Seite 5 von 6 ErsteErste ... 3456 LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 52
  1. #41
    Registriert seit
    13.02.2009
    Beiträge
    2.559

    Standard

    der schwerpunkt ist höher, wenn ein suv beim schleudern gegen eine kante rutscht (bürgersteig etc) kippt es leichter
    also die umfallgefahr ist tatsächlich grösser

    die versicherungen haben noch anderes aus ihren daten berechnet... suv fahrer fühlen sich vermeintlich sicherer und fahren darum unvorsichtiger

  2. #42
    Registriert seit
    08.10.2019
    Beiträge
    174

    Standard

    Zitat Zitat von Tralala Beitrag anzeigen
    Also das kann ich ohne Schmerzen so nicht stehen lassen.

    Sicherheit: Ja, Die Überlebenschance ist höher weil

    -aufgrund der hohen Masse der i.d.R Regel kleinere Unfallgegner das grössrere Delta-v und damit die höhere Belastung abbekommt. Das ist auch insofern nicht besonders gerecht als der kleinere, leichtere auch noch die kürzere und weichere Schutzzone hat. D.h. die Sicherheit geht direkt auf Kosten derer die ein "vernünftiges" Fahrzeug fahren (Stichwort Kompatibilität). Knallst du in ein gleich schweres Fz. hast Du nicht viel gewonnen...
    Ich denke, dass das Plus an Sicherheit vor allem darauf beruht, dass beim SUV die Knautschzonen grösser sind. Das Fahrzeug absorbiert die auftretenden Energien und der Fahrzeuginsasse bleibt verschont.


    Sitzposition und Einsteigen fällt mir tatsächlich nicht viel zu ein. Ist eine Extrembetrachtung. In einen Multivan bekomme ich eine bewegungseingeschränkte Person schwerer als in einen Kleinwagen. Raus ist es offensichtlich umgekehrt. Die meisten SUV´s sind zu hoch. Die meisten Behindertenumbauten sind in Fahrzeugen die in der Höhe irgendwo dazwischen liegen.
    Das ist absolut keine Extrembetrachtung sondern ein Hauptgrund für den Erwerb eines SUV's.
    Erst vor wenigen Tagen hatte ich ein Problem damit, in eine neue S-Klasse einzusteigen. Es mangelte derart an der Kopffreiheit, dass ich mich unnatürlich verrenken musste und mir beinahe einen Bandscheibenschaden zuzog.
    Ein paar Monate zuvor sah ich wie mein Nachbar in eine Mercedes-Limousine einstieg. Er stiess mit dem Kopf gegen die obere Türöffnung und schaffte den Einstieg erst nach mehreren Versuchen.


    Was die höhere Reifenaufstandsfläche angeht ist die Physik nicht auf Deiner Seite aber das hat Franz ja schon dargelegt.
    „Primär sind es technische Notwendigkeiten, die für breitere und größere Reifen sorgen“, sagt Ruprecht Müller vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg. Die Autos von heute sind schwerer und haben mehr PS. Deswegen ist eine größere Auflagefläche nötig, um bei höherem Tempo sicher durch die Kurve zu kommen. Je breiter der Reifen, desto mehr Leistung kann ich auf die Straße bringen“, sagt Müller.

    Wenn ich es mal populistisch zusammenfassen soll dann bietet ein SUV entweder keine Vorteile oder er bietet sie auf Kosten anderer.
    Die Umfrageergebnisse der Meinungsforschungsinstitute widersprechen Dir leider sehr deutlich.

    Die hohe Sitzposition ist für ältere Autofahrer der wichtigste Grund zum Kauf eines SUV. Bei einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Puls strichen 83,8 Prozent der Über-50-Jährigen diese Eigenschaft als besonders interessant heraus. Die gute Sicht über die Straße landet mit 73 Prozent auf Rang zwei der wichtigsten Kaufgründe, der geräumige Innenraum folgt mit 70 Prozent.

    https://www.welt.de/motor/news/artic...-SUV-Kauf.html


    - "Ein ganz klarer Vorteil von SUV ist die Möglichkeit, sie als Zugmaschine zu nutzen."

