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  1. #21
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    Hallo yippieaye, Es gab hier auch mal einen Tröt (leider weiß ich nicht mehr wann und wo), bei dem berichtet wurde, daß ein Fisch in der Schüssel ankam und durch weiterpumpen in den Fäk-tank gehimmelt wurde. So abwegig ist das nicht. Daß man mit Klorix das Problem wegbekommt, wurde auch schon mehrmals gesagt. Ich finde es sehr wohl interessant, wie das Problem entsteht, denn nur wenn man die Ursache kennt, kann man was wirklich Grundlegendes dagegen unternehmen!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #22
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    Ja eh' ! ich meine ja auch nicht , dass es nicht vorkommen kann wenn da mal ein Minifischlein den Weg über alle alle Schläuche und Ventile bis in das Innere der Klomuschel finden kann, alles ist möglich.
    Nur, dieses Problem mit dem Abgestandenem Seewasser im Ansaugsystems der Toilette ist nun wirklich kein Akt der Seltenheit und tritt bei nahezu allen Schiffen auf, zumindest ist das mir bis jetzt so aufgefallen und ich kenne das aus Schilderungen anderer Segler genauso. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass bei allen die das betrifft eine Fischleiche daran schuld ist.

    Man stelle sich nur mal einen eher ungepflegten und ruhigen Hafen vor, wo das Wasser förmlich steht. Riecht auch nicht gut, oder?
    Es ist ja bekannt, dass im Salzwasser im Meer, mehr Microorganismen vorhanden sind als bei klarem Gebirgswasser. Dazu kommen natürlich sonstige Verschmutzungen etc. Sowas reingepumpt und unter Sauerstoffverschluß abgestanden, fängt, insbesondere bei wärmerern Temperaturen, einfach zum faulen an. Daher der Geruch.
    Ein Schiff ist halt kein Operationssaal. Macht daraus nicht mehr als es ist und pumpt den Dreck mit zugehaltener Nase raus, basta!

