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  1. #1
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    Standard Drehzalmesser mit Betriebsstundenanzeige von Volvo Penta ersetzen

    Vielleicht ist das eine "dumme Frage", doch Elektronik ist nicht unbedingt meine Stärke.

    Das Problem:
    Mein Drehzahlmesser von Volvo Penta mit digitaler Betriebsstundenanzeige ist defekt, genauer gesagt: Das integrierte Display der Betriebsstundenanzeige. Das Originalteil von Volvo Penta kostet neu ca. 350 Euro.
    Armaturen anderer Hersteller, die ebenfalls das VDO Zeichen aufweisen und dieselben Parameter (z.B. 12-24 V, 4000 U/min) haben, sind dagegen wesentlich günstiger, kosten nur die Hälfte, teilweise sogar nur ein Viertel.

    Nun meine Fragen:
    1. Wenn die Abmaße stimmen (Durchmesser, Einbautiefe), würden grundsätzlich auch die alternativen Geräte funktionieren oder muss es immer das Original von Volvo-Penta-Teil sein?
    2. Andere Geräte haben deutlich mehr Klemmen als das Originalteil (5), zumal es bei Volvo nur einen 4er-Stecker gibt, der von der Steckerbelegung dann wohl auch nicht passen dürfte, oder? Worauf ist zu achten?
    3. Die Beleuchtung des Originalgerätes erfolgt über eine Lampe, die von hinten in das Gerät gesteckt werden muss. Alternative Geräte haben ein integriertes Licht. Läßt sich dieses Problem über die Lichtklemme lösen (z. B. Kabel der Lampe mit Kabelschuh versehen und aufstecken)?
    4. Wie sieht es mit der Kalibrierung des alternativen Gerätes aus? Wie genau ist überhaupt eine Anzeige, wenn das Gerät nicht von Volvo Penta stammt?
    5. Da die Drehzahlanzeige beim Volvo-Penta-Gerät problemlos funktioniert, wäre vielleicht auch ein separater Betriebsstundenzähler (Monofunktion) denkbar. Welche Erfahrungen gibt es mit dieser Kombination?

    Zugegeben, es sind viele Fragen bei einem vergleichsweise kleinen Problem.
    Würde mich freuen, wenn hier jemand antworten kann.


    Herzlichen Dank

    Michael

  2. #2
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    Zitat Zitat von waver Beitrag anzeigen
    Mein Drehzahlmesser von Volvo Penta mit digitaler Betriebsstundenanzeige ist defekt, genauer gesagt: Das integrierte Display der Betriebsstundenanzeige. Das Originalteil von Volvo Penta kostet neu ca. 350 Euro.
    Armaturen anderer Hersteller, die ebenfalls das VDO Zeichen aufweisen und dieselben Parameter (z.B. 12-24 V, 4000 U/min) haben, sind dagegen wesentlich günstiger, kosten nur die Hälfte, teilweise sogar nur ein Viertel.
    Ich hatte den gleichen Defekt und habe auch die billigeren Geräte im Internet gefunden. Nachfrage bei den Herstellern ergab, daß diese nicht als Ersatz geeignet sind. Ich vermute, daß VOLVO Penta so seine Ersatzteile zu überhöhten Preisen verkaufen will.

    Aber egal, es hilft ja nichts. Um das original VOLVO Teil kommst Du nicht herum.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  3. #3
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    Hallo waver, ich kenne diese spezielle Volvo-Variante nicht, aber der übliche VDO-Drehzahlmesser (für Dieselmotoren) hängt an der Klemme W der Lima. Erkennbar sind die nach diesem Prinzip funktionierenden Drehzahlmesser an dem Dip-Schalter an der Rückseite, an dem der passende Teiler eingestellt wird, damit die Anzeige stimmt.
    Es könnte nun sein, daß an dem Volvo-Motor ein spezieller Drehzahlsensor verbaut ist, und der zugehörige Drehzahlmesser zu diesem und nur diesem paßt.