    - "Der Fahrer eines SUV sitzt höher als in einem normalen PKW, wodurch er einen besseren Blick auf die Straße hat."

    - "Ein SUV ist familienfreundlich und zumeist für fünf, sechs und teilweise sogar für sieben Personen zugelassen. Alle haben im Fahrzeug genügend Platz, sitzen bequem und haben genügend Bein- und Kopffreiheit (höhere Karosserie)."

    - "Für die Insassen eines SUVs endet ein Unfall günstiger als für Insassen eines Kleinwagens. Die Knautschzone eines SUV ist deutlich größer. "

    https://www.suv-cars.de/ratgeber/pro-und-kontra.html
    Geändert von latong (10.12.2019 um 14:42 Uhr)

  3. #43
    Registriert seit
    23.03.2007
    Ort
    Zentrum von Deutschland
    Beiträge
    4.853

    Standard

    Zitat : Die Knautschzone eines SUV ist deutlich größer. "

    jepp, beim Panzer auch.

    all die sogenannten Vorteile, welche ein SUV vermeintlich für Otto-Normalverbraucher haben soll...
    kann ich im täglichen Strassenverlehr - vor allem in der Stadt - eher selten beobachten.

    Ältere SUV-Fahrer ? Wo denn ? Dass man bei Befragung so etwas äußert, hat doch nichts damit zu tun, ob man auch tatsächlich mit der Strunzkiste in die Stadt fährt.
    Vonwegen, dass wäre die Käufer... nöö, die mit der Kohle, die es Sohnemann, Tochter oder Enkel sponsern.

    Was bitteschön ziehen denn die tollen Zugmaschinen beim urbanen Lemming ? Den Einkaufswagen ?

    Das ist genauso, wie mit Stereoanlagen und anderen must-Haves.
    Die reine Machbarkeit sagt nichts aus über Sinnhaftigkeit und Nutzen für Normalverbraucher.
    Nen SUV kannste nicht mal untern Weihnachtsbaum legen....

    Obwohl... bei den Strunztannen, die ich gelegentlich vor den Hütten sehe...
    die EVM bzw. der RWE werden wieder ihren Spaß haben.... bei der Christmasbeleuchtung.
    Man muss ja die Einfahrt beleuchten, damit Mutti mit dem SUV auch die Garage trifft ?

    Mannnooo

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  4. #44
    Registriert seit
    28.10.2002
    Beiträge
    2.134

    Standard

    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass das Plus an Sicherheit vor allem darauf beruht, dass beim SUV die Knautschzonen grösser sind. Das Fahrzeug absorbiert die auftretenden Energien und der Fahrzeuginsasse bleibt verschont....
    Na dann fangen wir mal mit der Physik ganz von vorne an. Einfache Betrachtung: Zwei Fahrzeuge mit unterschiedlicher Masse fahren aufeinander. Welche Gewschwindigkeitsänderung erfährt welches Fahrzeug?
    ist eine hübsche Schulaufgabe zum Impulssatz:

    https://www.leifiphysik.de/mechanik/...eier-lastwagen

    So. Halten wir fest: das leichtere Fahrzeug erfährt die größere Geschwindigkeitsänderung.
    Wie war das noch mit der kinetischen Energie?
    E= 1/2m*v*v.
    Der Insasse des kleinen Fahrzeugs muss also nicht nur die kinetische Energie aus der eigenen Fahrgeschwindigkeit abbauen sondern auch noch einen Teil vom Unfallgegner.
    Die Geschwindigkeitsänderung geht dabei im Quadrat ein.

    Da sagt man doch Danke. Wo war das jetzt nicht zu Lasten anderer?

    So. Wir machen weiter. Wie war das mit der "längeren Knautschzone?"

