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  1. #1
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    Standard Seewetterbericht Mittelmeer

    Mein IPad kam in die Jahre und ich musste es austauschen. Hab schön ne Copie gemacht und auf mein neues Pad aufgespielt.
    Alles war wieder da, nur mein geliebter WindGuru war Verschwunden. Auch im AppStore gabs den nicht mehr! Er hatte mich über viele Jahre im Mittelmeer begleitet und ich war auch sehr zufrieden mit ihm.
    Welche Wettervorhersage nutzt ihr im MM?
    Grüße Volker

  2. #2
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    Hallo ophelia, ich nutze Gripfiles mit dem Programm Zygrip (kostenlos). Ich nutze das mit Linux. Es liefert je nach Bedarf einen kleinräumigen oder auch großräumigen Wetterbericht mit viele Parametern, unter Anderem auch Wind. Z.B. kann Opencpn die Gripfiles direkt in den Navigationsbildschirm integrieren,ich nutze das jedoch separat. Die Wettervorhersage ist im 3-Stunden-Raster inklusive, theoretisch bis 5 Tage, aber meiner Erfahrung nach nur maximal 3 Tage zuverlässig. Meiner Meinung optimal, es bleiben keine Wünsche offen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
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    Windy (das mit dem roten Icon). Ist kostenlos und bietet im Mittelmeer vier verschiedene Wettermodelle an.
    ZyGrib kann nur GFS. Windy kann auch die höher auflösenden Icon-EU und ECMWF.
    Michael
    http://www.sioned.de

  4. #4
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    Hallo, hier das Grib-File von heute morgen für die beliebte Gegend Preveza-Levkas:grib21.2.20.jpg. Wenn man die Zeitachse (unten) in die Zukunft verschiebt, wird eine Vorhersage draus, reicht eine volle Woche weit. Wenn ich jetzt von Levkas nach Italien rüber wollte, würde ich bald losfahren, denn der Wind im Jonischen wird gegen Mittag sehr abnehmen. Er wird aber aus Nord bleiben, also Raumschotskurs. Bis Sa abend sollte man drüben sein, denn dann ist der Wind weg. (Ich spar mir das, für alle 3h ein extra Bild hier reinzustellen)
    Wer mehr rauslesen will muß sich das File selbst holen. Was will man mehr? Das einzige, was ich vermisse, ist die Wassertemperatur, die ist leider nicht drin.
    Vor allem, wenn man mit dem Datenvolumen sehr knausrig sein will (oder muß), ist das sehr flexibel,
    Viele Grüße
    nw

    Man sieht hier sehr schön den Effekt, den mir schon die alten Hasen verraten haben: zwischen dem griechischen Festland und den Inseln hat der Wind eine andere Richtung, wenn man nach Norden will, um hinter Korfu nach Santa Maria rüberzufahren, hat man trotz allgemeiner Nordwindlage raumen Wind!
    Geändert von sucher (21.02.2020 um 08:54 Uhr) Grund: Ergänzung
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #5
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    Ophelia sucht ja was fürs iPad. Mir ist kein wirklich brauchbare App bekannt, die auch mit externen Grib Files umgehen kann.

    Es gibt aber einige die Grib-Files selber laden und darstellen können. Dazu gehört das schon erwähnte Windy mit seinen 4 (!) Vorhersagemodellen, PocketGrib, das auch nicht nur auf GFS beschränkt ist, PredictWind, welches ebenfalls 4 Modelle zur Verfügung stellt, allerdings nicht kostenlos ist

    Rein web basierend gibt es noch OpenSkiron, das hochauflösende Gribs fürs MM bereitstellt - mit eigenen Vorhersagemodellen. Die können online angeschaut werden oder mit einem Gribviewer dargestellt werden.

    Zu den verschiedenen Vorhersagemodellen:

    GFS wird von den meisten Anbietern genutzt und angeboten, weil es kostenlos ist. Nachteil ist die recht grobe Auflösung, die sich in kleinräumigen Revieren wie z.B. den griechischen Inseln mir ihren vielen Landmassen im Weg als nachteilig erweist.
    Hier braucht man höher auflösende Modelle wie ICON-EU (Windy) oder PWE/PWG (Predictwind) oder WRF (OpenSkiron). Diese haben dann meist nicht die Reichweite von GFS, aber alles was über drei Tage hinausgeht grenzt ohnehin an Kaffeesatz Leserei.

    Das schöne an Windy ist, dass man sich die vier Modelle parallel darstellen lassen kann. Wenn die alle das gleiche aussagen, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es so kommt. Weichen sie voneinander ab, dann ist noch was in der Schwebe.