    Du kannst nun einen nahezu beliebigen "Diesel"-Drehzahlmesser einbauen, und den an der Klemme W der Lima anschließen, bzw. an der Lima die Klemme W nachrüsten, dann hast Du schon mal den Drehzahlmesser als wichtigstes Anzeigeinstrument.
    Der Betriebsstundenzähler ist eine schlichte Uhr, die über den allgemeinen (Zündschloss)-Schalter aktivert ist.
    Zur Instrumentenbeleuchtung ist zu sagen, daß diese mit Glühbirne versehen sein sollte, damit das Instrument innen etwas beheizt ist, und dadurch trockener und betriebssicherer bleibt.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #4
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    Vielen Dank erstmal an CO2 und sucher für Eure Hinweise.
    Dass Volvo Penta als Hersteller davor warnt, Drehzahlmesser konkurrierender Hersteller einzusetzen, ist nachvollziehbar.
    Auf der anderen Seite gibt es eine Fülle konkurrierender Produkte, insofern scheint die Kompatibilität unterschiedlicher Produkte kein
    sonderlich großes Problem zu sein.
    Mit Blick auf die Zahl der Klemmen, die an verschiedenen Drehzahlmessern zu finden sind, wundert mich nur, dass Volvo Penta mit nur
    5 Klemmen auskommt, während die Drehzahlmesser anderer Hersteller 12 und teilweise sogar mehr Klemmen auf der Rückseite der
    Geräte aufweisen. Dabei geht es doch - wie schon beschrieben - eigentlich nur um die Klemme W (für die Drehzahl), um Strom für das
    Instrumenlicht und um ein elektrisches Signal für Motor an/aus z. B. vom Zündschloss. Was sollen da so viele Klemmen ... ?

  5. #5
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    Hallo waver, ich weiß von anderen, nichtnautischen Motoren, daß da ein Abstandssensor als Drehzahlsensor verbaut ist, der wenn er an der Kurbelwelle angesetzt ist sehr exakt 1 Impuls/Umdrehung abgibt. Im Drehzahlmesser selbst braucht man dann weniger Elektronik, um etwa die Zahl der Impulse runterzuteilen.
    Bei Nutzung der Klemme W gibt die Lima entsprechend ihrer Polzahl mehrere Impulse/Umdrehung ab, zudem wird das Drehzahlverhältnis noch durch die Durchmesser der Riemenscheiben verändert.
    Wenn Du einen anderen Drehzahlmesser mit der passenden Größe für Dein Motorpanel findest, schau ob er eine Einstellmöglichkeit für das Teilerverhältnis hat, und versuch den mit der Klemme W zusammenzuschalten.
    Wenn an Deinem Motor keine Lima mit W ist bzw. dort kein Draht angeschlossen ist, und ein Sensor im Bereich der Nockenwelle/Kurbelwelle mit dem Drehzahlmesser verbunden ist, weißt Du, was Sache ist!
    Viele Grüße
    nw
    Geändert von sucher (06.02.2020 um 16:38 Uhr) Grund: dreckfehlerse
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #6
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    ... interessanter Hinweis zum Durchmesser der LIMA-Keilriemenscheibe. Verständlich, dass bei Benutzung der W-Klemme eine abschließende Kalibrierung nötig ist, denn die Umdrehungszahl der Kurbelwelle unterscheidet sich von der LIMA-Drehzahl. Bei der Frage nach der Zahl der Impulse pro Umdrehung der LIMA habe ich bei Wikipedia gelesen, dass der Impuls für die W-Klemme nur von einer Spule stammt. Insofern wäre - wie auch beim Sensor an der Kurbelwelle - nur ein Impuls pro Umdrehung zu erwarten. Einziger Unterschied: der Impuls von der Kurbelwelle entspräche exakt einer Motor-Umdrehung, während der Impuls von der W-Klemme irgendwie noch mit dem Durchmesser der Keilriemenscheibe (der LIMA) verrechnet werden müßte (durch Kalibrierung).

    Nach allem, was ich bisher gelesen habe, präferiere ich momentan eher einen separaten Betirebsstundenzähler (für 16 Euro bei Amazon), denn der Drehzahlmesser funktioniert ja noch beim "halbdefekten" Volvo-Penta-Gerät. Ich meine, dass man auch in diesem Fall an die LIMA gehen könnte, indem die beiden einzigen Klemmen des Betriebsstundenzählers mit einem (Strom-an/aus-) Signal z. B. von der B+ Klemme (positiver Ladestromausgang der Lichtmaschine) bedient. Die zweite Klemme führt zur Masse. Oder gibt's da ein Denkfehler ...

  7. #7
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    Zitat Zitat von waver Beitrag anzeigen
    ... .... der Impuls von der Kurbelwelle entspräche exakt einer Motor-Umdrehung, während der Impuls von der W-Klemme irgendwie noch mit dem Durchmesser der Keilriemenscheibe (der LIMA) verrechnet werden müßte (durch Kalibrierung).

    ......
    Nicht irgendwie sondern: Umdrehungen der Kurbelwelle x Durchmesser deren Riemenscheibe = Umdrehungen der Lima x Durchmesser deren Riemenscheibe.
    Wenn Du einen markanten weißen Strich auf die Rimenscheibe der Kurbelwelle zeichnest, und diese mit eine Leuchtstoffröhre oder Glühbirne beleuchtest wird der Strich bei 1500 1/min und 3000 1/min scheinbar stillstehen. Zeigt der Drehzahlmesser eine von beiden Drehzahlen an, ist alles bestens.