    Zum Abbau der kinetischen Energie ist ein bestimmter Weg nötig.
    Man stelle sich vor: Wir fahren mit einem SUV gegen die Wand.
    Die Energie die "weg" muss ist die kinetische Anfangsenergie (s.o.) Hier geht die Masse linear ein.
    So jetzt ganz populärwissenschaftlich. Um die Energie abzubauen (eigentlich: umzuwandeln) muss ich eine Arbeit gleicher Höhe leisten.
    Arbeit W (vereinfacht): W=F*s ("Arbeit ist Kraft mal Weg" eigentlich vektoriell aber uns reicht das hier)
    So. Kraft. F=m*a (Kraft ist Masse mal Beschleunigung)

    Achtung wichtig: Das für den Insassen "wichtigste" Belastungskriterium ist die Beschleunigung (bzw. Verzögerung) des Insassen während des Crashs.

    Wenn also der Insasse des SUV mit gleicher Geschwindigkeit gegen eine Wand fährt und gleiche Beschleunigung erfahren soll wie der Kleinwagenfahrer braucht er was?
    Richtig! mehr Weg (längere "Knautschzone") nicht um ihn "sicherer" zu machen sondern um die höhere Masse zu kompensieren, ihn "gleich sicher"zu machen.

    Aber es kommt noch besser:
    Welche Kraft ist nötig um das schwere Fahrzeug zu verzögern?
    F=m*a
    Bei gleicher Beschleunigung (s.o.)steigt die nötige Deformationskraft linear mit der Masse. Das bedeutet: der Vorderwagen des SUV MUSS für gleiche Performance wie der Kleinwagen steifer sein.

    So Jetzt kommts:
    Beide Fahrzeuge Fahren gegeneinander. Hmm was passiert wohl?
    Vereinfacht kann man das als gekoppelte Federn betrachten. Was passiert wenn ich eine weiche und eine harte Feder in Reihe schalte und zusammendrücke?
    1. Die Federkraft entspricht der der härteren Feder
    2. Die weichere Feder hat einen anteilig höheren Weg

    Was bedeutet das für den Kleinwagenfahrer?
    Er hat die kürzere Deformationszone
    Er hat die weichere Deformationszone
    Er bekommt aufgrund der geringen Masse mehr kinetische Energie, muss also auf der kurzen, weichen Zone mehr abbauen als der SUV.
    Was bedeute das für den SUV-Fahrer:
    Er nutzt die Defoemationszone des Kleinwagens bevor seine eigene zum Tragen kommt
    er zwingt dem Kleinwagenfahrer einen Teil seiner kinetischen Energie auf
    kurz und exterm zusammengefasst: Er sitzt solange hoch und trocken bis der Kleinwagen (samt Insasse) soweit zermatscht ist dass er einen nennenswerten Widerstand für seinen Panzer bildet.
    Und woran liegt es? Ausschliesslich an der Masse!! (siehe oben)
    Wo war das jetzt nicht unsozial?

    Das schreibt übrigens auch Deine nicht ganz objektive Website, den Teil hast du nur "vergessen" zu zitieren:

    Die Unfallstatistik ist bei SUV-Fahrzeugen deutlich höher als bei anderen Autos. Während die Insassen des SUV zumeist sehr glimpflich davonkommen, so ergeht es den Unfallgegner, aufgrund des höheren Gewichts eines SUV, wesentlich schlechter. Häufig endet ein Unfall für Fahrer von Kleinwagen, für Radfahrer und Fußgänger tödlich oder mit schweren Verletzungen, wenn ein SUV beteiligt ist. Schenkt man den Unfallstatistiken Glauben, so sind die Risiken für benachteiligte Verkehrsteilnehmer um ein Mehrfaches höher, wenn ein SUV im Spiel ist.

    Den passus "schenkt man der Unfallstatistik Glauben" finde ich besonders hinterhältig. Wer in etwa weiss wie die Bundesstatistik zustande kommt, möchte der jedenfalls mehr glauben als eine pro-SUV-Website


    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    ...Die Umfrageergebnisse der Meinungsforschungsinstitute widersprechen Dir leider sehr deutlich.

