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  1. #1
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    Standard Corona - Trockenanzüge für Kranken & Alten Pflegepersonal spenden?

    Moin,

    ich würde gerne eine Idee anregen.

    Vorab ich bin nicht vom Fach und somit auch nicht sicher ob das funktionieren würde, aber man könnte das ja mal diskutieren.

    Es gibt aktuell ja sehr wenig Schutzanzüge und die sind bei intensivem Körperkontakt wohl nicht sehr haltbar. In der Kranken- und vor allem Altenpflege ist das ein Problem weil da ja zum Teil besonders enger körperlicher Umgang beim Umbetten usw. nötig ist.

    Deutsche Segler, Vereine und Händler haben 1000ende von Trockenanzügen im Schrank und an Bord.
    Die Anzüge sind dicht und lassen sich waschen und desinfizieren (direkt danach nochmal spülen damit die Anzüge nicht kaputt gehen.) und sind wiederverwendbar,

    Für den OP und Dauereinsatz eher nix, da nicht 100% steril, aber eventuell anderweitig zum Beispiel mobile Altenpflege?
    In der nächsten Zeit kann eh kaum jemand segeln gehen vermute ich.
    Wir Segler sind im Schnitt auch nicht sooo arm das wir uns nicht nach dem ganzen Drama neue Anzüge kaufen könnten.

    Die Idee wir spenden die Trockenanzüge an Pflegedienste usw.

    Von daher folgende Fragen:

    1)Können Arzte und Pfleger hier bitte kommentieren ob das prinzipiell funktionieren würde.
    Frage 2&3 stellt sich nach dieser Diskussion. Also bitte erst einmal "Bühne frei" für Ärzte und Pflegepersonal.
    Die anderen sollten sich bitte erst mal raushalten.

    2)Wenn könnte man ansprechen um so etwas zentral zu verteilen?
    Ich habe ggf. Kontakt zu den Johannitern...

    3)Wenn Ärzte und Pfleger das für sinnvoll halten, wer würde spenden?
    • Vereine
    • Privatpersonen
    • Händler
    • Hersteller
    • Offshore Industrie


    Lasst uns das bitte ruhig und klar und ohne Streit und emotionen diskutieren.
    Wie gesagt ich bin nicht vom Fach, aber könnte mir vorstellen das die Anzüge helfen könnten.

    Liebe Grüße, von der Querdenkerin Franziska

  2. #2
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    Moin,

    ich glaube nicht, dass sich so viele Trockenanzüge damit sammeln lassen, dass die in irgendeiner Weise zentral verwaltet verteilt werden könnten. Ich jedenfalls habe sowas nicht.

    Gruß R.

  3. #3
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    Hallo, hast Du, angezogen mit einem Trockenanzug, schon mal was anderes gemacht als bei kühlem oder kaltem Wetter im Cockpit sitzen? Wenn Du bei 22°C (übliche Temperatur in Krankenzimmern) herumlaufen und womöglich schwer heben und jedenfalls tätig sein mußt, würde ich das als "Schmoren im eigenen Saft" bezeichnen. Und es geht bei dem Infektionsschutz vor allem um die Atemluft. Die Schutzwirkung von einem einfachen Mundschutz ist mehr als zweifelhaft und dient mehr der psychischen Beruhigung. Schau Dir mal den Film "Outbreak" an, da wird gezeigt, wie es richtig gemacht wird!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    .......... Die Schutzwirkung von einem einfachen Mundschutz ist mehr als zweifelhaft und dient mehr der psychischen Beruhigung. ......
    nw
    Ooch nee, Sucher,
    Du wirst die Schiene bei einen Beinbruch auch mit psychischen Gründen erklären .
    Um sich selbst zu schützen taugt der gewöhnliche Mundschutz tatsächlich nichts. Um andere zu schützen, falls wir selbst das Virus tragen, sehr wohl. Diese Möglichkeit sollte in den Mittelpunkt rücken.
    In Tschechien ist der Aufenthalt im Freien ohne Mundschutz verboten. gute Maßnahme.