  3. #23
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    Hallo yippieaye, die Menge an H2S, die durch Fäulnis entstehen kann, hängt direkt mit der Menge der für die Fäulnis verfügbaren Eiweißstoffe zusammen. Es gibt auch einen direkten Zusammenhang mit der Trübung bzw. Klarheit eines Gewässers: Wenn es nicht gerade frisch aufgewühlt ist, bestehen die Trübstoffe aus den Mikroorganismen, die sich an den enthaltenen Nährstoffen gütlich tun, und die bestehen größtenteils aus Protein(Eiweiß). Man kann also auch sagen: Klares Wasser, wie z.B. im Mittelmeer enthält wenig Mikroorganismen, trübes Wasser entsprechend mehr.
    Ich denke, wenn es in einem Hafen stinkt, kommt das nicht durch die von den Schiffleinfahrern eingeleiteten Fäkalien, sondern die Hafenstadt entsorgt offen oder klammheimlich ihre Abwässer ungeklärt ins Meer. So gesehen (und gerochen) am Ausgang des Bosporus ins Marmarameer, eindeutig identifiziert durch die ebenfalls im Wasser schwimmenden Plastikrückstände gewisser Hygieneartikel.
    Nun war ich zuletzt im Ambrakischen Golf, ein ziemlich abgeschlossenes Gewässer, das vermutlich durch Einträge aus der Landwirtschaft eine für das Mittelmeer ungewöhnliche Trübung aufweist (meiner Meinung nach weniger als z.B. die Ostsee). Dementsprechend mußte ich auch an meinem Schiffsrumpf einen besonders starken Bewuchs feststellen. Das habe ich mehrmals abgekratzt, und habe dabei gesehen, daß die noch beweglichen Teile des Bewuchses sich wieder zu verstecken suchen, und einem dabei aktiv (!) in Haare und Ohren geraten.
    Nachdem vor dem Einlaß der Toliettenspülung kein Filter oder sonstiges Hindernis angebracht ist, ist nicht einzusehen, warum da keine Organismen hineinkommen sollten? Trotzdem ist mir bisher keinerlei Geruch aufgefallen, der aus dem Spülwasser stammen könnte.
    Ich habe mir dennoch vorgenommen, mal den Test mit dem Topf voll Seewasser durchzuführen. Wenn der nach 24h unter Lichtabschluß und Sommertemperatur nicht stinkt, muß es doch ein Fisch sein!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #24
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    Natürlich hat man Organismen im WC-Becken. Kann man ja auch beim "Meeresleuchten" in der Kloschüssel sehen. Wenn da ordentlich durchgepumpt wird, kommt doch immer frisches Wasser das noch nicht fault. Klar, nach einiger Liegezeit wird das Wasser im Schlauch vielleicht stinken, ist aber doch gleich durch. Pumpen muss man eben (Oder E-Toilette kaufen), Gegen Geruch im Restwasser der Schüssel kann doch ein Haushaltsmittel zugegeben werden.
    Ich hatte in 40 Jahren noch keinen Fisch!
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  5. #25
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    Nur um es vorweg zu nehmen, nach 24 Std stinkt nichts. Auch nicht nach "nur" einigen Tagen. Aber ab einer Woche und mehr kann das je nach Gewässer schon anfangen.
    Ich bin Jahrelang in Italien in der Lagune gelegen, war schlimm. Nach wenigen Tagen faules Wasser. In Griechenland Kalamata Marina nach 3 Wochen wie im Schwefelbad.
    Den Ambrakischen Golf kenne ich sehr gut, liege ja in Preveza. Bin auch schon geraume Zeit in Vonitsa gelegen aber da kriegt man keinen Eindruck, da die Toiletten ja benützt werden. Der Ambrakische Golf besteht aus Brakwasser, weil von den Ufern jede Menge Flußwasser einströmt.
    Das Wasser ist trübe, ähnlich einem Biotop, doch da sich da drinnen jede Menge Delfine und Wasserschildkröten tummeln, gehe ich eher von einer biologisch unbedenklichen Wasserbeschaffenheit aus. Gehe jedenfalls da drinnen schwimmen und hatte bis jetzt noch keine Beschwerden. Ich reinige allerdings auch nicht meinen Rumpf im Wasser, zumindest dort nicht.

    Wie auch immer, wenn jemand mit Wasserfäulnis im den Kloleitungen keine Probleme hat ist's gut. Ich mach das was nowendig ist...

  6. #26
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    Hallo yippieaye, nicht jedes trübe Wasser ist hygienisch problematisch. Speziell im Ambrakischen Golf halte ich den Eintrag von Nährstoffen für "kompensiert", was man ja auch richtig an dem besonders reichen marinen Leben erkennt. Wichtig ist dabei der Sauerstoffgehalt. Der Stoffwechselweg, der bei der Eiweißzerlegung beim H2S endet, überwiegt nur unter anaeroben Bedingungen. Das ist einem dunklen, langen, engen Schlauch sicher gegeben. Hat man einen transparenten Schlauch, kommt Licht rein, und die Algen sorgen für Sauerstoffzufuhr, was den Stoffwechsel wieder in Richtung aerob verschiebt. Letztlich ist es sehr wohl möglich, daß Wasser im Toilettenzufluß stinkt, aber der "normale" Nährstoffgehalt reicht hierfür nicht aus.
    Viele Grüße
    nw
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  7. #27
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    Bin wie gesagt, kein Biochemiker. Werde beim nächsten Wechsel des Schlauches einen dunklen, nichtransparenten Schlauch einbauen und dann berichten. Kann aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin gebe ich mich mit dem Ist-Zustand zufrieden...