    ...
    https://www.welt.de/motor/news/article122733319/Gruende-fuer-den-SUV-Kauf.html

    ...
    Tun sie nicht. Die hohe Sitzposition bietet Dir einen Sichtvorteil, dem habe ich nicht widersprochen.
    ABER: auch dieser Vorteil geht auf Kosten anderer. Durch ein gleich hohes Fahrzeug kann ich durchsehen und mehrere Bremslichter weiter vorn sehen. Der SUV ist eine Wand die mir die Sicht nimmt.

    Der Komfort beim einsteigen lässt sich auf eine einfache Formel bringen.
    1. Möglichst wenig Höhenunterschied zu überwinden zwischen stehen und sitzen. Der Sitz knapp unter dem Becken, so dass Du dich anlehnen und dann reinsetzen kannst ist für einen Bewegungseingeschränkten Menschen ideal. Beim Aussteigen kann man mit wenig Mühe dann rausgleiten.
    2. Raufklettern ist anstrengender als sich beim Aufstehen etwas hochziehen zu müssen.
    Die meisten SUV´s sind hier zu hoch. Für einen Bewegungseingeschränktem Menschen der noch gehen kann.

    Was die Reifen angeht: Das ist ein zu komplexes Thema um es hier zu behandeln.
    Grundsätzlich:
    Bei gleicher Radlast und Radradius ist die Aufstandsfläche (Latsch) gleich, lediglich die Form variiert. Bei breiteren Reifen ist sie kürzer und breiter, es können mehr Seitenführungskrafte übertragen werden. Hier hat Franz recht.
    Aber: Bei dynamischen Radlasten (Bremsen, Querbeschleunigung) sieht das natürlich anders aus. Da helfen breitere Reifen die Aufstandsfläche zu vergrössern (dein Punkt)
    Aber auch dieses aber hat ein aber:
    Bei dieser sehr einfachen Betrachtung geht man davon aus dass die Druckverteilung im Latsch relativ gleich ist. Das geht einigermassen bei Niederquerschnittsreifen hilft mir aber wenig bei "Ballonreifen"
    Ein Geländewagen "eiert" um die Kurve. er kann die möglichen Seitenführungskräfte nicht abstützen weil die Reifenflanke zu sehr deformiert. gleiches gilt bei Längskräften. auch wenn du ihn breiter machst wird es besser aber nicht gut.
    Bei SUV´s hat man das erkannt und grössere Felgen genommen, die Reifen werden also "Niederquerschnittiger" als beim Geländewagen. Aber das ist ein Kompromiss mit Grenzen. Auch wg. Komfort und der "Exteremen" dynamischen Radlaständerungen durch den hohen Schwerpunkt.
    Da machst du auch mit breiteren Reifen aus einem Mops keinen Windhund.

    Das ist etwa so (Achtung Gunnar hier kommt der Bezug zum Segeln) aus würdest Du auf eine Nauticat einen Carbonmast bauen und dann erwarten alle Mittwochsregatten zu gewinnen.

    Du sagst zwar ich habe unrecht widersprichst mir aber nicht argumentativ. Im Gegenteil deine Quellen sagen das gleiche:

    Der Sicherheitsgewinn beim Crash geht zu Lasten schwächerer (leichterer)

    Der Sichtgewinn hohe Sitzposition geht ebenfalls zu Lasten anderer es wäre ganz offensichtlich kein Vorteil wenn alle gleich hoch wären.

    Das bekommst Du auch mit gefühltem Wissen nicht wegdiskutiert. Ist ganz grundlegende Physik.
    Warum mache ich mir die Mühe das alles zu schreiben? Ich wünsche mir eine Diskussion auf Basis einfacher nachprüfbarer Tatsachen. Nicht Umfragen, Gefühlen und Vermutungen. Und ich hoffe das Korn fällt auf fruchtbaren Boden. Vielleicht nicht bei dir aber zumindest bei den Mitlesern. Jeder SUV weniger macht mein Leben sicherer.
    Ich will Dir ja deinen Stadtpanzer nicht wegnehmen, ich wünsche mir nur ehrlichen Umgang mit den Tatsachen.
    Dein Sicherheisgewinn geht zu Lasten anderer.
    Mach Dir das klar und sag Dir "Ich kann damit leben" aber fühle und glaube die Tatsachen bitte nicht weg. Ist wirklich simple Physik.

