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  1. #11
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    Hallo grauwal, rein technisch gibt es noch eine andere Möglichkeit der Resorption, die noch besser geht, als durch die Mundschleimhaut: Das Rektum (Colon rectum). Der anatomische Hintergrund ist, daß der gesamte Verdauungstrakt, mit diesen beiden Ausnahmen, nur über die Leber mit dem restlichen Kreislauf zusammenhängt, die Vieles modifiziert bez. weiter zerlegt, was da durchkommt. Was man also in den Verdauungstrakt einbringt, kann dadurch erst nach der Passage durch die Leber wirksam werden.
    Nachdem jedoch ein Ohrstöpsel nichts Resorbierbares an sich hat, ist es ziemlich wurscht, durch welches Ende man sich das zuführt, es wird in jedem Fall ausschließlich der Placeboeffekt wirken. Nachdem es im Rektum kein Geschmacksempfinden gibt, kann man da auch weniger wohlschmeckende Dinge zur Resorption bringen!
    Nach meiner Erfahrung wirkt der Placeboeffekt umso besser, je drastischer die Maßnahmen ausfallen. Es wundert mich wirklich, daß bisher noch niemand Maßnahmen in dieser Richtung bei Seekrankheit vorgeschlagen hat! (z.B. frischen Ingwer)
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo grauwal, rein technisch gibt es noch eine andere Möglichkeit der Resorption, die noch besser geht, als durch die Mundschleimhaut: Das Rektum (Colon rectum)..................
    Nachdem jedoch ein Ohrstöpsel nichts Resorbierbares an sich hat, ist es ziemlich wurscht, durch welches Ende man sich das zuführt, es wird in jedem Fall ausschließlich der Placeboeffekt wirken.........
    XITIX rektal?
    Mannomann, wie krieg ich das Bild aus´m Kopp. Dann doch lieber Stöpsel und auf Placebo hoffen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #13
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    Hallo, das Bild der Wirksamkeit im Kopf zu haben, ist die wichtigste und gleichzeitig einzige Bedingung für die Wirksamkeit eines Placebos. Nur zu, auf zum Selbsttest!
    Nur ich fürchte, bei Dir ist es unmöglich den Negativbeweis zu erbringen, denn Du wirst auch ohne dieses nicht seekrank!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #14
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ........, denn Du wirst auch ohne dieses nicht seekrank!
    Viele Grüße
    nw
    Weit gefehlt, Sucher.
    Allerdings ist in den letzten Jahren alles im grünen Bereich geblieben. Das liegt zu einen an weniger ambitionierten Törns, zum anderen an der Gelassenheit des Alters. Sicher spielen psychologische Aspekte eine Rolle, Anspannung erzeugt Stress , der wiederum Histamin freisetzt welches das Übel fördert. "Alles schon mal dagewesen", hält die Anspannung in Grenzen.
    Die Tagesform ist eine wichtige Größe. Selbst Kumpels mit gusseisernem Magen habe ich schon spucken gesehen, alle mit denen ich ernsthaft gesegelt bin.
    Wenn ich bedenke, dass selbst Lord Nelson fürchterlich unter der Seekrankheit litt, schäme ich mich gelegentlicher Augenblicke, wo mir alles noch mal durch den Kopf ging, nicht.
    Bei den Patienten gibt es wiederum zwei Sorten. Jene, die auf den Tod warten und andere, die ausgiebig die Fische füttern und danach unmittelbar zur Karte zurückkehren.
    Dazu gibt es was zum Schmunzeln, alles wahr!

