Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Standard Quarantäne an Bord von Sportbooten

    Stellt Euch vor, eines eurer Crewmitglieder erkrankt an einer meldepflichtigen Krankheit wie Krätze oder ist mit dem Corona-Virus infiziert.
    Habt ihr alle an Bord eine Quarantäne Flagge und würdet ihr sie setzen?
    Sorgt ihr als verantwortungsbewußte Schiffsführer dafür, dass an Bord die Essens-und Trinkvorräte stets für eine 14 tägige Quarantäne ausreichen würden?
    Kennt ihr die Quarantänevorschriften in den Ländern, in denen ihr segelt?

    .....oder entsorgt ihr das kranke Crewmitglied still und leise an einem einsamen Strand, oder lauft ihr in einen Hafen ein, lasst den Kranken an Land und verduftet?

  2. #2
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Stellt Euch vor, eines eurer Crewmitglieder erkrankt an einer meldepflichtigen Krankheit wie Krätze oder ist mit dem Corona-Virus infiziert.
    Habt ihr alle an Bord eine Quarantäne Flagge und würdet ihr sie setzen?
    Sorgt ihr als verantwortungsbewußte Schiffsführer dafür, dass an Bord die Essens-und Trinkvorräte stets für eine 14 tägige Quarantäne ausreichen würden?
    Kennt ihr die Quarantänevorschriften in den Ländern, in denen ihr segelt?

    .....oder entsorgt ihr das kranke Crewmitglied still und leise an einem einsamen Strand, oder lauft ihr in einen Hafen ein, lasst den Kranken an Land und verduftet?
    2ndtonone, hastes nich´´ne Nummer kleiner?
    Es reicht doch völlig von den Randerscheinungen des Virus betroffen zu sein, wenn Du Deine nächste Reise planst. Wir überlegen z.Zt. ob wir 300€ für eine Vignette raushauen, ohne zu wissen, ob uns das betroffene Land einreisen lässt.
    Bist Du sicher, dass Schweden (oder andere) nicht die Schotten dicht macht, obwohl Du ein paar Hunnis für Seekarten für eine Ostseerunde geblecht hast?

    Segler, wir haben ein Problem.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Frag bei den Yachten nach, die von Italien kommend in Tunesien in Quarantäne mussten.

    Ach ja, ich habe immer für mind. 2 Wochen Essen an Bord und Wasser unbegrenzt.
    Michael
    http://www.sioned.de

  4. #4
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    Hallo Ihr, ein Skipper ist kein Arzt, jedenfalls nicht, solange er das nicht verrät. Ob da eine meldepflichtige Krankheit vorliegt, kann allenfalls der Hafenarzt entscheiden.
    Das übliche, vorschriftsmäßige Vorgehen orientiert sich jedenfalls am Worstcase: Man setzt "Q" und wartet ab, und geht nicht ohne Aufforderung an Land.

    Wenn es da bisher gewisse Erleichterungen gab, kann es sein, daß das wg. Corona wieder ernsthafter betrieben wird, und man eben nicht gleich ins Hafenamt gebeten wird, sondern wie früher, Zoll und Amtsarzt an Bord kommen.
    Es ist auch eine gewisse Willkür denkbar, daß man einfach wg. dem letzten Hafen nicht einklarieren kann, ganz ohne Gesundheitstest. Auch das gab es früher schon, jedes neuangekommene Schiff mußte erstmal 2 Wochen in Quarantäne, bevor jemand an Land durfte.
    Ich weiß leider nicht, wie das innerhalb der EU gehandhabt werden wird.

    Es ist jedoch zu vermuten, daß der Hype bis zum Beginn der Sommeraison abgeebbt sein wird, weil die Durchseuchung soweit fortgeschritten ist, daß es nichts mehr zu schützen gibt.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #5
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr, ein Skipper ist kein Arzt, jedenfalls nicht, solange er das nicht verrät. Ob da eine meldepflichtige Krankheit vorliegt, kann allenfalls der Hafenarzt entscheiden.
    Das übliche, vorschriftsmäßige Vorgehen orientiert sich jedenfalls am Worstcase: Man setzt "Q" und wartet ab, ...
    nw
    Ich habe immer Q gesetzt, wenn ich zeigen wollte, dass an Bord alles gesund ist, und ich um freie Verkehrserlaubnis bitte, nicht aber weil ich Krätze oder Ähnliches an Bord habe.
    Im worst case, wenn ich aerztliche Hilfe brauche, würde ich eventuell “Whiskey” zeigen.

  6. #6
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  7. #7
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    Q alleine ist heute die Bitte um Verkehrsfreigabe. Q verdoppelt oder mit 1. Hilfstander verdoppelt bedeutete früher Seuche und heute die Bitte um Gesundheitsabfertigung:

    https://www.grosse-seefahrt.de/lexik...antaeneflagge/
    Michael
    http://www.sioned.de

  8. #8
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    Hallo, wie gesagt, der Skipper ist kein Arzt (es sei denn, das Schiff ist so groß, daß es einen ausgewiesenen Bordarzt hat, wie z.B. ein Kreuzfahrer). Der Skipper kann den schlimmsten Fall allenfalls erkennen, wenn er schon Leichen an Bord hat.
    Bei Corona ist das nicht zu erwarten. Es bleibt bei "Q". Alles Weitere entscheidet die lokale Behörde.
    Erst wenn der Skipper meint, dringend ärztliche Hilfe zu benötigen, kann man das durch Flaggen kenntlich machen. Das ist jedoch alles Theorie und vorgestrig.
    Man hat gewöhnlich Seefunk/Telefon und meldet sich auf diese Weise an. Neben den Traditionsgründen ist "Q" hilfreich für den Zoll, das richtige Boot schnell zu finden, wenn er an Bord kommen will.

    BTW Auf der Donau ist mir das mal passiert, daß ich (einhand) dabei war, an einem Anleger festzumachen, da hatte das Zollboot schon seinerseits an meinem Schiff auf der anderen Seite festgemacht, so schnell kanns gehen!

    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

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