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  1. #1
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    Standard Frage zu Seekrankheit

    obwohl ich selbst eher selten, fast nie seekrank werde, kenne ich mich trotzdem mit den einschlägigen vorbeugenden Maßnahmen gg. Seekrankheit aus. Zumindest glaubte ich das bisher.
    Nach dem Motto: Man kann so alt werden wie eine Kuh, so lernt man immer noch etwas dazu.

    Es gab gestern eine Frage in einer Fernsehsendung im Vorabendprogramm „Wer weiß denn sowas?“
    Da wurde gefragt, was tun gg. die Seekrankheit? Die richtige Antwort war, „sich einen Stöpsel (nur einen) ins Ohr stecken!“

    Davon hatte ich noch nie gehört und würde deshalb hier mal nachfragen, ob diese Methode tatsächlich bekannt und auch angewendet wird? Und natürlich, ob das auch tatsächlich hilft?

  2. #2
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    Die richtige Antwort war, „sich einen Stöpsel (nur einen) ins Ohr stecken!“
    Nachtrag:
    Mit Stöpsel wurde ein Gehörschutz gezeigt, den ich vom Schießstand her kenne!

  3. #3
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    Hallo miles+more, man kann sämtliche Maßnahmen gegen Seekrankheit in eine von 2 Gruppen einteilen: Reine Placebodinge ohne jede medikamentöse Wirkung und sedierende Medikamente ohne spezielle Wirkung gegen Seekrankheit, die aber durch ihre beruhigende Wirkung die Auswirkungen der Seekrankheit mindern, aber auch das Vergnügen am Segeln reduzieren, bis hin zur Aktionsunfähigkeit.
    Die Ohrstöpsel gehören zur 1. Gruppe, Placebos.
    Viele Grüße
    nw

    PS: ich bin weit davon entfernt, den Placebos die Wirkung abzusprechen! Dummerweise ist die Wirkung absolut unberechenbar, funktioniert nur, wenn man wirklich fest daran glaubt. Bei Dir meine ich eine gewisse Skepsis herauszuhören, da wird es sicher nicht funktionieren. Versuchs mal mit Magneten!
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Einen Stöpsell ins Ohr, den anderen in den Allerwertesten!
    Spaß beiseite, histaminarme Ernährung und Getränke helfen, aldo keinen Käse, keine Tomaten, keinen Rotwein, kein garnichts. Dann besser Wandern oder Fahrrad fahren. Die Marine testet Vitamin C, Ergebnisse frühestens nächstes Jahr. Vitamin C ist senkt den Histaminspiegek im Blut. Statt Ohrstöpsel kaufen, besser in die Apotheke gehen. Keine Vitamin C Tabletten kaufen, sondern Ascorbinsäure in Pulverform. Kostet nur ein Bruchteil von Vitaminpräparaten. Wenn es vielleicht auch nicht hilft, es schadet nicht und costa fast garnix. Bei der Amazone gibt es 1 kg für 17 €, ein Erwachsener benötigt 0,1 g am Tag. Selbst bei einer zehnfachen Dosierung reicht so ein Topf für 3x um die Erde nonstopp.

  5. #5
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    In den "Nautischen Nachrichten, 3/2019 steht ein lesenswerter Bericht, der sich weitgehend mit meinen Erfahrungen deckt.
    Habe vor einiger Zeit mal meine persönlichen Erfahrungen aufgeschrieben:

    Persönliche Erfahrungen mit Seekrankheit und Medizin

    Vor mehr als dreißig Jahren berichtete Frau Hilde Wilts (Extremseglerin, Autorin und Ärztin) über Stutgeron. Das Medikament wurde nicht gegen Seekrankheit verschrieben, hatte jedoch eine erstaunliche Wirkung. Die Wirkungsweise war unklar.

    Da bei mir die üblichen Mittel gegen Seekrankheit verheerend wirkten, litt ich lieber unter der Übelkeit. Versuche mit Stutgeron (Wirkstoff Cinnarezin) waren jedoch sehr erfolgreich. Mit zunehmendem Alter wird die Anfälligkeit für das Leiden geringer. (persönliche Meinung, kann das nicht belegen) Trotzdem entsteht zu Beginn einer Reise manchmal Unwohlsein.

    Der österreichische Mediziner Prof. Jarisch veröffentlichte vor einigen Jahren das Buch: „Histamin-Intoleranz, Histamin und Seekrankheit“ von Reinhard Jarisch (Amazon, €24,95). Darin wird der Übeltäter entlarvt: Histamin!
    Wie Histamin ins Blut kommt, z.B. bei Seekrankheit oder bei histaminreicher Kost, wird von Jarisch beschrieben.

    Cinnarezin wirkt gegen Histamin, muss jedoch mindestens einen Tag vor der Reise genommen werden. Die gelegentliche Nebenwirkung Müdigkeit lässt nach einem Tag nach. Eine Überdosis (mehr als 500mg) Vitamin C senkt den Histaminspiegel und hilft auch dann, wenn Übelkeit sich bereits breit gemacht hat. Die Erkenntnisse von Jarisch decken sich mit meinen Erfahrungen, mit denen meiner segelnden Freunde auch. Cinnarezin ist verschreibungspflichtig. Nach wie vor verschreiben die Mediziner jedoch die üblichen Medikamente gegen Reisekrankheit oder empfehlen die Mittel in Form von Pflastern oder Kautabletten. Bei Pilgerreisen mit dem Bus nach Lourdes sollen gute Erfolge erzielt worden sein. Bei der Hinfahrt. Für die Rückfahrt hatte man das wohltätige Wasser .

