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  1. #1
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    Standard "Rostpickel" am Kiel - aktuer Handlungsbedarf?

    Moin zusammen,

    ich bin Segelneueinsteiger mit sehr begrenzter Erfahrung in der Bootstechnik und beabsichtige mir nun eine Leisure 17 zu kaufen.

    Nach einigen Monaten der Suche, habe ich eine sehr vielversprechende Leisure 17 gefunden. Allerdings hat das Boot am Kiel sowie am Übergang Kiel-GFK ein paar wenige „Rostpickel“. Der Eigner hat vorsorglich noch kein AF gestrichen, damit der potenzielle Käufer das Unterwasserschiff vernünftig inspizieren kann. Das Boot macht insgesamt einen sehr ehrlichen Eindruck. Ich bin nun lediglich aufgrund der wenigen Roststellen etwas verunsichert und wollte einmal fragen, ob da ggfs. akuter Handlungsbedarf bestehen könnte oder ob das in Anbetracht des Alters von mehr als 40 Jahren auch einfach nur völlig normal ist.

    Ich wäre für Hinweise sehr dankbar.

  2. #2
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    Standard

    "wenige Rostpickel" ist normal, dass der Verkäufer noch nicht gepönt hat, machen Boot und Verkäufer sympathisch. Der Kiel ist AFAIK Guss => auf die Schnelle den losen Rost und lose Farbe entfernen, "Flüssigzink" drauf, primern, AF und gut. Oder die Zeit bis zur Saison nutzen, den Kiel abschleifen, dann einen neuen Anstrich und Spachtel aufbauen. Würde ich aber nicht unbedingt machen, fair geshapete Kiele bringen der bei L17 nur mäßige Vorteile...

  3. #3
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    Standard

    Hallo,

    Zinkkram ist genau das, was man in der Priorität nach hinten stellen sollte.

    Zuerst
    1) losen Rost entfernen
    2) Ferrucid Rostumwandler anwenden (bspw. vom Farbenhändler Waage)
    3) abwechselnd Putzen/ Rostumwandler, bis Oberfläche stabil ist
    4) Farbe nach belieben drauf, vorzugsweise die bereits im eigenen Regal steht und sonst nur vor sich hingammelt

    Damit habe ich einen ganzen Kiel von Ausblühungen befreit und kommte den auch noch prima mit Epxoy Farbe und Spachtel proflieren,
    1K Farbereste liegen schadlos unterm Epoxy.


    Peter

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    .......

    Damit habe ich einen ganzen Kiel von Ausblühungen befreit........
    Isso, geht.
    Bin den Ausblühungen mit der Zopfscheibe zuleibe gerückt und habe dabei festgestellt, das der Kiel von einem der Vorbesitzer geshaped wurde (unterschiedliche Spachteldicken). Diese strömungsgünstige Form wollte ich nicht zerstören.
    Die Rostnester bis auf den Guß rabiat aufgegraben. Mehrfach mit Rostumwandler behandelt, sie K.Lauer, dann jedoch nicht mit Resten, sondern mit Epoxy überstrichen, auch als Grundierung für anschließendes Ausfüllen mit Epoxyspachtel. Gespachtelt, geschliffen, gespachtelt, ... Antifouling drauf, fertig. Nach Jahren kein neuer Befall. Wird aber sicher wieder anfallen, dann - s.o.

    Wenn Du den Kiel so behandelst wird er 5000 Jahre alt. Wenn Du nichts machst höchsten 4800 Jahren.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Standard

    Hallo,

    der entscheidende Unter schied nach der Behandlung:
    Das alte AF lässt sich ruckzuck abschleifen, keine Vertiefungen mit elenden Farbresten mehr.

    Ich schätze den nachträglichen Zeitvorteil mind. auf halb so aufwändig.
    Bei runden 4#m für den Kiel ist das eine Hausnummer.


    Peter

  6. #6
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    Standard

    Kurze Nachfrage zum Thema Ferrucid!

    Was passiert eigentlich, wenn das Zeug im Übergangsbereich Kiel zu Rumpf eingesetzt wird, da wo gerne mal ein paar Rostpickel auftauchen? Ist das (vielleicht ähnlich wie der Rostumwandler von Owatrol) auch kriechfähig?

    Was ist eher für den Einsatz im Übergangsbereich geeignet, mit möglichst geringen Kollateralschäden hinsichtlich GFK und Dichtung? Es handelt sich rein technisch um ein kosmetisches Problem, stört mich aber, ich bin da von der Edelstahlflosse, die bisher mein Segelboot zierte, etwas verwöhnt.

    Vielen Dank,

    GER9XX

  7. #7
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    Standard

    Hallo,

    zu Kokain, Speed, Heroin gibt es keine Beipackzettel.
    Zu Ferrucid siehe mal unter https://optimal-products.de/portfoli...rostumwandler/


    Peter

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