    Ich persönlich verwende primär PredictWind, zur Kontrolle Windy und zur Darstellung innerhalb von OpenCPN OpenSkiron.
    Michael
    http://www.sioned.de

  6. #6
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    Danke Michael, ich hab mir mal das Windy angesehen und das ist eigentlich genau das wonach ich gesucht habe! Deckt meinen Bedarf voll ab.

    Nochmals Danke und Grüße
    Volker

  7. #7
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    Zu beachten wäre vielleicht auch noch VENTUSKY. Sehr gute Vorhersagen auch am Festland und zu Hause
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  8. #8
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    Hallo ophelia, ich kannte windy schon vorher, habe das jedoch als "zuwenig professionell" aussortiert. Ich gebe zu, der Eindruck kam vor allem durch die wirklich beeindruckende Animation, die einerseits auf den ersten Blick überzeugt, jedoch auf den zweiten Blick erkennen läßt. daß da wenig Raum für eigene Interpretationen ist, es wird alles fertig und gefällig aufbereitet präsentiert. Es ist sicher nicht falsch, wenn man sich z.B. im Mittelmeer danach richtet.
    Beim nochmaligen Spielen mit windy ist mir jedoch aufgefallen, daß es keine Kontrolle über die zu übertragende Datenmenge gibt. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, daß ein scheinbar üppiges Datenkontingent in Windeseile aufgebraucht sein kann, wenn man es allzu sorglos einsetzt. Und genau da hat windy offenbar seinen Pferdefuß.
    Selbstverständlich kann man in den meisten Häfen ein Internetcafe finden, das unbeschränkten Zugang ins Netz erlaubt, oder hat sogar ein Hafen-Wlan, aber in praktisch allen Ankerbuchten unmöglich. Wenn also die Datenmenge Beschränkungen unterliegt, kommt die Stärke von Zygrib zum Tragen.
    Zygrib holt sich seine Daten per einmaliger eMail, deren Datenvolumen vorher(!) angezeigt wird. Man kann daher von vorneherein die Datenmenge auf das reduzieren, was interessiert, und auch datenmäßig einen maßgeschneiderten Wetterbericht abholen. Dabei wird jedoch erkennbar, daß der in Zygrib enthaltene eMail-Generator immer noch einen defigen Datenüberhang produziert, den man nicht unter 50kB drücken kann.
    Da kommt dann Saildocs ins Spiel. Das ist im Prinzip eine Anleitung, die Anforderungsmail für die Wetterdaten händisch zu erzeugen, und damit die Datenmenge wirklich auf ein Minimum von unter 1kB zu drücken, z.B. "send gfs:33N,38N,17E,27E|2,2|24,48,72|PRESS,WIND" (924B). Das damit angeforderte Gribfile kommt postwendend zurück, und Zygrib nutzt man nur noch als Anzeigeprogramm, das bis aif diese Mail keinerlei externen Datenverkehr erfordert. Damit ist das Ding auch Sat-Phone-tauglich. für mich der ausschlaggebende Grund auf den LRC samt zugehöriger Hardware zu verzichten und mir stattdessen ein Satphone zuzulegen.

    Diese nach der Anleitung für Saildocs erzeugte Anforderungsmail habe ich mir für meine Zwecke maßgeschneidert vorgefertigt und auch getestet, solange ich unbeschränkten Zugang ins Netz habe. Wenn es nun Ernst wird mit der Einschränkung der Datenmenge, schicke ich so eine vorgefertigte Mail ab, und habe mit wirklich minimalem Datenumfang genau das, was ich wissen will!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  9. #9
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    Ich kann den Windfinder noch empfehlen. Und als zweite Quelle nehme ich gerne den Ventusky ...das Modell COSMO hat eine Auflösung von 2 Kilometer und zeigt noch die nördliche Adria, darauf sind sogar Düseneffekte zwischen Inseln zu sehen.
    Datenvolumen waren nach einer Woche meist unter 300 MB zusammen.
    Auf Langfahrt mag es andere Kriterien geben, es ging ja aber um das Mittelmeer.

  10. #10
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    Danke zusammen! Den Windfinder hat mein neues Pad von der Kopie des alten Pad´s übernommen. Warum auch immer - ich hatte damals lieber den Guru benutzt.
    Jetzt hab ich Windy und Ventusky aufgespielt und bin damit zuhause im Wohnzimmer ganz glücklich. Sollte für meine kleinen Wochenschläge von Frühsommer bis Spätherbst reichen. Im Winter gibtˋs eh nur Daysailing und wenn dann morgens das Wetter nicht passt, dann bleib ich halt im Wohnzimmer
    Grüße Volker

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