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  1. #1
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    Standard Seeventil tauschen?

    Beim Seeventil (Messing) der Küche, das schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, versagte der Hebel von hier auf jetzt, sprich, er lässt sich drehen, aber nichts passiert. Ich nehme an, dass sich Kugel und Hahn getrennt haben. Kommst sowas vor, oder eher außergewöhnlich? Da hilft wahrscheinlich nur Boot raus, neues Ventil rein. Habt Ihr Tipps, was zu beachten ist? Sollte man prophylaktisch andere Ventile auch tauschen, oder eher warten, ob und wann etwas passiert? Danke für ein paar Meinungen und guten Rutsch! Gerhard

    PS: Leider habe ich es versäumt, ein Foto zu machen. Es fragt sich bzw. ich frage mich, ob man ggf. nur das Oberteil tauschen muss/kann, oder ob in der Regel Durchlass und Ventil aus einem Stück sind. Das müsste ich jetzt noch rausfinden.
    Mast- und Schotbruch!
    Gerhard

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Stonsdorfer Beitrag anzeigen
    Beim Seeventil (Messing) der Küche, das schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, versagte der Hebel von hier auf jetzt, sprich, er lässt sich drehen, aber nichts passiert. Ich nehme an, dass sich Kugel und Hahn getrennt haben. Kommst sowas vor, oder eher außergewöhnlich? Da hilft wahrscheinlich nur Boot raus, neues Ventil rein. Habt Ihr Tipps, was zu beachten ist? Sollte man prophylaktisch andere Ventile auch tauschen, oder eher warten, ob und wann etwas passiert? Danke für ein paar Meinungen und guten Rutsch! Gerhard

    PS: Leider habe ich es versäumt, ein Foto zu machen. Es fragt sich bzw. ich frage mich, ob man ggf. nur das Oberteil tauschen muss/kann, oder ob in der Regel Durchlass und Ventil aus einem Stück sind. Das müsste ich jetzt noch rausfinden.
    - Seeventil: Ich gehe davon aus, dass es ein Hahn ist der durch eine viertel Umdrehung auf und zu gestellt werden kann.
    - Wenn es nur der Hebel ist, der auf einem kleinen Vierkant sitzt, kann man den für 1,95 im Baumarkt kaufen.
    - Außergewöhnlich ist das bei alten Hähnen (Seeventilen) nicht, da die Griffe aus Alu sind und die Armatur aus Buntmetall (elektrochem. Korr)
    - Boot raus, wenn der Hahn getauscht werden muss. i.d.R bewegt sich der Borddurchlass wenn man das Seeventil abschraubt. Dann ist die Dichtung nicht mehr zuverlässig.

    Mit "ein paar Jahren" kann ich nichts anfangen. Obendrein weiß ich nicht, ob die Hähne aus Sanitärmessing, Marinemessing oder Bronze sind. Falls die anderen Hähne leichtgängig und aus Marinemessing oder Bronze sind können sie drinbleiben.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Ja, das kenne ich auch. Der Hebel ist oft sehr korrosionsfreudig konstruiert. Aus dem Ventilkörper ragt in aller Regel ein Vierkant. Dort habe ich einen Engländer/Rollgabelschlüssel angesetzt und vorsichtig Kraft drauf gegeben. Wenn er sich schon mal leicht bewegt hat, dann immer hin und zurück bewegt, bis sich der Drehwinkel wieder den 90 Grad nähert. Nen neuen (besseren) Hebel gekauft - und gut ist.
    In ganz hartnäckigen Fällen hab ich auch schon mal ein Kriechöl von oben eingefüllt und abgewartet... Und wenn es Zeit hat bis zum Auswassern, dann helfen ein paar Spritzer Kalklöser von der Wasserseite her auf die Ventilkugel...
    Deshalb die Seeventilen komplett zu wechseln halte ich für übertrieben...
    Grüße Volker

  4. #4
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    Moin,

    zum Hebel bzw. gangbar machen ist schon alles gesagt.

    Bei meinen Seeventilen mit Hebel (WC) ist das "Innenteil" mit dem Vierkant von oben in das Außenteil, welches im Rumpf sitzt und an dessen Seite der Schlauch angeschlossen ist, gesteckt und von oben mit einer Art "Brille" gesichert (Sorry, wegen der sehr laienhaften Ausdrucksweise - ich kenne die Fachbegriffe nicht).

    Wenn sich nix bewegt, hilft es häufig die beiden Schrauben mit denen die "Brille" am Außenteil befestigt ist, etwas (im Wasser nie 'nich ganz!) zu lösen und wie in der Beschreibung von Volker vorzugehen. Klappt das nicht, muß das Schiff aus dem Wasser. Dann die "Brille" komplett entfernen und von außen ein passendes Rundmetall (z.B. eine Verlängerung für die Knarre) in das Seeventil stecken und mit vorsichtigen Hammerschlägen das Innenteil lösen. Das dieses konisch ist, geht dies meistens recht einfach. Säubern und mit seewasserbeständigem Fett wieder einsetzen und gut ist.