    Viel Erfolg

    Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #8
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    Hallo waver, aus dem Buchstaben "W" läßt sich leicht erschließen, was das ist: Eine Drehstromlichtmaschine gibt sinnigerweise Drehstrom ab, deren 3 Wicklungsenden (Sternschaltung!) wie bei Drehstrom üblich, mit U,V,W bezeichnet sind. Tatsächlich könnte man auch jede der 3 Wicklungen für diesen Zweck anzapfen, aber W ist eben üblich. Der Rotor hat offenbar 6 Pole (ich habe extra nachgesehen, und meine auch schon mal eine andere Polzahl gesehen zu haben), das bedeutet 6 Impulse pro Lima-Umdrehung. Multipliziert mit dem Riemenscheibenverhältnis bedeutet das irgendwas wie 10 Impulse pro Kurbelwellenumdrehung.

    Interessant sind dabei noch die Auswirkungen der elektrischen Belastung der Lima: Wenn ich meinen Umrichter zuschalte, geht die Drehzahlanzeige deutlich runter, obgleich der Motor akkustisch genauso wie vorher dreht: Der Keilriemen rutscht! (Bevor mir jemand den guten Rat gibt: ich habe die Riemenspannung schon maximal hochgedreht).

    Der Betriebsstundenzähler ist wie schon gesagt, eine schlichte Uhr. Eine mechanische Variante hat den Vorteil, daß sie niemals vergißt, wieviel sie schon gelaufen ist. Leider kann man sie meist auch nicht auf 0 stellen. Der Motorstromkreis wird meist per Zündschalter aktiviert (nennt man so, obgleich Diesel?) Da hängt die Uhr mit drauf.
    Zumindest bei mir gibt es keinen extra Schalter für die Nachtbeleuchtung, weil die Instrumentenbeleuchtung gleichzeitig die Bereitschaftskontrolle für den Motor ist.

    Alles keine Hexerei!
    Viele Grüße
    nw
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  9. #9
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    Hallo Waver,
    das ist ein altes Problem, einfach googeln, VDO Drehzahlmesser mit Betriebsstundenzähler, dann bekommt man so ein Gerät mind. zum halben Preis, du muss aber eventuell die Anschlüsse anpassen und musst dazu in der Lage sein, Schaltpläne zu lesen. Weiterhin muss man auch die Drehzahlen anpassen, ist aber alles beschrieben, am besten man merkt sich einfach die Leerlaufdrehzahl am Laufenden Motor, wechselt dann den DZM, stellt ihn ein und prüft ob er die gleiche Drehzahl wieder anzeigt. Da diese Drehzahlmesser aber anfällig sind, wird es wieder vorkommen. dass der Betriebsstundenzähler wieder ausfällt, deshalb mein Rat, kauf dir einen externen Betriebstundenzähler für ca. 20€ und verbaue diesen, einfach und hält ewig. Ps.: Es fällt nur das Display aus, die Betriebsstunden sind im Gerät aber gespeichert, wenn mann das Display wechselt, werden die vorhandenen Betriebsstunden wieder angezeigt. Gruß Gerdchen

  10. #10
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    Vielen Dank für die tollen Anregungen. Tatsächlich tendiere ich nach alledem, was hier an Wissen und Problemlagen zusammengetragen wurde, zu einem separaten Betriebsstundenzähler, denn auch bei einem Neukauf eines Drehzahlmessers inkl. eingebautem Betriebsstundenzähler (egal ob von Volvo Penta oder von der Konkurrenz) kann man wohl darauf warten, dass der BSZ erneut seinen Geist aufgibt.

    Ich würde den separaten Betriebsstundenzähler dann aber nicht an der Lenksäule, sondern (indoor) im Bereich des Navigationstisches einbauen, zumal dort auch mein (analoges) Logbuch liegt.

    Eine Frage noch: Wenn ich das Ein-Aus-Signal für den BSZ vom Zündschalter hole, werden doch (streng genommen) nicht allein die tatsächlichen Motorbetriebsstunden (wenn der Motor läuft) gezählt, sondern auch die Zeit zwischen Ein- und Ausschalten des Zündschalters. Das dürften zwar nur marginale Zeitunterschiede sein, aber wenn man nach dem Stoppen des Motors vergisst, den Zündschalter auszuschalten, zählt der Betriebsstundenzähler munter weiter, obwohl der Motor gar nicht mehr läuft.

    Deshalb meine Idee, an den Stromausgang (B+) der Lichtmaschine zu gehen. Diese Klemme müsste m. E. bei Stillstand des Motors eine Null-Spannung haben. Die Lösung hätte den Vorteil, dass man sich das Kabel vom Zündschalter ganz hinten an der Lenksäule bis zum Navi-Tisch sparen kann. Von der Lichtmaschine bis zum Navi-Tisch sind es nur zwei bis drei Meter …

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