten, die Strecke in einem Schlag ohne Landberührung abzufahren?
    Vielen Dank
    nw
    Ich bin dieses Jahr von Riposto/Sizilien nach Prevezza (und dann weiter) gesegelt. Häfen (rückwärts):

    Lakka/Ns. Paxos - geankert
    Gouvia - Marina, €49/Tag für 35 ft
    Erikoussa - Marina € 27/Tag
    Othonoi - Hafen ohne Strom, Wasser und Kosten (dort gibt es keine Marina!), wenn Platz ist, dann ganz nach hinten ins Hafenbecken
    Leuca - Marina € 33/Tag
    Crotone - so weit rein wie möglich, hinten rechts ist der Club Velico Crotone, € 30/Tag
    Rocella Ionica - Marina € 45/Tag, in der Einfahrt Mitte Fahrwasser halten
    Riposto - Marina € 65/Tag

    Ab Rocella ist es weit bis zum nächsten Hafen, es gibt zwar welche an der kalabresischen Küste, aber von denen wird abgeraten. Ankern würde ich an der kalabresischen Küste nicht.

    In Italien muß man nicht einklarieren. Aber soweit ich weiß, muß in Griechenland ausklariert werden. Das muß man dann in Gouvia machen, auf Erikoussa und Othonoi geht das vermutlich nicht (auf Othonoi gibt es zwar eine Hafenpolizeistation, aber unklar ob die das machen).
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  7. #7
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    Zitat Zitat von CO2 Beitrag anzeigen
    .........
    In Italien muß man nicht einklarieren. Aber soweit ich weiß, muß in Griechenland ausklariert werden. Das muß man dann in Gouvia machen, auf Erikoussa und Othonoi geht das vermutlich nicht (auf Othonoi gibt es zwar eine Hafenpolizeistation, aber unklar ob die das machen).
    Danke CO2 (wie auch immer Du wirklich heisst), man sollte in Gouvia ausklarieren damit das DEKPA entsprechend ausgestempelt wird, sonst muss man bei der Wiedereinreise ein neues erwerben.
    Bernd

  8. #8
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ............................. Im vergangenen Sommer habe ich mir einstweilen das Wetter angesehen, und meist eher konstante Nordwinde gesehen, Scirocco scheint eher selten zu sein. Es gibt reichlich Strände, allerdings nach Süden völlig offen, wie ist das, wenn man in einer sicheren Nordwindlage vor so einem Strand ankert?
    ...................
    Hallo sucher,
    Ja, bei ruhiger Wetterlage gibt es an der Stiefelsohle sicher etliche mehr oder weniger gute Ankermöglichkeiten an Sandstränden.
    Aber darum geht es mir jetzt nicht.
    Du willst zu den Kanaren segeln, schön und gut, ich hab das etliche Male gemacht.
    Ich glaube aus Deinem Posting herauszulesen dass Du Marinagebühren eher gerne sparen möchtest.
    Nimm es mir bitte nicht übel, aber dann sind die Kanaren (und auch Madeira und die Azoren) vielleicht eher nichts für Dich. Auf diesen Inseln gibt es nur sehr wenige Liegemöglichkeiten in Buchten. Fast überall findet man nur ruhige, sichere Liegemöglichkeiten in Marinas. Ansonsten hast Du fast immer viel zu viel Seegang um einigermassen ruhig übernachten zu können.
    Bernd

  9. #9
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    Zitat Zitat von Atair Beitrag anzeigen
    Man kann doch nicht von dem Zustand einer einzelnen Marina auf die Tauglichkeit der gesamten Strecke schliessen
    Das ist richtig. Aber wenn ich den TO richtig verstanden habe will er nach Westen und nicht erst nach Norden ( Korfu ) um dann auf der italienischen Seite wieder zurück nach Süden, um dann endlich seinen Kurs nach Westen anzulegen. Es ist schön dass Du so nette Orte kennst, aber ich denke der TO möchte einfach nur sein Boot überführen...
    Die kalabrischen Häfen sind, wie Du selbst ausführst, mit Vorsicht zu geniessen. Übrigens, wie ich es erlebt habe, nicht nur wegen der Versandungen...

  10. #10
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    Rossio, lies bitte den Ausgangströt noch mal.
    Der Themenstarter hat ausdrücklich um Tips zu Unterwegshalten gebeten!
    Dass er nicht jeden genannten Hafen anlaufen muss ist ja klar.
    Zur Route über Korfu: Auch CO2 ist so gefahren, siehe seinen Beitrag. Ist also keine Einzelmeinung von mir
    Bernd

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