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  1. #21
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    Hallo, bei meinem Schiff war die primäre Ursache der Dieselpest der undichte Tankdeckel. Deshalb habe ich als eine der ersten Aktionen einen neuen Tankdeckel mit auswechselbarer O-Ring-Dichtung gestiftet. Weil der Tankdeckel im Wassergang liegt, wird er bei jedem Regen, bei jedem überkommenden Wasser überspült, Dichtigkeit ist deshalb enorm wichtig.
    Der Deckel wird übrigens "handfest" angezogen.
    Ich habe auch schon gehört, daß jemand aus diesem Grund den Tankdeckel auf einen aus dem Deck ragenden Rohrstutzen montiert hat. Ist sicherlich trockener, aber zumindest auf meinem Schiff wg. Unfallgefahr nicht akzeptabel.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #22
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    Hallo,

    IPA: Isopropanol


    Peter

  3. #23
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    IPA: Isopropanol


    Peter
    Der bekanntere Name ist Isopropylalkohol

  4. #24
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    Danke, die Herren,
    allein mir fehlt der Glaube. 0,4 %o IPA sollen helfen?

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #25
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    Hallo, im chemischen Sinne ist das, was als Dieselpest bezeichnet wird, ein Polysaccharid, vergleichbar mit Gelatine oder Götterspeise, was wohl jeder hier aus der Küche kennt. Gelatine kann mit Wasser aufquellen, und wird dann zu einer Glibbersubstanz, mit der man perfekt Rohrleitungen verstopfen kann. Verflüssigen kann man das nur mit Wasser UND Wärme, so wie das in der Küche gehandhabt wird. Ob Alkohol (Äthylalkohol, Spiritus) diese Verflüssigung befördert,kann ich nur vermuten, jedenfalls schadet es nicht.
    Prinzipiell ist Alkohol, natürlich auch höhere Alkohole wie Isopropylalkohol https://de.wikipedia.org/wiki/2-Propanol, als Desinfektionsmittel ungeeignet (und als solches auch nicht zugelassen). Es wirkt allenfalls wachstumshemmend für die Dieselpest, weil das kein passendes Substrat darstellt. Tank leeren und trocknen würde vermutlich besser wirken. Kritisch anzumerken ist, daß der Isopropylalkohol dem Diesel zu einer gewissen Explosivität verhilft, und daß bei längerer Lagerung Peroxid ensteht.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #26
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ...Prinzipiell ist Alkohol, natürlich auch höhere Alkohole wie Isopropylalkohol https://de.wikipedia.org/wiki/2-Propanol, als Desinfektionsmittel ungeeignet (und als solches auch nicht zugelassen)...
    nw
    Ethanol und 2–Propanol gehöten zu den häufigsten Inhalsstoffen von Desinfektionsmitteln. Einmal davon abgesehen, immer die Regel beachten, erst reinigen, dann desinfizieren.
    Wenn im Kraftstoffsysttem Glibber vorhanden ist, muss das System gründlich gereinigt werden, dann erst desinfizieren. Sicherlich können mit einem hochdosiertem Biozid Bakterien, Algen und Pilze abgezötet werden, der Glibber aber bleibt und kann Filter verstopfen.

  7. #27
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    Hallo,

    das IPA bindet die abgesetzte Restfeuchte mit dem Diesel und wird dann rausgespült.
    Das fFunktioniert auch super bei meiner Petroleumheizung.


    Peter

  8. #28
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    Hallo Käptn Blaubär, richtig, wenn Dieselpest im System ist, muß gereinigt werden. Man kann den den Diesel mit keimtötenden Mitteln versetzen, damit das Wachstum der Dieselpest auch bei Neuinfektion verhindert wird. Alkohol an sich hat keine akzeptable desinfizierende Wirkung, es ist allerdings bei vielen Desinfektionsmitteln als Trägersubstanz in Gebrauch, weil es sowohl hydrophobe als auch hydrophile Dinge lösen kann.
    Selbstverständlich kann der Glibber der Dieselpest auch Filter verstopfen, meist kommt es jedoch nicht dazu, denn die Leitungen werden undurchlässig, bevor das Zeug im Filter ankommt und im Schauglas sichtbar wird. Auch die oft installierten doppelten, per Hahn umschaltbaren Filter helfen da nicht weiter. Ist Dieselpest einmal im System, muß nicht nur der Tank, sondern auch Leitungen und Ventile gereinigt werden. Das ist nicht so einfach, weil sich der Glibber nicht so ohne weiteres in Bewegung setzen läßt, jedenfalls nicht mit dem 1 Bar, den die Dieselförderpumpe aufbringen kann.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  9. #29
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    Prima, dann sind wir uns einig.
    Vor einigen Jahren hatte ein Bekannter die Pest an Bord. Der hat den Tank gereinigt, dem frischen Diesel Grotamar beigegeben ... und hatte ein dreiviertel Jahr später wieder das gleiche Problem. Da hat er alles vom Tank bis zur Einspritzpumpe herausgerissen und erneuert. Im Herbst wird der Kraftstoff abgepumpt und im PKW entsorgt. Der Bootstank wird mut frischem Diesel gefüllt, seitdem ist Ruhe.

  10. #30
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    Zitat Zitat von Käptn Blaubär Beitrag anzeigen
    Vor einigen Jahren hatte ein Bekannter die Pest an Bord Der hat den Tank gereinigt, dem frischen Diesel Grotamar beigegeben ... und hatte ein dreiviertel Jahr später wieder das gleiche Problem. ......
    Das in einem dreiviertel Jahr in sauberem Tank mit frischem Diesel plus Grotamar signifikante Mengen an Dieselschlamm wachsen ist ganz erstaunlich, kaum zu glauben.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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