  5. #45
    Registriert seit
    02.01.2012
    Beiträge
    35

    Standard

    @Tralala
    ein sehr fundierter Beitrag, der meine bisher auf guten Menschenverstand gestützte Meinung zu SUVs untermauert. Danke!
    Klaus

  6. #46
    Registriert seit
    08.10.2019
    Beiträge
    174

    Standard

    Lieber Tralala,

    es ist schön, dass Du Dir soviel Mühe gemacht hast.

    Fahrzeuge fahren aber nicht nur "aufeinander" , "gegen die Wand" und "gegeneinander"

    sondern werden

    • - beim Einbiegen und kreuzen auch seitlich getroffen


    Wenn ein SUV seitlich gerammt wird, ist die Überlebenschance aufgrund der grösseren Knautschzone wesentlich grösser als in einem kleineren Fahrzeug.


    Die gilt auch bei Auffahrunfällen,

    • - wenn ein Fahrzeug auf ein SUV auffährt.


    Sicherer ist man im SUV auch dann,

    • wenn ein anderes Fahrzeug auf der falschen Fahrbahn entgegenkommt.


    Dies sind nämlich laut ADAC die häufigsten Unfallarten mit Beteiligung zweier PKW's.
    https://www.adac.de/_mmm/pdf/Ufo%20J...0KB_149526.pdf


    Der Komfort beim einsteigen lässt sich auf eine einfache Formel bringen.
    1. Möglichst wenig Höhenunterschied zu überwinden zwischen stehen und sitzen. Der Sitz knapp unter dem Becken, so dass Du dich anlehnen und dann reinsetzen kannst ist für einen Bewegungseingeschränkten Menschen ideal. Beim Aussteigen kann man mit wenig Mühe dann rausgleiten.
    2. Raufklettern ist anstrengender als sich beim Aufstehen etwas hochziehen zu müssen.
    Die meisten SUV´s sind hier zu hoch. Für einen Bewegungseingeschränktem Menschen der noch gehen kann.
    Aus- und Einsteigen in eine "normale" Limousine wird dadurch erschwert, dass die Einstiegsöffnung nicht hoch genug ist. Allein die grössere Innenraumhöhe der SUV's gestattet es, die Türöffnungen hoch genug zu bauen.

    Die hohe Sitzposition geht übrigens auch nicht zu Lasten anderer, da ja bekanntlich ausreichende Sicherheitsabstände einzuhalten sind.

    Ein SUV führt aufgrund seiner Masse zu einer ausgeglichenen, vorausschauenden Fahrweise. Die wenigsten Unfälle dürften also von SUV's ausgehen.

    Daher bitte nicht nur die SUV's als Unfallverursacher betrachten und die kleinen, oft von unerfahrenen jungen Menschen bewegten "Flitzer" als Haupt-Unfallverursacher einfach vergessen bzw. unterschlagen.

  7. #47
    Registriert seit
    28.10.2002
    Beiträge
    2.134

    Standard

    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    Lieber Tralala,

    es ist schön, dass Du Dir soviel Mühe gemacht hast.
    ...
    Sie ist zwar nicht auf fruchtbaren Boden gefallen aber man kann nicht immer gewinnen.

    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    .... Fahrzeuge fahren aber nicht nur "aufeinander" , "gegen die Wand" und "gegeneinander"

    sondern werden

    • - beim Einbiegen und kreuzen auch seitlich getroffen


    Wenn ein SUV seitlich gerammt wird, ist die Überlebenschance aufgrund der grösseren Knautschzone wesentlich grösser als in einem kleineren Fahrzeug.