    Es wird wohl noch etwas dauern bis sich die Erkenntnisse des Professor Jarisch durchgesetzt haben. Begründungen, wie „gute Erfahrungen“ oder „nimmt die NASA auch“, kann ich nicht bestätigen oder sind falsch.

    Die Pharmaindustrie ist an dieser Erkenntnis auch nicht interessiert da Cinnarezin sehr billig ist. Erstaunlich ist auch, dass der Wirkstoff nach Bekanntwerden der Forschungsergebnisse von Jarisch in Deutschland vom Markt genommen wurde. In unseren Nachbarstaaten kann man das Medikament rezeptfrei kaufen. (Klinikpackung 3€, oder so )


    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Das Problem bei der medikamentösen Behandlung der Seekrankheit ist, daß jedes wirksame Medikament auch Placebowirkung hat, die sich sowohl verstärkend als auch abschwächend auswirken kann. Dabei kann die reine Placobowirkung auch stärker sein als die Medikamentenwirkung. Das ist ein Dschungel, in dem man mit persönlicher Erfahrung nur für sich selbst weiterkommt, bei einem anderen Menschen kann sich das völlig anders auswirken. Es ist eine komplizierte, schwierige, und langwierige Wissenschaft, die Placebowirkung von der Medikamentenwirkung zu trennen. In diesem Dschungel haben sich auch die Homöopathen verheddert. Bis jetzt gibt es nur Vermutungen, aber keine Beweise.
    Ich meine, die Seekrankheit ist eine rein psychische Sache, auch das ist nur eine Vermutung, und psychische Dinge entziehen sich jedem Beweis. Ich sehe diese Vermutung jedoch durch viele Beobachtungen gestützt, dazu gehört auch die extrem kontroverse Beurteilung der Mittelchen gegen Seekrankheit.
    Auf der psychischen Schiene hilft immer noch am besten, wenn man fest entschlossen ist, die Seefahrt zu genießen, was wohl für die meisten seefesten Foristen hier zutrifft. Bei den zugehörigen Begleiterinnen funktioniert das bei weitem nicht so gut, deshalb sind diese auch besonders von der Seekrankheit betroffen!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  7. #7
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    Ohrstöpsel habe ich auch noch nie gehört, dürfte auch Kokolores sein.
    Kann mich weitestgehend grauwal anschließen, was die Medikamente angeht.
    Im übrigen nach meiner Erfahrung viel wichtiger: Ausgeschlafen sein, ausreichend und ballastreich gegessen haben, warm und trocken angezogen, an der frischen Luft mit freiem Blick auf den Horizont und nicht zuviel saufen. Wenn ich das beherzige, werde ich auch bei wirklich ekligen Bedingungen (jedenfalls bis heute) nie seekrank. Wenn ich eines oder mehrere der o.g. Dinge nicht berücksichtigt habe, dann kann es vorkommen, dass sich ein erstes flaues Gefühl einstellt. Dann half bei mir bisher immer ein trockenes Brötchen mit einer Tasse Tee und schnell ans Ruder und steuern.

  8. #8
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    was tun gg. die Seekrankheit? Die richtige Antwort war, „sich einen Stöpsel (nur einen) ins Ohr stecken!“

    Davon hatte ich noch nie gehört und würde deshalb hier mal nachfragen, ob diese Methode tatsächlich bekannt und auch angewendet wird?
    siehe:

    https://www.yacht.de/ratgeber/wissen...453-page3.html

    https://floatmagazin.de/leute/simple...-seekrankheit/

    https://www.youtube.com/watch?v=hmQMUdZgIMA

  9. #9
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    Zitat Zitat von Käptn Blaubär Beitrag anzeigen
    ... keinen Rotwein,.... Vitamin C senkt den Histaminspiegek im Blut...
    Kann ich bestätigen. Wenn ich am Vorabend mehr als eine Flasche Rotwein trinke ist mir am nächsten Morgen oft übel ….

    Spaß beiseite. Mein Mittel der Wahl ist in der Tat auch hochdosiertes Vitamin C. Und zwar XITIX, rezeptfrei in der Apotheke. Keine Nebenwirkungen. Egal ob auch Placeboeffekt dabei ist, hat ausnahmslos geholfen, auch wenn bei der Crew schon erste Anzeichen von Seekrankheit auftraten.

    Frank

  10. #10
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    Zitat Zitat von FRASIT Beitrag anzeigen
    .......... Mein Mittel der Wahl ist in der Tat auch hochdosiertes Vitamin C. Und zwar XITIX, rezeptfrei in der Apotheke. Keine Nebenwirkungen. Egal ob auch Placeboeffekt dabei ist, hat ausnahmslos geholfen, auch wenn bei der Crew schon erste Anzeichen von Seekrankheit auftraten.

    Frank
    dito!
    Ein xitix hat 500mg/Tab Vitamin C, Zwei helfen sicher. Im Mund zergehen lassen, über die Schleimhäute setzt die Reaktion früher ein als über den Darm.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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