    nette Grüße, Yippie

  8. #28
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    Auch ich habe mich Jahre mit üblen Gerüchen der Jabsco rumgeschlagen. Auch ich hatte den Verdacht, dass die Seewasserzuleitung der Übeltäter ist. Habe dann das Seeventil der Zuleitung dauerhaft geschlossen und die T-Schüssel mit Frischwasser betrieben, also vor jeder Nutzung Frischwasser eingefüllt. Es ergab sich keine Veränderung beim Geruch. Verdächtigt habe ich dann die Pumpe, weil beim Abpumpen der Geruch aus der Schüssel kam. Die Pumpe hat kein Seewasser gezogen, aber bei jedem Zug des Hebels kam der Geruch. Ich habe dann den Zuführungsschlauch von der Pumpe zum oberen Schüsselrand an der Pumpe abgezogen, einen wesentlich längeren Schlauch raufgesteckt und das freie Ende einen Meter aus dem Fenster geführt. Der Geruch war beim Pumpen nicht mehr da, im Schlauch bildete sich eine stetig beim Pumpen wachsende Wassersäule, nur jeweils zwei bis drei Zentimeter steigend. Und das Zeug stinkt. Weil mir dieses Provisorium nicht auf Dauer gefiel besorgte ich zwei Liter "Agua Fuerte" (ich meine, 15 prozentige Phosphorsäure, gibt es hier in jeder Haushaltsabteilung den Liter für 0,67 Euro, damit reinigen die Marineros hier übrigens vom Pockenbefall), steckte einen Trichter auf den Schlauch, der sonst aus dem Fenster führte und goss nach und nach die Mischung in den Trichter. Diese kam relativ gleichmäßig verteilt aus dem oberen Rand der T-Schüssel und brachte viel schwarzen Dreck mit. Das Ablauf-Seeventil hatte ich gesperrt, den Zulauf zum F-Tank geöffnet und pumpte nun bis die Schüssel leer war, keine Sekunde länger. AguaFuerte konnte nun in allen Leitungen und in der Pumpe wirken. Nach einer halben Stunde wurde die Brühe abgepumpt. Bis zum heutigen Tage habe ich keine üblen Gerüche mehr beim Pumpen, obwohl ich den Verbindungsschlauch wieder wie vorgesehen zwischen Pumpe und Schüssel angeschlossen habe. Nach meiner Erfahrung holt man sich den üblen Geruch ausschließlich über die dem Pumpeninneren anhaftenden Stinkstoffe.

    Es lacht und grüßt der steuermann

  9. #29
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    Hallo steuermann , ich denke, das klärt die Sache, es ist ein Reflux-Problem. Wenn die Toilette neu ist, schließen die Ventile richtig, alles was raus soll, geht auch raus, und nichts stinkt. Irgendwann geht dem Ventil die Dichtigkeit verloren, und es gelingt nicht mehr, die Fäkalien vollständig abzupumpen, und es bleiben Reste im System, die dann für den Gestank sorgen,.
    Wie bekommt man das weg? Der sichere Weg: zerlegen und reinigen. Aus verständlichen Gründen ist das eher unbeliebt. Wenn man jedoch z.B. wg. einer Verstopfung gezwungen ist, sowas zu unternehmen, sollte man es gleich richtig machen.
    Ansonsten, ein Reinigungsmittel durch das System pumpem. Ich meine jedoch, mit "Kraftwasser" gefährdet man den Toilettenmechanismus. Ich würde Klorix nehmen, das ist weniger aggressiv und hilft speziell gegen eiweißhaltige Verkrustungen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  10. #30
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    Auch weil mir das die unliebste Antwort ist ;-) - in meinem Fall ist die Toilette neu. Keine acht Monate alt und hat von Anfang an dieses Problem.
    Was auch auffällig ist: Das stinkende Wasser ist deutlich dunkel bräunlich eingefärbt. Sobald das durch ist, kommt normales Seewasser und es stinkt auch nicht mehr.

    Aber auch, wenn man beim ersten durchpumpen den Klodeckel geschlossen lässt, ist lüften angesagt. Ich werde wohl mal diesen Zusatz ausprobieren.

    LG R.

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