    Damit das nicht passiert, habe ich mir angewöhnt, sämtliche Seeventile regelmäßig zu bewegen. Wenn ich das Schiff verlasse, wird alles dicht gemacht, komme ich an Bord ergibt sich das Öffnen dann zwangsläufig mehr oder weniger schnell.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  5. #5
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    Ich gehe davon aus, es dreht sich um ein standardmäßiges Kugelventil in Serienausstattung. Meist in Messing M58 gefertigt, also für den Haushaltsbedarf und im Schiff eigentlich nur bis zu 5 Jahre von den Werften garantiert.
    Im Wasser liegend kann man einige Versuche machen. Sollte das Ventil geschlossen sein, dann den Schlauch abnehmen und von innen ordentlich mit Kriechöl (Mos2, Caramba, Sonax etc. kein Wundermittel WD 40) einsumpfen, und den Schlauch wieder anbringen. Nach einiger Einwirkzeit dann mit langsamen hin und her Bewegungen versuchen gängig zu machen.
    Das alles natürlich nur, wenn das "Durchdrehen" wegen einer abgenudelten Spindel verursacht wurde. Wenn sich die Spindel selbst durchdreht, dann ist sie innen abgerissen un das Ventil muß ersetzt werden.
    Ist das Ventil offen geht diese Methode natürlich nicht.

    Ich würde jedenfalls alle "verdächtigen" Ventile ersetzen und zwar gegen solche aus entzinkungsfreiem Messing, mittlerweile bei fast allen nennenswerten Zübehöranbietern erhältlich. Auf Niroware verzichten und schon gar nicht mischen.

    Tipp: Ventile regelmäßig öfter hin und her bewegen( alle 2 Wochen), dann halten sie lange.

  6. #6
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Ich gehe davon aus, ....... Kugelventil.......
    Um der babylonischen Sprachverwirrung vorzubeugen: s.u. (aus dem Fundus)

    Gruß Franz
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  7. #7
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    Mein Seeventil (WC) ist seit dem Herbst nicht mehr dicht. Kugelventil, noch original aus 1993.
    Ich kam nach zwei Wochen Segelpause an Bord und das Wasser stand knapp unter Oberkante WC-Schüssel. Noch mal Glück gehabt!

    Da eine Woche bis zum Krantermin war's kein Problem.

    Mitte Januar werde ich zum Boot fahren und versuchen, das Ventil herauszuschrauben. Da die Rumpfdurchführung leider nicht abgewinkelt, sondern gerade ausgeführt ist wird's spannend, ob sich dieses Teil mit dreht.
    Denn dann wird wohl eine größere Aktion draus: der Flansch dieser Buchse ist nämlich nicht außen am Rumpf zu sehen, sondern offenbar einlaminiert. Alles schön glatt außen am Rumpf.
    Dann muss wohl die Werft ran . . .

    Ich werde berichten,

    Axel

  8. #8
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    Zitat Zitat von Axel-X342 Beitrag anzeigen
    .......... und das Wasser stand knapp unter Oberkante WC-Schüssel. Noch mal Glück gehabt!

    .........
    Die Erfahrung hab ich auch mal gemacht. Jede Armatur hat eine Leckrate. Bei neuen ist sie so gering, dass sie i.d.R. sich nicht bemerkbar macht. Die Kugeln verkrusten und die Dichtungen leiden.
    Um sicher zu gehen habe ich einen Schwanenhals eingebaut. Das sollte eigentlich überall so sein, ich hatte aber darauf verzichtet weil man der reinen Lehre nach auch noch eine Hochpunktbelüftung installieren müsste die wiederum Geruchsprobleme bereiten könnte.
    Mit so einem Schwanenhals bist Du auch ohne Hochpunktbelüftung auf der sicheren Seite.

    Gruß Franz
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  9. #9
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    Moin,

    bei meiner Jacht hat die Werft die Schwanenhälse beider Leitungen bis direkt unter das Laufdeck(!) gezogen.

    Meine bessere Hälfte ist wegen des darob verkleinerten Stauraums im Schapp wenig begeistert. Axel's Beitrag zeigt, daß die getroffene Maßnahme durchaus sinnvoll sein kann.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  10. #10
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    Ich würde beim Ersatz auf die TrueDesign(r) Fittings und Kugelhähne aus Neuseeland wechseln.
    Sie sind aus glasfaserverstärktem Polyamid. Sie sind korrosionsfrei und auch nach Jahren leichtgängig.
    Ich habe sie seit 2013 und bin sehr zufrieden

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