    Kleinliches Zahlenrechnen

    Wir verlassen Rompot Richtung England bei ruppigem Wetter und schlechter Sicht. Die letzte Tonne haben wir ohne Sichtkontakt passiert. Ich gehe zur Navi und möchte Kompasskurs, Kurs über Grund mit den Stromwerten auf der Karte vergleichen. Dabei frage ich den Rudergänger, unseren Professor nach dem tatsächlichen Kurs im Augenblick. Der ist nicht leicht zu halten wg. schlechter Fahrbahn. Prompt sagt er mir den Sollkurs, aufs Grad genau. Ich vergleiche den mit dem Stomversatz, der Fahrt durchs Wasser und dem Kurs über Grund vom GPS – nichts stimmt. Mein Magen gibt Alarm, der war noch im Bürostuhlmodus. Hoch, nach Lee, alles noch mal durch den Kopf gehen lassen, Wasser trinken, wieder nach unten. Nochmalige Frage nach dem tatsächlichen Kurs mit gleicher Antwort – das ergibt einen Wahnsinnsstrom aus der falschen Richtung. Panik, ich haste nach oben, schaue auf den Kompass: 30° (!) daneben. Es folgt ein langer Fluch mit gottlos, dämlich, unfähig, bösartig, hinterhältig… . Darauf die gelassene Antwort mit erhobenem Zeigefinger, sorgfältig dozierend, eines Professors würdig:
    Nirgendwo zeigt sich mathematisches Unvermögen so deutlich wie im kleinlichen Zahlenrechnen!
    Da ist man stumm vor Glück. Den Satz muss man sich merken



    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #15
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    ...Nirgendwo zeigt sich mathematisches Unvermögen so deutlich wie im kleinlichen Zahlenrechnen!
    Da ist man stumm vor Glück. Den Satz muss man sich merken...
    Du weißt wahrscheinlich, daß der Satz nicht auf dem Mist vom Professor gewachsen ist sondern von Carl Friedrich Gauß stammt. Stand auch als Motto in meinem Buch mit Logarithmentafeln.

    Gruß
    Manfred
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  6. #16
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    Zitat Zitat von Muckilein Beitrag anzeigen
    Du weißt wahrscheinlich, daß der Satz nicht auf dem Mist vom Professor gewachsen ist sondern von Carl Friedrich Gauß stammt. Stand auch als Motto in meinem Buch mit Logarithmentafeln.

    Gruß
    Manfred
    Ja, Manfred, weiß ich,
    denn der Professor (ist außerdem ein äußerst sympathischer Typ) hat das nicht verschwiegen, nicht zuletzt um seiner Äußerung Nachdruck zu verleihen.
    ..... war mir aber in der geschilderten Situation schei....dingsegal.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #17
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    Hallo grauwal, es ist auch eine Frage des Zeitgeschmacks, welches Organ man zur Resorbtion von Dingen vorzieht. Im 18ten und auch im 19ten Jahrhundert war es große Mode, Klistiere zu verabreichen, wenn man den zeitgenössischen Abbildungen glauben will, ganz besonders bei jungen Damen. Es ist daher nicht wirklich abwegig, das auch gegen Seekrankheit anzwenden. Ich denke, dieses Forum wird gerne einschlägige Erfahrungsberichte goutieren!
    Es könnte auch sein, daß allein der Gedanke an diese Methode jeden Anflug von Seekrankheit zuverlässig vertreibt, ein Beispiel für ein Nocebo!
    Viele Grüße
    nw
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  8. #18
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    Geht das eigentlich auch intravenös?

  9. #19
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    Hallo FRASIT, selbstverständlich geht das auch intravenös, die Giftler machen da immer wieder vor, was man auf diese Weise in sich reinfüllen kann.
    Genau dort finden sich auch die seltsamsten Beweise für die Wirkung von Placebos: Wenn man einem Giftler glaubhaft weis macht, es wäre Heroin, wirkt auch Kochsalzlösung gegen Entzugserscheinungen. Warum sollte das mit einem Antiseekrankheitsmittel nicht funktionieren?
    Viele Grüße
    nw
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  10. #20
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    Gegen Seekrankheit nehme ich die Pütz voll Seewasser um das Deck sauber zu bekommen

    Selber war ich noch nie Seekrank - Habe aber schon viele Seekranke an Bord gehabt, da waren auch die drunter die nichts können dafür
    Gleichgewichtsstörungen - Das essen spielt auch eine Rolle bei Alkohol klappt es meistens mit der Seekrankheit um so mehr man trinkt um so heftiger die Seekrankheit

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