    Die gilt auch bei Auffahrunfällen,

    • - wenn ein Fahrzeug auf ein SUV auffährt.


    Sicherer ist man im SUV auch dann,

    • wenn ein anderes Fahrzeug auf der falschen Fahrbahn entgegenkommt.


    Dies sind nämlich laut ADAC die häufigsten Unfallarten mit Beteiligung zweier PKW's.
    https://www.adac.de/_mmm/pdf/Ufo%20J...0KB_149526.pdf
    Dem Impulssatz ist es egal wer mit welcher Geschwindigkeit aus welcher Richtung kommt.
    Du darfst meine Betrachtungen gern auf jede beliebige Aufprallrichtung und Anfangsgeschwindigkeit ausweiten, es gilt immer das gleiche.


    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    ...

    Die hohe Sitzposition geht übrigens auch nicht zu Lasten anderer, da ja bekanntlich ausreichende Sicherheitsabstände einzuhalten sind. ...
    Du merkst schon dass du dir grad selbst widersprichst, oder? Mit gleicher Begründung ist die höhere Sitzposition auch kein Sicherheitsgewinn, genau das führst du aber als Kaufargument an. Da musst du schon gleiche Massstäbe anlegen es sei denn du möchtest sagen dass SUV-Fahrer notorisch zu dicht auffahren



    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    ...Ein SUV führt aufgrund seiner Masse zu einer ausgeglichenen, vorausschauenden Fahrweise. Die wenigsten Unfälle dürften also von SUV's ausgehen.
    Nicht einmal die von Dir verlinkte SUV-Seite ist so verwegen das zu behaupten:
    https://www.suv-cars.de/ratgeber/pro-und-kontra.html
    Zitat:
    Die Unfallstatistik ist bei SUV-Fahrzeugen deutlich höher als bei anderen Autos.

    Auch wenn der Ausdruck "Die Unfallstatistik ist ... höher als..." zumindest sprachlich ungenau ist, ist doch klar was gemeint ist.
    Auch die Psychologie wird dir vehement widersprechen wenn du behauptest dass ein subjektiv höheres Sicherheitsgefühl zu mehr Vorsicht führt. Das Gegenteil ist der Fall. Risikokompensation ist das Stichwort dazu, es bremst auch gute Sicherheitsentwicklungen immer erstmal aus. Aber das ist ein anderes Thema...

    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    ...Daher bitte nicht nur die SUV's als Unfallverursacher betrachten und die kleinen, oft von unerfahrenen jungen Menschen bewegten "Flitzer" als Haupt-Unfallverursacher einfach vergessen bzw. unterschlagen.
    Jetzt wird es ganz seltsam. Entweder hast du nicht gelesen was ich geschrieben habe oder sehr selektiv wahrgenommen. Ich habe nichts von Unfallverursacher gesagt. Das ist bestenfalls ein juristischer Begriff kein mechanischer.

    Ich habe auf die mir einfachst mögliche Weise erklärt was passiert wenn zwei deformierbare Körper aufeinander treffen. Der klassischen Mechanik ist egal wer angefangen hat, und sie gilt in allen Richtungen.
    Wenn ein Unfall mit mindestens zwei Fahrzeugen passiert geht die erhöhte Sicherheit im schwereren Fahrzeug zu Lasten des leichteren.
    Das gilt prinzipiell auch für Planeten....

    Das ist kein Gefühl, kein Glaube kein Verursacherprinzip, keine Statistik, das ist sehr simple (und wertfreie) klassische Mechanik.

  8. #48
    Registriert seit
    08.10.2019
    Beiträge
    174

    Standard

    Zitat Zitat von Tralala Beitrag anzeigen
    Wenn ein Unfall mit mindestens zwei Fahrzeugen passiert geht die erhöhte Sicherheit im schwereren Fahrzeug zu Lasten des leichteren.
    Das ist leider wieder nur eine einseitige Betrachtung, denn die Unfallforschung der Versicherer GDV hat ermittelt, dass die Gefahr des Todes und schwerer Verletzungen für SUV-Insassen bei Unfällen nur halb so gross ist wie bei PKW-Unfällen untereinander.
    https://udv.de/de/fahrzeug/insassens...y-vehicles-suv

    Die logische Schlussfolgerung lautet also, wir brauchen mehr SUV's, um die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten zu halbieren.