    Trockenanzüge schützen weder Mund noch Nase oder Hände, also wirkungslos.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Hallo grauwal, die üblichen Mundschutze sind nicht virendicht, meist auch nicht mal bakteriendicht, und liegen vor allem nicht dicht genaug an, um Nebenluft auszuschließen. Um da wirklich was zu bewirken braucht es etwas wie eine Gasmaske + virendichten Filter, oder besser eine Kopfhaube mit Überdruck, gespeist aus einer virenfreien Quelle.
    Zum Trost: der Coronavirus ist an freier Luft nicht lange infektiös, deshalb hilft schon Abstand halten. Wenn Du, wie in der Krankenpflege erforderlich, einer aktiven Virenquelle nahekommen mußt. brauchst Du eben einen Schutz wie in "Outbreak" um wirklich sicher zu sein.
    Allerdings scheint es so zu sein, daß ein nicht zu alter und vor allem gesunder Mensch wenig zu fürchten hat. Es sind für einen letalen Ausgang neben dem Alter noch weitere negative Dinge erforderlich, z.B. Rauchen, oder Diabetes oder sonstige Vorerkrankungen.
    Ein Trockenanzug ist jedenfalls wenig hilfreich, siehe https://www.youtube.com/watch?v=1eEuqwMpobY
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #6
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    .......... virendichten Filter, oder besser eine Kopfhaube mit Überdruck, gespeist aus einer virenfreien Quelle.
    ........
    Nicht virendicht, aber "tröpfchendicht". Beim einfachen Mundschutz geht es nicht darum sich selbst zu schützen, das ist tatsächlich aufwendig. Es geht darum andere zu schützen. Der hauptsächliche Übertragungsweg sind Tröpfchen. Tröpfchenwolken bei Nießen fliegen 3m, sprechen, reuspern hüßteln bringt 1,5 bis 2m. So ein Papiertüchlein hilft also doch, wenn wir davon ausgehen, dass nicht nur andere den Virus tragen können.
    So eine Billigmaske kostet wenige Cent, jeder Kunde im Laden bekommt so ein Einwegdingens, wäre doch schon was.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    Hallo grauwal, ja, richtig, tröpfchendicht ist schon mal was, aber leider nicht alles, vor allem nicht absolut. Ich nehme an, Du hast so einen Mundschutz mal beim Spritzlackeren benutzt, und anschließend den Gesicht im Spiegel betrachtet. Tröpfchendicht ist auch dabei der springende Punkt, und wie unzuverässig das ist, siehst Du an den verräterischen Farbspuren, die sich insbesondere an und in den Nasenöffnungen verdichten: Nebenluft!
    Machen wir uns nichts vor, die bisherigen Maßnahmen haben vor allem psychologischen Wert, solange sie nicht wirklich 100%ig eingehalten werden. Was uns jedoch rettet, ist die geringe Letalität einer Infektion mit diesem Virus.
    Man kann das auch als Probelauf für den Umgang mit einem wirklich gefährlichen Virus sehen, z.B. etwas wie die "Spanische Grippe" oder auch die mittelalterliche Pest mit über 60% Letalität. Soweit ich das bis jetzt überblicke, sind wir alle da mit Pauken und Trompeten durchgefallen.
    Das wirklich Dumme ist, daß die Evolution pausenlos dabei ist, neue Agentien zu erzeugen, die sich diese Verhältnisse, die wir bieten, zunutze machen. Nachdem diese Verhältnisse für diese Dinge ständig günstiger werden, werden vor allem die zeitlichen Abstände immer kürzer: Der nächste Virus kommt bestimmt!
    Trotz alledem viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  8. #8
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    Moin, Franziska nochmal.

    Danke für Eure Beiträge.

    Ich weiß das ein Trockenanzug ein "Schwitzkasten" ist, habe Jahrzehntelang Trockenanzüge getragen.

    Gestern kam ein Bericht im ZDF der mich trotzdem auf den Gedanken brachte. Da war das Thema, das es nun aufgrund von C, kaum Möglichkeiten gibt sich bei der (Alten-) Pflege zu schützen. Ein Altenpfleger könnte so ein Ding ja nach Bedarf anziehen. Natürlich schwitzt auch der darin.
    Die Pflegedienste mit denen gesprochen wurde sagten, das sie ohne Schutzmöglichkeiten (auch Anzüge) bald nicht mehr arbeiten werden.

    Ein Trockenanzug ist besser als kein Schutz und kann nahezu unbegrenzt wiederverwendet werden.

    Das C. hauptsächlich über Tröpfcheninfektion übertragen wird ist auch klar. Natürlich sollten da Masken und Brillen ebenfalls (und hauptsächlich) genutzt werden.
    Von Anzügen a la Outbreak kann träumen wer will, DIE wird es nie in großer Zahl geben.

    Es geht mir bei der Idee ja darum vorhandene Schutzmöglichkeiten zu nutzen.
    Leider sehe ich aber schon das der Gedanke hier leider nicht auf viel Interesse stößt.

    Ich wende mich jetzt mal direkt an Hersteller/Händler und Pflegedienste...

    Trotzdem danke nochmal für Eure Antworten.

  9. #9
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ......... wie unzuverässig das ist, siehst Du an den verräterischen Farbspuren, die sich insbesondere an und in den Nasenöffnungen verdichten:.......
    Weder Du noch ich atmen Farbe aus. Selbst wenn, bliebe die in der fusseligsten Maske hängen.

    Nochmal, beim Mundschutz geht es nicht darum sich selbst zu schützen, sondern das Virus nicht weiter zu geben

    [Ironie] - wir selbst sind alle clean, es sind die Anderen die die Infektion verbreiten - [/Ironie]
    Zitat Zitat von Franziska Beitrag anzeigen
    .......
    Leider sehe ich aber schon das der Gedanke hier leider nicht auf viel Interesse stößt.

    ........
    Es könnte ja einen Grund dafür geben.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Ich bin überrascht über so viel Idee. Klingt auf den ersten Blick nicht schlecht, vor Allem für Personen, die sowas noch nie getragen haben. Ganz besonders motivierend allerdings finde ich die Bemerkung über den (vermeindlichen)Wohlstand der Segler die man mit derartigen Äusserungen in eine kapitalistische Ecke stellt. Warum nicht alle Mercedes und Porschefahrer???

    Ein guter Trockenanzug kostet einige hundert Euro, und die die ihn brauchen haben das Geld dafür sicher nicht zum Spaß ausgegeben und schon gar nicht um es für zweifelhafte Wirkung aufgrund einer fragwürdigen Idee zu spenden.
    Die Wirkung und die mit Hygienebedürfnissen im Einklang stehenden Notwendigkeiten werden hierbei nicht annähernd erfüllt, geschweige denn von der Tragbarkeit bei normalen Temperaturen.

    Man könnte auch alle Motorradfahrer aufrufen ihre Regenkombis zu spenden, die wären ausserdem billiger und würden ähnlichen Schutz oder Nichtschutz bieten wie Trockenanzüge.
    Die augenblickliche Situation ist gravierend. Man sollte aber pragmatisch bleiben und helfen wo und wie es Sinn macht und philantropischen Übermut etwas eingrenzen..

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