    Glücklicherweise nimmt die Zahl der SUV's jährlich um 13 % zu. https://www.n-tv.de/wirtschaft/SUV-Z...e21102967.html
    Wir werden daher bald nur noch SUV's auf den Strassen sehen und feststellen können, dass sich die Zahl der Schwerverletzten und Getöteten annähernd halbiert hat.
    Es ist ja klar, dass ein Radfahrer, der sich ohne Knautschzone im Strassenverkehr bewegt, ein wesentlich höheres Verletzungsrisiko auf sich nimmt als ein SUV-Fahrer, der mehr in seine Sicherheit investiert und dicke Polster bzw. Knautschzonen um sich hat.

    Das SUV ist also auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht ein Segen für die Menschheit.
    Geändert von latong (12.12.2019 um 15:29 Uhr)

  9. #49
    Registriert seit
    12.03.2003
    Beiträge
    1.839

    Standard

    Zitat Zitat von latong Beitrag anzeigen
    Etwas Freiheit und Individualität sollte man den Menschen in einer Zeit in der mehr und mehr verboten wird, schon lassen.
    ... was wird denn mehr und mehr verboten?

    Mir fällt nichts ein.

    Vielleicht ist es ja gerade unser Problem, dass wir freiheitsliebenden Romatiker selbst das nicht verbieten, was verboten gehört.
    mfG

    Michael

  10. #50
    Registriert seit
    08.10.2019
    Beiträge
    174

    Standard

    Zitat Zitat von Michael60 Beitrag anzeigen
    ... was wird denn mehr und mehr verboten?

    Mir fällt nichts ein.

    Vielleicht ist es ja gerade unser Problem, dass wir freiheitsliebenden Romatiker selbst das nicht verbieten, was verboten gehört.
    "Verbote, Verbote, Verbote" lautete schon im Jahre 2007 die Überschrift eines FAZ-Artikels:

    https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...e-1409327.html

    Hinzugekommen sind Flugscham (Flugverbote), Redeverbote (man traut sich nicht mehr die eigene Meinung zu sagen)
    Verbote politisch angeblich inkorrekter Bezeichnungen (Neger, Zigeuner etc.), Rauchverbote, Veggie-Day (Fleischverbot)
    Man darf nicht mehr "Ausländer" sagen. Verbot von Verbrenner-Fahrzeugen. KFZ-Verbotszonen. Öl-HeizungsVerbot.
    Verbot von Zigarettenautomaten usw. und so fort.
    Die Grünen forderten übrigens in 26 von 367 Anträgen Verbote.
    https://www.focus.de/politik/deutsch..._11270538.html

    P.S. Unsere Bürokratie hat in mehr als 70 Jahren soviele Reglementierungen geschaffen, dass unsere Freiheit stark eingeschränkt ist. Bauvorhaben sind nur noch schwer durchführbar, da Genehmigungsverfahren in unserem Lande teilweise mehr als 10 Jahre dauern. Der BER leidet übrigens auch unter exorbitant hochgeschraubten Sicherheitsvorschriften (Feuerschutz etc.)
    Nicht einmal ein kleines Feuerchen darf ich auf meinem Grundstück machen. Beim Zelten in der freien Natur sind sofort die Sherrifs zur Stelle, um es zu unterbinden. Nachtfahrverbote etc. gehen in dieselbe Richtung.......

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, sieht man in den USA vieles sehr viel lockerer. Nicht nur die Bauvorschriften lassen den Menschen dort sehr viel mehr Freiheit.....
    Geändert von latong (17.12.2019 um 17:44 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 28.01.2019, 13:39
  2. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.02.2013, 18:29

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •